Bärenpark Worbis, Duderstädter Allee 49, 37339 Leinefelde-Worbis

Patenreport: DAGGI

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Liebt es im Wald nach Bucheckern zu stöbern: DAGGI

Dem verstörenden Rampenlicht der Manege konnte sie zwar entgehen, das Leben im Zirkuswagen blieb ihr leider nicht erspart. 2007 in einem Zoo geboren, wurde sie noch im Welpenalter ihrer Mutter entrissen und an eine Dompteurin gegeben. Doch DAGGI ließ sich nicht dressieren, verweigerte die qualvollen „Kunststücke.“ Daraufhin wartete ein Leben im Käfig auf sie. Nach Umwegen über Sardinien und den Niederlanden kam sie schließlich in den Bärenwald zu uns nach Thüringen.

Hier ist sie die jüngste Bärendame und legt keinen Wert auf großes Aufsehen. Nachdem sie anfänglich mit der Betriebsältesten LAURA hin und wieder in Disput geraten war, hat sich das Verhältnis auf neutraler Ebene harmonisiert. Mit Neuankömmling PARDO [Anfang 2018] wird sie hingegen hin und wieder spielend beobachtet. Einzig MAX kann sie nicht wirklich riechen. Alles in allen fühlt sich die einstige Zirkusbärin sehr wohl im ALTERNATIVEN BÄRENPARK WORBIS, bereitet sich derweilen auf die Winterruhe vor. Dahingehend gehört es schon seit ihrem ersten Herbst in Thüringen zu ihrer Lieblingstätigkeit, sich auf die Suche nach Bucheckern zu machen. Mit größer Hingabe stöbert DAGGI dieser Tage die Nüsse auf und frisst sie. Und davon gibt es reichlich bei uns im Bärenwald.

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Patenreport: KAJA

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Nach fast 30 Jahren Misshandlung endlich Bär sein: KAJA

Beide Tatzen auf dem Lenker gebunden, ein Maulkorb fixiert den Kopf dazwischen, ein Bein unten am Roller festgezurrt, das andere ist nur frei, um Schwung zu holen, daneben Peitschenhiebe und ein Publikum, dass klatscht und jubelt – eine schreckliche Vorstellung, doch fast 30 Jahre lang der Alltag von KAJA. Und dies war nur eines der „Kunststückchen“ mir denen sie für die Manege misshandelt wurde, wenn sie nicht in einem 4x4 Meter kleinen Käfig auf einem Zirkuswagen vegetieren musste. An natürliche, gesunde Ernährung oder Winterruhe gar nicht zu denken. Als Welpe in einem italienischen Zoo geboren, wurde sie mit ihren beiden Geschwistern illegal an einen Zirkus verkauft. Dies fiel all die Jahre nicht auf, bis die Vierbeiner eines nachts ausbrachen und durch einen Polizeieinsatz gestellt wurden. Eine der Bärinnen kam dabei zu Tode, die anderen zwei wurden von der STIFTUNG für BÄREN übernommen. Erst im hohen Alter, praktisch als Bären-Oma, durfte KAJA in unseren großen Freianlagen nun endlich das machen, was ihr am besten gefällt: Bär sein.

Sie ist der lebende Beweis dafür, dass ehemalige Zirkustiere weder die Manege, noch ihre Peiniger und schon gar nicht ihre Auftritte vermissen. Im Gegenteil, KAJA genießt es voll und ganz eine Bärin zu sein. Leider ist sie sehr auf Menschen geprägt. Schenken ihr Zweibeiner ein gewisses Maß an Aufmerksamkeit, beginnt sie zu stereotypieren, läuft die 4x4 Meter ihres alten Zirkuswagen auf und ab. Gerade daher tut ihr das Zusammenleben mit andern Bären oder auch Wölfen, gar Luchsen gut – es lockert die Ketten ihrer Vergangenheit. JURKA, zum Beispiel, lief eines Tages an ihr vorbei, als sie schnaubend ihre stereotypen Kreise zog, beobachtete die Szene einen Moment lang. Dann näherte sie sich KAJA und stellte sich ihr energisch in den Weg. Interaktionen diese Art sind genau das, was KAJA aus ihrem Wahn zieht. Allerdings wird sie es wohl nie ganz loswerden können. Doch in den letzten Wochen sind ihre Anfälle deutlich zurückgegangen. Momentan bereitet sie sich intensiv auf die Winterruhe vor. Mit großem Tatendrang frisst sie sich den nötigen Winterspeck an und macht dabei eine tolle Figur. Wort wörtlich zu nehmen, denn ihre Statur sieht wirklich gut aus.

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JURKA Kolumne 05.10.2018

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JURKA-Kolumne

Ein Wort auf allen Vieren.

Ciao und Grüß Gott, liebe Leute! Na, habt ihr schon Pläne für den Feiertag? So eine freie „Insel“ in der Mitte der Arbeitswoche ist doch was Feines, oder? Ist doch eine gute Gelegenheit, ein wenig auf Beobachtungstour in den Bärenpark zu kommen. Ihr werdet erstaunt sein, wie erwachsen sich ARIAN, AGONIS und ARTHOS mittlerweile fühlen. Allen voran Letzterer kann es wohl kaum erwarten, endlich ein ganz großer zu sein. In letzter Zeit schaut er mich, eure feurige JURKA, hin und wieder mit so einem seltsamen Unterton im Blick an.

Jedenfalls, die Tage werden kürzer und die Zeit knapper bis zum Winter, was für uns Bären so viel heißt wie, mit Vollgas gegen den Kohldampf!

Übrigens, beim Thema Fressen möchte ich in Hinblick auf den kommenden Welttierschutztag am Donnerstag, den 4. Oktober, ein paar Worte loswerden. Wisst ihr eigentlich, dass der Grund, weshalb ich eingefangen wurde darin liegt, dass man mich damals angefüttert hat? Ja, so wurde ich zum so genannten Problembär. Leider ist es ein Schicksal, welches noch vielen Bären in der Wildnis droht, denn die Sensationslust nach uns Wildtieren ist immer noch eine Gefahr. Denn wir werden angelockt, um angeschaut zu werden. Und wenn wir dann da sind, werden wir zum Problem. Also, auch wenn ihr im Urlaub seid, lasst die Rote im Rucksack und uns Vierbeiner in Ruhe, dann gibt’s auch keinen Stress.

In diesem Sinne, passt auf euch auf und haltet die Ohren steif!

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