Bärenpark Worbis, Duderstädter Allee 49, 37339 Leinefelde-Worbis

Welttierschutztag: Füttern.Foto.Fehlverhalten – Wie auch ein Schnappschuss Tiere töten kann

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Bären werden auch in freier Wildbahn oftmals für touristische Zwecke missbraucht

Gute Tarnung, detailliertes Wissen und unendliche Geduld sind notwendig, um Wildtiere in ihrer natürlichen Umgebung zu fotografieren. Selbst erfahrene Profifotografen brauchen oftmals Jahre und Glück, um faszinierende Augenblicke wilder Natur festhalten zu können. Dazu müssen sie selbst fast gänzlich in die Wildnis eintauchen, ein Teil von ihr werden, gar in ihr verschwinden, damit die scheuen Tiere sich in ihre Nähe wagen. Und vor allem dürfen sie sich keine Fehler erlauben. Meist reicht bereits eine kleine, unachtsame Bewegung, die Wolf, Luchs oder Bär verjagt.

Kurz gesagt – einfach mal eben ein Foto von einem wilden Wolf für das Urlaubsalbum machen ist unmöglich.

Doch in Zeiten des radikalen Tourismus und der Ausbeutung der Wildnis, wird genau damit geworben. Fototouren in die Gebiete der großen Beutegreifer werden in praktischen Komplettpaketen angeboten. Doch kaum jemand bezahlt hohe Reisekosten, ohne das begehrte Foto von Bär oder Wolf wirklich schießen zu können. Genau das wissen auch die Reiseveranstalter und daher werden die Tiere durch Futter angelockt. In der Wildnis gilt es zu überleben. Für die Prädatoren ist es einfach und effektiv, das Nahrungsangebot anzunehmen, dass von den Reise-Veranstaltern ausgelegt wird. Je mehr angeboten wird, desto mehr gewöhnen sich Wolf, Bär und Co daran, ebenso wie an die Zweibeiner selbst. Konsequenz: Die natürliche Scheu der Tiere vor dem Menschen nimmt ab, sie laufen vor die Kamera und Touristen sowie Veranstalter sind zufrieden. Doch was zunächst wie ein Gewinn für alle Beteiligten scheint, kann zu einer Katastrophe führen.

Juni 2018, Polen: zwei Kinder werden von einem freilaufenden Raubtier in die Beine gebissen. Das Tier wird erschossen. DNA-Proben bestätigen: es war ein Wolf. Solch ein Fall ist statistisch gesehen seltener als ein Blitzschlag oder Lottogewinn, dennoch schürt es die prekäre Debatte um den Schutzstatus des Wolfs. Ist er wirklich gefährlich? Wer ist schuld an diesem Zwischenfall? Das besagte Tier wurde bereits Wochen zuvor in Hinterhöfen auf der Suche nach Futter beobachtet, auf Abfall konditioniert.

Auch einige deutsche Unternehmen wie etwa „Naturblick“ bieten Fotoreisen an, werben sogar mit der Anzahl der bereits unternommenen Reisen. Kurios? Fragwürdig? Produktion von Problemtieren? Ein klares JA, aber auch legal. Leider.

Der schnelle Schnappschuss für einen Hobbyfotografen dauert nur wenige Augenblicke, das Foto wird vielleicht ein paar Mal gezeigt. Aber für das Tier bedeutet der menschliche Fotospaß nicht selten der Tod. Auch der bekannte „Problembär“ BRUNO war seiner Zeit Opfer solch touristischer Lockung. Ebenso seine Mutter JURKA, die heute im ALTERNATIVEN WOLF- und BÄRENPARK SCHWARZWALD lebt.

Am heutigen Welttierschutztag möchten wir, die STIFTUNG für BÄREN, daher dringend darauf aufmerksam machen, von solchen Reisen Abstand zunehmen. Die Welt der Wildtiere ist kein Spaß, es ist kein Freizeitpark. Sie sollte von Touristen respektiert und geachtet, idealerweise gemieden werden. Wir schließen unsere Häuser ab, zäunen Grundstücke ein und warum? Weil wir nicht wollen, dass uns jemand zuhause belästigt. Und genau das ist das mindeste, was wir auch den Wildtieren lassen sollten.

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Ausflugtipp: Euro Teddy in Essen!

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Euro-Teddy vom 6-7 Oktober

Am 6. und 7. Oktober 2018, jeweils von 10 – 17 Uhr, öffnen sich in Essen die Tore zur Euro Teddy, dem großen Herbsttreffen der Bärenfans. Der Stand des ALTERNATIVEN BÄRENPARK WORBIS ist wieder an altbekannter Stelle im Untergeschoss (Eingang 1) zu finden und unsere Ehrenamtler, Hermann Jakobs und Eva Steinbeck-Jakobs, haben allerlei zum Schauen, Stöbern und Kaufen im Gepäck:

Schirme mit Bären-, Rucksäcke mit Wolfs-Motiv, Becher, Kugelschreiber, Honig, Halsbänder mit Anhänger, Leinentaschen, Bärenfurz-Likör etc. und mit Blick auf das Jahr 2019 druckfrische Kalender sowie die beliebten Sammlerbuttons und Kühlschrankmagnete. Außerdem werden die beiden Hobbyfotografen zum Andenken an die wunderbare EMMA einige ihrer schönsten EMMA-Fotos zum Verkauf zugunsten des Bärenparks Worbis anbieten.

Wie in den Vorjahren ist der Messeauftritt für den Alternativen Bärenpark Worbis völlig kostenfrei, da alle Ausgaben von Tierfreunden bezahlt und sämtliche Einnahmen zu 100 % dem Thüringer Tierschutzprojekt der STIFTUNG für BÄREN zugutekommt!

Wo? Messe Essen, Norbertstr. 2, 45131 Essen

Weitere Informationen finden Sie unter euro-teddy.de

Unsere Ehrenamtler würden sich über zahlreiches Erscheinen von Altbekannten wie auch Neuinteressierten des Parks riesig freuen.

Wir sehen uns auf der Euro Teddy 2018!

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Patenreport: MILAN

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MILAN auf dem Weg, den Wolf in sich zu entdecken

2005 wurde er in einem Freizeitpark geboren. Zwölf Jahre lang, praktisch sein ganzes Leben, verbrachte er in unzumutbaren Verhältnissen, karger Boden, keine Rückzugsmöglichkeiten, ständig im Blickfeld der Touristen und neben einer Achterbahn. Die letzten anderthalb Jahre musste MILAN auch noch alleine sein Dasein fristen, weil er aus dem vorhanden Rudel heraus gebissen wurde. Ein Rudel aus mehreren Generationen vegetierte auf diese Weise vor sich hin. Bis zum Frühjahr 2017, als wir von dem TV Format hundkatzemaus um Hilfe gebeten wurden und dem auch unverzüglich nachgingen. So konnten die insgesamt sieben Wölfe aus dem Freizeitpark gerettet und in unsere naturnahen Freianlagen verbracht werden. Die sechs jüngeren Wölfe kamen in unser Projekt im Schwarzwald, MILAN hier her nach Worbis.

Wir gaben ihn den Namen MILAN, weil es übersetzt aus dem Altslawischen so viel bedeutet wie, der „Freundliche“. Und wenn es einen Vierbeiner gibt, der seinem Namen gerecht wird, dann dieser. Gemeinsam mit den alten Zirkusbären JIMMY und KATJA sowie mit der Grauwölfin MINA lebt er in der Seniorenresidenz. Dankbar über seine wohlverdiente Ruhe ist er den anderen Vierbeinern gegenüber neutral eingestellt, am liebsten umgeht er Konflikten, wenn denn möglich. Der träge JIMMY und die gelassene KATJA pflichten ihm da in der Regel bei, einzig Altwölfin MINA zeigt, dass auch ein betagter Vierbeiner durchaus sportlich unterwegs sein kann. Anfänglich noch zurückgezogen und ängstlich, ist es ihr zu verdanken, dass der gute MILAN mittlerweile anfängt und seinen Wolf steht. Dass er am Eingang seiner Höhle bereits von MINA gestellt wird nimmt er nun nicht mehr einfach hin. Nein, er entwickelt sich, entdeckt Schritt für Schritt das Wildtier in sich und bietet ihr durchaus Paroli. Er ist der Beweis, dass Freundlichkeit nicht als Schwäche gewertet werden darf. Schön, dass MILAN allmählich das sein kann, was er schon immer sein sollte: ein Wolf.

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ab jetzt: 2. Staffel

Zurück im Revier: Zwischen Schutz, Angst und Verantwortung 

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Ab jetzt im Online-Shop und überall wo es gute Podcasts gibt: 2. Staffel WissBärGier! Dein Podcast zu den Großbären der Welt. Jetzt reinhören mit Aha-Effekt

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