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Tier-Check alle zwei Stunden
Tiercheck

DORO und DARIA wurden erfolgreich verladen, glücklicherweise ohne Narkose, und sind jetzt mit dem Team auf dem Rückweg. Die anstrengende Tour verläuft planmäßig. Sämtlichen Beteiligten, allen voran die beiden Bärendamen, sind wohlauf. DARIA und DORO wirken recht ruhig und ausgeglichen. Nehmen Pausen und Bewirtung durch unser Team dankend an. Einem erfolgreichen Transport steht also nichts im Wege. Der gründliche Gesundheitscheck erfolgt schließlich dann, wenn die beiden in unseren Tierschutzprojekten angekommen sind.

DARIA kommt in den Alternativen Wolf- und Bärenpark Schwarzwald, DORO in den Alternativen Bärenpark Worbis. Für die Trennung der zwei Bären, die mittlerweile seit 28 Jahren auf engstem Raum [240 qm] zusammenleben mussten, gibt es mehrere Gründe. Platzmangel ist einer davon. Abgesehen davon lässt sich ein einzelnes Tier besser integrieren. Neue Gerüche, neue Struktur, neue Elemente – all das ist ganz besonders wichtig für das Reanimieren von instinktivem, naturnahem Verhalten. Anzunehmen, dass Bären durch langes Zusammenleben immer eine innige Bindung untereinander aufbauen, ist eine eher vermenschlichende Betrachtungsweise. Die Erfahrung der letzten Jahre hat zudem gezeigt, dass eine Trennung zweier oder mehrerer Bären empfehlenswert sein kann. Der Fall KAJA und LEONI: die Schwestern lebten fast 30 Jahre auf engstem Raum und gingen direkt getrennte Wege, als sie in unsere großen Freianlagen entlassen wurden. Ebenso wie das Geschwistertrio BIGGI, BEA und BODO, die ihren neugewonnenen Freiraum auch umgehend in Anspruch nahmen. In freier Wildbahn trennen sich auch Bären-Geschwister, die gemeinsam den mütterlichen Schoß verlassen haben, im Alter von circa 5 Jahren.

DARIA und DORO teilten sich ein karges Fleckchen Erde, das winzige Wasserbecken bot kaum Abkühlung gegen die siedende Hitze Spaniens. Statt Schatten und Rückzugsmöglichkeit, gab es für sie nur Show-Fütterungen und einseitige Ernährung. Nie durften sie in Winterruhe gehen. Ein bärengerechtes Leben hatten sie nicht mal ansatzweise. Wenn sie in die naturnahen Anlagen kommen, gilt es Waldboden kennen zu lernen und Augen sowie Nase ordentlich zu nutzen.  

Zoo Parque Zoologico Prudencio Navarro in Costa de la Luz: Anfang 2019 wird der Zoo geschlossen, die Tiere einfach zurückgelassen. Aufgrund zunehmender Hitze und dem sich anbahnenden Sommer ist zügiges Handeln geboten. Für die zwei Bären wurde der Zustand in Spanien zunehmend kritischer. DARIA und DORO waren die letzten Großtiere, Tiger und andere Arten wurden bereits verbracht. Nachdem leider ohne Erfolg Versuche unternommen wurden, für die beiden Bärendamen eine Unterbringung zu finden, erklärte sich letztlich die STIFTUNG für BÄREN bereit, die Tiere aufzunehmen.

Die Aktion verläuft planmäßig, das Befinden der Bären sowie die Temperaturen in den Transportboxen wird permanent überwacht, sodass ein eventuelles, schnelles Eingreifen jeder Zeit möglich ist.

Wenn es weiter nach Plan verläuft, wird das Team morgen Früh den Schwarzwald erreichen und morgen Abend schließlich Worbis.

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