LAURA Kolumne 25.07.2022

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Bärin LAURA

Ihr lieben Zaungucker,
puh, war das eine Affenhitze! Aber wieso eigentlich Affenhitze? Es ist doch eigentlich gemein, den armen Affen sprachlich die Schuld an den hohen Temperaturen zu geben. Die können bestimmt nichts dafür. Nach allem, was ich so aus den Gesprächen von euch Zaunguckern und dem Bärsonal heraushören kann, tragt doch eher ihr Menschen die Verantwortung für Hitze und Trockenheit. Na, wie auch immer. Mir jedenfalls war es viel zu heiß. Zum Glück hat das Bärsonal dafür gesorgt, dass wir Bären hier unsere eigenen Teiche und Pools haben. Darin kann man den ganzen Tag plantschen oder einfach nur so vor sich hin dümpeln. Eine herrliche Abkühlung! Für besonders Vorwitzige gab es vom Bärsonal sogar eine Dusche mit dem Wasserschlauch. Nicht nur ASUKA und POPEYE haben das genossen, auch PEDRO hat sich Bauch, Beine, Po vom Wasserstrahl massieren lassen. Die meisten von uns Bären mögen es, kalt abgeduscht zu werden. Nur manche, wie zum Beispiel die alte Dame CONNY, sind echte Warmduscher und verziehen sich grummelnd, sobald das Wasser angestellt wird. Dabei würde ihr das bestimmt gut tun. Die Hitze setzt ihr nämlich ganz schön zu. Zusätzlich zum nassen Vergnügen wurde uns Bären noch leckeres Honigeis mit Früchten und Nüssen serviert. Das wurde extra für uns vom Bärsonal zubereitet. Sehr lecker war es und wir haben alle lange daran geschleckt. Nur PEDRO nicht. Der hat einmal kräftig darauf getreten und dann alles in Null-Komma-Nix mit seinen mächtigen Kiefern zermalmt. Tja, feinsinniger Genuss ist nun mal nicht so Seins.
Bis bald,
Eure Laura

 

 

 

 

 

LAURA Kolumne 17.07.2022

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Bärin LAURA

Ihr lieben Zaungucker,

eins muss ich mal sagen: PEDROs Benehmen mir gegenüber ist ganz schön unverschämt! Kaum habe ich ihm mit ein paar freundlichen Backpfeifen klargemacht, dass ich auf Kuscheln und Co. keine Lust mehr habe, schon lässt er alle Höflichkeit und Benimmregeln beiseite. Gestern zum Beispiel hatte ich gerade mit dem Bau einer neuen Höhle begonnen. Den ersten Meter hatte ich schon ausgeschachtet und probierte noch, in welche Richtung ich am besten weiter graben könnte. Plötzlich spürte ich PEDROs Atem direkt in meinem Plüschohr. Im nächsten Moment rammte er mir seinen dicken Kopf in die Schulter und schob mich einfach beiseite. Unverschämt! Aber versucht mal, dagegen anzukommen. Da hat man keine Chance. Ohne jede Scham steckte er seine Nase in mein Bauprojekt und buddelte fröhlich drauf los. Hah! Man ahnt doch schon, dass da nichts draus wird. Anderen gegenüber kann PEDRO dagegen ausgesprochen freundlich sein. Zu den kleinen Ukrainern zum Beispiel, die er ständig an der Krankenstation besucht. Die Armen sind immer noch Stubenhocker weil ASUKAs Bein zwar heilt, aber das sehr langsam. Das Bärsonal hat wohl die Befürchtung, dass ASUKA ihr Bein nicht schonen wird, wenn man sie zu früh wieder in die Anlage lässt. Womöglich klettert sie dann gleich wieder auf einen Baum. Bärenkinder können ja so unvernünftig sein. Ein bisschen Anleitung und gute Ratschläge könnte ASUKA sicher brauchen. Aber bei uns Bären unterrichten nur die Mütter ihre Kinder und ASUKAs Mutter ist nicht hier. Bei euch Menschen ist das anders. In den letzten Tagen sehe ich immer wieder kleine Zaungucker aufgeregt durch den Park flitzen. Das Bärsonal nennt das „Ferienprogramm“. Da können kleine Menschen wohl viel lernen über Wölfe, Bienen und natürlich über uns Bären. Spaß scheint es auch zu machen. Zu gerne würde ich selbst mitmachen - beim Bienenproramm. Ich würde auch bestimmt nicht naschen! Bärenwort!

Bis bald,
Eure Laura

 

 

 

 

 

LAURA Kolumne 10.07.2022

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Bärin LAURA

Ihr lieben Zaungucker,

habt ihr auch so großen Hunger wie ich ? Aber nein, ihr seid ja keine Bären! Mir knurrt den ganzen Tag der Magen. Dabei ist es ja nicht so, dass ich nichts zu futtern bekäme. Das Bärsonal schleppt Eimer um Eimer heran, gefüllt mit leckerem Obst, Fisch und Fleisch, um uns Bären satt zu bekommen. Fast schon tut es mir leid, dass sie sich so abrackern müssen. Aber kaum hab ich mich mit dem wohligen Gefühl eines gefüllten Bäuchleins gemütlich unter meinem Lieblingsbaum zusammengekuschelt, da ertönt es schon wieder aus meiner Körpermitte: Magenknurren! Mit diesem Problem bin ich aber keineswegs allein. Nur ein paar Meter weiter knurrt PEDROs Magen vor sich hin. Auch DAGGIs und PARDOs Bäuche sind nicht zu überhören, kann ich euch sagen. Daran ändern können wir nichts, denn die Natur hat das für uns Bären so vorgesehen. Kaum hat sich der Frühsommer verabschiedet, werden wir von wahren Fressanfällen geplagt und es gibt nur noch ein Motto: Futtern bis die Schwarte kracht! Auch meine Artgenossen in der Natur beginnen mit dem großen Fressen. Die haben es natürlich viel schwerer genug Futter zu finden, denn sie haben ja keinen Lieferservice. Trotzdem können auch sie bei gutem Nahrungsangebot 3 kg täglich zunehmen. Das ist auch notwendig, denn bis zum Beginn des Winters müssen wir Bären viel Fett eingelagert haben, um die Winterruhe zu überstehen. Da darf der Pelz schon mal etwas spannen. Bevor ihr Zaungucker jetzt denkt: toll, da mach ich mit! Denkt dran: wir Bären verlieren unser Gewicht im Schlaf.

Bis bald,
Eure Laura

 

 

 

 

LAURA Kolumne 03.07.2022

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Bärin LAURA

Ihr lieben Zaungucker,

ihr habt es ja sicherlich schon mitbekommen: die arme ASUKA hat sich ihr Bein verletzt, als sie vom Baum geplumpst ist. Seit ein paar Wochen hat sie nun Schonung in der Eingewöhnungsstation, damit ihr Bein wieder ausheilt. Dabei hat sie Gesellschaft, denn anders als vom Bärsonal geplant, ist ihr „Bruder“ POPEYE bei ihr geblieben. Eigentlich sollte er ja tagsüber ohne seine "Schwester" durch die Anlage toben. Aber von wegen! Kaum waren die Schieber ins Schloss gefallen und er von seiner "Schwester" getrennt, fing er mit ganzer Kraft an, am Schieber zu randalieren. Und der Kleine hat schon Kraft! Schnell hat das Bärsonal eingesehen, dass eine Trennung der beiden nicht möglich war. Anders als viele Menschen denken, haben nämlich auch wir Bären Familienbande und Freundschaften. Auch mir hat mein Bruder GOLIATH immer beigestanden, wenn es brenzlig wurde. Nicht dass das allzu häufig notwendig gewesen wäre. Schließlich weiß ich mich ganz gut allein zu wehren. In der Not aber hat ein einziger Brummer von ihm gereicht, um alle in die Schranken zu weisen. Mein Bruder war ein prächtiger Kerl! Ob aus POPEYE auch mal so ein Prachtkerl wird? In der Station werden die beiden nun mit allem verwöhnt, was dem Bärsonal so einfällt: Fisch, frisch gepflückte Kirschen, Eisbomben, Spielzeug und, und, und…. Krankenbesuch bekommen sie auch. Nicht nur von PEDRO, den ASUKA offenbar so gern mag, dass sie ihm durch die Gitter Küsschen auf die Nase drückt. In den letzten Tagen konnten DAGGI, PARDO und DORO bei ihnen vorbeischauen. Davon waren die beiden Ukrainer allerdings alles andere als begeistert. DAGGI hat in ihrer typischen Art ständig provoziert und vor die Gitter geschlagen. Auf ASUKA und POPEYE machte sie damit aber eher mäßig Eindruck. Zum wahren Schreckgespenst entwickelte sich hingegen DORO. Sobald die ganz ruhig vor der Station saß, machten sich ASUKA und POPEYE vor Angst fast in den Pelz, versteckten sich in ihrer Schlafbox und lugten nur ganz vorsichtig um die Ecke. Irgendetwas muss DORO an sich haben, dass Angst und Schrecken verbreiten kann. MAX flüchtet auch immer, wenn er sie nur aus der Ferne erspäht. Na, bei mir wirkt ihre Aura nicht. Für mich ist sie nur eine schlecht gelaunte alte Schachtel.

Bis bald,
Eure Laura

 

 

 

LAURA Kolumne 26.06.2022 | Bärengedenktag

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Bärin LAURA

Ihr lieben Zaungucker,

habt ihr gewusst, dass heute Bärengedenktag ist? Nur durch Zufall habe ich das mitbekommen. Das Bärsonal hat sich darüber unterhalten und ich habe gleich meine Plüschohren auf Empfang gestellt. Ich bin ja von Natur aus nicht neugierig, muss aber schließlich informiert sein. Zur Erinnerung an den Braunbären Bruno hat man diesen Tag so genannt. Der ist vor 16 Jahren nach Deutschland gekommen und wurde hier erschossen. Ein Problembär soll er gewesen sein. Problembär- ein komisches Wort. Offenbar ist er den Menschen zu nahe gekommen, hat sich ihren Häusern genähert und ihnen ihr Essen gemopst. Ich hab ja den Bruno nicht persönlich gekannt, aber ob der wirklich so ein Schlimmer war? Immer wieder höre ich, wie sich Zaungucker darüber beschweren, dass wilde Tiere ihnen angeblich zu nahe kommen. Natürlich nicht unbedingt Bären. Aber zum Beispiel Marder, die nachts auf dem Dachboden herumtollen, Waschbären, die Mülltonnen umwerfen und Wildschweine, die den gepflegten Rasen in einen Acker verwandeln. Auch Jungwölfe, die als vertrottelte Teenager, die sie nun mal sind, tagsüber durch ein Dorf laufen, werden gleich als Problemtier gebrandmarkt. Wilde Tiere sollen gefälligst draußen in der Natur bleiben und den Menschen nicht auf die Nerven gehen. Die „gefährlichen“ wie Wolf, Luchs oder Bär gehören sowieso nur in die Nationalparks weit weg vom Menschen. So höre ich viele Zaungucker reden.
Habt ihr euch schon mal überlegt, wie das gehen soll? Nationalparks in Deutschland nehmen nur 0,6% der Landfläche ein. Zählt man alle noch so kleinen Naturschutzgebiete hinzu, so sind es gerade einmal 4%. Sind wir Tiere denn wenigstens in diesen Gebieten unter uns? Von wegen! 5 Millionen Menschen besuchen jedes Jahr etwa den Nationalpark Harz. Ob da auch Problemmenschen dabei sind ? Für die Tiere bestimmt, denn nicht alle halten sich an die Benimmregeln. Trotzdem pieksen die Rehböcke ihnen nicht gleich ihr Geweih in den Allerwertesten und die Wildscheine rotten sich nicht gegen sie zusammen. Wir Tiere haben gelernt mit Menschen geduldig zu sein. Vielleicht könnt ihr Menschen euch auch ein bisschen mehr anstrengen, uns Tiere so zu nehmen wie wir sind und uns Raum zum Leben lassen? Denn ohne uns Tiere - was seid ihr dann noch?

Bis bald,
Eure Laura

 

 

 

LAURA Kolumne 19.06.2022

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Bärin LAURA

Ihr lieben Zaungucker,

seit ein paar Tagen, oder ich sollte wohl eher sagen Nächten, werden ASUKA und POPEYE nun nicht mehr abends in die Station geholt, sondern dürfen wie wir Erwachsenen in der Anlage bleiben. Den ersten Abend waren sie ganz schön verwirrt. Immer wieder sind sie in die Station gegangen und haben herausgeschaut. Ist ja auch ein ganz schöner Schritt, seine Angewohnheiten zu ändern. So langsam gewöhnen sie sich aber daran. Bis spät in die Nacht hinein sausen und kullern sie durch den Wald. Dafür liegen sie am nächsten Tag stundenlang platt wie Asseln im Gras. Tja, das wilde Leben ist ganz schön anstrengend. Übrigens haben sie genau wie alle anderen Bären kein Problem, sich in der Dunkelheit zurecht zu finden. Bei der Orientierung hilft ihnen nicht nur ihr scharfes Gehör und ihr hervorragender Geruchssinn. Auch der Sehsinn von uns Bären ist nicht so schlecht, wie immer wieder behauptet wird. Zwar können wir nicht so scharf und detailreich sehen wie ihr Menschen, dafür sind wir euch in der Dunkelheit aber weit überlegen. Bären, Wölfe, Rehe- und erst die Katzen!- können das Licht von Mond und Sternen nämlich viel besser ausnutzen als Menschen. Deshalb leuchten unsere Augen, wenn sie im Dunkeln angestrahlt werden und eure nicht. Es wäre ja auch ziemlich blöd, wenn die Rehe im Wald ständig vor die Bäume laufen würden. Gäbe ganz schön Kopfweh. In punkto Sehsinn haben wir Tiere sowieso viel mehr zu bieten als ihr Menschen. So sind die Versuche von ASUKA und POPEYE die Stockenten, die mit in unserer Anlage leben, zu erjagen ziemlich aussichtslos. Ich spreche da aus Erfahrung. Enten können nämlich gleichzeitig nach vorn und hinten gucken! Ihr Gesichtsfeld ist so groß, dass sie nahezu jede Bewegung in ihrer Umgebung sofort wahrnehmen. Einen heran hoppelnden 120Kg POPEYE übersieht eine Ente sicher nicht. Zudem geben Enten aufeinander acht und können fliegen. Ein „Schnatt“ von einem aufmerksamen Erpel und alle Enten sind auf dem Teich in Sicherheit. Von dort hört man sie dann schnattern. Ich spreche zwar kein Entisch- habe aber den Verdacht, dass sie uns Bären hämisch ausschnattern. Doofes Geflügel!

Bis bald,
Eure Laura

 

 

 

LAURA Kolumne 12.06.2022

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Bärin LAURA

Ihr lieben Zaungucker,

hihi, ich hab es doch gleich gesagt. So einfach ist das nicht, PEDRO und mich von einem Bauvorhaben abzubringen. Es gibt immer einen Schwachpunkt, an dem man bei einem zugeschütteten Erdloch wieder ansetzen kann, egal wie viele Steine und Beton das Bärsonal benutzt, um unsere unterirdischen Bauwerke zu verschließen. PEDRO hat sofort mitbekommen, wo er ansetzen muss, um alles wieder auseinander zu nehmen. Tja, wir Bären haben nun mal ausgezeichnete Sinne. Wir riechen und tasten sofort, wo sich ausgezeichnet graben lässt. Schließlich ist unser Geruchssinn ein paar tausend Mal besser als der von euch Menschen. Kein Wunder: mit einer so komischen spitzen Nase könnte ich auch nicht riechen.
PEDRO jedenfalls brauchte nicht lange, um mit seinen riesigen Tatzen ein großes Loch zu schaufeln und ein heilloses Chaos anzurichten. Die dummen Gesichter vom Bärsonal hättet ihr sehen sollen! Ich habe auch gleich mitgeholfen beim Buddeln. Natürlich hat das Bärsonal sofort reagiert, uns aus der Anlage geholt und das Loch wieder zugeschüttet. Diesmal haben sie sich noch mehr angestrengt, die Armen. Jetzt warte ich nur darauf, ihr Bauwerk zu inspizieren. Und dann? Auf in die nächste Runde!

Bis bald,
Eure Laura

 

 

 

LAURA Kolumne 05.06.2022

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Bärin LAURA

Ihr lieben Zaungucker,
das Bärsonal kann manchmal aber auch ganz schön gemein sein. Da haben PEDRO und ich uns so viel Mühe gegeben in wochenlanger gemeinsamer Arbeit eine schöne große Höhle zu bauen. Es wird ja auch mal wieder Winter, da kann man schon mal frühzeitig Vorsorge treffen. Und was macht das Bärsonal sobald man mal nicht hinsieht? Schüttet die schöne Höhle einfach wieder zu! Sicherheitsbedenken! So ein Blödsinn! Na gut, der Elektrozaun wurde bei der Buddelei vielleicht ein klein wenig verschüttet. Und so ganz geheuer war es mir in letzter Zeit in der Höhle auch nicht mehr, muss ich zugeben. Ihr wisst ja, PEDRO nimmt es mit der korrekten Statik beim Höhlenbau nicht so genau. Vielleicht doch nicht ganz ungefährlich. Aber muss man sie deshalb gleich zuschütten? Dabei musste sich das Bärsonal ganz schön anstrengen, alles wieder zu befestigen. Sie haben furchtbar geschwitzt und geächzt. Aber Menschen sind auch einfach nicht dafür gemacht, große Steine zu bewegen. Die haben viel zu kleine Tatzen! PEDRO hat sich für die Zuschüttung unserer Höhle gar nicht interessiert. Er war viel zu sehr damit beschäftigt, den Spuren der kleinen ukrainischen Bären zu folgen, in deren Anlage wir für die Zeit der Bauarbeiten untergebracht waren. Jeden Grashalm hat er inspiziert. Und was die beiden für Spuren hinterlassen haben! Jede Menge junger Bäume, die von POPEYE abgebrochen, zerrupft und zerfledert wurden. Dem Hang am Hügel sieht man auch sehr deutlich an, dass dort sehr häufig zwei Bärenpopos mit Tempo heruntergerutscht sind. Inzwischen sind wir zurück in unserer Anlage und ich habe die Höhlenbaustelle eingehend untersucht. Ich glaube, da lässt sich noch was machen. Das Bärsonal muss schließlich beschäftigt werden.
Bis bald,
Eure Laura

 

 

 

LAURA Kolumne 29.05.2022

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Bärin LAURA

Ihr lieben Zaungucker,
letztes Wochenende waren mal wieder lauter Zaungucker mit Kameras im Park unterwegs. Ich kenne das schon aus anderen Jahren. Die sollen wohl lernen, wie man Bären richtig fotografiert. Nicht, dass man immer nur halbe Bären auf den Bildern hat oder nur den Popo. Obwohl der bei uns Bären ja auch sehr fotogen ist. Ich habe mir morgens extra meine Plüschohren geputzt, aber glaubt ihr, die haben mich auch nur eines Fotos gewürdigt? Nix da, alle Blicke und Kameras waren auf die Kleinen gerichtet. ASUKA und POPEYE haben sich aber auch alle Mühe gegeben aufzufallen. Hügelauf und hügelab sind sie gesaust, haben miteinander gerauft, geplanscht und Bäumchen umgeschubst. So jung hat man noch jede Menge Energie zum Vergeuden. Und wie die Kameras erst geklickt haben, als ASUKA auf ihren Lieblingsbaum geklettert ist. Dabei ist es viel leichter, hinauf zu kommen, als wieder herunter. Das hat ASUKA auch schon gemerkt. Man merkt es mir heute nicht mehr an, aber als ich jünger war, bin ich auch auf Bäume geklettert, bis ganz oben in die Spitzen. Vor allem im Frühling, um die leckeren ersten Knospen zu pflücken. Das wäre mir inzwischen viel zu anstrengend. Zum Glück gehört das Baumschubsen immer noch zu PEDROs Hobbies. So muss ich im Frühjahr nur warten, bis mir die Bäume samt Knospen vor die Füße fallen. Das ist auch viel bequemer.
Bis bald,
Eure Laura

 

 

 

LAURA Kolumne 22.05.2022

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Bärin LAURA

Ihr lieben Zaungucker,

das war ja vielleicht ein Festschmaus in den letzten Tagen. Endlich hat das Bärsonal mich erhört und mich mit einer bärengerechten Portion Eiern verwöhnt. Eier satt ! Obwohl satt gibt es bei Eiern bei mir ja gar nicht. Die sind so schön rund, dass sie auch noch in die kleinste Magenlücke passen. Meinen Galan PEDRO habe ich zum Schmausen erst einmal abgehängt. Bei uns Bären geht Liebe nämlich nicht durch den Magen, sondern endet dort oft. Natürlich hat er auch noch ein paar abbekommen, aber ich hab die meisten verputzt. Steht mir ja auch zu, finde ich. Nur, dass die Eier immer soweit hangabwärts kullern, finde ich irgendwie unpraktisch. ASUKA und POPEYE stellen sich beim Eier einfangen noch unglaublich ungeschickt an. Passen überhaupt nicht auf und suchen ewig nach Eiern, die praktisch vor ihrer Nase liegen. ASUKA ist dann schnell ungeduldig, setzt sich auf ihren kleinen Bärenpopo und brummt oder brüllt das Bärsonal um Hilfe an. Ganz falsche Taktik, kann ich Euch sagen. Mit ein bisschen Charme kommt man weiter. Aber das muss ASUKA erst noch lernen, genau wie das Futter suchen. Schließlich konnte ihre Mutter ihr das nicht beibringen, so wie Bärenmütter das normalerweise tun. Aber das ist mir ja ähnlich ergangen. Und heute macht mir beim Futter suchen und -finden keiner mehr etwas vor!

Bis bald,

Eure Laura

 

 

 

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