Bär MYKHAILO erfolgreich aus der Ukraine gerettet!

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LAURA Kolumne 28.08.2022

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Bärin LAURA

Ihr lieben Zaungucker,

vor ein paar Tagen war es endlich soweit: die kleinen Ukrainer wurden aus der Krankenstation zurück in die Anlage gelassen. Aber was heißt da kleine Ukrainer! Die sind vielleicht gewachsen! Besonders POPEYE ist so ein richtiger Wonneproppen geworden. Als er auf der Waage stand, hat die über 180 kg angezeigt. Das sind natürlich alles nur Muskeln und starke Knochen. Schwabbelt aber ganz schön beim Umherrennen. Den Baum, von dem ASUKA geplumpst ist, hat das Bärsonal vorher noch mit einer Manschette gesichert, damit sie nicht gleich wieder hinaufkrabbelt. ASUKA hat den Baum jedoch keines Blickes gewürdigt. Die Arme humpelt aber auch noch ganz schön. POPEYE hingegen fand die Konstruktion gleich furchtbar interessant. Der Junge ist technisch sehr interessiert. Das habe ich schon daran gemerkt, dass er versucht hat, in der Station die Sicherungen der Schieber auseinander zu nehmen. Dummerweise war die Baummanschette für ihn außer Reichweite, denn für das Klettern auf Bäume hat POPEYE kein Talent. Aber ein kluger Bärenkopf findet eine Lösung. Mit den Tatzen am Baum hat POPEYE seinen pummeligen Popo einfach an ein kleines Bäumchen geschoben, dass praktischerweise im richtigen Abstand neben dem Baum stand. Eingeklemmt zwischen Bäumchen und Baum hat er es geschafft, sich bis an die Manschette heran zu schieben. Die Manschette konnte er jedoch nicht abreißen, die ist zu glatt für Bärenkrallen. Die Enttäuschung darüber hat er schnell überwunden. Ganz ausgelassen haben er und ASUKA im Teich gespielt und geplantscht. Zum Glück haben sie eine ausgedehnte Mittagspause eingelegt, denn ASUKA soll ihr Bein ja nicht gleich wieder überlasten. Hauptsache, sie denkt weiterhin daran, ihr Bein zu schonen, damit es richtig ausheilen kann.

Bis bald,
Eure Laura

 

 

LAURA Kolumne 22.08.2022

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Bärin LAURA

Ihr lieben Zaungucker,
huch, ich bin ja so aufgeregt! Am Hin und Her und eifrigen Geplapper des Bärsonals in den letzten Tagen, habe ich es deutlich gemerkt: es ist etwas im Busch! Unauffällig bin ich dem Bärsonal etwas näher gerückt, als sie sich unterhalten haben. Ich bin zwar von Natur aus nicht neugierig, muss aber schließlich informiert sein. Stellt Euch vor, was ich erfahren habe: ein Fest wird vorbereitet!vEin Fest, bei dem es um uns Tiere geht. Das Bärsonal nennt es „Tierschutzfestival“. Viele Stände soll es geben, Musik und natürlich leckeres Essen. Solch ein Fest hatten wir schon lange nicht mehr hier. Und falls ihr euch Sorgen macht, dass die Musik uns Bären stören könnte: keine Angst. Wenn sie uns nicht passt, können wir uns tief ins Gebüsch und hinter die Hügel verdrücken. Da hört man fast nichts mehr. Aber wisst ihr, was das Beste an solchen Festen ist? Dass auch an uns Bären immer gedacht wird. Bestimmt bekommen wir besonders leckeres Futter an diesen Tagen. In zwei Wochen ist es soweit. Ich freu mich schon drauf. Vielleicht kommt ihr auch?
Bis bald,
Eure Laura 

 

 

LAURA Kolumne 14.08.2022

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Bärin LAURA

Ihr lieben Zaungucker,
wisst ihr, manchmal macht es mir richtig Spaß, zurück zu gucken. Zaungucker durch den Zaun angucken, meine ich. Selbst zum Zaungucker werden. Was man da alles zu sehen bekommt! Gerade jetzt in dieser Zeit- ihr Menschen nennt sie wohl Ferien- gibt es viele und immer neue Menschen anzugucken. Wie unterschiedlich die sind. Da gibt es kleine und große, dünne und wohlgeformte, alte und junge. Menschen mit dunkler Haut, mit heller Haut oder mit ganz viel Sommersprossen. Ich glaube fast, Menschen sind genauso unterschiedlich wie Bären. Na ja, beinah jedenfalls. Unter all den neuen Gesichtern tauchen immer wieder bekannte auf. Es sind Gesichter, die ich schon lange kenne, manche schon so lange wie ich hier im Bärenpark bin. Und das ist eine lange Zeit! Über all die Jahre kommen sie immer wieder, um zu gucken, wie es uns Bären geht. Viele kommen dafür von weit her, aus Berlin, Stuttgart oder aus der Schweiz zum Beispiel. Manche besuchen „ihren“ Bären, den sie vielleicht schon lange kennen. Andere schauen nach allen. Vom Bärsonal weiß ich, dass diese Leute mit dafür sorgen, dass es uns gut geht. Sie geben von ihrem Geld ab, damit für uns gutes Futter gekauft werden kann. Ist das nicht toll? Ehrlich gesagt, glaube ich nicht, dass Bären das tun würden. Wir Bären sind zwar großartig, aber mit dem Abgeben und Teilen haben wir es nicht so. Nur gut, dass viele Menschen da anders sind. Nur so können wir uns mit all den leckeren Sachen unsere Winterbäuchlein anfressen. Vielen Dank dafür!
Bis bald,
Eure Laura

 

 

 

 

 

LAURA Kolumne 07.08.2022

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Bärin LAURA

Ihr lieben Zaungucker,
der Sommer schreitet voran und so langsam, ganz langsam, beginnt mein Bäuchlein sich zu runden. Vor kurzem habe ich mich vom Bärsonal wiegen lassen: 197 kg! Das kann sich doch schon sehen lassen. Ich weiß, ihr Menschen redet nicht so gern über euer Körpergewicht. Vor allem die weiblichen unter euch möchten es nicht jedem verraten. Mir macht das aber nichts aus, ihr könnt es ruhig wissen, denn ich bin stolz auf jedes Gramm. Auch die anderen Bären werden immer rundlicher. Nur zwei wollen dabei nicht mitmachen: MAX und CONNY. Bei MAX ist das ja nichts Neues. Er ist nun mal ein Spargeltarzan. Obwohl er genauso viel futtert wie alle anderen und vom Bärsonal immer noch etwas extra zugesteckt bekommt, bleibt er schlank. Bärentypisch ist sein Stoffwechsel wirklich nicht. Dafür scheint ihm seine kranke Haut in diesem Sommer trotz der großen Hitze nur wenig Probleme zu bereiten. Er muss sich zwar recht häufig kratzen, aber entzündet ist bisher nichts. CONNY hingegen scheint es wirklich nicht gut zu gehen. Die alte Dame war ja noch nie ein guter Kandidat für den „Fattest bear contest“, aber jetzt ist sie sehr dünn. Ich sehe die Sorgenfalten auf den Gesichtern des Bärsonals, wenn sie über CONNY reden. Die war schon immer eine sehr mäklige Esserin. Doch im Moment muss sich das Bärsonal ganz schön anstrengen, um ihren Appetit anzuregen und ein paar Gramm auf ihre Rippen zu bekommen. Sie bekommt Extraportionen Fisch und Fleisch und die süßesten Trauben und Pflaumen. Sogar gekocht wurde schon für sie. Auch ihr Kreislauf macht ihr bei der Hitze sehr zu schaffen, trotz der Medikamente, die sie bekommt. Es ist eben nicht so leicht, wenn man alt wird, egal ob Bär oder Mensch. So, nun muss ich mich aber erstmal um meine eigene Gesundheit kümmern. Mir knurrt schon wieder der Magen.
Bis bald,
Eure Laura

 

 

 

 

 

LAURA Kolumne 31.07.2022

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Bärin LAURA

Ihr lieben Zaungucker,
obwohl ich schon so lange hier im Bärenpark lebe, geschehen immer wieder Dinge, die ich nicht erwartet hätte. So hätte ich niemals gedacht, dass ein Zusammenleben von KATJA mit den beiden Wolfshybriden RAIK und RONJA gut gehen könnte. Die beiden haben vorher mit DAGGI, DORO und PARDO zusammengelebt. Vor allem die alte DORO wurde aber so sehr von ihnen geärgert, dass das Bärsonal entschieden hat, die beiden Halbwölfe zu KATJA umziehen zu lassen. Genau wie ich waren sie dabei sehr im Zweifel, ob das die richtige Entscheidung war, das habe ich aus ihren Gesprächen entnehmen können. Bei so vielen unterschiedlichen und manchmal ziemlich verschrobenen tierischen Charakteren ist es für das Bärsonal aber auch bestimmt nicht leicht, immer die richtigen Entscheidungen zu treffen. Wie einige von euch vielleicht wissen, kann ich der KATJA nicht auf den Pelz gucken. Schon aus der Entfernung macht mich ihr Anblick rasend vor Wut. Trotzdem muss ich zugeben, dass KATJA alles andere als dumm ist. Und sie ist wahrscheinlich die schnellste Bärin hier im Park, schneller auch als ich. Trotz ihrer kurzen Beine und des immer wohlgerundeten Bäuchleins ist sie in einer Sekunde von 0 auf 60. RAIK und RONJA müssen das von Anfang an gespürt haben. Jedenfalls haben sie sich beim Ärgern von KATJA sehr zurück gehalten. Auch jetzt, nach einiger Zeit des Zusammenlebens, ärgern sie Katja nur ab und zu. Es ist aber auch schwer, jemanden zu ärgern, dem die Anwesenheit der Wolfshybriden so sehr am dicken Bärenpopo vorbei geht wie KATJA. So viel Gelassenheit hätte ich ihr gar nicht zugetraut. Alle Achtung! Leiden kann ich sie aber trotzdem nicht.
Bis bald,
Eure Laura

 

 

 

 

 

LAURA Kolumne 25.07.2022

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Bärin LAURA

Ihr lieben Zaungucker,
puh, war das eine Affenhitze! Aber wieso eigentlich Affenhitze? Es ist doch eigentlich gemein, den armen Affen sprachlich die Schuld an den hohen Temperaturen zu geben. Die können bestimmt nichts dafür. Nach allem, was ich so aus den Gesprächen von euch Zaunguckern und dem Bärsonal heraushören kann, tragt doch eher ihr Menschen die Verantwortung für Hitze und Trockenheit. Na, wie auch immer. Mir jedenfalls war es viel zu heiß. Zum Glück hat das Bärsonal dafür gesorgt, dass wir Bären hier unsere eigenen Teiche und Pools haben. Darin kann man den ganzen Tag plantschen oder einfach nur so vor sich hin dümpeln. Eine herrliche Abkühlung! Für besonders Vorwitzige gab es vom Bärsonal sogar eine Dusche mit dem Wasserschlauch. Nicht nur ASUKA und POPEYE haben das genossen, auch PEDRO hat sich Bauch, Beine, Po vom Wasserstrahl massieren lassen. Die meisten von uns Bären mögen es, kalt abgeduscht zu werden. Nur manche, wie zum Beispiel die alte Dame CONNY, sind echte Warmduscher und verziehen sich grummelnd, sobald das Wasser angestellt wird. Dabei würde ihr das bestimmt gut tun. Die Hitze setzt ihr nämlich ganz schön zu. Zusätzlich zum nassen Vergnügen wurde uns Bären noch leckeres Honigeis mit Früchten und Nüssen serviert. Das wurde extra für uns vom Bärsonal zubereitet. Sehr lecker war es und wir haben alle lange daran geschleckt. Nur PEDRO nicht. Der hat einmal kräftig darauf getreten und dann alles in Null-Komma-Nix mit seinen mächtigen Kiefern zermalmt. Tja, feinsinniger Genuss ist nun mal nicht so Seins.
Bis bald,
Eure Laura

 

 

 

 

 

LAURA Kolumne 17.07.2022

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Bärin LAURA

Ihr lieben Zaungucker,

eins muss ich mal sagen: PEDROs Benehmen mir gegenüber ist ganz schön unverschämt! Kaum habe ich ihm mit ein paar freundlichen Backpfeifen klargemacht, dass ich auf Kuscheln und Co. keine Lust mehr habe, schon lässt er alle Höflichkeit und Benimmregeln beiseite. Gestern zum Beispiel hatte ich gerade mit dem Bau einer neuen Höhle begonnen. Den ersten Meter hatte ich schon ausgeschachtet und probierte noch, in welche Richtung ich am besten weiter graben könnte. Plötzlich spürte ich PEDROs Atem direkt in meinem Plüschohr. Im nächsten Moment rammte er mir seinen dicken Kopf in die Schulter und schob mich einfach beiseite. Unverschämt! Aber versucht mal, dagegen anzukommen. Da hat man keine Chance. Ohne jede Scham steckte er seine Nase in mein Bauprojekt und buddelte fröhlich drauf los. Hah! Man ahnt doch schon, dass da nichts draus wird. Anderen gegenüber kann PEDRO dagegen ausgesprochen freundlich sein. Zu den kleinen Ukrainern zum Beispiel, die er ständig an der Krankenstation besucht. Die Armen sind immer noch Stubenhocker weil ASUKAs Bein zwar heilt, aber das sehr langsam. Das Bärsonal hat wohl die Befürchtung, dass ASUKA ihr Bein nicht schonen wird, wenn man sie zu früh wieder in die Anlage lässt. Womöglich klettert sie dann gleich wieder auf einen Baum. Bärenkinder können ja so unvernünftig sein. Ein bisschen Anleitung und gute Ratschläge könnte ASUKA sicher brauchen. Aber bei uns Bären unterrichten nur die Mütter ihre Kinder und ASUKAs Mutter ist nicht hier. Bei euch Menschen ist das anders. In den letzten Tagen sehe ich immer wieder kleine Zaungucker aufgeregt durch den Park flitzen. Das Bärsonal nennt das „Ferienprogramm“. Da können kleine Menschen wohl viel lernen über Wölfe, Bienen und natürlich über uns Bären. Spaß scheint es auch zu machen. Zu gerne würde ich selbst mitmachen - beim Bienenproramm. Ich würde auch bestimmt nicht naschen! Bärenwort!

Bis bald,
Eure Laura

 

 

 

 

 

LAURA Kolumne 10.07.2022

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Bärin LAURA

Ihr lieben Zaungucker,

habt ihr auch so großen Hunger wie ich ? Aber nein, ihr seid ja keine Bären! Mir knurrt den ganzen Tag der Magen. Dabei ist es ja nicht so, dass ich nichts zu futtern bekäme. Das Bärsonal schleppt Eimer um Eimer heran, gefüllt mit leckerem Obst, Fisch und Fleisch, um uns Bären satt zu bekommen. Fast schon tut es mir leid, dass sie sich so abrackern müssen. Aber kaum hab ich mich mit dem wohligen Gefühl eines gefüllten Bäuchleins gemütlich unter meinem Lieblingsbaum zusammengekuschelt, da ertönt es schon wieder aus meiner Körpermitte: Magenknurren! Mit diesem Problem bin ich aber keineswegs allein. Nur ein paar Meter weiter knurrt PEDROs Magen vor sich hin. Auch DAGGIs und PARDOs Bäuche sind nicht zu überhören, kann ich euch sagen. Daran ändern können wir nichts, denn die Natur hat das für uns Bären so vorgesehen. Kaum hat sich der Frühsommer verabschiedet, werden wir von wahren Fressanfällen geplagt und es gibt nur noch ein Motto: Futtern bis die Schwarte kracht! Auch meine Artgenossen in der Natur beginnen mit dem großen Fressen. Die haben es natürlich viel schwerer genug Futter zu finden, denn sie haben ja keinen Lieferservice. Trotzdem können auch sie bei gutem Nahrungsangebot 3 kg täglich zunehmen. Das ist auch notwendig, denn bis zum Beginn des Winters müssen wir Bären viel Fett eingelagert haben, um die Winterruhe zu überstehen. Da darf der Pelz schon mal etwas spannen. Bevor ihr Zaungucker jetzt denkt: toll, da mach ich mit! Denkt dran: wir Bären verlieren unser Gewicht im Schlaf.

Bis bald,
Eure Laura

 

 

 

 

LAURA Kolumne 03.07.2022

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Bärin LAURA

Ihr lieben Zaungucker,

ihr habt es ja sicherlich schon mitbekommen: die arme ASUKA hat sich ihr Bein verletzt, als sie vom Baum geplumpst ist. Seit ein paar Wochen hat sie nun Schonung in der Eingewöhnungsstation, damit ihr Bein wieder ausheilt. Dabei hat sie Gesellschaft, denn anders als vom Bärsonal geplant, ist ihr „Bruder“ POPEYE bei ihr geblieben. Eigentlich sollte er ja tagsüber ohne seine "Schwester" durch die Anlage toben. Aber von wegen! Kaum waren die Schieber ins Schloss gefallen und er von seiner "Schwester" getrennt, fing er mit ganzer Kraft an, am Schieber zu randalieren. Und der Kleine hat schon Kraft! Schnell hat das Bärsonal eingesehen, dass eine Trennung der beiden nicht möglich war. Anders als viele Menschen denken, haben nämlich auch wir Bären Familienbande und Freundschaften. Auch mir hat mein Bruder GOLIATH immer beigestanden, wenn es brenzlig wurde. Nicht dass das allzu häufig notwendig gewesen wäre. Schließlich weiß ich mich ganz gut allein zu wehren. In der Not aber hat ein einziger Brummer von ihm gereicht, um alle in die Schranken zu weisen. Mein Bruder war ein prächtiger Kerl! Ob aus POPEYE auch mal so ein Prachtkerl wird? In der Station werden die beiden nun mit allem verwöhnt, was dem Bärsonal so einfällt: Fisch, frisch gepflückte Kirschen, Eisbomben, Spielzeug und, und, und…. Krankenbesuch bekommen sie auch. Nicht nur von PEDRO, den ASUKA offenbar so gern mag, dass sie ihm durch die Gitter Küsschen auf die Nase drückt. In den letzten Tagen konnten DAGGI, PARDO und DORO bei ihnen vorbeischauen. Davon waren die beiden Ukrainer allerdings alles andere als begeistert. DAGGI hat in ihrer typischen Art ständig provoziert und vor die Gitter geschlagen. Auf ASUKA und POPEYE machte sie damit aber eher mäßig Eindruck. Zum wahren Schreckgespenst entwickelte sich hingegen DORO. Sobald die ganz ruhig vor der Station saß, machten sich ASUKA und POPEYE vor Angst fast in den Pelz, versteckten sich in ihrer Schlafbox und lugten nur ganz vorsichtig um die Ecke. Irgendetwas muss DORO an sich haben, dass Angst und Schrecken verbreiten kann. MAX flüchtet auch immer, wenn er sie nur aus der Ferne erspäht. Na, bei mir wirkt ihre Aura nicht. Für mich ist sie nur eine schlecht gelaunte alte Schachtel.

Bis bald,
Eure Laura

 

 

 

LAURA Kolumne 26.06.2022 | Bärengedenktag

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Bärin LAURA

Ihr lieben Zaungucker,

habt ihr gewusst, dass heute Bärengedenktag ist? Nur durch Zufall habe ich das mitbekommen. Das Bärsonal hat sich darüber unterhalten und ich habe gleich meine Plüschohren auf Empfang gestellt. Ich bin ja von Natur aus nicht neugierig, muss aber schließlich informiert sein. Zur Erinnerung an den Braunbären Bruno hat man diesen Tag so genannt. Der ist vor 16 Jahren nach Deutschland gekommen und wurde hier erschossen. Ein Problembär soll er gewesen sein. Problembär- ein komisches Wort. Offenbar ist er den Menschen zu nahe gekommen, hat sich ihren Häusern genähert und ihnen ihr Essen gemopst. Ich hab ja den Bruno nicht persönlich gekannt, aber ob der wirklich so ein Schlimmer war? Immer wieder höre ich, wie sich Zaungucker darüber beschweren, dass wilde Tiere ihnen angeblich zu nahe kommen. Natürlich nicht unbedingt Bären. Aber zum Beispiel Marder, die nachts auf dem Dachboden herumtollen, Waschbären, die Mülltonnen umwerfen und Wildschweine, die den gepflegten Rasen in einen Acker verwandeln. Auch Jungwölfe, die als vertrottelte Teenager, die sie nun mal sind, tagsüber durch ein Dorf laufen, werden gleich als Problemtier gebrandmarkt. Wilde Tiere sollen gefälligst draußen in der Natur bleiben und den Menschen nicht auf die Nerven gehen. Die „gefährlichen“ wie Wolf, Luchs oder Bär gehören sowieso nur in die Nationalparks weit weg vom Menschen. So höre ich viele Zaungucker reden.
Habt ihr euch schon mal überlegt, wie das gehen soll? Nationalparks in Deutschland nehmen nur 0,6% der Landfläche ein. Zählt man alle noch so kleinen Naturschutzgebiete hinzu, so sind es gerade einmal 4%. Sind wir Tiere denn wenigstens in diesen Gebieten unter uns? Von wegen! 5 Millionen Menschen besuchen jedes Jahr etwa den Nationalpark Harz. Ob da auch Problemmenschen dabei sind ? Für die Tiere bestimmt, denn nicht alle halten sich an die Benimmregeln. Trotzdem pieksen die Rehböcke ihnen nicht gleich ihr Geweih in den Allerwertesten und die Wildscheine rotten sich nicht gegen sie zusammen. Wir Tiere haben gelernt mit Menschen geduldig zu sein. Vielleicht könnt ihr Menschen euch auch ein bisschen mehr anstrengen, uns Tiere so zu nehmen wie wir sind und uns Raum zum Leben lassen? Denn ohne uns Tiere - was seid ihr dann noch?

Bis bald,
Eure Laura

 

 

 

Termine

  • 08.06.2024…
    Führung durch den Bärenpark | Langer Tag der Natur
  • 23.06.2024…
    kostenlose Führung für Familien | Ferienwoche 1
  • 25.06.2024…
    Ferienprogramm | Kleines Wolfs 1x1

 Unsere Zertifizierung Bildung für nachhaltige Entwicklung

Naturparkpartner Eichsfeld Hainich Werratal

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