Angriff auf den Artenschutz - Schutzstatus des Wolfs gesenkt

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Das EU Parlament hat für eine Absenkung des Schutzstatus des Wolfs gestimmt. Was heißt das genau?

Das EU Parlament geht von einer Wolfspopulation in Europa von 20.000 Tieren aus und sieht darin wachsende Konflikte zwischen Mensch und Wolf. Um diesen entgegenzuwirken wurde dem Vorschlag einer Kommission zugestimmt, den Schutzstatus des Wolfes von streng geschützt auf geschützt zu senken. Das bedeutet: Die Mitgliedstaaten erhalten dadurch mehr Spielraum beim Management von Wolfspopulationen. Sie können künftig flexibler Maßnahmen ergreifen, um das Zusammenleben von Mensch und Wolf zu verbessern und die Auswirkungen wachsender Wolfsbestände besser zu bewältigen. Zudem können sie Maßnahmen an regionale Besonderheiten anpassen.

Sprich, in den einzelnen Ländern können Abschüsse, denn darauf zielt es hinaus, erleichtert werden.

Problem: es ist ein absoluter Irrglaube, dass der Abschuss von Wölfen die Konflikte in Sachen Herdenschutz löst. Im Gegenteil, die Entnahmen einzelner Tiere führt in der Regel zu wachsenden Konflikten. Warum? Weil dadurch die Rudelstruktur zerstört wird. Auch, wenn es auf den ersten Blick wie eine einfache, schnelle Lösung scheint, löst es nicht den Ursprung der Konflikte. Zumal Nutztiere nicht ausschließlich von Wölfen gerissen werden.

Lösung: die Förderung von Herdenschutzmaßnahmen wäre ein sinnvoller, effektiverer Weg. Denn ein Rudel, dass gelernt hat, Nutztiere zu meiden, wird dies nicht nur bei behalten, sondern gibt jenes Verhalten an die Nachkommen weiter, sprich abwanderte Tiere sind weniger anfällig die leichte Beute in Nutztieren zu suchen.

Fazit: Es gilt den Herdenschutz zu fördern, nicht den Abschuss von Wölfen. Letztlich unterliegt es jedem einzelnen Land, selbst zu entscheiden. So heißt es seitens des Parlaments weiter:
Die Mitgliedstaaten bleiben verpflichtet, den günstigen Erhaltungszustand des Wolfs sicherzustellen. Außerdem steht es ihnen frei, den Wolf weiterhin in der nationalen Gesetzgebung als „streng geschützte Art“ einzustufen und strengere Schutzmaßnahmen beizubehalten.

Die erste Bärenspur 2025

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Die erste Bärenspur 2025 ist da! Euer Magazin der STIFTUNG für BÄREN -Wildtier- und Artenschutz mit spannenden Themen und informativen Beiträgen aus der Welt der Bären, Wölfe und Luchse.

Erfahrt in dieser Ausgabe unter anderem alles über unseren Einsatz für die Bären in den Schlossgräben Tschechiens. Weiterhin widmen wir uns der Problematik der Tierschutzeinrichtungen – wie kann mehr Patz für misshandelte Wildtiere geschaffen werden? Nicht zuletzt geben wir Einblicke in ein faszinierendes Projekt: einer Smart-Box für Tiere.

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Verhalten im Bärenwald

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Deutschland gilt seit mittlerweile 20 Jahren als Bärenerwartungsland. Schön und gut, doch was heißt das eigentlich? Sollen sie angesiedelt werden oder kommen die Bären von selber und dürfen sie das überhaupt? Passt der alte Bär ins moderne Europa und was hat das für mich als Mensch für Konsequenzen? Bären können schließlich gefährlich sein, doch für wen? Touristen? Jäger? Bin ich als Frau während meiner Periode besonders gefährdet?

Bären erfreuen sich größter Beliebtheit. Sie sind wild und kräftig, gleichzeitig üben sie durch viele Gesten, die fast menschlich wirken, eine Faszination aus, die irgendwo zwischen Gottheit und Erzfeind gefangen ist. So hat wohl jeder in seinem Kinderzimmer einen Teddybären angesiedelt, doch die Vorstellung von frei lebenden Bären in Deutschland wirkt für viele absurd wie ein altes Märchen. Schließlich wurde der größte Beutegreifer des europäischen Festlands damals mit voller Absicht ausgerottet und seit dem sind gut 5 Generationen vergangenen, die das Zusammenleben mit Bären nie gelernt haben.

Und genau das ist letztlich die zentrale Frage: was mache ich, wenn ich einem Bären gegenüberstehe?

Lies jetzt unseren ausführlichen Artikel:

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