Giving Tuesday Aktion für traumatisierte Bären

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Es ist soweit, der alljährliche Shoppingwahn in Form der Black Weeks bahnt sich an und gipfelt im Cyber Monday mit dem Höhepunkt der Schnäppchenjagd. Mit teils absurden Rabatten von bis zu 90% und mehr wird geworben. Die Kauflaune vor Weihnachten wird ausgenutzt und angeheizt, um die Profitgier von Großkonzernen zu befriedigen. An die katastrophalen Auswirkungen auf Menschen, Natur und Umwelt durch die Massen an Paketen, die um die Welt verschickt werden, denken dabei die wenigsten. Wir schließen uns der weltweiten Gegenbewegung Giving Tuesday an und starten am 2. Dezember eine Spendenaktion für den Wildtier- und Artenschutz.

Konkret: Mit dem Erlös der Spendenaktion werden wir die Sanierung einer unserer wichtigsten Freianlagen im Schwarzwald realisieren: der Kreiselanlage im Herzen unseres Bärenwaldes. Sie verbindet sämtliche Freianlagen miteinander und macht eine Umsiedelung der Tiere zwischen den Anlagen möglich. Hier liegen die größte und beliebteste Badestelle der Bären, eine künstliche Höhle und schattige Ruheplätze unter der Brücke als Unterschlupf. Für unser Tiermanagement ist der Kreisel von zentraler Bedeutung. Hier können wir Tiere u. a. genauer beobachten und behutsam miteinander vergesellschaften. Doch Sturm, Hochwasser und viele Jahre der Nutzung durch unsere Tiere haben ihre Spuren hinterlassen. Diese Anlage hat etlichen Bären das Leben lebenswerter gemacht. Mit eurer Hilfe wird sie dies auch in Zukunft tun, aber noch besser!

Mit den Spenden vom Giving Tuesday sollen u.a. eine neue, barrierefreie Höhle für gesundheitlich eingeschränkte Bären entstehen und die von Unwettern mitgenommene Badestelle und Ruheplätze saniert werden. Zudem sollen drei neue Schleusen dafür sorgen, dass schnelleres Eingreifen im Notfall möglich wird. Insgesamt belaufen sich die geplanten Kosten auf 16.000 Euro. Wir freuen uns über jeden Euro, der am Tag des Gebens gespendet wird. Gemeinsam können wir die Welt unserer Bären ein Stück weit besser machen.

zur Aktion

Deutschland, Europas Mittelpunkt in Sachen Wildtierhandel - wir brauchen die Positivliste!

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Deutschland, Europas Mittelpunkt in Sachen Wildtierhandel - wir brauchen die Positivliste!

Elefant, Tiger und Co.: Die Bundesrepublik ist ein Paradies für die Ausbeutung und den Missbrauch von Wildtieren. Grundlage dafür bildet die Gesetzeslage, denn es gibt kaum ein Tier, das in Deutschland nicht gehalten, gezüchtet oder ver/gekauft werden kann.

Am 5. November 2025 fand zu diesem Thema ein parlamentarischer Abend in Berlin statt. Mehrere Tierschutzorganisationen, darunter auch unsere EARS-Partner vom AAP (Animal Advocacy and Protection) - die auch Initiator des Abends waren - oder Vier Pfoten, informierten über den aktuellen Stand in Sachen private Haltung von Wildtieren in Deutschland und die dringende Notwendigkeit einer Positivliste. Auch unser Geschäftsführer, Bernd Nonnenmacher, war vor Ort und das Fazit des Abends: es ist erschreckend, mit welchem Ausmaß innerhalb der Republik munter gezüchtet, getauscht und gehandelt wird. Dies lockt Wildtierhändler aus ganz Europa an. Mit schrecklichen Folgen. Die Tiere leiden unter den schrecklichen Bedingungen, es kommt zu Zwischenfällen, es kommt zu Krankheiten. 70 % aller Zoonosen, also Krankheiten, die von Tieren auf Menschen und umgekehrt übertragbar sind, kommen durch den Wildtierhandel nach Deutschland. 

Es ist systematische Tierquälerei, die massiven Einfluss auch auf die menschliche Gesundheit hat. Und warum? In Deutschland gibt es noch immer die veraltete Form der Negativliste für Haustierhaltung. Auf jener Liste sind die Arten gelistet, die in Deutschland nicht gehalten werden dürfen. Sprich: alle Arten, die NICHT aufgeführt werden, können legal gehalten werden. Dies hat gravierende Folgen. Denn eine solche Liste muss gepflegt werden, es bedarf einer ständigen Überwachung, um die verbotenen Tiere aktuell zu halten. Was leider nicht geschieht bzw. nur sehr schwer umsetzbar ist.

Ein Gegenentwurf ist die Positivliste. Dort werden nur die Tiere aufgeführt, die gehalten werden dürfen. Alle anderen sind automatisch verboten. Dies wäre ein wichtiger Schritt für mehr Wildtierschutz in Deutschland.

Internationales Tierschutznetzwerk - EARS Meeting in Italien

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In der Tierschutzeinrichtung Animanatura – Wild Sanctuary Semproniano, Italien, fand am 12. und 13. November 2025 das Jahrestreffen der European Alliance of Rescue Centres and Sanctuaries [EARS] statt. Seit einigen Jahren sind wir bereits Mitglied bei EARS, zahlreiche Rettungen seither waren gemeinsame Aktionen mit Kooperationspartnern dieses Netzwerks [z.B. ELA oder ASUKA & POPEYE].

Auch beim diesjährigen Treffen gab es ein Update der Mitgliedseinrichtungen, Erfahrungen, Erfolge und Herausforderungen in Sachen Tierschutz in Europa. Neben vielen spannenden Präsentationen war unter anderem KI ein Thema. Wie kann künstliche Intelligenz den Alltag der Tierschutzprojekte sinnvoll unterstützen? Weiterhin ging es um den Bau neuer Sanctuaries, denn leider ist der Bedarf an Plätzen für Tierschutzfälle in Europa noch immer enorm. Zudem fand ein Workshop in Sachen Tiermanagement mit traumatisierten Tieren statt.

Das Netzwerk der Tierschutz NGOs ist ein wichtiger Stützpfeiler für den Tierschutz in ganz Europa. Ohne die hervorragende Zusammenarbeit würden viele Tiere nicht vermittelt oder gerettet werden. Zudem lernen wir von einander, optimieren so stetig unsere Arbeit. Nicht Zuletzt ist das Bündeln unserer Aktivitäten ein starkes Element, um auf europaweiter Ebene gegen den Missbrauch von Tieren vorzugehen.

Wir bedanken uns beim Team von Animanatura – Wild Sanctuary Semproniano für die Organisation und die Gastfreundschaft.

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