Welttierschutztag 2019

Weiterlesen ...
Null Toleranz für Tierquälerei

4. Oktober 1228: Franz von Assisi wird heilig gesprochen. Er ist Begründer des Ordens der Franziskaner und Schutzpatron des Umweltschutzes und der Ökologie. In zahlreiche Sagen setzt er sich für den Tierschutz ein, da er alle Lebewesen auf einer Stufe sieht. Er begegnete zum Beispiel einst einen Wolf im Wald als einen Bruder, um den Bewohnern des angrenzenden Dorfes die Angst vor dem Vierbeiner zu nehmen. In seinen Augen sind alle Lebewesen gleich, verdienen Respekt und Schutz.

8. Mai 1931: auf dem internationalen Tierschutz-Kongress in Florenz wird der 4. Oktober als Welttierschutztag angenommen.

4. Oktober 2019: die Ausbeutung von Tieren und das damit einhergehende Leid ist allgegenwärtig und das mit bizarrem Ausmaß. Während der Lebensraum freilebender Tiere zunehmend zerstört wird, werden Tiere in Gefangenschaft massenhaft produziert. Und wie Produkte werden sie auch be- und gehandelt – zur Belustigung in Zirkussen, Zoos oder Fernsehshows, in privater Hand, als Konsumgut in der Massentierhaltung. Tierqual zieht sich durch sämtliche soziale Schichten und wird – auch per Gesetzt – im Namen menschlicher Kultur in Kauf genommen, gilt als „normal“.

Heute am Welttierschutztag möchten wir daher darauf aufmerksam machen, dass die Vermeidung von Tierleid in den Alltag einfließen muss. Denn letzten Endes ist es das schlichte Konsumverhalten, welches für den Großteil der Tierqual verantwortlich ist. Das sehen wir als STIFTUNG für BÄREN immer wieder an den Tieren, die in unserer Obhut leben. Angefangen vom kleinen Meerschweinchen, dass bei Ebay gekauft wurde, über ein Wolfsrudel im Freizeitpark bis hin zu Bären, die für Touristen in Gräben oder Käfigen leben müssen. Ihre unterschiedlichen Schicksale haben einen gemeinsamen Ursprung – die Befriedigung des Menschen.

Tierschutz fängt bei jedem einzelnen an und ein erster, wichtiger Schritt wäre es, Tierleid zunächst nicht mehr zu unterstützen, nicht mit zu finanzieren. Doch soll man dabei anfangen? Vorschlag: meiden Sie z.B. Einrichtungen, die Babytiere als Attraktion vermarkten. Der Nachwuchs ist niedlich, die kleinen Tiere Besuchermagneten. Doch was bringt es den Tieren? Von Geburt an ein Leben als Produkt, nicht als Tier. So wird die Panda-Nachzucht in Berlin beworben, während im Leipziger Zoo (mal wieder) ein Elefantenjunges gestorben ist.

Helfen Sie mit und zeigen Sie Null-Toleranz gegenüber der Ausbeutung von Tieren.

 

Weiterlesen ...

Bärenkalender 2020 können bestellt werden!

Weiterlesen ...
Bärenkalender 2020 nun Online verfügbar!!

Es ist soweit! Die neuen Bärenkalender für 2020 können nun nicht nur in den Bärenshops vor Ort erstanden werden, sondern ab jetzt auch über den Online Versand! Wer sich sein Exemplar sichern möchte, kann dies in wenigen Klicks über unsere Website vornehmen:

Hier den Bären-Kalender 2020 bestellen!

Bitte nutzt ausschließlich diese Möglichkeit um einen raschen und fehlerfreien Versand sicher zu stellen. Vielen Dank! Und ein bärenstarkes Dankeschön an alle Fotografen, die diese besondere Momente in unseren Tierschutzprojekten der STIFTUNG für BÄREN festgehalten haben!

26 Juni - Bärengedenktag 2019

Weiterlesen ...
JURKA - Mutter von BRUNO

26.06.2006 Deutschland befindet sich mitten im Sommermärchen. Über 1 Millionen Menschen folgten dem Ruf der 18. Fußball WM Die Welt zu Gast bei Freunden. 14 000 Journalisten berichteten über die Veranstaltung, doch zog ein junger Vierbeiner die Blicke der Welt auf sich. Selbst die New York Times berichteten damals über BRUNO, den Braunbären. Der so genannte „Problembär“, der genau heute vor 13 Jahren, als der spätere Weltmeister Italien gegen Australien gewann, in Bayern den Tod fand.

Warum? Durch einen staatlich angeordneten Abschuss. Doch was hatte dazu geführt? Was hatte BRUNO verbrochen? Weshalb hatte sich die Bundesrepublik Deutschland trotz aller Warnungen [auch von uns, der STIFTUNG für BÄREN] nicht auf die Rückkehr der Braunbären vorbereitet?

26.06.2019 Deutschland ist mal wieder im Fußball-Fieber. Gebannt wird die WM der Frauen verfolgt. Wir, die STIFTUNG für BÄREN, verfolgen hingegen mit großem Interesse wieder einen jungen Vierbeiner, der sich im Umkreis von 40 Kilometern von der deutschen Grenze entfernt aufhält. 40 Kilometer – für einen Ursus arctos nicht mal ein Tagesmarsch. Wieder haben wir bereits seit langer Zeit und mehrfach darauf hingewiesen, dass es nur eine Frage der Zeit ist, bis ein Braunbär nach Deutschland einwandert. Wir haben eine internationale Wildtier-Konferenz dazu abgehalten, mit Experten aus Bären-Ländern wie Slowenien. Wir haben erst vor zwei Wochen explizit beim zuständigen Ministerium in Bayern nachgefragt, wie denn nun die Vorgehensweise ist, was an Prävention geleistet wird, ob wir helfen können. Aus wem denn nun die Eingreif-Truppe besteht, die damals nach der Bayrischen Bären-Affäre 2006 ins Leben gerufen wurde.

Abwarten, heißt es, die Situation wird im Auge behalten, aber unternommen wird erstmal nichts.

Die Bevölkerung wird nicht darauf vorbereitet. Nutztierhalter bekommen nicht das nötige Rüstzeug. Es wird vermisst, die Grundlage für eine Akzeptanz des großen Beutegreifers zu schaffen.

Gerade im Wildtiermanagement ist es unerlässlich vorab Strukturen zu schaffen, um Sicherheit zu gewähren, wie es im Grundgesetz [Artikel 20 A] steht.
Nur so ist ein Zusammenleben möglich!
Mittlerweile sind in unseren Nachbarländern die Bestände der Bären angewachsen. In Slowenien, Italien und der Schweiz gibt es immer mehr Bären. Eine Frage der Zeit bis sich wieder einer über die deutsche Grenze verirrt.
Und soll es so ablaufen wie beim sogenannten „Problembären“ BRUNO? Medienrummel und Abschuss sind in unseren Augen keine vernünftige Lösung!

Wie kann das verhindert werden?

Bad Rippoldsau-Schapbach im Schwarzwald: Hier lebt JURKA, BRUNOs Mutter, in unserem Tierschutzprojekt. Das Schicksal ihres Sohnes ist direkt mit ihr verbunden. Durch sie lernte er, dass es in Menschennähe leichte Beute gibt. Schafweiden aufbrechen, Nutztiere töten, Bienenstöcke plündern, gar Mülltonnen ausräumen. Keine Spur von natürlicher Scheu. Sie lehrte es ihren Nachwuchs, fast alle wurden als „Problembären“ erschossen, sie selbst eingefangen. Doch woher stammt dieses Fehlverhalten, welches das Leben einer ganzen Bärenfamilie zerstörte?

Vom Menschen. Denn JURKA wurde angefüttert. Hauptsächlich, damit sie so als billige Touristenattraktion herhalten konnte.

Kennen wir JURKAs Geschichte, wirft dies ein neues Licht auf das Verhalten von BRUNO. Am Anfang eines jeden Problemtieres steht nämlich IMMER ein Problemmensch! Durch menschliches Fehlverhalten können Generationen von Wildtieren beeinflusst werden!

Der Todestag Brunos gilt bei uns als „Bärengedenktag“, an dem wir alle dazu aufrufen über das eigene Verhalten Wildtieren gegenüber nachzudenken und die Politik auffordern in Sachen Prävention und Aufklärung aktiv zu werden!

Weiterlesen ...

Folgen Sie uns auch auf: