JURKA Kolumne 14.06.2026

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Ein Wort auf allen Vieren 

Bärige Zeiten hinterm Zaun

 

Falls ihr JANA und ARIAN suchen solltet, die vergnügen sich bestimmt gerade irgendwo in der Anlage miteinander. Ihr habt es also sicherlich erraten: wir befinden uns mitten in der Paarungszeit. Wir Bären nennen das übrigens bärig bzw. Bärigkeit. Wenn euch jemand also einmal bärige Grüße schicken sollte, wisst ihr Bescheid. Jedenfalls, wenn JANA und ARIAN sich so dem Hüftschwung der Zuneigung hingeben, flitzen hier bestimmt bald kleine Welpen rum, oder? Nein, natürlich nicht! Klar sind so kleine Racker unfassbar niedlich, aber es ist auch ein unfassbares Leid, noch mehr Wildtiere in Gefangenschaft zu züchten. Stellt euch einmal vor, die kleinen, hilflosen Vierbeiner hätten nie eine Chance auf ein Leben in der freien Wildbahn, nie Gelegenheit, ein richtiger Bär zu werden. Stellt euch einmal vor, wie schlimm das wäre! Und wer könnte das besser verstehen, als ihr Menschen? Schon bei jeder kleinsten Einschränkung eurer persönlichen Freiheit bringt euch auf die Barrikaden. Nein, Nachwuchs gehört nach draußen. Thema Bären in freier Wildbahn: habt ihr das mitbekommen, dass ein Bär knapp 50 Kilometer vor Baden-Württemberg gesichtet wurde? 

 

Spannend, oder? Und ein richtiges Lob an den Arten- und Umweltschutz, wir Bären sind ganz wunderbar für die Natur, glaubt mir das mal. Mal abgesehen davon, habt ihr Menschen nach der Ausbeutung der Natur, nicht zu vergessen der Ausrottung ganzer Arten - ja, unter anderem auch der Bären - einiges wiedergutzumachen. Also, gebt den Bären eine Chance! Verdient haben wir’s… 

 

Falls ihr noch ein wenig Motivation für wilde Bären braucht, der Autor Moritz Klose kommt zu uns in den Schwarzwald und erzählt von vielen, spannenden Begegnungen mit Bären! Kommt also vorbei und lasst euch bei dieser abendlichen Veranstaltung von mir und meinen Artgenossen verzaubern. Ich freu mich auf euch! 

 

In diesem Sinne haltet die Ohren steif und gehabt euch Wohl! 

 

Eure
JURKA 

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JURKA Kolumne 07.06.2026

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Ein Wort auf allen Vieren 

Kämm dich schlank!

Neulich ist KOLJA, mein MitbewohnerWolf, mal wieder waghalsig nah an mir vorbei geschlendert und irgendwie sah er anders aus. Viel schlanker, als ich ihn in Erinnerung hatte. Zunächst nichts Ungewöhnliches, ihr kennt ja diese Wölfe, mal hauen sie sich 10 Kilo auf einmal in den Magen, dann wieder tagelang nichts. Aber dann flitzte GAIA an mir vorbei, die mich immer an ein Eichhörnchen nach einem doppelten Espresso erinnert. Die war auch gefühlt nur halb so viel und zunächst hab ich mir gedacht, JURKA, altes Mädchen, hast du den Beiden in letzter Zeit das Futter geklaut UND ihren Kühlschrank geplündert? Die älteren Semester unter euch kennen das bestimmt, ab einem gewissen Alter geht man lieber auf Nummer sicher, wenns ums Futtern geht, und als Bär schon dreimal. Aber nichts da, war noch alles da.

Schließlich fielen mir die Haare auf, die überall hingen. Wirklich wahr! An der Stelle einen lieben Gruß an alle Hundehalter, ihr wisst, was ich meine. Wer einen Hund zuhause hat, der hat auch Haar in jeder Ecke. Bei Wölfen im Bärenwald ist das genauso. Durch keinen Busch kannst du mehr streifen, ohne auf diese Zottelfetzen zu stoßen. Vögel bauen sich sogar schon Nester daraus. Na, jedenfalls, der Fall war klar: die Wölfe sind im Fellwechsel. Wir Bären dann übrigens auch. Und wisst ihr, was am Besten hilft für ein top gestytes Fell? Sträucher! Jeder Gang durchs Gebüsch ist ein Besuch beim Friseur.

In diesem Sinne haltet die Ohren steif und gehabt euch Wohl!

 

Eure
JURKA 

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JURKA Kolumne 31.05.2026

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Ein Wort auf allen Vieren 

Vorsommer im Bärenwald

Viele bewundern bei uns Bären ja die Fähigkeit, ewig lang unter der Erde zu überwintern. Ich muss euch aber ganz ehrlich sagen, so ein gepflegter Frost ist mir eigentlich viel lieber als so Backofen Temperaturen. Und dabei haben wir gerade einmal Mai. Na ja, übers Wetter ist wie mit einem Wildtier diskutieren: sinnlos, macht eh, was es will. Da heißt es nur ab ins kühle Nass, ab in den Schatten, und je keine unnötigen Bewegungen machen. Schön viel nichts tun hilft bei der Hitze, glaubt mal einer alten Bärendame.

Thema alt: ich weiß nicht warum, aber besonders die älteren Semester vernachlässigen die Flüssigkeitsaufnahme zunehmend. Macht das bitte nicht, gerade jetzt, wenn der Übergang zwischen Garten und Sauna fließend ist. Immer schön trinken! Ich bin jedenfalls sehr froh, dass meine Artgenossen, die anderen Vierbeiner und ich hier in einem so naturnahen Fleck leben dürfen. Zahlreichen Wildtieren geht das nicht so, sie werden in unnatürlichen Orten eingesperrt. Denkt nur mal an DARIA, die ein ganzes Leben in Südspanien in einem Zoo gelebt hat. Was für ein Grauen. Nein, kein Wildtier will im Zoo oder so leben. Ich frag mich immer, wie die Leute darauf kommen, dass wir das wollen.

In diesem Sinne haltet die Ohren steif und passt auf euch auf!
Trinken nicht vergessen!

 

Eure
JURKA 

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JURKA Kolumne 24.05.2026

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Ein Wort auf allen Vieren 

Sommer im Pelz

Bei uns Bären gibt es so ein Sprichwort, wer den Sommer nicht genießt, sich das ganze Jahr vermiest. Ich hab das Gefühl, ihr Zweibeiner seid im Sommer oft ganz schön aktiv, wuselt hier und wuselt da, Zeitpläne, Urlaub, möglichst viel machen, ja nichts verpassen. Und ganz ehrlich, es gibt hier und da ein paar schwache Momente, da lass ich mich von euch anstecken. Ein bisschen wenigstens. Dann kommt so eine kratzige Unruhe in den Pelz und ich weiß nicht so recht, wohin damit. Aber bevor ich mich da so reinsteigere, habe ich mir angewöhnt, einen Blick auf meine Artgenossen bzw. Mitbewohner zu werden.

Da haben wir z.B. ARTHOS, ein wahrlich wildes Sommerkind. Die Tage habe ich ihn beobachtet, wie er sich in seiner neuen Anlage ein lebt, hab ja geschrieben, dass er sich gerade in einer neuen Ecke vom Bärenwald rumtreibt, weil er will bald zu den Wölfen. Na ja, egal, jedenfalls, hat er die Badestelle direkt ausgiebig getestet. Und ihr kennt ARTHOS, der ist ein ganz schöner Brocken. Aber wenn er da so mit seiner monströsen Tatze auf das Wasser platscht dann sehe ich noch immer den kleinen, unbeholfene, tollpatschigen Welpen, wie er die Welt entdeckt.

Das genaue Gegenteil ist unsere Oma DARIA. Die hat das Baumstammliegen auf ein professionelles Level gebracht. Egal, wie entspannt ihr euch fühlt, in der Badewanne, Sauna oder auf dem Sofa, keiner chillt mit solch einer Souveränität wie unsere DARIA. Was macht ihr, wenn euch der Sommer in den Pelz krabbelt, Team ARTHOS oder Team DARIA?

In diesem Sinne haltet die Ohren steif und passt auf euch auf!

Eure
JURKA 

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JURKA Kolumne 17.05.2026

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Ein Wort auf allen Vieren 

Wenn Wildtiere heilen

Es gibt viele gute Seelen unter euch Menschen. Dass ich und all meine Mitbewohner, egal, ob Bär, Wolf oder Luchs, hier im Schwarzwald sicher leben dürfen, ist Beweis genug. Und die zahlreichen Zweibeiner, die sich für uns Tiere einsetzen sind absolut wundervolle Leute. Doch letztlich ist der Grund, weshalb wir in Gefangenschaft leben müssen, der, dass wir Menschen zu nahe kamen. Dies war manchmal mit voller Absicht, manchmal Unwissenheit, manchmal ein Unfall. Fakt ist allerdings: Menschen tun uns Wildtieren in der Regel nicht gut. Wer ein Herz für Wildtiere hat, der bleibt ihnen fern.

KIRA und KLEO sind in Menschenhand aufgewachsen. Dies hat sier körperlich wie geistig stark negativ beeinträchtigt. Dank helfender Menschen konnten sie gerettet werden, doch was nun? Die Interaktion mit einem erfahrenen Bären hilft ihr dabei, ihr traumatisches Schicksal zu bewältigen. Weil sie dann das Wildtier in sich entdecken müssen. Meine Freunde in Grün haben daher entschieden, meinen Artgenossen ARTHOS zu ihnen zu bringen. Momentan ist das noch nicht der Fall, doch er befindet sich zumindest schon einmal in ihrer Nachbaranlage. Dies konnte dadurch bewerkstelligt werden, dass er narkotisiert wurde und in die Anlage oberhalb des Besucherwegs transportiert wurde. Nun bin ich gespannt, wie es weitergeht. Ich halte euch auf den Laufenden! Bin mir sicher, dass die drei sich gegenseitig sehr gut tun werden. 

In diesem Sinne haltet die Ohren steif und passt auf euch auf!

Eure
JURKA 

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JURKA Kolumne 10.05.2026

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Ein Wort auf allen Vieren 

ARTHOS auf neuen Wegen

Letzte Wochen waren wieder mal so ziemlich alle meine grünen Freunde auf einer Stelle versammelt. Aus Erfahrung wusste ich: die führen was im Schilde. Doch was genau sollte es sein? Sie haben hier was gewerkelt, dort Litzen gezogen, da was gereinigt. Schließlich war es soweit, am Donnerstagmorgen wurde unser ARTHOS narkotisiert und untersucht. Fazit: aus dem kleinen Welpen von einst ist ein richtiger Brocken geworden! Ich habe den ein oder anderen meiner grünen Freunde mächtig stöhnen hören, als sie ihn so von A nach B trugen. Aber an sich ist er in einem top Zustand. Im besten Bärenalter, sozusagen.

Thema A nach B: Interessant wurde es dann, als ich beobachtete, wo sie den guten hinschleppten. Denn eine der gewohnten Anlagen war es mit Sicherheit nicht! Also schaute ich ganz genau, wo er dann hin gebracht wurde. Tatsächlich buxierten sie ihn oberhalb meiner Anlage, also Richtung neue REHA. Somit ist der Gute nun der erste Bär, der die brandneue Anlage oberhalb des Besucherwegs begehen darf. Und wisst ihr, wer da in der Nachbarschaft ist? Genau, die Wölfe! Ob ARTHOS wohl zu ihnen soll?
Wir werden sehen. Ich halte euch auf jeden Fall auf den Laufenden. Und wenn ich es mal vergessen sollte: kommt doch mal wieder bei uns vorbei und schaut selbst nach.

 

In diesem Sinne haltet die Ohren steif und passt auf euch auf!

Eure
JURKA 

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JURKA Kolumne 03.05.2026

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Ein Wort auf allen Vieren 

Natur heilt

Der Schwarzwald ist ein wilder Fleck, oder? Letzte Woche wehten hier geradezu stürmische Winde. Der Sand vom Weg tanzte in der Luft zu einem eigenwilligen Rhythmus, fegte über den Platz im großen Stil. Und während ich das beobachtete, habe ich gesehen, wie die Wölfe GAIA und KOLJA sich auch ganz fasziniert etwas anschauten. Dabei handelte es sich um eine Ringelnatter. Eigentlich dürfte das für Wölfe nichts aufregendes sein, aber beide haben eben einen Großteil ihres Lebens fernab von Natur verbracht. Da kann man mal sehen, dachte ich mir so also ich sie beim Beobachten beobachtet, wie wichtig es für Wildtiere ist, in der Natur aufzuwachsen.

Denn letztlich können wir wilden Vierbeiner nur dann mit unseren Fähigkeiten glänzen, wenn wir in der richtigen Umgebung sind. Fußballspieler blühen schließlich auch nur auf dem Platz. GAIA und KOLJA haben trauriger Weise enorm viel verpasst und durften erst jetzt im Erwachsenenalter ein naturnahes Leben erfahren. Doch spannend ist es mitzuerleben, wie sie ihre Sinne und ihren Verstand schulen, bei so vermeintlich banalen Dingen wie eine Ringelnatter. Die Natur mag hart und rau sein, aber auch gütig. Sie gibt dir immer wider eine zweite Chance.

 

In diesem Sinne haltet die Ohren steif und passt auf euch auf!

Eure
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JURKA Kolumne 26.04.2026

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Ein Wort auf allen Vieren 

Übers Übersichhinauswachsen

Ihr kennt die kleine Blonde, FRANCA, die mit der temperamentvollen ISA in einer Anlage ist? Weder kräftig noch groß hat sie der einstigen Wildbärin kaum was entgegenzusetzen, im Gegenteil, trotz all der Jahre, die sie nun schon hier bei uns im Schwarzwald ist, leidet sie noch stark an den Qualen ihrer Vergangenheit. Was damals wirklich in dem dunklen Kellerverließ in Frankreich geschah, darüber will sie nicht reden, aber es scheint schlimmer zu sein, als ich mir vorstellen kann. Und ich kann mir eine ganze Menge Wildes vorstellen, wenn’s um Menschen geht.

Jedenfalls, diese Woche habe ich FRANCA beobachtet, wie sie vom Fleck, wo sie oft stereotypiert, weglief, aus ihrem geistigen Käfig ausbrach und sich in den Bereich der Anlage herumtrieb, in dem ISA meist zugange ist. Jetzt stellt euch vor, wie ISAs Reaktion darauf war. Doch zu meiner Überraschung kam alles ganz anders. Denn am Ende war es FRANCA, die ISA in die Flucht schlug, könnt ihr das glauben? Egal, wie alt du wirst, es gibt Narben, die heilen nie, aber dafür bist du auch nie zu alt, um über dich hinaus zu wachsen.

In diesem Sinne haltet die Ohren steif und passt auf euch auf!

Eure
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JURKA Kolumne 19.04.2026

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Ein Wort auf allen Vieren 

Es geht endlich wieder los

Das hättet ihr sehen sollen: unser ARIAN, ihr kennt ihn, junger Bärenmann aus Albanien, man hört ihn oft, weil er sich gerne lautstark mitteilt, hatte neulich einen Anfall jugendlichen Übermuts. Als wäre er ein Jungbär nahm er kräftig Anlauf, Ziel: eine Fichte, die ihm gefiel. Hoch motiviert rannte er auf den Baum zu, sprang, so gut ein Bär halt springen kann, und bahnte sich gekonnt den Weg nach oben. Zumindest schien dies seine Absicht gewesen zu sein, von meiner Perspektive war es eher so, dass unserer ARIAN, der eben kein Jungbär mehr ist, sondern ein stattlicher Bärenmann mit einer stattlichen Bärenmannwampe, zum Baum tapste und ihn umarmte.

Weit kam er damit nicht, was er sich auch schließlich eingestand und seiner Weg ging. Und was machten die anderen Beiden, ARTHOS und AGONIS derweil? AGONIS, der für seine Kletterkünste eine wahre Legende bei uns im Schwarzwald ist, haute eine Fichte um, etwas dünner, aber nicht ganz ohne. Zack! Da dachte ich mir, Junge, was ein Bär aus dem sensiblen Vierbeiner geworden ist. ARTHOS machte es sich mit einer Fleischkeule gemütlich und so war mir klar, der Winter ist vorbei, es geht wieder los hier bei uns im Bärenpark!

In diesem Sinne haltet die Ohren steif und passt auf euch auf!

Eure
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JURKA Kolumne 12.04.2026

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Das letzte Zirkusbärenland

Was waren das für aufregende Neuigkeiten damals, 2016, als es hieß, der letzte Zirkusbär ist befreit! Zugegeben, er war nicht der wirklich letzte Bär, der in einem Zirkus lebte, doch Ben war der einzige, der noch in die Mange musste. Die anderen beiden lebten seiner Zeit nur hinter den Kulissen. Doch das wichtige ist, wir alle, egal ob Zwei- oder Vierbeiner, dachten, dass dies der Anfang von einer neuen Ära sei, der Anfang modernere Zeiten. Wir sahen eine Welt vor Augen, in der keine Wildtiere mehr im Zirkus misshandelt werden, eine Welt, in der Tiere generell nicht als kapitale Wertanlage, sondern als Lebewesen angesehen werden. Auf Augenhöhe. Kaum konnten wir alle die Entwicklungen abwarten, was würde in 10 Jahren alles passieren?

Nun sind es 10 Jahre später und wo stehen wir? Wildtiere in Zirkussen gibt es immer noch. Besonders Deutschland hält dem tiergerechten Trend wacker stand. 26 von 27 Staaten der EU haben in irgendeiner Form ein Wildtierverbot in Zirkussen. Die Bundesrepublik nicht. Passend dazu ist Deutschland Europas Zentrum im Wildtierhandel. Doch es kann auch schnell gehen. Nicht Mal ein Jahr, nachdem die EU den Schutzstatus der Wölfe herabsenkte, sind sie schon im Jagdrecht aufgenommen. Was ihr dann macht, wenn wir Bären wieder zurückkommen will ich mir gar nicht vorstellen. Aber ihr sollet euch mal was vorstellen, nämlich eine Welt ohne Wildtiere. Eine Welt ohne Natur. Denn das wird es geben, wenn ihr so weiter macht. Die Umwelt ist kein Sortiment im Supermarkt, an dem man sich bedienen kann. Wildschweine ja, Wölfe Nein, Luchse nur einer, Rehe ja, aber auch nicht zu viele.

Nein. Natur gibt es nur ganz oder gar nicht.

In diesem Sinne haltet die Ohren steif und passt auf euch auf!

Eure
JURKA 

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Termine

  • 04.07.2026…
    Nachts im Bärenpark | Juli 2026
  • 11.07.2026…
    Geschichten aus der Wildnis – Im Reich der Bären mit Moritz Klose 11. 07.2026
  • 25.07.2026…
    25. - 26.07.2026 Ursus Art – Sommerfest des (Kunst)Handwerks *NEU!

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