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Urteil im Tierquälerprozess gefallen – Zukunft der Tiere bleibt ungewiss

Muss FRANCA zurück zu ihrem Peiniger?
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Am 1. September 2021 wurde das Urteil im Prozess gegen den Schausteller Poliakov verkündet. Obwohl er in puncto Tierquälerei schuldig gesprochen wurde fällt die Strafe erschreckend mild aus: 4 Monate auf Bewährung zudem eine Geldstrafe von 150,- Euro. Doch über den Verbleib der 2019 beschlagnahmten Tiere äußerte sich das Gericht nicht. Über deren Zukunft – also auch über den Verbleib der Bärin FRANCA, die seit Dezember 2019 [zum Beitrag] im Schwarzwälder Refugium der STIFTUNG für BÄREN lebt – wird nun auf kommunaler Ebene entschieden. Leider hat sich die Präfektur bereits in den vergangenen Jahren immer wieder für Poliakov ausgesprochen. Ob er nun weiterhin Tiere halten darf und ob die misshandelten Vierbeiner wieder zurück zu ihren Peinigern müssen, bleibt also weiterhin ungewiss.

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Natur: Leben lassen

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Während ein Rudel Wölfe geschickt im Team agiert, um einen cleveren Bären sein Fleisch abzuluchsen, streift ein Luchs ganz still und leise durch das Dickicht, ganz in Manier eines Waldgeistes. Solche Szenen gehören zum Alltag in den Freianlagen unserer Tierschutzprojekte. Denn anstelle von kleinen, unnatürlichen Unterbringungen die der Mensch gebaut hat, damit er die Tiere gut sehen kann, leben die Vierbeiner in einem Stück Wald, mit hohen Bäumen, Höhlen, kompakten Dickicht, Bächen und jede Menge Rückzugsmöglichkeiten. Der Fokus liegt auf dem Wohl der Tiere. Hier dürfen sie Wildtier sein, hier lassen wir sie entdecken, was in ihnen steckt, hier lassen wir sie leben.

Doch leider ist das die Ausnahme. Trotz hochmoderner Zeiten leiden die meisten sich in Gefangenschaft befindlichen Tiere unter teilweise erschreckenden Bedingungen. Die Folge sind mitunter massive geistige wie körperliche Schäden. Wie furchtbar diese sein können, kennen unsere Tiere nur zu gut. Denn bevor sie zu uns kamen, haben sie schlimmes erlebt. Wir haben sie aus Betongruben geholt, aus schäbigen Käfigen, aus tristen Hinterhöfen und zahlreichen anderen lebensunwürdigen Umständen. Statt in der Natur zu leben wurden sie wie Gegenstände be- und als Ware gehandelt.

Die Erfahrung aus über 20 Jahren zeigt deutlich – Wildtiere können nur Wildtiere sein, wenn man sie lässt. Idealerweise in der freien Wildbahn. Aber die aktuelle Situation wie folgt aus:
Fakt: es gibt zu viele Wildtiere in Gefangenschaft
Problem: es gibt nicht einmal annähernd ausreichend Platz
Folge: schlechte, beengte und oft veraltete Haltungen, die zu massivem Tierleid führen
Lösung: sich (wieder) der Natur annähern

Wie das gehen soll? Verhaltensgerechte, naturnahe und weitläufige Freianlagen müssen der neue Standard werden. Warum? Es lindert unsagbares Leid und zeigt, wie Wildtiere sich wirklich verhalten. Und genau das ist ungemein wichtig. Zu beobachten, zu verstehen, wie die Tiere aufblühen, wenn der Mensch sich zurückhält und die Natur leben lässt.

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Bärengedenktag 2021 – 15 Jahre nach BRUNO

JURKA im Dickicht
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Freilebende Bären streifen durch die Wälder Deutschlands – ein Kompliment an unsere Natur, unsere Gesellschaft und unser Wildtiermanagement. Doch diese Bereicherung unserer heimischen Artenvielfalt scheint utopisch. Konsequent erfährt allein der Gedanke daran eine vehemente Verneinung. Im Industriestaat Deutschland sei kein Platz für Bären, Punkt. Doch dies ist eher eine emotionale Haltung, denn im Hoheitsgebiet der Bundesrepublik gibt es durchaus genügend Lebensraum für den Ursus Arctos. Letztlich ist das Problem nicht der Bär im Wald, sondern der Mensch davor. Dies belegt der Fall BRUNO auf dramatische Weise. Mit dessen Tod vor 15 Jahren wurde unserer Kultur ein trauriges Armutszeugnis ausgestellt, doch statt dies zu akzeptieren, daraus zu lernen, wird versucht mit dem Titel „Problembär“ die Verantwortung gegenüber den Wildtieren zu verschleiern. Doch in Realität sieht es so aus: BRUNO ist ein Produkt unserer Gesellschaft. Der Mensch ist schuld an seinem Fehlverhalten. 15 Jahre sind seitdem vergangen und nun wird es Zeit, aus den Fehlern der Vergangenheit zu lernen und sie zu vermeiden. Nur so können wir als Gesellschaft wachsen und uns weiterentwickeln.

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