Welttierschutztag: Füttern.Foto.Fehlverhalten – Wie auch ein Schnappschuss Tiere töten kann

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Bären werden auch in freier Wildbahn oftmals für touristische Zwecke missbraucht

Gute Tarnung, detailliertes Wissen und unendliche Geduld sind notwendig, um Wildtiere in ihrer natürlichen Umgebung zu fotografieren. Selbst erfahrene Profifotografen brauchen oftmals Jahre und Glück, um faszinierende Augenblicke wilder Natur festhalten zu können. Dazu müssen sie selbst fast gänzlich in die Wildnis eintauchen, ein Teil von ihr werden, gar in ihr verschwinden, damit die scheuen Tiere sich in ihre Nähe wagen. Und vor allem dürfen sie sich keine Fehler erlauben. Meist reicht bereits eine kleine, unachtsame Bewegung, die Wolf, Luchs oder Bär verjagt.

Kurz gesagt – einfach mal eben ein Foto von einem wilden Wolf für das Urlaubsalbum machen ist unmöglich.

Doch in Zeiten des radikalen Tourismus und der Ausbeutung der Wildnis, wird genau damit geworben. Fototouren in die Gebiete der großen Beutegreifer werden in praktischen Komplettpaketen angeboten. Doch kaum jemand bezahlt hohe Reisekosten, ohne das begehrte Foto von Bär oder Wolf wirklich schießen zu können. Genau das wissen auch die Reiseveranstalter und daher werden die Tiere durch Futter angelockt. In der Wildnis gilt es zu überleben. Für die Prädatoren ist es einfach und effektiv, das Nahrungsangebot anzunehmen, dass von den Reise-Veranstaltern ausgelegt wird. Je mehr angeboten wird, desto mehr gewöhnen sich Wolf, Bär und Co daran, ebenso wie an die Zweibeiner selbst. Konsequenz: Die natürliche Scheu der Tiere vor dem Menschen nimmt ab, sie laufen vor die Kamera und Touristen sowie Veranstalter sind zufrieden. Doch was zunächst wie ein Gewinn für alle Beteiligten scheint, kann zu einer Katastrophe führen.

Juni 2018, Polen: zwei Kinder werden von einem freilaufenden Raubtier in die Beine gebissen. Das Tier wird erschossen. DNA-Proben bestätigen: es war ein Wolf. Solch ein Fall ist statistisch gesehen seltener als ein Blitzschlag oder Lottogewinn, dennoch schürt es die prekäre Debatte um den Schutzstatus des Wolfs. Ist er wirklich gefährlich? Wer ist schuld an diesem Zwischenfall? Das besagte Tier wurde bereits Wochen zuvor in Hinterhöfen auf der Suche nach Futter beobachtet, auf Abfall konditioniert.

Auch einige deutsche Unternehmen wie etwa „Naturblick“ bieten Fotoreisen an, werben sogar mit der Anzahl der bereits unternommenen Reisen. Kurios? Fragwürdig? Produktion von Problemtieren? Ein klares JA, aber auch legal. Leider.

Der schnelle Schnappschuss für einen Hobbyfotografen dauert nur wenige Augenblicke, das Foto wird vielleicht ein paar Mal gezeigt. Aber für das Tier bedeutet der menschliche Fotospaß nicht selten der Tod. Auch der bekannte „Problembär“ BRUNO war seiner Zeit Opfer solch touristischer Lockung. Ebenso seine Mutter JURKA, die heute im ALTERNATIVEN WOLF- und BÄRENPARK SCHWARZWALD lebt.

Am heutigen Welttierschutztag möchten wir, die STIFTUNG für BÄREN, daher dringend darauf aufmerksam machen, von solchen Reisen Abstand zunehmen. Die Welt der Wildtiere ist kein Spaß, es ist kein Freizeitpark. Sie sollte von Touristen respektiert und geachtet, idealerweise gemieden werden. Wir schließen unsere Häuser ab, zäunen Grundstücke ein und warum? Weil wir nicht wollen, dass uns jemand zuhause belästigt. Und genau das ist das mindeste, was wir auch den Wildtieren lassen sollten.

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Der Bärenkalender 2019 ist da!

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Bärenkalender 2019 - mit vielen Bär- und Wolf-Motiven

Für 2019 gibt es wieder unseren traditionellen Bärenkalender!

In dem Kalende sind 24 Motive von Hobbyfotografen, die uns die Bilder kostenlos zu Verfügung gestellt haben, die Auswahl erfolgte nicht durch eine Jury. Bilder die zugesandt wurden, aber im Kalender nicht vertreten sind, können auf der Homepage oder anderen Medien unserer STIFTUNG erscheinen.

Es sind jeweils 12 Motive aus dem Bärenpark Worbis und dem Wolf – und Bärenpark Schwarzwald.

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Offener Brief an den Bürgermeister von Bernburg (Saale)

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Gegen eine Bärenhaltung im Burggraben

Sehr geehrter Herr Bürgermeister der Stadt Bernburg,

 

wir, die STIFTUNG für Bären, betreiben seit Jahren zwei Projekte, in denen Bären, aus Gruben von Schlössern, Zirkussen, Privathaltungen und von Schaustellern beschlagnahmt wurden.

Die Tiere haben hier die Möglichkeit, ihren Lebensabend in großzügigen, naturnahen Freianlagen zu verbringen.

 

Unser Anliegen tragen wir vor, weil wir uns auf eine Meldung in der Presse berufen.

Das Wohl der Tiere steht eindeutig vor der Tradition. Schon aus ethischen Gründen sollten nicht Entscheide für eine Bärenhaltung im Burggraben gefällt werden.

Wir helfen Ihnen gern, eine kostengünstige Alternative für die Darstellung der historischen Bärenhaltung ohne Tierleid zu entwickeln.

Schaffen Sie sich nicht den Ruf, Tierquälerei zu unterstützen.

Wir werden, falls nötig, alles mobilisieren, um für die Tiere zu kämpfen.

 

Mit freundlichen Grüßen,

Rüdiger Schmiedel

Geschäftsführer

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