Gestern, am 23.07., drehte ein TV Team ihren Beitrag über DORO, filmte zum Abschluss den plantschenden PEDRO und beendete den Bericht mit den Worten: Hoffentlich fühlt sich auch DORO bald so wohl wie PEDRO beim Baden.
Die Fernseh-Leute waren weg, knapp eine Stunde später meldete die Tierpflege: DORO hat ihr erstes Bad genommen! Ein langjähriger und treuer Besucher unseres Tierschutzprojekts war glücklicherweise mit seiner Kamera zur Stelle und konnte einen ersten Schnappschuss festhalten. Heute Vormittag ist sie gleich wieder ins kühle Nass getapst.
Dabei war/ist sie ebenso vorsichtig und bedacht, wie sie sich schon die ganze Zeit über zeigt. Zunächst testet sie das Wasser mit den Tatzen, dann dreht sie sich herum und lässt sich rückwärts in den Teich gleiten. Nachdem sie zwei, drei Runden gedreht hat, tollt sie ein wenig herum, spielt, plantscht, fühlt sich ganz offensichtlich sehr wohl.
Wir freuen uns tierisch, dass DORO ihr neues Zuhause so bärenstark annimmt.
Mit großer Leidenschaft und viel Erfahrung begeisterte unser Bienenexperte Eugen heute die Teilnehmerinnen und Teilnehmer unseres Ferienprogramms. Der Bienentag war bereits im Vorfeld ausgebucht und brachte mit lockerer, aber ebenso informativen Art die Kinder wie auch ihre Eltern oder Großeltern zum Staunen. Besonders interessant war die kleine Zeitreise, in der Eugen die Imkerei von früher mit heute verglich. Doch mit am aufregendsten war es, an der Schleuder aktiv zu werden. Der Vormittag verging somit wie im Flug für Jung und Alt.
Auch für unser Team war es ein bärenstarker Tag. Es ist schön zu wissen, mit welchen Eifer und mit welcher Begeisterung sich gerade die kommenden Generationen mit der Natur auseinandersetzen. Bienen sind nicht nur sehr faszinierende und liebenswerte Tiere, sondern auch enorm wichtig für unser Öko-System. Daher werden wir uns auch in Zukunft den ein oder anderem Tag diesem charmanten Insekt widmen.
Auftakt in ein neues, naturnahes Leben: die ehemalige Zoobärin DORO in uneren Freianlagen
Gras, Hügel, Bäume und Sträucher – die ehemalige Zoo-Bärin DORO lernt das und viel mehr gerade in diesem Moment kennen. Seit heute Vormittag ist ihre Quarantäne-Zeit vorbei und sie lernt nun Schritt für Schritt das Bär-Sein kennen. Und dazu gehört auch ein anspruchsvolles Gelände.
Nachdem in Absprache mit dem Tierarzt einem Ende von DOROs Quarantäne nichts mehr im Weg stand, fieberten wir mit Spannung ihren ersten Schritten in der Freianlage entgegen. Heute, am Donnertag, den 18. Juli 2019, war es schließlich so weit. Die Anlage wurde nochmals von den Tierpflegern gecheckt, Stromzäune und Sicherungen überprüft. Schließlich öffnete das Team den Schieber, der die Quarantäneboxen mit der Freianlage verbindet.
Wir legen in unserem Tiermanagement großen Wert darauf, dass die Tiere möglichst viel selbst entscheiden können. Besonders bei solch einem so großen Schritt wie für DORO, die nach fast 30 Jahren zum ersten Mal natürlichen Boden betritt und somit einen neuen Lebensweg beschreitet, ist es wichtig, dass sie diesen Schritt macht, wenn sie dafür bereit ist. Nachdem der Schieber offen und der Weg frei nach draußen war, sah man zunächst ein pelziges Ohr aus der Quarantäne blitzen. Nur einen Atemzug später allerdings, befand sich bereits der gesamte Bär in der Freianlage. Neugierig, souverän, aber auch bedacht startete DORO ihren neuen Lebensabschnitt. Clever und mit System erkundete sie ihr neues Zuhause, stürzte nicht planlos ins Dickicht. Sie ist eine sehr intelligente Bärendame, die sich ruhig und überlegt neuen Herausforderungen stellt. Ihr Körper scheint – in Anbetracht des hohen Alters – in guter Verfassung.
Als wir uns im Juni auf den weiten Weg nach Südspanien machten, war es dabei genau dieser Moment heute, den wir bei der langen Fahrt im Hinterkopf hatten. All die Anstrengungen und Planung haben sich gelohnt.
Wir bedanken uns daher von ganzen Herzen bei den Spendern, Paten und allen Unterstützern unseres Tierschutzprojekts, die diese erfolgreiche Rettungsaktion möglich gemacht haben.