Bärengedenktag 2025

Am 26. Juni ist Bärengedenktag. 2025 ist es nun fast 20 Jahre her, dass Braunbär BRUNO in Bayern erschossen wurde. Im Laufe der Jahre ereilte fast seiner gesamten Familie ein ähnliches Schicksal – oder schlimmer. Denn in Gefangenschaft zu leben ist für ein Wildtier schrecklicher als der Tod. Doch was war das Problem mit dem s.g. Problembären? Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass sich dieses Drama wiederholt und wie schaut es mit der Zukunft von freilebenden Bären in Deutschland aus?

Jedes Jahr lassen wir die traurige Geschichte von JJ1, besser bekannt als BRUNO, wieder aufleben. Jahr für Jahr erzählen wir seine Geschichte an diesem Tag von neuem. Und Jahr für Jahr wird es wichtiger, darüber zu reden, denn das Vermächtnis von BRUNO scheint zu verblassen. Wenn wir beispielsweise vor 10 Jahren in den Führungen durch unsere Tierschutzprojekte, sowohl in Worbis als auch im Schwarzwald, noch mit den BesucherInnen in direkten Dialog über das Thema BRUNO gehen konnten, wird es aktuell zunehmend schwieriger. Kaum jemand, unabhängig vom Alter, weiß von den Umständen des bayrischen Bärendramas von 2006. Dabei könnte das sich darin verbergende Konfliktpotential nicht aktueller sein. Denn die Wildbärenpopulation seit damals ist gestiegen. Immer häufiger kommt es zu Zwischenfällen mit Braunbären. Und auch Deutschland ist nach wie vor Erwartungsland für Bären, mehr denn je. Eine nachhaltige Aufarbeitung der Geschehnisse, der Hintergründe die dazu führten, dass die Landesregierung Bayern einen 2 Jahre alten Bären erschießen ließ, könnte von großer Wichtigkeit sein und den zukünftigen Umgang mit Wildbären maßgeblich unterstützen.

Auf ein Neues: der Bär JJ1 alias BRUNO, wurde 2004 in den Wäldern des Trentino, Italien, geboren. Sowohl seine Mutter, JURKA (daher das erste J), als auch sein Vater JOSÉ (zweites J), wurden im Rahmen des Artenschutzprojekts Life Ursus in Slowenien eingefangen und ins Trentino umgesiedelt. BRUNO gehörte zum ersten Nachwuchs (daher die 1), der in der neuen Heimat zu Welt kam. Vermutlich wurde die junge Mutter mit ihren Welpen für touristische Zwecke angefüttert. Darauf hin minderte sich die natürliche Scheu der Bären vor den Menschen und das Interesse, in menschlicher Nähe nach Futter zu suchen wurde gestärkt. BRUNO wanderte mit zwei Jahren ab und plünderte mehrere Bienenstöcke und Ställe. Schließlich wurde er als vermeintlicher Problembär bezeichnet und letzten Endes am 26.06.2006 erschossen.

Damit starb der Bär, doch das Problem nicht. Denn es sind nicht die Bären, die Probleme bereiten, sondern der Mensch. Genau das macht eine Aufarbeitung der eigenen Verantwortung so wichtig. Und bis dies nicht geschehen ist, wird es immer wieder zu Konflikten kommen. Aus diesem Grund ist der Bärengedenktag so wichtig.

 

Pandas und Artenschutz

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Alle Pandas gehören China. Das ist kein Geheimnis und bei Betrachtung aus wirtschaftlicher, kultureller und politischer Sicht ist dies sehr sinnvoll. Denn die Pandabären zählen wohl zu den beliebtesten Tieren der Welt und gelten überall auf dem Globus als Besuchermagneten. Zudem sind sie glücklicherweise auch noch vom Aussterben bedroht, dass heißt von der begehrten Ware ist nur wenig vorhanden - und alle wollen sie.

Alle Pandas gehören China. Mit Blick auf die Hintergründe wird dieser einfache, klare Satz immer absurder. Auf so vielen Ebenen beschreibt es menschliche Abgründe, menschliche Arroganz, wirtschaftliche Scheuklappen und politischen Egoismus.

Alle Pandas gehören China. Was heißt das eigentlich? Was ist überhaupt ein Panda, wo und wie lebt diese Art? Warum ist der Panda ein Symbol für den Artenschutz und ist der Pandaschutz ein wegweisendes Konzept das die Zukunft der Arten sichern kann?

 

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Unterstützung für rumänische Wildbären

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Wenn Menschen in den Lebensraum von Wildtieren eingreifen führt dies unweigerlich zu Konflikten. In Rumänien, genauer gesagt in der transsilvanischen Region Sovata, ist genau dies geplant: dort fördert die EU den Bau einer Autobahn, welche direkt durch wichtige Wanderruten von Wildbären führt und somit gravierende Einschnitte ins Habitat der Tiere mit sich zieht. Dadurch entsteht ein immenser Druck auf die Bärenpopulation, deren Folgen zum aktuellen Zeitpunkt noch nicht einschätzbar sind.

Unseren Kooperationspartnern der Milvus Group in Rumänien hat jene Gefahr von Beginn an erkannt und sich für die Ergänzung von Wildbrücken in die Bauplanung eingesetzt. Mit Erfolg! An zentralen, wichtigen stellen sollen nun Wildbrücken entstehen. Um zu beweisen, wie wichtig diese sind und wo sie strategisch am besten platziert werden, wurden Wildkameras aufgebaut. Mit der Finanzierung u.a. jener Wildkameras konnten wir also dazu beitragen, den Bau der Wildbrücken für die Bären zu unterstützen, wovon wir uns Mitte Mai selbst überzeugen konnten.

Vielen Dank an unserer Projektpartner Csaba Domokos für die Zusammenarbeit mit der Milvus Group zum Schutz von Wildbären. Leider sind Situationen wie in Rumänien keine Einzelfälle. Daher gilt es mehr denn je Projekte wie den Bau von Wildbrücken zu realisieren oder zu unterstützen. Helft mit und setzt euch für ein respektvolles Verhalten gegenüber den Wildtieren und der Natur ein.

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