Rewilding our World – Über Braunbären und Renaturierung

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Am vergangenen Wochenende, 20.+21. September 2025, fand unter dem Motto -Global Perspectives, Local Actions- die internationale Konferenz REWILDING OUR WORLD statt. Und wenn es um die Renaturierung geht, spielen auch Wildtiere eine wichtige Rolle. Besonders der Braunbär als größter Beutegreifer unseres Kontinents trägt dazu einen elementaren Teil bei. Doch leider haben Menschen in vielen Teilen Europas verlernt mit den Braunbären zu leben. Dies ist der einstigen aktiven Ausrottung zu verschulden. So haben die Folgen jenes grauenhaften Verbrechens an der Natur nicht nur auf die Bären Auswirkung, sondern auf das gesamte Ökosystem, auch auf uns Menschen heute. Der Verantwortung gegenüber Wildbären gilt es gerecht zu werden.

Über die Erfahrungen im Umgang mit wilden Braunbären wie JURKA, ISA und nicht zuletzt LUNA, Renaturierung und den Konflikten zwischen Mensch und Bär referierte unser Geschäftsführer Bernd Nonnenmacher im Rahmen der Konferenz. Wir bedanken uns dafür, unsere Erkenntnisse und unser Wissen auf internationaler Ebene teilen zu dürfen. Nur gemeinsam, nicht als Deutschland, sondern als Europa, können wir der Natur den Respekt (wieder) geben, den sie verdient – schließlich ist sie Lebensraum für uns alle, Menschen wie Tiere.

Nach Tod von Bär Aiko – Droyßig plant Zukunft der Bärenhaltung

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Mit 24 Jahren starb am Montag, den 15. September 2025, einer beiden Braunbären, die am Schloss Droyßig, Sachsen-Anhalt, lebten. Wie geht es nun mit seinem Zwillingsbruder Toni weiter? So stellt sich die Frage nach der Zukunft der Bärenhaltung im Schloss Droyßig. Laut Bürgermeister Heiko Arnhold soll auch nach Toni daran festgehalten werden. Der Plan für eine Erweiterung der „Anlage“ bleibt bestehen. 1.500 Quadratmeter soll diese dann betragen.

Bereits im Juli wendeten wir uns an die Verantwortlichen. Gemeinsam mit zahlreichen Tierschutzorganisationen verfassten wir ein Schreiben mit dem dringlichen Hinweis, die Bärenhaltung im Schloss Droyßig zu beenden. Die Anlage dort ist viel zu klein, bietet kaum Struktur, ist grundlegend suboptimal. Mit einer minimalen Erweiterung lässt diese sich nicht tiergerecht gestalten. Wie haben daher die Empfehlung gegeben, keine Bären mehr auf dem Gelände zu halten sondern die Anlage pädagogisch aufzuarbeiten und für BesucherInnen zugänglich zu machen.

Diesen Appell gilt es verstärkt zu wiederholen. Droyßig hegt stolz den Bären im Stadtwappen. Mit einer Entscheidung, die dem Tier eine bärengerechte Zukunft bietet, naturnah und respektvoll, würde Droyßig eine wahre Verbundenheit mit ihrem Wappen zeigen.

Update JJ4 – Ein Stück Natur unter den Tatzen

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Am Montag war es endlich so weit: Wildbärin JJ4 hat zum ersten Mal ihre neue, naturnahe Freianlage betreten. Und das mit beeindruckender Zielstrebigkeit.

In den vergangenen Wochen haben unsere Tierpfleger:innen behutsam und kleinschrittig Kontakt zu ihr aufgenommen. Ganz in ihrem Tempo entstand erstes Vertrauen.

Als sich nun der Schieber öffnete, zögerte sie keine Sekunde. JJ4 wusste sofort, was zu tun ist: Hinaus ins Grüne.

Wachsam erkundete sie Schritt für Schritt das neue Gelände. Sie nahm ein kurzes Bad, durchstreifte aufmerksam die Umgebung und ließ sich schließlich inmitten dichter Brombeersträucher nieder. Ein Moment der Ruhe. Ein erster Schritt des Ankommens.

Für eine Bärin, die nie wieder echte Freiheit erleben kann, ist dieser Moment ein stiller Triumph.

Gras unter den Tatzen. Entscheidungsspielraum. Schritte, die zumindest ein Stück weit selbst gewählt sind.

Das ist das Beste, was ihr Leben jetzt bereithält und genau das wollen wir ihr ermöglichen.

👉 Wer JJ4 auf ihrem weiteren Weg unterstützen möchte:
Mit einer Spende helfen Sie uns, ihre Versorgung und Betreuung sicherzustellen.
Und: Sie können bereits jetzt eine Patenschaft für JJ4 übernehmen.

Patenschaften ermöglichen uns, langfristig zu planen.

Jetzt helfen – damit JJ4 eine Zukunft in Würde hat.

 

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