HERO Kolumne KW 52

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Ein Wort auf allen Vieren

Nicht gestern, nicht morgen, jetzt

Ihr Lieben, euer Kalender neigt sich dem Ende entgegen und so ist es an der Zeit für den allseits beliebten Jahresrückblick. Und da ihr davon sicherlich einige bereits gesehen habt und noch mindestens doppelt so viele vor euch, spare ich uns das mal und erzähl euch lieber was witziges von neulich. JANA, ihr kennt sie sicherlich, die dunkelhaarige Bärendame mit dem eindringlichen Blick, unternahm neulich einen Spaziergang. Grundlegend ist sie ja in Winterruhe, aber sie hatte sich wohl für eine kleine Pause von der großen Pause entschieden und so tapste sie durch den Bärenwald. Besucher waren ganz entzückt von ihr und wollten wissen, was denn das für ein hübscher Schwarzbär sei. Das witzige daran ist, dass JANA keineswegs ein Schwarzbär ist, nicht mal annähernd wie ein Schwarzbär aussieht. Ihre Fellzeichnung mag sich im ehe dunklerem Farbspektrum verirrt haben, von mir aus, aber mehr auch nicht. Daher ein kleiner Tipp an euch Zweibeiner: Schwarzbären haben eine helle, fast weiße Schnauze, während der Rest vom Fell Schwarz ist. Schwarz, nicht dunkel.

Aber so kleine Fehler sind ja menschlich, oder? Kommt davon, weil ihr oft nicht bei der Sache seid. Ihr liebt es, in Erinnerungen zu schwelgen - siehe Jahresrückblicke - und von der Zukunft zu träumen - Vorsätze neues Jahr und so. Dagegen gibt es nichts einzuwenden, aber gelebt wird am Ende im Hier und Jetzt. Gönnt euch also ruhig ein bisschen mehr Jetztzeit, dann wird das Leben auch lebendiger.

In diesem Sinne, haltet die Ohren steif und kommt gut ins neue Jahr!

Euer HERO

 

HERO

Ein Wort auf allen Vieren KW 51

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Ein Wort auf allen Vieren

Waldwölfe 

Weihnachten, ein wahrlich eigenartiges Fest, das ihr euch Menschen da zurecht gebastelt habt. So ganz geblickt habe ich das noch nicht, geht es an Weihnachten um Geschenke, gemeinsame Momente oder gutes Essen? Falls ja, warum macht ihr es dann nicht jeden Tag? Oder zumindest jede Woche? Für mich als Katze klingt das jedenfalls nach Alltag. Gönnt euch jeden Tag einen Moment für euch, schenkt euch eine kleine Aufmerksamkeit und ernährt euch gesund. Schaut euch zum Beispiel die Wölfe KIRA und KLEO an, die haben in diesem Jahr das wohl größte und nachhaltigste Geschenk bekommen: eine neue Anlage! Und sie machen den Eindruck, als wäre jetzt für sie jeden Tag Weihnachten.

Ihr neues Areal befindet sich oberhalb des Zweibeinerweges, was KLEO glaube so richtig genießt. Fast immer, wenn ich sie sehe, steht sie auf einen Stein wie in filmreifer Pose und überwacht das Revier. Auf diese Weise hat sie alles im Blick und weiß genau, wann es Zeit ist, sich zu verstecken. Denn genau das machen sie mit Vorliebe - im Dickicht verschwinden. Hunde und Menschen am Zaun meiden sie eigentlich, Wölfe halt. Da kann sie auch ein aufgedrehter Wolfhund auf dem Besucherweg nicht aus der Reserve locken.

Tatsächlich sieht man sie jetzt noch seltener als mich, wenn sie nicht gerade ein Sonnenbad auf ihrem neuen Lieblingsplatz genießen. Die Beiden hätten also auch gute Waldgeister abgegeben. Doch dann gibt es auch diese typischen Wolfsmomente. Neulich hatte KLEO ein altes Stück Fleisch ausgebuddelt, sich darin den Hang herab gewälzt. KIRA hat das zunächst kritisch beäugt. Dachte mir schon, na wenigstens eine von beiden normal, aber was macht sie? Plötzlich macht sie es nach und stürzte sich auch in die alten Kadaverstücke.

Kein Wunder, dass aus den Wölfen irgendwann der beste Freund der Menschen wurde.

 

In diesem Sinne, haltet die Ohren steif!

Euer HERO

 

HERO

Ein Wort auf allen Vieren KW 50

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Ein Wort auf allen Vieren

Adieu, CATRINA

 

Die Zeit lässt Dinge erblühen, aber auch vergehen. Meine Artgenossin CATRINA wurde älter als die meisten von uns, ein richtiges Urgestein war sie, schließlich gab es hier im Schwarzwälder Bärenwald keine Luchse, bevor sie mit ihrem Bruder CHARLIE kam, beide waren damals bereits im fortgeschrittenen Alter. 2017 war das und ich kann mir einen Bärenpark ohne Luchse eigentlich so gar nicht vorstellen. Lange Zeit lebte das Geschwisterpaar auf dem Steinboden, ein bisschen was über hundert Quadratmeter groß. Ein Witz im Vergleich zu ihrer Anlage. Ich konnte sie immer gut beobachten, ihr Areal war ja direkt gegenüber von meinem, auf der anderen Seite vom Bärenpark, sozusagen. Hab ihr immer gerne dabei zugesehen, wie sie selbstbewusst durchs Dickicht marschierte, elegant wie ein Ninja aber dennoch unantastbar wie ein Panzer. Sie war eine ganz besondere Katze und hat gezeigt, dass es nie zu spät ist, das Wildtier in sich zu entdecken.

Die anstehende Bärenweihnacht kommendes Wochenende steht daher unter einem andächtigen Stern. Es wird nicht dasselbe sein, ohne ihren gelassenen Blick auf das Geschehen. Nichtsdestotrotz freue ich mich auf euch, lasst uns gemeinsam das Jahr ausklingen und das Leben genießen, alles andere macht keinen Sinn, oder?

 

In diesem Sinne, haltet die Ohren steif!

Euer HERO

 

HERO

HERO Kolumne KW 48

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Ein Wort auf allen Vieren

Die Brücke des Lebens

 

Ich finde, es sollte mehr schneien. Mein Fell kommt eingebettet in die weiße Pracht erst so richtig schön zur Geltung. Eine erste, schneeflockige Kostprobe gab es bereits und ich bin direkt in Winterstimmung. Schönste Zeit im Jahr, wirklich wahr. Die Zweibeiner hier im Schwarzwälder Bärenwald sehen das auch so. Zumindest sind sie seit ein paar Tagen wieder dabei und bauen auf dem Platz ganz wild und fleißig diese kleinen Hüttchen auf, wo ihr an einem Wochenende im Jahr immer so gerne drumherum steht und ausgesprochen herzlich seid. Bald geht sie wieder los, die Bärenweihnacht. Wobei ich Luchsweihnacht irgendwie treffender finden würde. Oder Lynx-Mas? Jedenfalls, wenn wir schon beim Thema Luchs sind: meine Artgenossin, die steinalte CATRINA, befindet sich zwar immer noch in der Quarantänestation, ist aber auf dem Weg der Besserung. Und jetzt, da es so wundervoll kalt ist, genießt sie im Außenbereich die verführerisch frischen Temperaturen.

Doch die Gewinner in Sachen genüssliche Augenblicke, sind definitiv die Wölfe KIRA und KLEO. Die Beiden haben nämlich den Gang über die Brücke gewagt, hoch in die neue Anlage. Was für eine Freude! Als ich sie zum ersten Mal im neuen Areal hab rumtoben sehen, hat das sogar mein Herz herrlich erwärmt. Was was heißen will, denn ich mag’s bekanntlich kalt. Allen voran hab ich das Gefühl, dass die Wölfe den Perspektivwechsel am besten finden. Denn die neue Anlage ist oberhalb des Weges, d.h. KIRA und KLEO schauen nun auf die Menschen herab.

Tja, ein Perspektivwechsel kann dein Leben verändern.

In diesem Sinne, haltet die Ohren steif!

 

Euer HERO

 

HERO

HERO Kolumne KW 47

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Ein Wort auf allen Vieren

Schichtwechsel

 

Viele beneiden die Bären. Von wegen Winterruhe wäre so toll und sich mal richtig schön fett zu fressen sei doch gigantisch - also wenn ihr mich fragt, bin ich froh eine Katze zu sein. Mich mit so einer Fettwampe umher zu wuppen wäre gar nicht mein Fall. Dann den wunderschönen Schnee verpassen, sich dafür den Stress geben die Höhle rechtzeitig fertig zu kriegen, und dann diese Diät mal anders rum und aufpassen, dass dabei bloß nicht zu viel Kalorien verbraucht wird, getreu dem Motto viel Essen und wenig Bewegung macht ‘ne glatte Haut. Und dann immer so müde sein im Herbst. Schauen wir uns doch nur mal den AGONIS an. Liegt ratlos tranig vor der Höhle auf einem Strohnest und blickt traurig drein, weil er passt nicht mehr mit ARIAN und ARTHOS in dieselbe Höhle rein. Ich an seiner Stelle würde mir da einfach was anderes suchen, aber nicht so unser sensibler Bärenmann.

Aber so richtig zur Ruhe kommen die andern Beiden auch nicht. Sie haben zwar einen Platz in der Höhle ergattert, aber draußen könnte ja etwas spannendes passieren und wenn sie das verpassen würde, was wäre das nur für ein Drama. Also treibt sie die Neugier von Zeit zu Zeit nach draußen. Man könnte meinen, dies wäre dann die ideale Gelegenheit für AGONIS, sich seinen begehrten Platz in der Höhle zu sichern. Campen ist immerhin eine totsichere Sache. Wir Luchse machen das nur, sind schließlich Lauerjäger.

Und habe ich AGONIS andächtig beobachtet. War sogar ein bisschen stolz, dass er von mit ein paar Katzentricks gelernt hat. Ihr müsst wissen, Durchsetzungsvermögen ist in der Regel nicht seine Stärke. Jedenfalls, fast stolz war ich auf ihn.
Fast.
Denn als einer der Beiden tatsächlich die Höhle verließ, was hat er da getan? Mit ihnen gespielt! Ist das zu fassen? Da hockt der Kerle ewig im Frost vor der Höhle rum und als sich die Gelegenheit zum Kontern bietet, albert er herum? Ich glaube, wie froh ich bin, eine Katze zu sein, muss ich nicht genauer erläutern.

In diesem Sinne: Hallo, hier ist wieder euer HERO, der im Winter die Berichterstattung übernimmt.

Euer HERO

 

HERO

JURKA Kolumne 16.11.26

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Ein Wort auf allen Vieren 

Wenn Wölfe tanzen

Kennt ihr das, wenn eure Nachbarn sich streiten und man selbst am liebsten mit was zu knabbern da hockt und sich das Drama anschaut? Ich würde mir das ehrlich gesagt mal wieder wünschen, diese turtelbetaubte Heiterkeit zwischen GAIA und KOLJA nervt langsam. Ein wenig Action bevor ich in die Winterruhe gehe wäre schon mal ganz nett. Aber so sind sie halt nicht, die Wölfe. Ich habe schon oft gehört, wie Menschen aus den Graupelzen total die Monster gemacht haben. Klar sind es keine Kuscheltiere und ich, die sich eine Anlage mit Vertretern jener Art teilt kann durchaus verstehen, dass sie einem (manchmal) auf die Nerven gehen können… Aber diese reißerischen Schilderungen sind einfach nur lächerlich. Neulich abends hockte ich ganz friedlich im Bärenwald und hab die Natur im Herbstgewand genossen. Bären machen sowas, mal innehalten und die Umwelt genießen, einfach mal nur genießen. Da kamen die beiden Wölfe angestolpert. Zugeben, wirklich elegant werfen sie sich nicht gerade umher. Na, jedenfalls dachte ich schon, oh, NEIN, jetzt will GAIA wieder mit mir spielen. Und darauf hab ich so gar keine Lust. Aber siehe da, sie wollten gar nichts von mir, sondern GAIA jagte vergnügt ihrem KOLJA hinterher. War fast wie ein Tanz, irgendwie.

Hab mich dann nur kurz erschrocken, weil ich von ganz weit weg aus dem Dickicht eines anderen Viertels vom Bärenwald die unheimlichen Luchsaugen sah. Wie lange kenne ich HERO jetzt schon, und wie lange Luchse an sich, aber an ihren kalten, emotionslosen Blick werde ich mich nie gewöhnen. Da rappelt mir direkt ein Schauer über den Pelz. Aber wer will es ihm verübeln, jetzt, da das Dickicht sich lichtet und er wundervoll zu sehen ist, will sich die eitle Katze natürlich auch zeigen.

In diesem Sinne haltet die Ohren steif und gehabt euch wohl!  

Eure
JURKA 

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JURKA Kolumne 09.12.25

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Ein Wort auf allen Vieren 

Ich seh‘ dich!

Stellt euch vor, ihr wandert an Halloween in der Dunkelheit durch den Bärenwald und seht dabei, wie Wölfe durch das Dickicht schleichen, ihr von aufmerksamen Luchsaugen beobachtet werdet und ein Bär in voller Größe aus der Finsternis direkt vor euch am Zaun erscheint. Wie gesagt, stellt es euch vor, denn tatsächlich zeigten wir Wildtiere uns neulich bei der Halloween-Führung von unserer wildesten Seite, nämlich gar nicht. Kein Bär, kein Luchs, nicht einmal die sonst so kommunikativen Wölfe ließen sich nicht blicken. Aber ist das nicht viel aufregender? Am spannendsten ist schließlich das, was du nicht siehst. Nur meine Artgenossin ISA hat nicht ganz mitgezogen. Sie fand es amüsant, den Besuchern an Halloween zumindest einen kurzen Blick auf ihr Hinterteil zu gewähren.

Überrascht hat mich in der letzten Woche unsere Bärin JULIJA. Eigentlich hatte ich sie schon in der Winterruhe gesehen, doch als die Sonne über den Bärenwald ihr ganze Pracht entfaltete, unternahm JULIJA eine entspannte Wanderung durch die Freianlage, sammelte dabei noch ein paar nützliche Dinge für ihre Winterhöhle ein. War dann vielleicht doch eher eine Regenruhe, statt Winterruhe. In den Wochen zuvor war das Wetter wie ihr wisst eher bescheiden. Wer versucht das ein oder andere Auge zu zukriegen ist FRANCA. Die schaut nur hin und wieder leicht irritiert aus ihrer Höhle, wenn die Wölfe GAIA und KOLJA ihr Heulkonzert veranstalten. ISA ist übrigens höchst erfreut über FRANCAs Schläfrigkeit. So kann sie nun ungestört in ihrem Revier plündern und genüsslich sämtliche von FRANCAs Katzbäumen mit ihrem eigenen Duft zu markieren.

Tja, wie heißt es so schön, wenn der Schlaf schon kommt gekrochen, hast‘ deinen Kratzbaum wohl zum letzten Mal gerochen.

In diesem Sinne
Haltet die Ohren steif und gehabt euch wohl

 

Eure
JURKA 

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JURKA Kolumne 02.11.25

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Ein Wort auf allen Vieren 

Regen fällt

Wir Wildtiere, und damit meine ich allen voran uns Bären, sind gemacht für die rauen Widrigkeiten der Natur. Was aber nicht automatisch heißt, dass wir bei jedem Unwetter filmreif durch die Wälder hechten, nein, auch ein Wildbär darf beim Regenwetter muffig sein und drinnen bleiben. Dabei denke ich direkt an meine Artgenossin ISA. So ein richtiger Sonnenschein ist sie ja eigentlich nie, aber in den letzten Tag schien ihr Gemüt besonders verregnet zu sein. Aber so wirklich aktiv unterwegs war bei dem Wetter auch sonst keiner. Selbst unsere Jungbären hievten sich eher im Rentnertempo durch die Anlagen. Einzig beim Sonnenschein lässt sich der ein oder andere blicken. Unsere Damen aus Litauen, JANA und JULIJA sowie die gute alte DARIA haben sich in letzter Zeit gar nicht gezeigt.

Dafür sind die Wölfe umso aktiver. Besonders KOLJA und GAIA heulen momentan richtig viel, und richtig laut und am liebsten so richtig, richtig früh am Morgen. Aber zum Glück nicht jeden Tag. Nein, manchmal beglücken sie uns mit ihrem bezaubernden Gejaule auch ganz spät abends. Wirklich schön zu sehen war, wie die Wölfe KIRA und KLEO sich nach dem tragischen Ableben von KITO annähern. Die beiden Fähen spielen jetzt miteinander, fressen sogar gemeinsam. Neulich habe ich gesehen, wie sie so am Mampfen waren und dabei von einer freundlichen Elster beobachtet wurden. Ihr kennt die Art bestimmt auch, die darauf warten, dass ihr kurz beiseite geht und sich dann übers gesamte Buffet hermacht. Aber bei den Wölfen hatte sie keine Chance. Gemeinsam sind sie von unten immer wieder den Baum hochgesprungen und haben im Teamwork die Elster vertrieben. Tja, am Ende ist der Zusammenhalt das, was zählt, im Bärenwald.

In diesem Sinne haltet die Ohren steif und gehabt euch wohl!

Eure
JURKA 

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JURKA Kolumne 19.10.25

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Ein Wort auf allen Vieren 

Zwischen Buddeln und Dösen

Es liegt etwas in der Luft. Dieser besondere Duft, der den Wechsel der Jahreszeit ankündigt. Die Tage werden kürzer, die Nächte kühler und auch wir Bären werden ruhiger. Jeder auf seine Weise.

LUNA jedoch scheint noch weniger ruhig als wir anderen Bären. Sie wandert umher, schnuppert, prüft jede Ecke. Verständlich – der Winter ist keine Zeit für Experimente. Wer ruht, muss sich sicher fühlen.

DARIA hat ihren Platz schon gefunden: unter der Brücke. Sie liegt dort meist schon in sanftem Schlummer, nur ein-, zweimal am Tag sieht man sie kurz draußen. ISAs Vorbereitungen sind dagegen unübersehbar. Sie buddelt mit Eifer, als wolle sie den ganzen Hang umgraben. Und ich? Ich laufe kaum noch. Fressen, liegen, dösen. Das reicht. JULIJA ist noch etwas aktiver, aber sie hat sich ein gutes Polster angefuttert. FRANCA braucht wohl noch ein bisschen, bis die Ruhe sie erreicht.

Die Jungs dagegen sind noch mitten im Übergang. ARTHOS hat sich zwar in seiner Röhre eingerichtet, die ist aber ungeeignet für den Winter: Von beiden Seiten offen, das wird ziehen! AGONIS buddelt eifrig, auch wenn die Höhlen wohl noch die besseren Lehrer sind. Am Ende landen die Jungs bestimmt wieder alle zusammen in einer der vorhandenen Naturhöhlen in ihrer Anlage.

Bei den Wölfen ist die Stimmung friedlich. KLEO lässt KIRA endlich in Ruhe fressen, GAIA und KOLJA sind viel unterwegs, die kalte Jahreszeit ist eben Wolfszeit. Während wir Bären langsamer werden, werden sie aktiver. So verschieben sich die Verhältnisse im Park, ganz still, ganz natürlich.
Der Winter kommt. Und mit ihm: Ruhe.

 

In diesem Sinne
Haltet die Ohren steif und gehabt euch wohl!

 

Eure
JURKA 

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JURKA Kolumne 26.10.25

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Ein Wort auf allen Vieren 

JURKA Test

Die Tage werden von Tag zu Tag kürzer, viel Zeit zum Fertigstellen der Winterhöhlen bleibt nun nicht mehr. Ich bärsönlich bewege mich gerade in der Testphase, verbringe einige Zeit im Quartier und bewerte meine Höhle nach dem von mir entwickelten JURKA Test. Verschieden Faktoren spielen dabei eine Rolle. Besonders wichtig sind dahingehend Dinge wie Statik, Wasserdichtheit, Luftzirkulation und der nie zu vernachlässigende Flauschigkeitsfaktor, man will es schließlich richtig gemütlich haben, wenn es darum geht, mehrere Monate Untertage zu verbringen. Wenn ich also derzeit mal ein paar Tage nicht zu sehen sein sollte, dann arbeite ich hart an den Analysen, um ein Maximum an Gemütlichkeit rauszuholen. Meine Artgenossin JULIJA macht das ähnlich, auch sie ist gerade dabei und befolgt die Punkte meines patentierten JURKA Tests.

Auch meine Tochter LUNA, die wie ihr sicherlich wisst ihren ersten Winter bei uns im Schwarzwald verbringen wird, stellt sich auf die kalte Jahreszeit ein. Nur ihr fällt es besonders schwer, hat sie doch so viele Jahre lang in Freiheit gelebt. Es ist schon eine sehr heftige Umstellung, kann mich noch genau daran erinnern, wie es damals bei mir war, als akzeptieren musste, nie wieder in der freien Wildbahn leben zu dürfen. Ehrlich gesagt hab ich das auch nach all den Jahren immer noch nicht ganz. Freiheit ist eben das einig wahre. Und so bin ich ganz froh, dass LUNA zumindest schon mal einen Freund gefunden hat. Ein Eichelhäher wohnt bei ihr in der Nähe. Der hält Ausschau und warnt sie immer, wenn sich Zweibeiner der Anlage nähern. Aber grundlegend ist sie ja eh nachtaktiv, wie damals in den italienischen Wäldern auch. Also ist für euch besondere Obacht geboten, wenn ihr nächste Woche zu Halloween in den Bärenpark kommt. Bin schon sehr gespannt, gibt wohl auch eine Fackelwanderung, Lagerfeuer und Mythen über Werwölfe und ähnliches. Bin schon total gespannt, ist ja das erste Mal, dass es sowas bei uns gibt.

Haltet die Ohren steif!

Eure JURKA

 

In diesem Sinne
Haltet die Ohren steif und gehabt euch wohl!

 

Eure
JURKA 

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