Tierschutz-Problematik wird EU Kommission vorgebracht

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Solving the European Wildlife Rescue Crisis

Ein historisch wichtiger Schritt: Solving the European Wildlife Rescue Crisis – Unter diesem Motto wird zum ersten Mal der EU-Kommission die kritische Situation der Wildtierrettung in Europa vorgebracht. Initiator dahinter war ein internationales Tierschutz-Netzwerk, zu dem auch wir gehören.

Es ist das erste große Meeting der European Alliance of Rescue Centres and Sanctuaries [EARS] an dem wir teilnehmen. Seit diesem Jahr sind wir Mitglied des Netzwerks und die Veranstaltung am 13. und 14. November trägt eine historisch wichtige Bedeutung: an Tag 1 wird zum ersten Mal der EU-Kommission nahebracht, welche großen Probleme europaweit im Wildtier-Schutz existieren. Dazu wurden Daten gesammelt, die deutlich machen, wie groß der Bedarf an Auffangstationen in der EU ist. Zahlreiche Wildtiere konnten zwar gerettet werden, doch es mangelt stark an Möglichkeiten für ihre Unterbringung.

Um der Mittel und Wege anzubieten, wie die EU den Tierschutz-Organisationen und Einrichtungen bei der Problematik helfen kann, legte EARS der Kommission ein entsprechendes White Paper vor. Auch wenn die Situation von den einzelnen Ländern der EU umgesetzt werden muss, ist ein einheitlicher, länderübergreifender Fahrplan notwendig. Am zweiten Tag des Meetings, der in Almere auf dem Gelände der Animal Advocacy and Protection [AAP, ebenfalls Mitglied von EARS] stattfand, wurde daher intensiv an einem Action Plan gearbeitet.

Wir freuen uns über diesen wichtigen, ersten Schritt und sind stolz, ein Teil davon zu sein.

 

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Bär zurück in Deutschland – Bruno II?

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Bild: Bayrische Staatsforsten

22/23 Oktober 2019: Im Landkreis Garmisch-Partenkirchen wird ein Braunbär von einer Wildkamera fotografiert. Nach dem wir seit Jahren darauf hinweisen, dass es nur eine Frage der Zeit ist, bis ein oder mehrere Bären vom nahegelegenen italienischen Trentino ihren Weg in die Bundesrepublik finden, häuften sich in den letzten Monaten Meldungen über Bärenaktivitäten nahe der deutschen Grenze. Nach Fotoaufnahmen im Juni wurde es zunächst einige Wochen ruhig um den Braunbären. Das junge Tier ist scheu und bedacht, wird unter anderem als „vorbildlicher Bär“ bezeichnet, der sich schlichtweg natürlich verhält.

Wichtig ist es jetzt, dass auch die Menschen sich „normal“ und „vorbildlich“ verhalten. Grundlegend ist im Bärengebiet zu beachten:
- Unter keinen Umständen Futter anbieten! Weder durch aktives Füttern, noch durch Abfall, oder unachtsam gelagerte Nahrungsmittel! Ein Bär riecht noch viel besser als ein Hund, also streng auf Geruchsvermeidung achten!
- Sich durch Geräusche, z.B. der eigenen Stimme im Wald „ankündigen“
- Bei Sichtung des Bären: ruhig bleiben, Stimme einsetzen, langsam zurückziehen, auf gar keinen Fall rennen oder sich dem Wildtier nähern

Aktuell handelt es sich um einen wandernden Bären, ob er sich in Bayern ansiedeln wird ist in dieser frühen Phase nicht absehbar, allerdings darf eines nicht vergessen werden: der Bär ist ein Wildtier, er ist weder Italiener, noch Deutscher, noch wird er sich an Landesgrenzen halten, d.h. es ist durchaus möglich, dass sich sein Lebensraum über mehrere Staaten erstreckt. Es ist also von elementarer Wichtigkeit, international zu denken und ein entsprechendes Management zu verfolgen.

Fakt ist: die Anwesenheit eines Bären in den Wäldern bringt natürlich eine Herausforderung mit sich, ist aber allen voran ein Kompliment an die Natur, denn es zeugt von einem intakten Ökosystem, von dem Beutegreifer wie der Ursus arctos wichtige Bestandteile sind.

Wie gefährlich ist ein Bär wirklich? – Auch wenn der Kontakt mit einem Bären nicht zu unterschätzen ist und ganz und gar nicht leichtfertig gesehen werden darf, ist die Gefahr durch Zwischenfälle mit dem scheuen Tier äußerst minimal. Wichtig ist und bleibt dahingehend: menschliches Fehlverhalten zu verhindern!

Wir, die STIFTUNG für BÄREN, haben mit der Rückkehr der Bären nach Deutschland bereits gerechnet. Nun steht Deutschland vor einer großen Herausforderung: Es gilt frühzeitig Maßnahmen zu ergreifen um ein konfliktarmes Zusammenleben von Mensch und Tier zu ermöglichen!

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Welttierschutztag 2019

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Null Toleranz für Tierquälerei

4. Oktober 1228: Franz von Assisi wird heilig gesprochen. Er ist Begründer des Ordens der Franziskaner und Schutzpatron des Umweltschutzes und der Ökologie. In zahlreiche Sagen setzt er sich für den Tierschutz ein, da er alle Lebewesen auf einer Stufe sieht. Er begegnete zum Beispiel einst einen Wolf im Wald als einen Bruder, um den Bewohnern des angrenzenden Dorfes die Angst vor dem Vierbeiner zu nehmen. In seinen Augen sind alle Lebewesen gleich, verdienen Respekt und Schutz.

8. Mai 1931: auf dem internationalen Tierschutz-Kongress in Florenz wird der 4. Oktober als Welttierschutztag angenommen.

4. Oktober 2019: die Ausbeutung von Tieren und das damit einhergehende Leid ist allgegenwärtig und das mit bizarrem Ausmaß. Während der Lebensraum freilebender Tiere zunehmend zerstört wird, werden Tiere in Gefangenschaft massenhaft produziert. Und wie Produkte werden sie auch be- und gehandelt – zur Belustigung in Zirkussen, Zoos oder Fernsehshows, in privater Hand, als Konsumgut in der Massentierhaltung. Tierqual zieht sich durch sämtliche soziale Schichten und wird – auch per Gesetzt – im Namen menschlicher Kultur in Kauf genommen, gilt als „normal“.

Heute am Welttierschutztag möchten wir daher darauf aufmerksam machen, dass die Vermeidung von Tierleid in den Alltag einfließen muss. Denn letzten Endes ist es das schlichte Konsumverhalten, welches für den Großteil der Tierqual verantwortlich ist. Das sehen wir als STIFTUNG für BÄREN immer wieder an den Tieren, die in unserer Obhut leben. Angefangen vom kleinen Meerschweinchen, dass bei Ebay gekauft wurde, über ein Wolfsrudel im Freizeitpark bis hin zu Bären, die für Touristen in Gräben oder Käfigen leben müssen. Ihre unterschiedlichen Schicksale haben einen gemeinsamen Ursprung – die Befriedigung des Menschen.

Tierschutz fängt bei jedem einzelnen an und ein erster, wichtiger Schritt wäre es, Tierleid zunächst nicht mehr zu unterstützen, nicht mit zu finanzieren. Doch soll man dabei anfangen? Vorschlag: meiden Sie z.B. Einrichtungen, die Babytiere als Attraktion vermarkten. Der Nachwuchs ist niedlich, die kleinen Tiere Besuchermagneten. Doch was bringt es den Tieren? Von Geburt an ein Leben als Produkt, nicht als Tier. So wird die Panda-Nachzucht in Berlin beworben, während im Leipziger Zoo (mal wieder) ein Elefantenjunges gestorben ist.

Helfen Sie mit und zeigen Sie Null-Toleranz gegenüber der Ausbeutung von Tieren.

 

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