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Faktencheck | Bärenzwischenfall im Trentino

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JURKA, Mutter von JJ4

Nachdem ein Mensch im Trentino nach einem Zwischenfall mit dem Bären JJ4 ums Leben kam, ist nun eine Abschusserlaubnis erteilt wurden. Eine öffentliche Diskussion? Nein, Emotionen, Anfeindungen, Äußerungen in sämtliche Richtungen entfachen sich aktuell zu einem Konversationsfegefeuer. Dabei muss gerade ein solcher Fall mit Verstand und Nüchternheit aufgearbeitet werden. Zeit für einen Faktencheck!

1 | Der Bär ist ein heimisches Wildtier und hat nicht nur eine Daseinsberechtigung in Mitteleuropa, sondern erfüllt eine wichtige Funktion für das Ökosystem.
2 | Ein verhaltensauffälliges Tier zu erschießen darf kein Tabu sein.
3 | Menschliche Siedlungen gilt es zu schützen.
4 | Den natürlichen Lebensraum der Tiere gilt es zu schützen.
5 | Der Bär JJ4 war bereits in der Vergangenheit auffällig.
6 | JURKA, JJ1 [BRUNO], sowie die seine Geschwister waren auffällig.
7 | JURKA, JJ1 – JJ5 wurden von Menschen angefüttert, wodurch sie verhaltensauffällig wurden.
8 | Das Gebiet, in dem sich der Vorfall ereignete, ist bekannt als Bärenterritorium.

Fazit | Der Tod eines Menschen ist das Schlimmste, was hätte passieren können. Doch auch wenn die Emotionen überkochen, darf eine rationale Fehleranalyse nicht verdrängt werden. Dies führt dazu, dass es nicht mehr um den verstorbenen Andrea Papi oder den Bären JJ4 geht, sondern um Meinungen zu vertreten. Dem Jogger Fahrlässigkeit und dem Tier Mordabsichten anzudichten, ist falsch. Auch hat weder die Politik, noch das Team aus dem Trentino noch sonst jemand Schuld an dem Vorfall. Es war ein Unfall, der schon vor Jahren hätte passieren können, aber vielleicht auch niemals. Es ist ein tragisches Ereignis, doch es darf nicht zu einer Hetzjagd werden, weder seitens der Bärengegner noch Befürworter. Letztlich gibt es steht die Daseinsberechtigung der Bären in Europa nicht zur Debatte. Die Frage ist nur, wie wir als Gesellschaft damit umgehen, auch besonders in Perspektive auf die Rückkehr der Bären nach Deutschland. Mit hoher Wahrscheinlichkeit wird JJ4 zeitnah erlegt werden. An diesem Punkt darüber zu streiten mag zwar zunächst der Impuls sein, doch wichtiger ist es, daraus zu lernen. Aufklärung, Prävention, Management, dies alles gilt es auf Aktualität zu überprüfen, um zukünftige Fehler zu vermeiden. Denn Fakt 9 und somit der letzte: der größte Fehler war es, die Bären damals überhaupt erst auszurotten.

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Tierschutzfreitag | Bärengraben

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Missbrauch und Ausbeutung von Bären zur Volksbelustigung, gerechtfertigt mit (selektiver) Tradition – Bärengräben gehören zu den letzten Relikten des dunklen Zeitalters, an dem auch in Deutschland mit fast unbändiger Sturheit festgehalten wird. Wie kann im 21. Jahrhundert mit solcher Inbrunst Tierleid gefördert werden? Höchste Zeit, Geschichte nicht zu wiederholen, sondern daraus zu lernen!

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Video | internationale Kooperation [GATO, Litauen]

Leider sind illegale Wildtierhandel – und Haltung ein wachsendes Problem in ganz Europa. Die Folgen daraus sind meist mit erheblichen Tierleid verbunden. Das Schicksal von Julija und Jana ist aber leider kein Einzelfall. Die Rettungsaktion zeigt, wie wichtig internationale Zusammenarbeit ist, um sich diesem Problem zu stellen.
Bernd Nonnenmacher | Einsatz-Teamleiter STIFTUNG für BÄREN -Wildtier- und Artenschutz

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