JURKA Kolumne 09.12.25

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Ein Wort auf allen Vieren 

Ich seh‘ dich!

Stellt euch vor, ihr wandert an Halloween in der Dunkelheit durch den Bärenwald und seht dabei, wie Wölfe durch das Dickicht schleichen, ihr von aufmerksamen Luchsaugen beobachtet werdet und ein Bär in voller Größe aus der Finsternis direkt vor euch am Zaun erscheint. Wie gesagt, stellt es euch vor, denn tatsächlich zeigten wir Wildtiere uns neulich bei der Halloween-Führung von unserer wildesten Seite, nämlich gar nicht. Kein Bär, kein Luchs, nicht einmal die sonst so kommunikativen Wölfe ließen sich nicht blicken. Aber ist das nicht viel aufregender? Am spannendsten ist schließlich das, was du nicht siehst. Nur meine Artgenossin ISA hat nicht ganz mitgezogen. Sie fand es amüsant, den Besuchern an Halloween zumindest einen kurzen Blick auf ihr Hinterteil zu gewähren.

Überrascht hat mich in der letzten Woche unsere Bärin JULIJA. Eigentlich hatte ich sie schon in der Winterruhe gesehen, doch als die Sonne über den Bärenwald ihr ganze Pracht entfaltete, unternahm JULIJA eine entspannte Wanderung durch die Freianlage, sammelte dabei noch ein paar nützliche Dinge für ihre Winterhöhle ein. War dann vielleicht doch eher eine Regenruhe, statt Winterruhe. In den Wochen zuvor war das Wetter wie ihr wisst eher bescheiden. Wer versucht das ein oder andere Auge zu zukriegen ist FRANCA. Die schaut nur hin und wieder leicht irritiert aus ihrer Höhle, wenn die Wölfe GAIA und KOLJA ihr Heulkonzert veranstalten. ISA ist übrigens höchst erfreut über FRANCAs Schläfrigkeit. So kann sie nun ungestört in ihrem Revier plündern und genüsslich sämtliche von FRANCAs Katzbäumen mit ihrem eigenen Duft zu markieren.

Tja, wie heißt es so schön, wenn der Schlaf schon kommt gekrochen, hast‘ deinen Kratzbaum wohl zum letzten Mal gerochen.

In diesem Sinne
Haltet die Ohren steif und gehabt euch wohl

 

Eure
JURKA 

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JURKA Kolumne 02.11.25

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Ein Wort auf allen Vieren 

Regen fällt

Wir Wildtiere, und damit meine ich allen voran uns Bären, sind gemacht für die rauen Widrigkeiten der Natur. Was aber nicht automatisch heißt, dass wir bei jedem Unwetter filmreif durch die Wälder hechten, nein, auch ein Wildbär darf beim Regenwetter muffig sein und drinnen bleiben. Dabei denke ich direkt an meine Artgenossin ISA. So ein richtiger Sonnenschein ist sie ja eigentlich nie, aber in den letzten Tag schien ihr Gemüt besonders verregnet zu sein. Aber so wirklich aktiv unterwegs war bei dem Wetter auch sonst keiner. Selbst unsere Jungbären hievten sich eher im Rentnertempo durch die Anlagen. Einzig beim Sonnenschein lässt sich der ein oder andere blicken. Unsere Damen aus Litauen, JANA und JULIJA sowie die gute alte DARIA haben sich in letzter Zeit gar nicht gezeigt.

Dafür sind die Wölfe umso aktiver. Besonders KOLJA und GAIA heulen momentan richtig viel, und richtig laut und am liebsten so richtig, richtig früh am Morgen. Aber zum Glück nicht jeden Tag. Nein, manchmal beglücken sie uns mit ihrem bezaubernden Gejaule auch ganz spät abends. Wirklich schön zu sehen war, wie die Wölfe KIRA und KLEO sich nach dem tragischen Ableben von KITO annähern. Die beiden Fähen spielen jetzt miteinander, fressen sogar gemeinsam. Neulich habe ich gesehen, wie sie so am Mampfen waren und dabei von einer freundlichen Elster beobachtet wurden. Ihr kennt die Art bestimmt auch, die darauf warten, dass ihr kurz beiseite geht und sich dann übers gesamte Buffet hermacht. Aber bei den Wölfen hatte sie keine Chance. Gemeinsam sind sie von unten immer wieder den Baum hochgesprungen und haben im Teamwork die Elster vertrieben. Tja, am Ende ist der Zusammenhalt das, was zählt, im Bärenwald.

In diesem Sinne haltet die Ohren steif und gehabt euch wohl!

Eure
JURKA 

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JURKA Kolumne 19.10.25

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Ein Wort auf allen Vieren 

Zwischen Buddeln und Dösen

Es liegt etwas in der Luft. Dieser besondere Duft, der den Wechsel der Jahreszeit ankündigt. Die Tage werden kürzer, die Nächte kühler und auch wir Bären werden ruhiger. Jeder auf seine Weise.

LUNA jedoch scheint noch weniger ruhig als wir anderen Bären. Sie wandert umher, schnuppert, prüft jede Ecke. Verständlich – der Winter ist keine Zeit für Experimente. Wer ruht, muss sich sicher fühlen.

DARIA hat ihren Platz schon gefunden: unter der Brücke. Sie liegt dort meist schon in sanftem Schlummer, nur ein-, zweimal am Tag sieht man sie kurz draußen. ISAs Vorbereitungen sind dagegen unübersehbar. Sie buddelt mit Eifer, als wolle sie den ganzen Hang umgraben. Und ich? Ich laufe kaum noch. Fressen, liegen, dösen. Das reicht. JULIJA ist noch etwas aktiver, aber sie hat sich ein gutes Polster angefuttert. FRANCA braucht wohl noch ein bisschen, bis die Ruhe sie erreicht.

Die Jungs dagegen sind noch mitten im Übergang. ARTHOS hat sich zwar in seiner Röhre eingerichtet, die ist aber ungeeignet für den Winter: Von beiden Seiten offen, das wird ziehen! AGONIS buddelt eifrig, auch wenn die Höhlen wohl noch die besseren Lehrer sind. Am Ende landen die Jungs bestimmt wieder alle zusammen in einer der vorhandenen Naturhöhlen in ihrer Anlage.

Bei den Wölfen ist die Stimmung friedlich. KLEO lässt KIRA endlich in Ruhe fressen, GAIA und KOLJA sind viel unterwegs, die kalte Jahreszeit ist eben Wolfszeit. Während wir Bären langsamer werden, werden sie aktiver. So verschieben sich die Verhältnisse im Park, ganz still, ganz natürlich.
Der Winter kommt. Und mit ihm: Ruhe.

 

In diesem Sinne
Haltet die Ohren steif und gehabt euch wohl!

 

Eure
JURKA 

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JURKA Kolumne 26.10.25

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Ein Wort auf allen Vieren 

JURKA Test

Die Tage werden von Tag zu Tag kürzer, viel Zeit zum Fertigstellen der Winterhöhlen bleibt nun nicht mehr. Ich bärsönlich bewege mich gerade in der Testphase, verbringe einige Zeit im Quartier und bewerte meine Höhle nach dem von mir entwickelten JURKA Test. Verschieden Faktoren spielen dabei eine Rolle. Besonders wichtig sind dahingehend Dinge wie Statik, Wasserdichtheit, Luftzirkulation und der nie zu vernachlässigende Flauschigkeitsfaktor, man will es schließlich richtig gemütlich haben, wenn es darum geht, mehrere Monate Untertage zu verbringen. Wenn ich also derzeit mal ein paar Tage nicht zu sehen sein sollte, dann arbeite ich hart an den Analysen, um ein Maximum an Gemütlichkeit rauszuholen. Meine Artgenossin JULIJA macht das ähnlich, auch sie ist gerade dabei und befolgt die Punkte meines patentierten JURKA Tests.

Auch meine Tochter LUNA, die wie ihr sicherlich wisst ihren ersten Winter bei uns im Schwarzwald verbringen wird, stellt sich auf die kalte Jahreszeit ein. Nur ihr fällt es besonders schwer, hat sie doch so viele Jahre lang in Freiheit gelebt. Es ist schon eine sehr heftige Umstellung, kann mich noch genau daran erinnern, wie es damals bei mir war, als akzeptieren musste, nie wieder in der freien Wildbahn leben zu dürfen. Ehrlich gesagt hab ich das auch nach all den Jahren immer noch nicht ganz. Freiheit ist eben das einig wahre. Und so bin ich ganz froh, dass LUNA zumindest schon mal einen Freund gefunden hat. Ein Eichelhäher wohnt bei ihr in der Nähe. Der hält Ausschau und warnt sie immer, wenn sich Zweibeiner der Anlage nähern. Aber grundlegend ist sie ja eh nachtaktiv, wie damals in den italienischen Wäldern auch. Also ist für euch besondere Obacht geboten, wenn ihr nächste Woche zu Halloween in den Bärenpark kommt. Bin schon sehr gespannt, gibt wohl auch eine Fackelwanderung, Lagerfeuer und Mythen über Werwölfe und ähnliches. Bin schon total gespannt, ist ja das erste Mal, dass es sowas bei uns gibt.

Haltet die Ohren steif!

Eure JURKA

 

In diesem Sinne
Haltet die Ohren steif und gehabt euch wohl!

 

Eure
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JURKA Kolumne 12.10.25

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Ein Wort auf allen Vieren 

In der Gemütlichkeit liegt die Kraft

Es fällt mir immer schwerer zu schreiben, die Gemütlichkeit umflauscht mich Tag zu Tag mehr. Geld, Zeit, ich hab das Gefühl, ihr Menschen hetzt immer einer Zeit hinterher, die ihr nicht greifen könnt und habt nur Geld vor Augen, das es nur in eurer Fantasie gibt. Die Kunst in der Natur zu überleben besteht darin, genau das nicht zu tun. Verschwendet keine Energie mit Dingen, die euch nicht glücklich machen oder nützlich sind, sonst verfällt manch einer schnell in stereotypes Verhalten. Ein gesunder Energiehaushalt ist das A und O im Leben, glaubt einer alten Wildbärin. Meine Bärenkollegin JANA z.B. hat sich eine wunderschöne Höhle für den Winter gebuddelt. Ob sie hält oder nicht, werden wir sehen, aber sie hat Spaß dabei. Viele Jahre lange durfte sie solch bärentypischen Dinge schließlich nicht machen, warum also nicht jetzt einfach mal machen?

Bei ARIAN, ARTHOS und AGONIS gabs neulich fett Fleisch. Und ich meine richtig viel, eine ganze Hirschkuh wurde ihnen kredenzt. Da ist das Fresskoma inklusive. Am Sonntag fegte übrigens das beste Wetter über den Schwarzwald, das beste Wetter, um zuhause zu bleiben. Starkregen, orkanartiger Wind, ich für meinen Teil bleib da lieber in der Höhle. Schade nur, dass ausgerechnet an diesem Tag das Wilde Wochenende stattfand. Aber so geht es uns Wildtieren eben, da stürmt es auch mal.

Wie heißt es so schön, auf Regen folgt Matsch, also lasst uns nicht übers Wetter reden.

In diesem Sinne
Haltet die Ohren steif und gehabt euch wohl!

 

Eure
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JURKA Kolumne 05.10.25

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Dinner mit Wolf

Diät nur andersrum, wie nennt man das, Bär sein? Ich sag ja immer, schaffe, schaffe Höhle baue ist schön und gut, aber vergesst nicht: mampfe, mampfe Wampe pflege! Nüsse, Obst, sowas ist gesund und packt feschen Speck auf die Hüften. So steht es auch auf dem Speiseplan meiner Nicht-Diät. Aber da ich augenblicklich die einzige Bärin bin, die ihre Anlage mit Wölfen teilt – und die sind bekanntlich wahre Fleischjunkies, kriege ich auch hin und wieder einen Happen Fleisch ab. Ob GAIA und KOLJA davon genauso begeistert sind wie ich bleibt Spekulation. Aber, wenn‘s mich glücklich macht, dann schadet es den anderen nicht, oder? Ein zufriedener Nachbar ist schließlich ein umgänglicher Nachbar.

Dies ist eine der Weisheiten, die ich auch ARIAN und ARTHOS mitgegeben habe. Ihr müsst wissen, die haben im Oktober nämlich ihren Jubiläumstag. Vor neun Jahren sind sie zu uns gekommen, waren noch richtig kleine Welpen damals. Aber ihr grausames Schicksal würde gar den größten Bären in die Knie zwingen. Angekettet wurden sie, über heißen Sand gezerrt, um Fotos mit Touristen zu machen. Die armen Kleinen wurden deswegen sogar von ihrer Mutter weggerissen, gewildert, missbraucht.

Und wenn ich sie jetzt so betrachte, die jungen Bärenmänner die aus den winzigen Welpen geworden sind, so hoffe ich doch ganz stark, dass ihre traurige Geschichte euch Menschen die Augen öffnet, allen voran aber die Herzen berührt, damit so etwas nie wieder passiert. Lasst uns Bären einfach friedlich im Wald leben.

In diesem Sinne haltet die Ohren steif und gehabt euch wohl!

 

Eure
JURKA 

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JURKA Kolumne 28.09.25

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Feng Shui

Ganz ok? Nein, BÄRFEKT muss das Winterquartier sein, immerhin verbringen wir Bären mehrere Monate in unseren Höhlen während draußen Frost und eisige Winde ihr Unwesen treiben. So eine sportliche Fettwampe will auch gemütlich geparkt werden. Wie genau die Inneneinrichtung von uns Bären aussieht schaut bei jedem Vierbeiner anders aus. Neulich habe ich zum Beispiel beobachtet, wie ARTHOS sich gewissenhaft Blätter und Äste aus dem Dickicht in seine Höhle zerrte. Bisschen früh, denkt ihr? Nein, auch, wenn es der ein oder die andere von euch nicht wahrhaben will, aber der Winter steht nur einen Wimpernschlag entfernt. Und unser lieber ARTHOS macht das sehr sorgfältig.

Als ich also eine Pause von meinen Vorbereitungen genoss, mich ein wenig vom herrlichen Schwarzwaldblick hab berieseln lassen, musste ich immer wieder an ARTHOS denken. Als kleiner Welpe hat er sich ein gemütliches Zuhause bestimmt sehr gewünscht. Wurde er doch im Alter von wenigen Wochen von seiner Mutter weggerissen, in Ketten gelegt und über den Strand gezerrt. Höhlenbau hat er natürlich nie gelernt. Gut, geht leider zahlreichen Bären so, die ich hier in unserem Bärenwald kennengelernt habe. Trotzdem sind sie heute in der Lage, instinktiv ein Winterquartier zu bauen. Wie sage ich immer so gerne, Wildtier sein und Wildtier sein lassen.

In diesem Sinne haltet die Ohren steif und gehabt euch wohl

 

Eure
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JURKA Kolumne 21.09.25

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Fette Natur

Wenn ihr dieser Wochen hin und wieder ein tiefes Brummen durchs Tal hören mögt, dann keine Panik, dass sind nur wir Bären. Denn wir rasen geradezu Richtung Winterruhe. Viel Zeit bleibt nicht mehr um ordentlich Speck aufzubauen, da heißt es diszipliniertes Training. Man sagt ja bei euch Zweibeinern, viel Essen und wenig Bewegung machen straffe Haut. Ein bisschen was Wahres ist da dran. Wer seinen Speiseplan nicht fettig und süß genug gestaltet und es wagt, sportlich unterwegs zu sein, kann den Traum eines herrlichen Speckmantels gleich vergessen. Aber ganz ohne Aktivitäten geht es natürlich nicht bei uns Bären. Schließlich muss die Bude für den Winter hergerichtet werden, und ihr wisst, der Winter im Schwarzwald macht keine halben Sachen. Daher bin ich momentan gerade dabei, passende Blätter in meine Höhle zu schaufeln. Schlaue Vierbeiner machen mir das nach, ISA oder ARTHOS zum Beispiel. Die habe ich auch schon fleißig beim Vorbereiten beobachten können.

Es ist schon eine heikle Phase für uns Bären. Ein bisschen Nervosität schwingt da immer mit. Wenn man mehrere Monate in einer Höhle verschwindet ist das schon eine biologische Herausforderung. Aber eine clevere Lösung der Natur, um bei Frost das geringe Nahrungsangebot zu umgehen. Da lernt man auch, auf eine gesunde Ernährung zu achten. Wildnis geht schließlich durch den Magen, wie wir Bären sagen.

In diesem Sinne haltet die Ohren steif und gehabt euch wohl!

 

Eure
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JURKA Kolumne 14.09.25

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Wolfsdrama

KITO ist tot. Ich muss gestehen, den jungen Wolf nie kennengelernt zu haben, aber ich habe viel von ihm gehört. Denn sein Leidens- und Artgenosse KOLJA ist sozusagen mein Mitbewohner. Seit über einem Jahr leben wir nun zusammen mit der Wölfin GAIA. Die beiden Graupelze sind schon ein drolliges Paar. Unter übermäßiger Intelligenz leiden sie nicht gerade, aber gute Seelen sind es. Erst fand ich es ja nervig, wenn sie so heiter fröhlich im Schmetterlingsstil durch die Gegend wuselten, heute freue ich mich für sie. Beneide sie schon fast dafür. Bedenkt man, wo KITO, KOLJA und die anderen herkommen, ist es ein wahres Wunder, dass sie so unbeschwert sein können.

In einem Filmtierpark haben sie gelebt, mit einem Kontaktzoo. Stellt euch das mal vor! Ein Wolf zum Anfassen… wie absurd. Was gibt es für ein scheues Wildtier schlimmeres als das? Könnt ihr euch vorstellen, was mit einem Wolf passieren muss, bis er das mitmacht? Ich als alte Bärin habe im Laufe meines Lebens einige Wölfe kennengelernt. Richtige Wölfe. Und die hätten das nie über sich ergehen lassen. Der arme KITO durfte nie wirklich Wolf sein, musste immer nur als Objekt der Begierde herhalten. Bis er von meinen Freunden in Grün hierhergebracht wurde. Wie überwältigend muss es für ihn gewesen sein, endlich mal Wolf sein zu dürfen. Doch seine Herkunft holte ihn schneller ein als fair gewesen wäre. Leider war er das Resultat einer schrecklichen Inzucht. Ein Tumor an der Milz streckte ihn mit nur 4 Jahren nieder. Je mehr ich darüber nachdenke, desto mehr bricht es mir das Herz. Wann wird der Mensch endlich aufhören Gott zu spielen, und wieder Teil von Lebewesen hier auf der Erde sein. Dann würde er auch fühlen, was für ein Leid er über uns alle bringt.

In diesem Sinne haltet die Ohren steif und macht den Unterschied. Für mich, für uns alle.

 

Eure
JURKA 

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JURKA Kolumne 07.09.25

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Ein Wort auf allen Vieren 

Eine Welt ohne Bärenpark

Das wäre schön, oder? Stellt euch eine Welt vor, in dem es keinen Bärenpark gibt. Wäre das nicht fantastisch, wenn Menschen uns Bären nicht schikanieren würden und es solche Einrichtungen gar nicht geben müsste. Einfach mit der Natur im Einklang leben. Na ja, gut, also unter uns, niemand lebt mit der Natur im Einklang, das ist esoterische Schönmalerei, auch wir Wildtiere haben es nicht leicht in der Wildnis. Aber genau darum geht es ja, genau das ist der Grund, warum wir Bären zum Beispiel zu den coolsten Bewohnern dieser Erde gehören, eben WEIL wir uns mit den Widrigkeiten der Natur auseinandersetzen, daran wachsen und uns immer wieder weiterentwickeln. Leben ist schließlich eine Tätigkeit und kein Ist-Zustand. Also, ihr lieben Zweibeiner, wie wäre es denn mal mit mitmachen?

Ist utopisch, schon klar. Das geht ja gar nicht, unmöglich, sich mit den Tieren zu arrangieren. Auf den Mond fliegen geht. Den Meeresgrund abgrasen geht. Es gibt jetzt sogar Maschinen, die meinen Job als Reporterin machen können. Da tippst du ABC ein und nach einem Wimpernschlag hast du einen fertigen Bestseller. Aber Tiere als eigenständige Lebewesen mit eigenständigem Lebensraum zu akzeptieren, DAS ist zu viel verlangt. Unmöglich. Dabei braucht es nur eine vernünftige Vision, die euch antreibt. Nehmt euch ein Beispiel am Bäre’park hier im Schwarzwald. Jahrelang ein Traum gewesen. Tausend Hürden mussten genommen werden. Millionen missmutiger Stimmen das Gegenteil bewiesen. Und warum? Weil es hier um das Leben von Bären geht. Und das schweißt zusammen. Nun gibt es das Projekt seit 15 Jahren. Ich selbst, eure JURKA, bin seit dem ersten Tag mit dabei. Alter, Beruf, Geschlecht, Herkunft, alles nebensächlich, wenn man gemeinsam ein Ziel hat. Lasst unser gemeinsames Ziel ein gemeinsames Leben sein. Mensch und Wildtier. Muss nicht immer harmonisch sein, aber stets mit Respekt. Klingt unrealistisch? Mag sein, aber gerade deswegen sollten wir es real werden lassen. Was habt ihr zu verlieren?

In diesem Sinne haltet die Ohren steif!

Eure
JURKA 

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Termine

  • 04.07.2026…
    Nachts im Bärenpark | Juli 2026
  • 11.07.2026…
    Geschichten aus der Wildnis – Im Reich der Bären mit Moritz Klose 11. 07.2026
  • 25.07.2026…
    25. - 26.07.2026 Ursus Art – Sommerfest des (Kunst)Handwerks *NEU!

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