POLDI: volle Kraft voraus!

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Braunbär POLDI

Sektion 2 ist die größte unserer Anlagen. Dort gibt es langgezogene, teilweise sehr steile Hänge, einen Bachlauf und viele weitere natürliche Elemente. POLDI gehört zu den Vierbeinern, die körperlich wohl am härtesten von ihrer schrecklichen Vergangenheit getroffen wurden. Die vielen Jahre in einer kleinen LKW Garage hatten verheerende Auswirkungen, besonders auf seine Hinterläufe. Als er im Jahr 2010 von uns gerettet wurde, konnte der stattliche Braunbär nicht mehr gehen und zog sich allein mit der Kraft seiner Vorderbeine auf dem Bauch durch die Anlage. Manch einer wäre daran verzweifelt, aber nicht unser POLDI! Schritt für Schritt lernte er das Gehen auf weichem Waldboden und trainierte seine Muskeln. Nun marschiert er beherzt hinter Artgenosse SCHAPI her, läuft durch die Anlagen über Stock und Stein.

Jeden Tag begeistert es uns wieder aufs Neue, wenn wir POLDI in Aktion bei seinen Wanderungen beobachten dürfen. Dabei mag er nicht der schnellste sein, aber gerade das ist so faszinierend an ihm – sein schier unerschöpflicher Lebenswille. Wie er sich trotz seiner sehr starken Einschränkung bewegt, sich nicht davon unterkriegen lässt und das Bärsein in unserem Schwarzwälder Tierschutzprojekt ausgiebig genießt. Durch seine unverwechselbare Art gibt er auch uns immer wieder Kraft und Inspiration für unsere Arbeit, besonders in schweren Zeiten.

Von ganzen Herzen und im Namen der Tiere sagen wir daher Danke für die Paten, Spender und Unterstützer, die es uns ermöglichen, misshandelten Bären wie POLDI ein tiergerechtes Leben zu bieten.

 

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JURKA Kolumne 13.04.2020

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Jurka-Kolumne

Ein Wort auf allen Vieren

Ciao und grüß Gott, liebe Leute! Ostern steht vor der Tür und gerade an solchen Feiertagen merkt man besonders, wer fehlt. Aber ich habe so ein Gefühl, dass genau das, was uns dieser Tage trennt, uns eigentlich enger zusammenbringt. Und auch wenn die Gesellschaft der Zweibeiner momentan nahezu stillgelegt ist, dreht sich die Welt weiter – und wir Vierbeiner mit. Denn es hat mich sehr gefreut zu sehen, wie unsere DARIA, die ja fast 30 Jahre im Zoo lebte und nie Winterruhe halten durfte, jetzt endlich nach 169 Tagen in ihrer Winterhöhle diese endlich verlassen hat und wieder fröhlich in den Freianlagen umhermarschiert. Bärenstark, wie sie gemächlich, nach und nach die anderen Bewohner kennenlernt. Letzte Woche zum Beispiel unsere gute alte KAJA.
Als sie in der Seniorenresidenz auf die einstige Zirkusbärin traf, ging mir wahrlich das Herz auf. Denn ihr kenn mich ja, eure energievolle, leidenschaftliche JURKA freut sich immer über dynamische Interaktionen. Und die beiden waren geradezu hinreißend.

Die eine stellte sich der anderen, dann wieder umgekehrt, dann ging es von vorne los. Ich bilde mir ein, etwas südländisches Temperament bei DARIA gesehen zu haben. Jedenfalls, die beiden alten Damen haben eindrucksvoll demonstriert, dass es nie zu spät ist, seine eigene Natur zu entdecken.

 

 Eure

JURKA

 

 

Reicht uns die Hand - wir geben Euch die Pfote!

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Reicht uns die Hand - wir geben Euch die Pfote

Helft uns durch die Krisenzeiten und erwerbt ein „Tierpfoten-Paket“
Zur Eindämmung des Corona-Virus hat das Land Thüringen die Schließung der meisten öffentlichen Einrichtungen angeordnet. Leider ist auch unser Tierschutzprojekt betroffen und wir müssen den Park schweren Herzens bis auf Weiteres geschlossen halten. Diese Maßnahme trifft uns als gemeinnützige Organisation besonders hart, sind wir doch auf Eintritte und Spenden angewiesen.
Da es auch eine Zeit „nach Corona“ gibt, haben wir uns etwas ganz Besonderes für Euch überlegt:
Unter dem Motto „Reicht uns die Hand und wir geben Euch die Pfote!“ könnt Ihr ein Spezialpaket erwerben, in dem ein Eintrittsgutschein und ein exklusives Trittsiegel vom Wolf enthalten sind. Die Pfotenabdrücke sind in Handarbeit angefertigt und stammen von unseren Tieren.
So könnt Ihr uns in diesen schweren Zeiten helfen die Versorgung unserer Tiere sicherzustellen und Euch schon jetzt auf einen Besuch bei uns freuen!

Die „Tierpfoten-Pakete“ gibt es in folgenden Varianten, je nach Wunsch gibt es ein Trittsiegel vom Wolf dazu:

„Tierpfoten-Paket“ Erwachsener: 30 Euro (Versandkosten inkl.)
1x Gutschein Parkeintritt Erwachsener + 1x Trittsiegel

„Tierpfoten-Paket“ Kind: 25 Euro (Versandkosten inkl.)
1x Gutschein Parkeintritt Kind + 1x Trittsiegel

„Tierpfoten-Paket“ Familie: 45 Euro (Versandkosten inkl.)
1x Gutschein Parkeintritt Familie (2 Erwachsene + 2 Kinder) + 1x Trittsiegel

Bestellen könnt Ihr Euer „Tierpfoten-Paket“ unter der Adresse Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
Wir bitten um Eure Unterstützung und hoffen, dass wir mit Eurer Hilfe die Krise meistern werden!

Euer Team vom Projekt WORBIS

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Frühling mit PEDRO

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PEDRO

Eigentlich kann man ihm Müßiggang nicht nachsagen, denn wenn weit über die Hälfte aller gegrabenen Höhlen im Bärenwald gehen auf sein Konto. Dabei lernte er Höhlen, Wald, Gras und all das, was für einen Bären eigentlich selbstverständlich sein sollte erst als Erwachsener kennen. Als Welpe und lange, lange Zeit danach noch, bestand seine ganze Welt aus einem kleinen Käfig, den er sich mit seinem Bruder und seinen Eltern teilen musste. 2004 erblickte PEDRO das Licht der Welt in einem Wildpark in Spanien. Hitze, Enge, Langeweile – dies bestimmte sein Leben bis er 2010 in unser Tierschutzprojekt kam.

Und hier ist er der Größte. Wirklich wahr, denn kein anderer Bär [auch MAX nicht] kann ihm in puncto Gewicht und Maße das Wasser reichen. Vielleicht auch einer der Gründe, weshalb er solch einen souveränen Eindruck macht und sich so gut wie nie aus der Ruhe bringen lässt. Wir erinnern uns zum Beispiel nur zu gerne an das erste Aufeinandertreffen mit der temperamentvollen DORO. Manch einer hätte die Nerven verloren, bei solch einer stürmischen Art, wie sie die alte Dame an den Tag gelegt hat. Nicht aber PEDRO. Mit Geduld und Nachdruck zeigte er DORO, wie man sich im Bärenwald verhält.

Ein weiteres Geheimnis seiner inneren Ruhe mag sein, dass er sich des Öfteren ein abkühlendes Bad gönnt. Auch in diesen Frühlingstagen gehört das Plantschen im Teich neben dem Buddeln zu seinen drei Lieblingsbeschäftigungen.
Und die dritte? Rumtoben mit MAX! Dafür lässt er [fast] jede Möhre liegen und nutzt sämtliche Gelegenheiten, um sich spielerisch mit seinem Artgenossen zu messen.

Wir freuen uns, dass er sich seit 10 Jahren so gut in unser Tierschutzprojekt eingelebt hat und uns jeden Tag aufs Neue zeigt, was in ihm steckt. Doch dies war alles nur möglich, weil wir den starken Rückhalt der Paten, Spender und sonstigen Unterstützern unsere Tierschutzarbeit genießen. Dafür möchten wir uns ganz herzlich und im Namen der Tiere bedanken!

ICH WILL AUCH PATE WERDEN!

Auf das wir auch in Zukunft gemeinsam Leben retten.

Das Team vom
Projekt WORBIS

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FRANCA: Bärenfreude pur!

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Das erste Mal Baden, Bäume, Freiraum

Die Corona-Sorgen waren für einen Moment vergessen, als am 6.4. für unsere Bärin FRANCA der Schieber zur großen Freianlage geöffnet wurde.
Am 29.11.2019 konnten wir die kleine Braunbärin in Empfang nehmen, die in einer geheimen Beschlagnahmung aus den Fängen eines französischen Schausteller-Ehepaares gerettet wurde. Nach ihrer Ankunft durfte sie sich von ihren Strapazen erholen und erst einmal Winterruhe in einem gemütlichen Strohbett halten – wohl zum ersten Mal in ihrem 12-jährigen Bärenleben. Nachdem sie am 5.3.2020 auch den Außenbereich der Quarantäne dankbar annahm und sich an diese Neuerung gewöhnt hatte, war es am Montagmittag nun endlich soweit.
Nach kurzem Zögern lockte sie der Duft von Freiheit und sie schritt beherzt durch den Schieber in ihr neues großes Revier. Anstatt sich aber am angebotenen Futter gütlich zu tun, überraschte uns die Bärin, ging schnurstracks Richtung Badebecken und fing an völlig selbstvergessen im kühlen Nass zu plantschen. Sie hieb mit der Tatze ins Wasser, schüttelte ihr nasses Fell und wälzte sich vor Freude. Dieser Anblick zauberte uns allen ein Lächeln ins Gesicht. Die Bärin, die so lange ein Leben voller Qualen in einem dunklen Verlies erdulden musste, blühte plötzlich auf wie ein junger Welpe!
Sie rannte regelrecht durch die Anlage, zeigte Bocksprünge voller Übermut und scharrte im Totholz. Vielleicht zum ersten Mal in ihrem Leben entdeckte sie Bäume, die sie auch gleich in Bärenmanier markierte. Und immer wieder zog es sie zum „Bärenpool“, wo sie im Wasser spielte.
Luchsdame ELA ließ sich hin und wieder aus dem Dickicht blicken und verfolgte die „WG-Besichtigung“ ihrer neuen Mitbewohnerin mit wachsamen Augen, verzog sich dann aber lieber wieder, wenn die Bärin ihr zu nahe kam.
Nach rund vier Stunden voller Entdeckungen und neuer Eindrücke, siegte dann aber doch die Müdigkeit über die quirlige Bärendame. Erschöpft ließ sie sich ins weiche Gras fallen, schloss die Augen und fiel begleitet vom Gezwitscher der Vögel in einen tiefen Schlummer. So einen abenteuerlichen Tag muss man schließlich erst mal sacken lassen!
„Diese Lebensfreude zu beobachten ist ein wahres Geschenk und der allerschönste Lohn für unsere Arbeit! Für FRANCA ist dies der Start in ein neues Leben, indem sie endlich Bär sein kann!“ freut sich Sabrina Reimann, Projektleiterin im Alternativen Wolf- und Bärenpark Schwarzwald.

Wir danken allen Paten und Spendern, die uns geholfen haben, FRANCA dieses Leben zu ermöglichen! Bitte unterstützt uns auch weiterhin um ihre Versorgung und Betreuung sicherzustellen!

WERDE PATE!

Wir werden Euch über ihre weitere Entwicklung auf dem Laufenden halten.

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Reicht uns die Hand und wir geben Euch die Pfote!

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Tierdrucksiegel Wolf

Helft uns durch die Krisenzeiten und erwerbt ein „Tierpfoten-Paket“
Zur Eindämmung des Corona-Virus hat das Land Baden-Württemberg die Schließung der meisten öffentlichen Einrichtungen angeordnet. Leider ist auch unser Tierschutzprojekt betroffen und wir müssen den Park schweren Herzens bis auf Weiteres geschlossen halten. Diese Maßnahme trifft uns als gemeinnützige Organisation besonders hart, sind wir doch auf Eintritte und Spenden angewiesen.
Da Ostern vor der Tür steht und es auch eine Zeit „nach Corona“ gibt, haben wir uns etwas ganz Besonderes für Euch überlegt:
Unter dem Motto „Reicht uns die Hand und wir geben Euch die Pfote!“ könnt Ihr ein Spezialpaket erwerben, in dem ein Eintrittsgutschein und ein exklusives Trittsiegel von Wolf oder Luchs enthalten sind. Die Pfotenabdrücke sind in Handarbeit angefertigt und stammen von unseren Tieren.
So könnt Ihr uns in diesen schweren Zeiten helfen die Versorgung unserer Tiere sicherzustellen und Euch schon jetzt auf einen Besuch bei uns freuen!

Die „Tierpfoten-Pakete“ gibt es in folgenden Varianten, je nach Wunsch gibt es ein Trittsiegel von Wolf oder Luchs dazu:

„Tierpfoten-Paket“ Erwachsener: 30 Euro (Versandkosten inkl.)
1x Gutschein Parkeintritt Erwachsener + 1x Trittsiegel

„Tierpfoten-Paket“ Kind: 25 Euro (Versandkosten inkl.)
1x Gutschein Parkeintritt Kind + 1x Trittsiegel

„Tierpfoten-Paket“ Familie: 45 Euro (Versandkosten inkl.)
1x Gutschein Parkeintritt Familie (2 Erwachsene + 2 Kinder) + 1x Trittsiegel

Bestellen könnt Ihr Euer „Tierpfoten-Paket“ unter der Adresse Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
Wir bitten um Eure Unterstützung und hoffen, dass wir mit Eurer Hilfe die Krise meistern werden!

Euer Team vom Projekt SCHWARZWALD

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JURKA Kolumne 04.04.2020

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Jurka-Kolumne

Ein Wort auf allen Vieren

Ciao und grüß Gott, liebe Leute! Noch immer sind die Besucherwege leer und ich muss euch gestehen, die anderen Vierbeiner und ich wollen uns über die ungewohnte Ruhe gar nicht beschweren. Geht es euch da ähnlich? Findet ihr in diesem chaotischen Ausnahmezustand ein wenig Ruhe für euch, vielleicht sogar etwas Kraft?

Unsere DARIA, die ehemalige Zoobärin, lässt sich zum Beispiel dieser Tage nicht viel blicken. Mal einen kurzen Moment schaut sie aus der Höhle, schnappt sich etwas Fenchel, einen Salatkopf oder eine Tatze Karotten, aber dann ist sie auch schon wieder verschwunden. Es freut mich, dass sie letztes Jahr noch gerettet werden konnte und hier her in den Schwarzwald kam. Denn momentan sieht es ja schlimm aus, für Wildtiere in Gefangenschaft. Wichtige OPs werden verschoben, Rettungen abgesagt, und das wird noch schlimmer. Denn es gibt ja jetzt schon viel zu wenig Platz. Und jetzt stellt euch mal vor was passiert, wenn durch die fehlenden Einnahmen die Grünkutten keine Erweiterung bauen können, dafür aber vermehrt Tiere eine Unterkunft brauchen, weil Zirkusse und kleine Tierparks schließen?

Es wäre doch schrecklich, wenn anderen Vierbeinern die Chance auf ein neues Leben versagt bleibt, wie ich oder POLDI sie bekamen? Ach, ja, POLDI, der ist zur Zeit übrigens sehr aktiv unterwegs. Tja, wenn unser Staubsauger einmal im Futtermodus ist, vergisst er hin und wieder seine Arthrose. Bärenstark, wie er die Anlagen nach Nahrung absucht, trotz seiner starken Einschränkung in den Beinen. Toll! Wenn ihr den Grünkutten dabei helfen wollt, dass auch in Zukunft Erfolgsgeschichten wie die von POLDI möglich sind, dann werdet doch Pate!

Vier- und Zweibeiner brauchen eine gemeinsame Zukunft.

In diesem Sinne haltet die Ohren steif und bleibt gesund

 

 Eure

JURKA

 

 

Patentier der Woche: PARDO

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PARDO und DAGGI beim Wasserspiel

Echter Waldboden, Hügel, Höhlen zum Zurückziehen, Artgenossen zum Herumtoben und frische Buchecker soweit die Nase reicht: als PARDO noch vor wenigen Jahren im Zirkus auftreten musste, hätte wahrscheinlich keiner geglaubt, dass es eines Tages diese glückliche Wendung in seinem Leben geben wird. Doch im Januar 2018 tapste der fast blinde Braunbär in unsere Freianlagen und ließ seine Vergangenheit in der Manege hinter sich.

PARDO darf nun in unserem Tierschutzprojekt das machen, was er wirklich am besten kann: einfach nur Bär sein! Und wie sieht das aus? Eine seiner Lieblingsbeschäftigungen ist das Plantschen im Teich. Mit größter Freude spielt er im kühlen Nass. Auch das Stöbern durch die Anlagen meistert er souverän, denn er hat gelernt, durch seine gute Nase und seinen Tastsinn, sich trotz der Sehbehinderung zurechtzufinden. Und wie schaut’s mit sozialen Kontakten? Bärenstark! Denn mit Artgenossin DAGGI tobt er fast täglich umher, wortwörtlich über Stock und Stein.

Auch wenn PARDO nach den langen, schrecklichen Jahren endlich Glück hatte, reicht dies allein nicht aus, um seine Zukunft zu sichern. Diesen Rückhalt bekommt er durch die Paten, Spender und Unterstützer unseres Tierschutzprojekts und dafür möchten wir uns, auch im Namen der Vierbeiner, ganz herzlich bedanken!

WERDEN AUCH SIE PATE!

Auf das wir gemeinsam noch viele Leben retten können.

Ihr Team vom
Projekt WORBIS

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Patentier der Woche: DARIA

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DARIA genießt das Bär-Sein

Als DARIA im Sommer letzten Jahres zu uns in den Schwarzwald kam, war sie bereits 28 Jahre alt. Geboren in Portugal, als junger Bär über die Grenze nach Südspanien verkauft, verbrachte sie bis zu ihrer Rettung ihr Leben im Zoo. Alte Dame, die nie Waldboden spürte, keine Winterruhe kannte, die ihren Alltag nur wenige Zentimeter durch eine Glaswand getrennt von Besuchern verbrachte – wie wird sie sich in den großen, anspruchsvollen Freianlagen zurechtfinden? Wie wird sie mit dem harten Winter im Schwarzwald umgehen? Und wie wird sie auf Artgenossen reagieren, die bereits seit Jahren das Gelände bewohnen?

Gestern, am 31. März 2020, gut neun Monate nach ihrer Ankunft in unserem Tierschutzprojekt, ereignen sich folgende Szenen: nachdem DARIA mit Abstand die längste Winterruhe [169 Tage!!] im Vergleich zu JURKA und Co. gehalten hatte, wird sie nun aktiver, erkundet die Freianlagen. Vermisst sie die jahrelange Nähe zum Menschen? Keine Anzeichen dafür, im Gegenteil, der Geruch von Artgenossen und Neugier leitet sie durch die Verbindungswege in andere Teile der Anlage! Schließlich trifft sie in der Seniorenresidenz auf KAJA, die ehemalige Zirkusbärin. Mit ihren 36 Jahren ist sie die älteste Bärin bei uns, doch zum alten Eisen gehört sie noch lange nicht. Sie bietet dem Neuling selbstbewusst die Stirn, was DARIA erwidert. Beide können sich abwechselnd behaupten, interagieren in faszinierender Bärenmanier und gehen schließlich wieder ihrer Wege. In der Seniorenresidenz hat sich eine neue Bären-WG gegründet.

Einen solchen Moment haben wir uns sehnlichst erhofft, als wir damals DARIA und DORO in ihrem tristen, kargen Sandverließ im verlassenen, südspanischen Zoo zum ersten Mal sahen. Es war ein langer Weg und harte Arbeit sie zu uns zu holen. Doch die Grundlage, weshalb sie jetzt solch ein Leben haben kann und ihre Zukunft gesichert ist, bilden die Paten, Spender sowie Unterstützer unserer Tierschutzarbeit und dafür möchten wir uns im Namen der Vierbeiner von ganzem Herzen bedanken! 

WERDEN AUCH SIE PATE!

Auf das wir auch in Zukunft noch gemeinsam etliche Leben retten können.

Ihr Team vom
Projekt SCHWARZWALD

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Düstere Aussichten für Europas Wildtiere

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Ungewisse Zukunft für Europas Wildtiere


„Es war ein jahrelanger, harter Weg, den das Team mit größter Aufopferung und Leidenschaft bewältigte, um die Situation von unschuldigen, misshandelten Tieren nachhaltig auf europaweiter Ebene zu verbessern. Und innerhalb nur weniger Tage wendete sich das Blatt und die dringend notwendigen, internationalen Kollaborationen kommen zum Stillstand, während die Ausbeutung und Misshandlung der Tiere weitergeht.“

Bernd Nonnenmacher, Geschäftsführer Alternativer Bärenpark Worbis gGmbH

Vor vier Monaten, im November 2019, wurde dem EU Rat zum ersten Mal in der Geschichte die fatale Situation der Wildtiere in Europa nahegebracht. Das internationale Tierschutznetzwerk European Alliance of Rescue centres and Sanctuaries [EARS] legte ein White Paper vor, wie die nichtstaatlichen Organisationen dabei helfen können, gegen die schrecklichen Zustände zahlreicher Wildtiere in Gefangenschaft entgegen zu wirken. Wir, die STIFTUNG für BÄREN ist Mitglied bei EARS und waren auch bei dem Vorbringen in Brüssel dabei. Es bedeutete einen wertvollen, ersten Schritt dahingehend, wie die Regierungen der EU-Staaten gemeinsam mit den NGOs gegen die Qual der Wildtiere vorgehen werden. Doch wie sich dieses Vorhaben in naher Zukunft verhält, bleibt nun im Unklaren: auch für die Wildtiere hat der Ausnahmezustand fatale Folgen, denn die Corona-Pandemie legt den aktiven Tierschutz lahm. Eigentlich hätte 2020 ein wichtiges Jahr für den internationalen Wildtierschutz werden sollen. Doch nun steuert die EU auf eine schreckliche Situation zu.

Leere Parkplätze, verlassene Wege, einsame Spielplätze – unsere Tierschutzprojekte nehmen ihre Verantwortung mit Hinblick auf den Infektionsschutz wahr und sind seit dem 18. März für den Besucherverkehr geschlossen. Doch auch intern werden unsere Einrichtungen in Thüringen und Baden-Württemberg nur mit der Notbesetzung am Laufen gehalten, um die Versorgung der Tiere abzudecken. Fatale Auswirkungen hat die Krise für sie dennoch: wichtige OPs müssen auf unbekannte Zeit verschoben werden, Tierrettungen werden abgesagt. Die geplanten großen Arbeitseinsätze, wichtige Erneuerungen , unbedingt notwendigen Erweiterungen sind bis auf weiteres auf Eis gelegt und das Wegfallen der Besuchereintritte als Haupteinnahmequelle ist extrem belastend für unsere Tierschutzprojekte.

Die Situation für die Wildtiere in Europa wird im Laufe des Jahres katastrophale Ausmaße annehmen.

Schon lange vor der Corona-Krise fehlte es an Möglichkeiten, geretteten Tieren ein neues Zuhause zu bieten. Durch die nun fehlenden finanziellen Mittel können keine neuen Plätze zur Unterbringung von misshandelten Wildtieren geschaffen werden. Aber genau daran mangelt es enorm.  Zahlreiche Bären, Wölfe und Co. müssen in lebensunwürdigen Bedingungen leben, weil es keine Alternativen gibt. Diese alarmierende Lage wird sich in den Folgen des wirtschaftlichen Corona-Desasters zudem noch extrem zuspitzen:
So melden beispielsweise bereits zu diesem Zeitpunkt, nach kaum zwei Wochen, etliche Zirkusse in Frankreich Insolvenz an und wollen ihre Tiere abgeben. Was durchaus gut und gerne 50 Tiere auf einmal bedeutet. Und dies ist nur der Anfang.

Dabei hätte 2020 eine historische Entwicklung einleiten können.


Wir sind für jede Unterstützung äußerst dankbar. Informationen zu Spenden und Patenschaften gibt es HIER oder per Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.

 

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