Sie kommen in einer finsteren Höhle zur Welt. Sind so groß wie ein Stück Butter, haben kaum Fell und ihre Augen sind zu. Draußen fegen Schnee und Frost über das Land, während sie im Schoß ihrer Mutter zu den größten Beutegreifern des europäischen Festlands heranwachsen: Braunbären.

Geboren werden sie während der Winterruhe.

Doch was hat es mit diesem Phänomen der Natur auf sich?

Kann ein Leben in Gefangenschaft Bären überhaupt gerecht werden und warum gibt es in den Projekten der STIFTUNG für BÄREN -Wildtier- und Artenschutz keinen Nachwuchs?

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Sie hockt alleine in der Ecke ihres kargen, finsteren Käfigs. Seit Jahren lebt sie hinter den Kulissen der Zirkusmanege in jenem lebensverachtenden Verlies. Im grellen Licht der Scheinwerfer fährt ihre Besitzerin auf einem Wagen im Kreis, gezogen von einem Pferd, auf dem ein verängstigter Tiger steht, neben der Besitzerin selbst ein übergewichtiger Bär mit Maulkorb und Leine. Sie, Maxy Niedermeyer, in der Presse als Bärenflüsterin gefeiert, inszeniert sich selbst in einem prachtvollen Gewand, lässt sich durch die Manege kutschieren wie eine Königin. Dies erinnert ein wenig an die Anfänge des Zirkusses, damals in der Antike, als in einem Zirkus hauptsächlich Wagenrennen und Tierkämpfe stattfanden.

Nach der Rundfahrt in der Manege beginnt erst die wirkliche Erniedrigung für den Bären. Von Niedermeyer an der Leine herumgeführt, muss das wehrlose Tier Purzelbäume machen, wird auf eine Plattform in der Mitte geführt, wo es sich wie ein braves Hündchen Sitz machen muss, dann auf den Kopf getätschelt bekommt und schließlich Futter.
Eigentlich hätte dies DAGGIs Part sein sollen, doch die junge Bärin verweigerte die Dressur. Deswegen kam sie in den Käfig. Weggesperrt von der s.g. Bärenflüsterin, die angeblich ihre Tiere wie ihre eigenen Kinder liebte.

Sie streifte sich blitzschnell den Maulkorb ab, bearbeitete mich minutenlang mit Schlägen mit den Vordertatzen. Dann hat ein erfahrener ehemaliger Raubtierkutscher ihr einen Eisenanker über den Schädel geschlagen und sie war ziemlich ko. [...] Da bin ich zu ihr in den Wagen und wir haben uns auseinandergesetzt. Danach haben wir uns gut ein Jahr lang gegenseitig misstraut.

In dieser Anekdote ging es nicht um DAGGI, sondern einen Eisbären, der Niedermeyer angriff. Doch sie beschreibt den Umgang der Dompteurin, generell von Tierdresseuren, mit den Tieren ganz gut. Letztlich geht es immer nur um die Selbstdarstellung. Macht, Dominanz, Gewalt. Den Tieren selbst bringt es gar nichts, im Gegenteil. Wie wir DAGGI kennenlernten, als sie zu uns in den Alternativen Bärenpark Worbis kam, lässt stark darauf deuten, dass auch sie mit Niedermeyer die ein oder andere “Auseinandersetzung” hatte. Denn ihre Abneigung gegenüber Menschen war sehr stark ausgeprägt. Im Laufe der Jahre hat sich dies wieder ein wenig gelegt, doch das, was DAGGI wohl am wenigsten leiden kann - sind wir Menschen.

Und das aus gutem Grund. 2014 kam DAGGI zu uns nach Worbis. 2016 wurde Ben, der letzte aktive Zirkusbär Deutschlands, beschlagnahmt. Dies ist nun genau zehn Jahre her und in ganz Europa hat sich seitdem einiges getan in Sachen Zirkus und Tierschutz.

In ganz Europa? Nein. Ein kleines Land in der Mitte des Kontinents hält wacker an der Zucht, Dressur, Ausbeutung, Missbrauch und dem Handel von Wildtieren fest.
Deutschland.

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02|04|2026 Der Wolf wird in das Bundesjagdgesetz aufgenommen. Ab 1 Juli 2026 beginnt die Jagdzeit. Damit die Weidehalter nachts endlich ruhig schlafen können, erklärt Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer. Wölfe fressen Weidetiere, wenn die Wölfe abgeschossen werden dürfen, dann ist die logische Schlussfolgerung: Die Weidetiere sind nun sicher. Aber was ist, wenn wie in Hamburg Anfang des Jahres 2026, ein Wolf in die Städte kommt? Gar, wie die Befürchtung von Hamburgs Umweltsenatorin Katharina Fegebank ist, dass er wiederholt und mit Vorsatz in Siedlungen läuft und dann zum Kindergarten geht?

Fakten auf den Tisch: Wenn die oben genannten Aspekte ernsthaft in der Öffentlichkeit von Entscheidungsträgern diskutiert werden, tatsächlich zur offiziellen Aussage der Bundesregierung Deutschland zählen, dann klingt dies wie aus einem Satiremagazin, aber es ist alles andere als witzig: Es ist besorgniserregend. Denn es zeugt von einem drastischen Missverständnis von Natur, Umwelt und Artenschutz, ist zudem ein öffentliches Zugeständnis zu diversen Lobbyisten. Aber nun mal ehrlich: Was hat es mit der neuen Regelung auf sich, ist die Jagd auf Wölfe jetzt eröffnet? Wie gefährlich sind Wölfe? Wie effektiv ist der Abschuss von Wölfen bezogen auf den Herdenschutz und warum taucht der Begriff Trophäe immer wieder auf? Und nicht zuletzt: gibt es wirklich so viele Wölfe in Deutschland?


In unserem Wissensblog zum Thema Wolfsschutz in Deutschland werden wir diesen Fragen auf den Grund gehen und versuchen, Fakt von Fiktion zu trennen.

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Juni 2026: 50 Kilometer Luftlinie vor Baden-Württemberg wird ein Bär gesichtet. Dies weckt Erinnerungen an das Bärendrama mit JJ4, bekannt als BRUNO, der am 26.06.2006 in Bayern erschossen wurde. Wie damals ist es wieder zur Zeit der Fußball Weltmeisterschaft. Wie damals wirkt die Bundesrepublik unvorbereitet. Was wurde in den letzten 20 Jahren versäumt? Was können wir heute tun und wie ist der Ausblick in 20 Jahren?

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Wir schützen, was wir kennen. Konzept: Alphawolf. Reservepopulation ist die Geheimwaffe im Artenschutz… auch außerhalb von Rotkäppchen sind unzählige Märchen im Umlauf. Auf den ersten Blick scheint das recht harmlos zu sein, doch Unwissenheit und Halbwissen können extrem gefährlich sein, besonders, wenn es um Tiere geht. Denn der Großteil von Tierleid ist auf mangelnde, gar falsche Bildung zurückzuführen. Daher ist Pädagogik eines der wichtigsten Tools für den nachhaltigen Tierschutz.

Aber warum können wir als Gesellschaft nicht einfach weitermachen wie bisher? Was ist richtig, was ist falsch? Wo können wir ansetzen und wo wollen wir hin? Trennen wir Phrasen von Fakten und finden wir heraus, warum es so fatal ist, jemanden einen Bären aufzubinden.

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Frühjahr 2025, Thüringen: ein Luchs streift durch die Wohngegend einer kleinen Gemeinde, ist abgemagert, wirkt kränklich. Sein auffälliges Verhalten steht unter Beobachtung, schließlich folgt die Entnahme. Es ist die Nacht vom 3. auf den 4. Juni 2025, als er im Alternativen Bärenpark Worbis ankommt. Er ist jung, kommt aus der freien Wildbahn und braucht einen Ort, um wieder zu Kräften zu kommen. Genau für diesen Fall haben wir uns vorbereitet, der Luchs wird in unsere Wildtierauffangstation gebracht, wo er gesund gepflegt wird. Und ein paar Monate später, am 29.08.2025, wird er zurück in die Natur entlassen.

Dies ist eine gemeinsame Aktion mit dem Umweltministerium Thüringen, dem Projektteam Luchs Thüringen, dem BUND und der STIFTUNG für BÄREN -Wildtier- und Artenschutz. Dies zeigt zum einen, dass die Bemühungen, der Art Luchs einen Lebensraum in ihrem einstigen Zuhause in Deutschland zu ermöglichen, erste Erfolge zeigen. Es zeigt aber auch, dass mit der Rückkehr der Tiere die Verantwortung und die Notwendigkeit wächst, das Wildtiermanagement dem Luchs anzupassen. Und es ist ein Beispiel dafür, dass Behörden und Organisationen Hand in Hand arbeiten müssen, um einen professionellen, effektiven und nachhaltigen Umgang mit Wildtieren, in dem Fall speziell Beutegreifern, umzusetzen.

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Sie sind in jedem Kinderzimmer zu finden. Sie wurden systematisch ausgerottet. Sie sind Symbol für Umweltschutz. Ihr Lebensraum wird zerstört. Als Welpen sind sie Medienstars…. und letztlich sind sie Opfer der wohl schlimmsten Grausamkeit, die sich Menschen je ausgedacht haben - und das im Sinne des Artenschutzes. Bis heute prägen Bären die menschliche Kultur und üben eine Faszination aus wie kaum ein anderes Wildtier. Und genau das wird ihnen zum Verhängnis. Doch wer sind sie überhaupt, die Großbären, wo leben sie eigentlich, was tut der Mensch ihnen an und vor allem: was können wir dagegen tun?

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Der Bundesrat hat am 27.03.2026 einem Gesetzesentwurf vom Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer (CSU) zugestimmt. Somit wird der Wolf ins Bundesjagdrecht aufgenommen. Damit fällt die Zuständigkeit von der Naturschutzbehörde auf zur Jagdbehörde.

Doch was bedeutet das und welche Probleme gibt es? 

Werfen wir einen Blick auf 3 wesentliche Aspekte der Neuerungen: 

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Deutschland ist Europas Zentrum für Wildtierhandel. Schon seit Jahrzehnten werden wir mit Tierschicksalen konfrontiert, in die deutsche Einrichtungen oder Privatpersonen involviert sind. Grund dafür ist eine veraltete Gesetzeslage, die zahlreiche Lücken und Grauzonen aufweist. Mittlerweile ist das Ausmaß jedoch alarmierend. Die EU ist weltweit ein Hauptmarkt für Wildtiere - und die Bundesrepublik ist dahingehend der Topakteur.

Wie kann das sein? Was hat es mit der viel diskutierten Positivliste zu tun und wie können Lösungsansätze aussehen?

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Wenn die Spannung steigt, Rivalen diskutieren und jede Menge Hormone im Spiel sind: die Ranzzeit oder Paarungszeit sowohl bei Luchsen als auch Wölfen findet stets Anfang des Jahres statt. Doch warum? Was passiert währenddessen im Leben der Vierbeiner? Wo gibt es Unterschiede zwischen Luchs und Wolf? Und wie verhält sich die Ranzzeit in unseren Projekten?

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