Realitätscheck zur Rückkehr des Wolfs nach Deutschland

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Hüter des Waldes oder Schrecken der Vororte? Seit nunmehr einem Vierteljahrhundert leben wieder Wölfe in den Wäldern der Bundesrepublik. Doch der scheue Vierbeiner scheint die Deutschen zu spalten, während er auf der einen Seite Lobeshymnen für den Artenschutz hervorruft, sorgt er bei vielen für Mahnfeuer. Kindergärten rufen den Notstand aus, von einer wölfischen Invasion ist die Rede, denn Deutschland als Kulturlandschaft sei viel zu dicht besiedelt für solch einen Prädator.

Doch was ist dran? Ist der Wolf die Waldpolizei auf vier Beinen oder eher ein Räuber?

Weder noch. Der Wolf ist weder gut noch böse, er ist ein Wildtier, das intelligent und anpassungsfähig ist – und das schon seit tausenden von Jahren. Und DEN Wolf gibt es nicht, denn Wölfe sind so unterschiedlich wie wir Menschen auch. Was es damit auf sich hat, welche Rolle der Canis Lupus in der deutschen Kulturlandschaft spielt und was hinter den gängigen Mythen steckt klären wir in unserem Realitätscheck zum Thema Rückkehr der Wölfe.

Lies jetzt unseren neuen Wissensbeitrag zur Rückkehr des Wolfs

Zum Realitätscheck

Welttierschutztag – Identität statt Image

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Zurschaustellung, Ausbeutung, Missbrauch – im Jahr 2025 scheint Tierschutz wichtiger denn je. Die Zahl der Tiere in Gefangenschaft, von Meerschweinchen bis Elefant, hat Dimensionen erreicht, in denen die Tötung gesunder Tiere aufgrund von Platzmangel zum Alltag gehört. Trotzdem wird ohne Sinn und Verstand weiter gezüchtet. Die Konflikte mit den Wildtieren in der freien Wildbahn wachsen derweil. Doch statt Lösungen zu suchen und umzusetzen wird den Tieren die Schuld gegeben. Dass der Mensch sich in irgendeiner Form an der Natur orientieren sollte, sich selbst ein Stück zurück nimmt und der Umwelt Raum zum leben gibt, scheint ein absolutes Tabu.

Kastrationsprogramme für Katzen und Waschbären, Positivliste für die Haltung von Wildtieren, Überfüllte Tierschutzeinrichtungen, Massenproduktion in Zoos… allein in Deutschland gibt es so viele Baustellen in Sachen Tierschutz, wo soll man da anfangen?

Bei einem Wildtierverbot in Zirkussen. Die Bundesrepublik Deutschland ist der einzige Mitgliedstaat der EU, in dem es dies nicht gibt. Praktisch tritt z.B. kein Bär mehr in deutschen Manegen auf, theoretisch ist es aber nicht verboten. Die STIFTUNG für BÄREN -Wildtier- und Artenschutz hat jahrzehntelang dafür gekämpft, Bären aus der Manege zu holen. Denn es ist absolute Quälerei, die Tiere leiden extrem darunter und erholen sich, wenn überhaupt, nur schwer von diesem Missbrauch. Körperliche und seelische Narben bleiben bis zum Ende ihres Lebens. DAGGI, PARDO, KATJA… aktuell befinden sich noch einige ehemalige Zirkusbären in unserer Obhut und die Tatsache, dass dies auch nach all den Jahren, all dem Leid, was wir erlebt haben, noch immer erlaubt ist, schürt Besorgnis für die Zukunft.

Deshalb appellieren wir heute zum internationalen Tag des Tierschutzes dafür, endlich ein Wildtierverbot in Zirkussen durchzusetzen. Damit wir endlich dieses düstere Kapitel hinter uns lassen können, damit wir all die anderen Missstände angehen können. Denn es gibt noch eine Menge zu tun. Tierschutz brauch kein Image, sondern Identität.

Tierbegegnungen im Zoopark Erfurt

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Im Zoopark Erfurt hat ein neues Kapitel des Missbrauchs an Wildtieren begonnen: Tierbegegnungen. Gegen Bezahlung gibt es nicht nur Blicke hinter die Kulissen, sondern Begegnungen in den Gehegen mit u.a. Erdmännchen, Kattas, Nashörnern, Geparden oder Elefanten. Training, Futter, Streicheln - Dreister Weise wird dies als pädagogisches Happening beworben, das für den Artenschutz sensibilisieren soll. Doch genau das Gegenteil ist der Fall. Erst 2024 haben wir Tiere aus einem Kontaktzoo gerettet und wurden Zeuge, welch grauenvolles Leid durch diese Begegnungen entsteht. Es war ein Schrecken mitzuerleben, dass dies mitten in Deutschland in der heutigen Zeit geschieht. Jetzt, nur ein Jahr später, führt der Zoopark Erfurt diese lebensverachtende Praktik fort.

Handzahme Wildtiere, die trainiert werden, mit Futter konditioniert nur, damit sie Menschen in ihrer Nähe dulden, hat nichts mit Artenschutz zu tun, sondern ist blanker profitorientierter Missbrauch von Lebewesen. Allein die Tatsache, dass die Tiere in Preisklassen eingeteilt werden gibt vor, wie viel sie wert sind. Ein Treffen mit Bison oder Lama liegt mit 65,- Euro in Preiskategorie 2, bei einem Geparden bewegen wir uns bereits mit 80,- Euro in einer höheren Kategorie. Für eine Elefanten legen die Besucherinnen und Besucher 120,- Euro hin.

In der aktuellen Zeit ist aktiver Tier- und Artenschutz von wachsender Wichtigkeit. Während Tiere in Gefangenschaft leiden häufen sich aufgrund von grundlegendem Missverständnis gegenüber freilebenden Wildtieren die Konflikte zwischen Mensch und Tier. Wildtiere, exotische wie heimische, als Attraktion stundenweise buchen zu können, fördert weder Tier- noch Artenschutz sondern genau das Gegenteil: Ausbeutung und Missbrauch.

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