Bärenpark Worbis, Duderstädter Allee 49, 37339 Leinefelde-Worbis

POPEYEs Blog Episode 100 | Jubiläumsgefühle

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Leute. EPISODE 100. Hundert. Einfach dreistellig. Ich weiß auch nicht, wo die Zeit geblieben ist, aber apparently bin ich jetzt offiziell erwachsen. Also zumindest behaupten das die BÄRsucher ständig.
„Boah, bist du groß geworden!“ Ja, danke? Ich weiß 😌

Neben der Höhe wächst bei mir aktuell übrigens auch die Breite ganz stabil mit. Man muss ja in allen Dimensionen abliefern. Und damit bin ich hier definitiv nicht allein. Die Bären sind gerade komplett im Winterspeck-Arc. Alle futtern, alle wachsen, alle sind happy 🍎

Obwohl… MYKHAILO war diese Woche besonders hangry, vielleicht hat PEDRO ihn angesteckt. Ich habe zumindest genau gehört, wie er das BÄRsonal beim Futtern angegrummelt hat. Eher ungewöhnlich für ihn, aber vielleicht hat der Bro einfach nie gelernt, wie man mit einem hungrigen Magen umgeht. Denn bevor er hierherkam, wusste er nicht mal, was Winterruhe überhaupt bedeutet.

Jahrelang saß er in einem kleinen Gitterkäfig, ohne fließendes Wasser und mit viel zu wenig Futter. Am Ende bekam er nur noch ein Stück Fleisch pro Woche – in Plastikfolie. Er war auf weniger als die Hälfte seines jetzigen Gewichts abgemagert. Ganz ehrlich: Warum macht ihr Menschen sowas? 😤 Ihr wollt Tiere sehen, Erinnerungen sammeln, Fotos machen und anderen davon erzählen. Und die wollen dann natürlich auch kommen. Und immer so weiter. Ein kompletter Teufelskreis. Stellt euch mal vor, wir Tiere könnten einfach dort leben, wo wir hingehören. Durch Wälder streifen, raufen, Futter suchen, Fische jagen. Einfach unser bestes Leben leben 🌲

MYKHAILO ist aus diesem Teufelskreis rausgekommen. Ich auch. Aber trotzdem sehe ich jeden Tag den Zaun. Manchmal frage ich mich, wie es draußen wäre. Könnte ich genug Futter finden? Würde ich klarkommen? Keine Ahnung. Ich bin schließlich nicht delulu und wenn ich ehrlich bin, brauche ich das BÄRsonal schon ziemlich 😅 Trotzdem bleibt dieser Gedanke. Vielleicht hätten MYKHAILO, die anderen Bären und ich ein anderes Leben gehabt, wenn Menschen früher anders gehandelt hätten. Eines ohne Zäune. Ohne Kameras. Ohne Menschen. Nur wir und die Wildnis. Und vielleicht ist Freiheit genau das: die Möglichkeit zu haben, selbst zu entscheiden, wo man hingehört.

Haut in die Tatzen!
Euer POPEYE

  checkt mein Tierprofil aus!

 

BÄRsonal Übersetzer für POPEYEs Jugendsprache:
apparently - offenbar
Arc – Phase
happy – glücklich
hangry – Mischung aus hungry und angry – hungrig und wütend
delulu – verrückt

Wir erinnern uns - 30 Jahre Worbis

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30 Jahre Worbis - ehemaliger Parkleiter im Real Talk

15 Jahre lang war Uwe Lagemann Leiter des Alternativen Bärenparks Worbis. Er hat 1996 das Projekt mit aufgebaut. Seine Anekdoten von damals hören sich an wie aus einer anderen Zeit - und das sind sie auch. Denn vor 30 Jahren gab es noch keinen Alternativen Bärenpark in Deutschland. Das Konzept, die in einem Bärenwald leben zu lassen und sie nicht, wie ihr es aus Zoos oder Tierparks kennt, nachts einzusperren, war neu. Wenn Uwe Lagemann erzählt, dass ihm eine Grundschülerin fragte, warum unsere Bären keinen Roller fahren, dann zeigt dies sehr eindrucksvoll, was seiner Zeit, Mitte der 1990er, als normal angesehen wurde.

Seit dem hat sich eine Menge geändert und das gibt uns größte Motivation. Denn wenn wir sagen, dass unser Projekt in weiteren 30 Jahren hoffentlich nicht mehr gebraucht werden wird, dann werden wir oft belächelt. Menschen ändern sich angeblich nicht. Aber das stimmt nicht. Menschen ändern sich, die Kultur ändert sich. Was wir in den letzten drei Jahrzehnten erreicht haben, innerhalb einer Generation, zeichnet einen positiven Ausblick.

Und auch ihr, liebe Bärenfreundinnen und Bärenfreunde, habt einen wichtigen Anteil daran. Eure Unterstützung, finanziell, bei ehrenamtlichen Einsätzen, eure mentale Hilfe und wenn ihr, wo immer ihr seid, eure Stimme den Tiere gebt, trägt dazu bei, den Tierschutzgedanken in unserer Gesellschaft zu verwurzeln.

Vielen Dank für den gemeinsamen Weg!

 

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Wir erinnern uns - 30 Jahre Worbis

3 Dekaden Tierschutz vom Eichsfeld in die ganze Welt. 1996 wurde mit dem Alternativen Bärenpark Worbis das erste Bärenrefugium Deutschlands ins Leben gerufen. Unzählige traumatisierte Vierbeiner fanden bei uns eine neue Chance im Leben, fanden ein naturnahes Zuhause, Artgenossen und auch andere Tiere.

Doch leider gibt es in Deutschland keine öffentliche Unterstützung für Tierschutz. Dennoch können wir den Tieren einen Bärenwald bieten. Und das liegt an Menschen wie Ursula und Hans-Gerd. Die Zwei nehmen in der Geschichte des Bärenparks eine ganz besondere Rolle ein. Seit Jahrzehnten unterstützen sie unsere Projekte mit vollstem Einsatz. Sie packen zu jeder Gelgeneheit mit an, sind Paten der ersten Stunde und mehr noch, sie sind absolute Herzensmenschen. Vielen Dank an euch, von tiefsten Herzen, vom ganzen Team und im Namen der Tiere.

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Termine

  • 20.09.2026…
    Weltkindertag | kostenlose Familienführung
  • 04.10.2026…
    CatMobil des Deutschen Tierschutzbundes
  • 11.10.2026…
    kostenlose Führung: Vom Leben in Totholz und Waldstreu

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