LAURA Kolumne 27.02.2022

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Bärin LAURA

Ihr lieben Zaungucker,
Donnerwetter, hier war ja vielleicht was los! Tagelang brauste und sauste der Sturm durch unseren Bärenwald. Bäume schwankten, Äste brachen und stürzten zu Boden. Wir Bären haben uns vorsichtshalber wieder in unsere Höhlen zurückgezogen oder uns tief ins Gebüsch gekuschelt. Zum Glück ist nichts Schlimmes passiert. Das Bärsonal hatte zwar alle Hände voll zu tun, um all die umhergewirbelten Äste und ein paar umgefallene Bäume beiseite zu räumen, aber meine Artgenossen, die anderen Tiere und auch die Zweibeiner sind unversehrt geblieben. Kichern musste ich, als ich Raik und Ronja beobachtet habe. Den beiden hat das ganze Sturmesbrausen gar nicht gefallen. Besonders Ronja lief die ganze Zeit mit eingezogener Rute, hängenden Ohren und angewiderter Miene umher. Jaja, sonst immer die größte Klappe haben und den dicken Max markieren, aber beim kleinsten Unwetter dastehen wie ein begossener Pudel. Mimose! Ach das Wichtigste habe ich Euch noch gar nicht erzählt: die Erweiterung unseres Bärenwaldes ist fertiggestellt. Den ganzen Sommer lang wurde fleißig gebaggert und gebaut und nun ist die neue Anlage fast einzugsbereit. Wer da wohl einziehen wird? Ich bin gespannt.
Bis bald,
Eure Laura

 

 

LAURA Kolumne 20.02.2022

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Bärin LAURA

Ihr lieben Zaungucker,
ich kann euch sagen, ich bin vielleicht schlecht gelaunt. Viel zu früh hat es mich aus der Winterruhe gerissen. Immer kleiner habe ich mich zusammengerollt auf dem trockenen Fleckchen in meiner Höhle, während immer mehr Wasser eindrang und sich um mich herum sammelte. Ehrlich, ich habe ganz schön abgenommen, aber so sehr zusammenrollen konnte ich mich dann doch nicht. Mal rutschte beim Strecken meine Tatze ins kühle Nass, mal stupste ich mit meiner empfindlichen Nase hinein. Selbst meine schönen Puschelohren waren schon ganz nass getropft. Ehrlich, das hält kein Bär lange aus. Schließlich musste ich meine Winterruhe beenden. Vorzeitig, wie ich betonen möchte! Seitdem tapse ich missmutig und schlecht gelaunt durch unsere Anlage und weiß so recht nicht, was ich anfangen soll. Zum Glück hat das Bärsonal wenigstens ein Einsehen und versorgt uns mit frischem Fleisch. Lecker! Aber was soll ich euch sagen: beim Fleischfüttern tritt mir doch der trottelige Pedro auf meine armen Tatzen, weil er in seiner Gier nur Augen für das Fleisch hat. Gleich habe ich ihm eine verpasst, dem Trampel. Und schon war eine kleine Prügelei im Gange. Hat wohl auch nicht die beste Laune, der Pedro. Keine Wunder bei dem Wetter. Ständig nasse Tatzen und kaum ein trockenes Liegeplätzchen. Ich hoffe, das wird bald besser. Na dann: haltet die Ohren steif und die Tatzen trocken.
Bis bald,
Eure Laura

 

LAURA Kolumne 21.02.2021

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Bärin LAURA

Ihr lieben Zaungucker,
potzblitz, ich platze fast vor Wut! Da gebe ich mir alle Mühe, mir eine schöne neue Höhle zu graben, in der ich den Rest des Winters verbringen kann, und was passiert? Eine Viertelstunde, höchstens eine halbe Stunde war ich weg. Habe nur eine Kleinigkeit gegessen. Als ich wiederkam, schaufelte Pedro wie ein Berserker an meiner Höhle herum. An meiner Höhle! Wer PEDRO kennt, der weiß: den kann man nicht so einfach den Hügel herunterschubsen. Viel zu schwer, selbst nach der Winterruhe. Und dazu auch noch stur. Dabei buddelt er zwar mit viel Elan, aber leider immer völlig planlos. Wenn ihr den Hügel in der Anlage C aus der Nähe sehen könntet! Unmengen von Erdreich hat PEDRO hier bewegt und alles vollkommen ohne Konzept und Sinn. Man sagt ja: aus Schaden wird man klug. Aber ich glaube, PEDRO kann noch so oft die Höhlendecke über dem Kopf hinwegbröckeln, er wird weiter mit voller Wucht und ohne Feingefühl buddeln. Ich war ganz schön frustriert. Vielleicht zum Trost hat mir das Personal ein totes Kalb spendiert. Hab ich mich gefreut. Aber was soll ich euch sagen: kaum hatte ich mir mein Kalb Schnauzen gerecht hingelegt, kam PEDRO angetapst. Flugs habe ich das Kalb geschnappt und wollte damit davonrennen. Nur: so flugs ging das einfach nicht im Tiefschnee. Der reichte mir nämlich bis zum Bauch und ich konnte meine Beine nur mit Mühe herausziehen. Und dazu war das Kalb unglaublich unhandlich. Kurz und gut: nach ein paar Runden um einen Weißdornbusch hatte PEDRO mir das Kalb abgeluchst. Zum Glück gibt es das Bärsonal. Die hatten wohl alles beobachtet, so dass ich kurze Zeit später „zufällig“ ein zweites Kalb fand. So hatten wir beide etwas zu futtern.

Bis bald,
Eure Laura

 

LAURA Kolumne 09.02.2021

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Bärin LAURA

Ihr lieben Zaungucker,
Ihr habt es ja vielleicht schon gehört: meine schöne Höhle unter den Baumwurzeln musste ich leider verlassen. Dabei war die wirklich gut gebaut. Aber natürlich kann selbst die stabilste Höhlendecke nicht halten, wenn ständig ein 300 kg schwerer Max darüber tapst und am Rand umherbuddelt. Mitten im schönsten Schlaf hatte ich plötzlich eine Bärentatze vor der Nase und anschließend ein Loch im Dach. Danach war es nicht mehr sehr gemütlich mit der ganzen Feuchtigkeit und den ständigen Tropfen auf der Nase. Und dazu noch der Lärm aus der Nachbarschaft. Unglaublich, dass ein Bär überhaupt so laut schnarchen kann wie Pedro. Kurz und gut: ich bin ausgezogen. Da stand ich nun: obdachlos und das mitten im Winter. Aus lauter Not bin ich erst mal in die künstliche Höhle vor der Eingewöhnungsstation gezogen. Plattenbau für Bären sozusagen. Aber was soll ich Euch sagen: 3 Tage Dauerregen und das Wasser lief mir in die Nase. Schon wieder stand ich da, bärenmüde und schlecht gelaunt. Erst dachte ich: was solls, der Winter ist eh bald vorbei. Aber irgendwie ist es mir doch zu ungemütlich. So hab ich mit dem Bau einer neuen Höhle begonnen. Was für eine Plackerei! Der Boden halb gefroren, große Steine überall. Höhlenbau im Winter ist nichts für Plüschbären! Zum Glück bin ich ja Profi. In Null-komma-nichts war der Rohbau fertig. Mittendrin kam MAX angeschlichen, um meine Baustelle zu besichtigen. Typisch Mann! Den Frauen beim Arbeiten zusehen und dann noch „fachbärige“ Kommentare abgeben. Na den hab ich angeschnaubt! Inzwischen ist meine neue Behausung fast fertig. Hier und da ein paar Kleinigkeiten, etwas Inneneinrichtung und schon ist sie einzugsbereit. Dem Bärsonal habe ich abgelauscht, dass der Winter mit Schnee und Kälte zurückkehren soll. Ich sollte mich wohl besser beeilen. Also dann:
Bis bald,
Eure Laura

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Beispielbild

LAURA Kolumne 20.12.2020

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Bärin LAURA

Ihr lieben Zaungucker,
habt Ihr schon mal darüber nachgedacht, in einer Höhle zu leben? Ich kann es Euch nur empfehlen. Es ist wirklich praktisch. Verschwindend geringe Baukosten, keine Baugenehmigung, kaum Heizkosten und damit klimaneutral oder wie Ihr das nennt. Handwerker braucht man auch nicht. Das geht alles mit Do-it-yourself. Und es ist so einfach, dass auch Dumme es lernen können. A propos: PEDRO hat in diesem Jahr eine wirklich anständige Höhle gebaut. Respekt, muss ich sagen. Gut, er ist ja schon 10 Jahre bei uns und hatte reichlich Zeit zum Üben. Aber immerhin ist sie diesmal zum ersten Mal nicht eingestürzt. Auch DORO hat sich überraschend dem Höhlenbau verschrieben. Allerdings übertreibt die gleich: statt eines kuschligen Ein-Höhlen-Appartements baut sie eine Mehrhöhlen-Luxus-Anlage mit Haupt- und Nebeneingang. Allein der davorliegende Aushub! Die Neuzugezogenen müssen oft so übertreiben. Sonst ist eigentlich alles wie jedes Jahr: PARDO schlummert schon lange in der Luxussuite am Hang, JIMMY hat sich frühzeitig seine Höhle am Bärenpool gesichert und auch DAGGI und KATJA sind unter die Erddecke geschlupft. Nur Max und Conny trödeln noch in der Anlage umher, Max allerdings eher halbwach. Meine Höhle ist übrigens in diesem Jahr wieder einmal sehr gelungen. Ich will mich ja nicht unnötig loben, aber sie ist ein echtes Meisterwerk: romantische Lage unter einer Baumwurzel, Eingangsbereich mit Windfang und ein kuschliger, trockener Schlafbereich in genau der richtigen Größe. Falls Ihr also mal einen Tipp braucht für Eure eigene Höhle, ich helfe gern. Obwohl- wenn ich es mir recht überlege: für Euch Menschen mit Eurem schütteren Fell und dem meist kümmerlichen Leibesumfang ist ein Höhlenleben vielleicht doch nicht das Richtige.
Bis bald,
Eure Laura

LAURA Kolumne 04.01.2021

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Bärin LAURA

Ihr lieben Zaungucker,
fast habe ich geglaubt, meine innere Uhr ist defekt. Ich habe extra noch einmal ganz tief in mich hineingehorcht. Aber da war alles in Ordnung. Auf meine innere Uhr ist Verlass. Also habe ich vorsichtig meinen Kopf aus der Höhle gestreckt und hinaus gelauscht in die Nacht. Vielleicht habt ihr es auch gehört? Nicht? Eben! Es war still! Na gut, aus der Ferne hat es ein paarmal gekracht. Aber sonst? Dabei ist in der Nacht, die Ihr Silvester nennt, sonst immer die Hölle los. Es knallt und zischt von allen Seiten, am Himmel drängeln sich Sternschnuppen in bunten Farben und in der Luft hängt noch Tage danach der Rauch. Gut verborgen in meiner Höhle bekomme ich von dem ganzen Theater immer nur wenig mit. Aber die vom Wolfsvolk geraten jedes Jahr in den Tagen rund um Silvester in helle Panik. Mit vor Schreck eingezogener Rute drehen sie Runde um Runde in der Anlage und kommen kaum zur Ruhe. Sind eben nicht schussfest, die Wölfe. Aber diesmal waren sie ganz entspannt. Na gut, das mag auch daran liegen, dass ADENA aufgrund ihres Alters inzwischen stocktaub ist. Und die beiden Neuen, RAIK und RONJA, scheinen weniger empfindsam zu sein. Haben ja auch mal ganz nah bei Menschen gewohnt, wie man so hört. Aber mal ehrlich: habt ihr den Krawall wirklich vermisst? Strahlen die Sterne am Himmel nicht viel schöner als all Euer Feuerwerk? Nicht nur Silvester, auch alles andere war im vergangenen Jahr irgendwie anders als sonst. Euch Menschen ging es nicht gut. Das haben auch wir Bären mitbekommen. Viele ließen die Köpfe hängen und schauten traurig. Aber lasst Euch nicht unterkriegen. Haltet die Nase hoch und die Ohren steif, es wird schon besser werden. Ich jedenfalls wünsche Euch alles Gute für das neue Jahr. Macht´s Beste daraus!
Bis bald,
Eure Laura

LAURA Kolumne 05.06.2020

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Bärin LAURA

Ihr lieben Zaungucker,

vor ein paar Tagen war es endlich soweit. Ich konnte mir den Kisteninhalt, den das Bärsonal so eilig an mir vorbeigetragen hatte, aus der Nähe ansehen. Gespannt wie ein Flitzebogen lugte ich in die Anlage der Neuankömmlinge. Und war dann doch ein wenig enttäuscht. Der geheimnisvolle Kisteninhalt entpuppte sich nur als zwei vom Wolfsvolk. Zwar sehen sie ein bisschen anders aus und riechen auch etwas komisch, sind sonst aber doch ziemlich gewöhnlich. Langweilig. Auf dem Rückweg erlebte ich dann aber doch noch eine Überraschung: mein PEDRO hatte mit der ollen, klapprigen DORO angebandelt. Kann man das fassen! Eben noch saß er turtelnd mit mir im Teich und nun hatte er – schwubbdiwupp- sich eine andere geangelt. Ich war sauer. Nachdem die beiden endlich voneinander abgelassen hatten, nutzte ich eine günstige Gelegenheit. Lässig im Vorbeigehen verpasste ich PEDRO flugs ein paar Tatzenhiebe. Er soll ja schließlich wissen, was ich von seinen amourösen Abenteuern halte. Ziemlich schnell hatte DORO die Nase voll von ihrem jungen Galan. Sein Temperament war wohl doch etwas zu viel für sie. Bei mir braucht PEDRO deswegen aber nicht wieder ankommen. Hat sich ausgeturtelt.

Bis bald,
Eure Laura

LAURA Kolumne 25.05.2020

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Bärin LAURA

Ihr lieben Zaungucker,

na endlich ist wieder was los bei uns. Mir wurde schon ein bisschen langweilig. Ihr Zaungucker seid ja auch wieder da. Und gleich so zahlreich. Aber einige von euch sehen schon etwas seltsam aus. Auch das Bärsonal: immer wieder haben sie komische Lappen im Gesicht, vor Mund und Nase. Seltsam. PARDO meinte: na, das kennt er. Hat er früher auch immer tragen müssen im Zirkus. Mmh, das kommt mir aber eher spanisch vor. Das Bärsonal soll diese Dinger tragen, um Kunststücke vorzuführen? Das glaube ich nicht. Was sollen die schon können! Außer für Futter sorgen, natürlich. Und was sie dabei im Gesicht tragen, ist mir eigentlich auch egal. Apropos tragen: Neulich war ich auf meiner morgendlichen Inspektionsrunde, da bemerkte ich, das unten an unserer Eingewöhnungsstation etwas vor sich ging. Ich bin gleich hin gegangen. Irgendjemand muss hier ja schließlich alles im Auge behalten. Ganz viele vom Bärsonal waren da und einige schleppten eine große Kiste. Aus der roch es seltsam. Irgendwie nach Wolf, aber anders. Ich war ganz schön aufgeregt. Gleich habe ich versucht, dem Bärsonal klar zu machen, dass ich dringend in die Kiste gucken muss. Aber natürlich haben sie das nicht verstanden und haben die Kiste einfach weiter getragen. Ich sag‘s ja: wenn es nicht ums Futter verteilen geht, sind die vom Bärsonal immer etwas schwer von Begriff. Eine zweite Kiste haben sie auch noch vorbei getragen. Leider konnte ich ihnen nicht weiter folgen, weil die Tür zum angrenzenden Anlagenteil geschlossen war. Aber ich werde schon noch herausfinden, wer da in den Kisten gesteckt hat!

Bis bald,
Eure Laura

LAURA Kolumne 21.04.2020

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Bärin LAURA

Ihr lieben Zaungucker,
wo seid ihr nur alle? Erst ist es mir gar nicht so aufgefallen. Im Winter ist es bei uns ja immer sehr ruhig. Nur wenige besuchen uns. Aber jetzt, wo seit einiger Zeit alles grünt und blüht und die Sonne einem schon herrlich warm auf den Pelz scheint, ist es auf den Wegen im Park immer noch leer. Unser Bärsonal, dem ich ganz zufällig bei einem Gespräch zugehört habe, sprach von einer schlimmen Krankheit, die unter Euch Menschen ausgebrochen ist. Ach je, hoffentlich finden Eure Ärzte bald ein Mittel dagegen. Wir Bären werden regelmäßig gegen schlimme Krankheiten geimpft. Ein kleiner Pieks in den Popo und als Ablenkung das Schnäuzchen voll Honig. Wirklich nicht schlimm. Nur MAX regt sich immer fürchterlich auf, schnaubt und brüllt als ginge es um sein Leben. Aber der hat auch Angst vor Wespen und Bienen. Auch große Käfer hat er nicht so gern. Komischer Kauz manchmal. Wir Bären genießen hier gerade den Frühling. Überall sprießt frisches Grün aus dem Boden. Man muss einfach nur hingehen und es abzupfen. Lecker! Bei PARDO und DAGGI ist seit Kurzem die „Rumtollwut“ ausgebrochen. Von morgens bis abends tollen die beiden miteinander umher. Sie plantschen gemeinsam im Teich, rollen im Gras herum oder den Hügel herunter. Ständig spielen und kuscheln sie miteinander. Ich finde das wirklich übertrieben! Obwohl ….letztens war ich ganz zufällig zur gleichen Zeit im Teich wie PEDRO. Hatte ihn gar nicht gesehen. Man will ja nicht unhöflich sein, also habe ich eine Runde mit ihm geplantscht. Hat schon Spaß gemacht. Mal sehen. Der Frühling ist ja noch lang.

Bis bald,
Eure Laura

LAURA Kolumne 02.03.2020

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Bärin LAURA

Ihr lieben Zaungucker,
seltsam, dass ich so traurig bin. Eigentlich kann ich meine Mitbewohner vom Wolfsvolk nämlich nicht so gut leiden. Ständig laufen sie einem vor den Tatzen herum, versuchen uns Bären zu ärgern und bekommen außerdem immer viel mehr leckeres Fleisch als wir. Aber als ich vom Bärsonal erfahren habe, dass Wolfschef AKELA gestorben ist, hat mich das getroffen. Natürlich, er war schon über 13 Jahre alt. Mit 13, wenn wir Bären gerade mitten im Leben stehen, ist ein Wolf schon sehr alt. Doch kann ich mich noch erinnern wie AKELA und seine Geschwister als Welpen durch den Bärenwald getapst sind. Wolfswelpen sind eigentlich nicht viel mehr als kleine Kugelbäuche mit kurzen Beinchen und zerknautschten Gesichtern. Trotzdem mussten wir Bären ständig aufpassen, dass wir ihnen nicht zu nahekamen oder gar versehentlich auf sie traten. Nicht etwa, dass Wolfswelpen gefährlich wären. Aber sie werden behütet und beschützt von ihrer ganzen Familie, von Mutter, Vater und älteren Geschwistern. Ständig passt jemand auf, dass ihnen nichts Schlimmes widerfährt. Wolfsvater DER LAHME war damals besonders fürsorglich. Immer in Habachtstellung hat er liebevoll mit seinen Kindern gespielt, sie umsorgt und ihnen Futter zugetragen. Und wehe, einer von uns Bären ist den kleinen Fellknäueln zu nahegetreten. In null Komma nix hatte man die gesamte Wolfsfamilie am Hals, oder besser gesagt am Bärenpopo. Da habe selbst ich lieber Fersengeld gegeben. Wir Bären sind ganz anders veranlagt. Bärenmütter sind alleinerziehend. Ohne Unterstützung müssen sie allein ihre Jungen beschützen und für ihre Ernährung sorgen. Auch bei Streitigkeiten mit Artgenossen sind wir Bären meistens auf uns gestellt. Da wäre eine Familie zur Unterstützung schon ganz praktisch. Aber andererseits: den ganzen Tag oder gar das ganze Leben lang die bucklige Verwandtschaft am Hals haben? Mit all den kleinen Zankereien und Ritualen? Nee, das wäre mir dann doch zu blöd. Da habe ich lieber meine Ruhe.

Bis bald,
Eure Laura

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