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Konferenz der weltweit führenden Bärenexperten in Slowenien

Teilnehmer der Konferenz
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Ein Wildtiermanagement zulassen, das auch umsetzbar und praktikabel ist
Über 250 Bärenexperten trafen sich eine Woche lang in Ljubljana. Aktuelle Forschungsberichte und technische Fortschritte wurden präsentiert. Ergebnisse liefern praxisorientierte Ansätze auch im Umgang mit Wolf und Luchs.

LEINEFELDE-WORBIS/BAD RIPPOLDSAU-SCHAPBACH. Die STIFTUNG für BÄREN war Teilnehmer einer internationalen Konferenz in Ljubljana, Slowenien, ausgerichtet von der  International Association for Bear Research and Management (IBA). Weit mehr als 250 der führenden Wissenschftler_Innen und Manager_Innen im Bereich Bär-Mensch-Interaktionen kamen zusammen. Die vorgestellten Ergebnisse mit dem Schwerpunkt Zusammenleben von Mensch und Bär in von Menschen dominierten und politisch fragmentierten Landschaften zeigten wichtige praktische Hinweise für das Bärenerwartungsland Deutschland. Doch zahlreiche Fallstudien geben ebenso wichtige Aufschlüsse im Umgang mit Wolf und Luchs, also den bereits heimischen Beutegreifern.

Bernd Nonnenmacher, Parkleiter im ALTERNATIVEN WOLF- und BÄRENPARK SCHWARZWALD:
„Bei genauerer Auswertung der Risse durch Prädatoren stellt sich heraus, dass das Errichten von Elektrozäunen allein nicht für ausreichend Schutz sorgt. Zum einen bilden Herdenschutzhunde einen wichtigen Faktor zum Schutz der Nutztiere, zum anderen ist es elementar mit den Betroffenen direkt zusammen zu arbeiten. Intelligente Wildtiere wie der Wolf sind nicht mit geeichten Richtlinien zu überlisten, sondern es gilt, jeden Fall individuell zu betreuen.“

WIE SOLL DAS GEHEN? Die STIFTUNG für BÄREN organisiert selbst eine Internationale Wildtierkonferenz im Oktober dieses Jahres, unter der Schirmherrschaft vom Thüringer Umweltministerium. Ziel dabei ist, Wege zu finden, um Nutztiere ausreichenden schützen zu können und gleichzeitig dem Artenschutz tolerant gegenüberzustehen. Dazu ist auch eine praktische Zusammenarbeit auf internationaler Ebene unumgänglich.

Rüdiger Schmiedel, Geschäftsführer der STIFTUNG für BÄREN:
„Im Gegensatz zu Kontinenten wie Asien beispielsweise, hat Europa keine geographischen Grenzen, sondern gesellschaftliche. Heimisch bedeutet für Wolf, Luchs und Bär nicht Deutschland oder Schweiz, sondern Europa. Und auf dieser Ebene muss auch agiert werden. Ein wirkungsvolles Wildtiermanagement kann nur mit internationalen Praktikern und einheitlichen Managementplänen umgesetzt werden.“

Nach dem tragischen Zwischenfall 2006 in Bayern, als der Braunbär Bruno abgeschossen wurde, war es Anliegen der STIFTUNG, ein internationales Netzwerk nicht nur aufzubauen, sondern auch einsatzfähig zu machen. Die Wildtierkonferenz im Oktober 2018 soll an dieses Vorhaben nicht nur anknüpfen, sondern auch gleichzeitig den Beginn einer Weiterentwicklung der Projekte der STIFTUNG einleiten. Fokus liegt dabei auf dem Ausbau von Kompetenzzentren und Einsatzteams.

HINTERGRÜNDE

IBA: Die International Association for Bear Research and Management ist eine gemeinnützige Organisation für Biologen, Wildtiermanager und andere, die zum Schutz der verschiedenen Bärenarten in der ganzen Welt arbeiten. Die Organisation hat über 550 Mitglieder aus über 50 Ländern, die STIFTUNG für BÄREN ist Mitglied dieser Organisation.

LIFE WITH BEARS – 26th INTERNATIONAL CONFERENCE ON BEAR REASEARCH AND MANAGEMENT
Im Rahmen des LIFE DINALP BEAR Projekts fand eine internationale Bärenkonferenz in Ljubljana Ende September statt. Organisiert wurde die Veranstaltung von der Universität Ljubljana, der slowenischen Forstverwaltung und der IBA.

Man vermutet eine aktuelle Population der großen Beutegreifer in Europa von: Wolf – 17.000, Luchs – 9.000, Bär – 16.000.

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Bärenhaltung wie im Mittelalter – ein Weltkulturerbe?

Trister Betongraben in Krumlov
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„Es ist traurig mitzuerleben, dass gerade eine Organisation wie die UNESCO, die sich für Nachhaltigkeit und Kulturgut stark macht, den zeitgemäßen Tierschutz ignoriert. Wir können es nicht akzeptieren, wenn die Ausbeutung von Tieren als Erbe kommender Generationen deklariert wird.“

Rüdiger Schmiedel, Geschäftsführer STIFTUNG für BÄREN

Kaum zu glauben: Im zum UNESCO-Weltkulturerbe gehörenden Schloss Český Krumlov muss auch heute noch eine Braunbärin im kargen Schlossgraben leben. Mehrfach hat die STIFTUNG für BÄREN sowohl UNESCO als auch Betreiber auf die Missstände aufmerksam gemacht und Hilfsangebote unterbreitet. Doch bis heute gibt es keine Reaktion der Verantwortlichen.

LEINEFELDE-WORBIS/BAD RIPPOLDSAU-SCHAPBACH Vor einigen Wochen unternahm ein Team der STIFTUNG für BÄREN eine Beratungs- und Bildungsreise nach Osteuropa. Eine der zahlreichen Einrichtungen die besucht wurden, war das Schloss Český Krumlov in der Tschechischen Republik, wo die 1994 geborene Bärin Maria Theresia im Bärengraben dahinvegetiert. Bereits seit Jahren befasst sich die STIFTUNG mit dieser tierquälerischen Bärenhaltung: es wurden die Betreiber kontaktiert, die UNESCO selbst angeschrieben, einige Artikel veröffentlicht, vor Ort nachgefragt und nicht zuletzt eine Petition gestartet, um das Bärenleid endlich zu beenden. Es wurde sogar Hilfe angeboten, bei einer zeitgemäßen, tierfreien Darstellung der Bären-Geschichte im Schlossgraben mitzuwirken. Nach wie vor lässt eine Reaktion seitens der Verantwortlichen auf sich warten. Doch die STIFTUNG für BÄREN gibt nicht auf. Sie wird sich weiterhin für ein Ende des Tierleids im UNESCO-Weltkulturerbe einsetzen.

HINTERGRUND Das Schloss Český Krumlov aus dem 13. Jahrhundert wurde 1992 zusammen mit dem mittelalterlichen historischen Stadtzentrum von der UNESCO als Weltkulturerbe ausgezeichnet. Es ist ein beliebter Touristenmagnet und somit hochfrequentiert. Allerdings lebt, wie im Mittelalter, immer noch eine echte Bärin in dem viel zu kleinen Schlossgraben, die dort für Besucher zur Schau gestellt wird.

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Rückkehr der Bären nach Deutschland

JURKA, die Botschafterin der Wildtiere
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In naher Zukunft ist mit der Rückkehr von Braunbären zu rechnen. Aus der Tragödie von BRUNO vor 12 Jahren muss gelernt werden. Internationale Zusammenarbeit im Bereich Wildtiermanagement ist erstrebenswert.

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Wolfsriss Bad Wildbad

Fluss ist kein Hindernis für einen Wolf
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„Einen wölfischen Vierbeiner einzufangen ist also nicht einfach mal so zu handhaben. An den gescheiterten Einfangversuchen in Thüringen wird dies deutlich. Wichtig für das Wildtiermanagement ist jetzt, einen praxisorientierten Maßnahmeplan für den Umgang mit wildlebenden Wölfen für Baden-Württemberg aufzustellen.“

Rüdiger Schmiedel, Geschäftsführer der STIFTUNG für BÄREN

BAD RIPPOLDSAU-SCHAPBACH. In einem Artikel des „Schwarzwälder Boten“ [09.05.2018 Wolfsriss: Herdenschutz mit Fragezeichen] bekundete der Landwirt Gernot Fröschle, dass er den Wolf, der seine Schafe riss, am liebsten in dem ALTERNATIVEN WOLF- und BÄRENPARK sehen würde. Seiner Meinung nach sollte das Tier eingefangen oder anderweitig der Natur entnommen werden. Die STIFTUNG für BÄREN, Betreiber des Tierschutzprojektes in Bad Rippoldsau-Schapbach, lehnt diese Argumentation allerdings entschieden ab. Das Verhalten des Wolfs ist weder auffällig, noch ist er verletzt. Daher besteht überhaupt kein Grund dafür, ein gesundes Wildtier einzufangen und einzusperren. Den Jagdtrieb des Wildtieres auf Nutztiere zu unterbinden, können wirksame Herdenschutzhunde ermöglichen. Dieser Tatsache müssen sich auch die Schäfer im Ländle stellen. Zudem ist es unverständlich, wie unbedarft die Tierhalter an die mangelnde Sicherung in Richtung des Flusslaufes Enz vorgegangen sind. Ein Fluss ist kein Hindernis für einen Wolf, Luchs, nicht mal für einen Fuchs.

Im Thüringer Tierschutzprojekt der Stiftung, dem ALTERNATIVEN BÄRENPARK WORBIS, entsteht derzeit eine Anlage, in der Wolfshybriden aufgenommen werden könnten. Wolfshybriden werden bis in die 5. Generation wie Wölfe behandelt. Eine Entnahme aus der Natur ist gemäß dem Bundesnaturschutzgesetz notwendig, um die genetische Reinheit der Art zu bewahren. Das Einfangen der Mischlinge gestaltete sich jedoch schwierig. In den letzten Monaten ist in Thüringen kein Fangerfolg möglich gewesen.

Die Anlage in Worbis wird nach ihrer Fertigstellung als Auffangstation für verletzte Wildtiere [Wolf, Luchs] dienen, die wieder in die Natur entlassen werden sollen. Die Gegebenheiten für eine entsprechende Auffangstation im Schwarzwald sind derzeit nicht vorhanden.

 

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Hilfsaktion – Kragenbären: Einsatzteam startet nächste Woche

HILFSAKTION-KRAGENBÄREN
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Die Ankunft der zwei Kragenbären im ALTERNATIVEN WOLF- und BÄRENPARK SCHWARZWALD steht fest.Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren. Das Einsatzteam startet nächste Woche.

BAD RIPPOLDSAU-SCHAPBACH: CHANDAK und CHADNA werden die beiden Kragenbären heißen, die in der elften Kalenderwoche 2018 im ALTERNATIVEN WOLF-und BÄRENPARK SCHWARZWALD ankommen sollen. Die Namen wurden von den Tierschützern neu vergeben, symbolisch für den neuen Lebensabschnitt. Die beiden Tiere kommen aus den Tierparks Bad Pyrmont und Brüggen. Einrichtungen, in denen sie unter suboptimalen Bedingungen leben mussten. Dort werden die Vierbeiner derzeit an die Transportboxen gewöhnt, um ihnen die stressige Narkose zu ersparen. 

Auch die Vorbereitungen im Tierschutzprojekt der STIFTUNG laufen auf Hochtouren. Sowohl die Freianlagen, als auch die Quarantänestation müssen umgebaut beziehungsweise hergerichtet werden. Denn dem männlichen Ursus thibetanus steht noch eine Kastration bevor, um Nachwuchs in Gefangenschaft zu vermeiden. Bittere Kälte und hartnäckiger Frost erschwerten die Arbeiten im Außenbereich jedoch ungemein. Doch das Team im Schwarzwald gibt sich zuversichtlich, dass der Einsatz wie geplant am Montag, den 12. März 2018 stattfinden kann.

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Revolutionär: Weltweit erste Gemeinschaftshaltung von Luchs und Bär im Tierschutz

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„Natürlichkeit kann man nicht kaufen, sondern sie braucht Freiraum um sich zu entwickeln. Seit etlichen Jahren wenden wir dieses Prinzip in unseren Projekten an. Ein Erfolgskonzept, von dem vor allen die Tiere profitieren."

Bernd Nonnenmacher, Parkleiter ALTERNATIVER WOLF- und BÄRENPARK SCHWARZWALD

Luchs CHRALIE und Bär BEN treffen zum ersten Mal aufeinander. Damit ist das Tierschutzprojekt weltweit die einzige Einrichtung, indem die beiden Tierarten miteinander leben. Der Erfolg gibt wegweisende Perspektiven.

BAD RIPOLDSAU-SCHAPBACH. Es ist ein Moment, der den Mitarbeitern den Atem verschlägt: Luchs CHARLIE sitzt auf dem Eingang genau der Höhle, in der Braunbär BEN Winterruhe hält. Kurz darauf treffen beide zum ersten Mal aufeinander. Für die Tiere keine besondere Sache. Die Prädatoren klären direkt die Fronten und nach zehn Minuten ist der BEN wieder in seiner Winter Höhle. Doch den Tierschützern im Schwarzwald ist klar – DAS gerade war ein denkwürdiger Augenblick! Seit knapp 8 Wochen können die Luchse den Zugang nutzen, der ihre Anlage mit der verbindet, in welcher Braunbär BEN gerade seine Winterruhe verbringt. Der als Langschläfer bekannte Braunbär ließ sich am 5. Januar blicken und weckte alsbald das Interesse des Kuders CHARLIE.

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Das Märchen vom Artenschutz

Lebensunwürdig: Eisbären in Gefangenschaft
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Die STIFTUNG für BÄREN lehnt die Zucht von Wildtieren in Zoos ab. Artenschutz kann nicht nur künstlich betrieben werden, der Erhalt der Lebensräume ist viel wichtiger. Aktuelle Vorfälle zeigen Folgen der Zucht.

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Märchenhafte Bärenweihnacht

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Märchenhafte Bärenweihnacht findet am 9/10 Dezember im ALTERNATIVEN WOLF- und BÄRENPARK statt. Kein herkömmlicher Weihnachtsmarkt, sondern eine einzigartige Reise durch die „Bärenpark-Fabel“ wird geboten. Ein weiters Highlight des Weihnachtsmarktes ist eine Nachtwanderung mit märchenhaften Hintergrund.

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Bärin BIGGI kehrt in die Heimat zurück!

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Die am 02. Mai 2017 verstorbene Bärin BIGGI kehrt in ihre angestammte Heimat, dem Alternativen Wolf- und Bärenpark Schwarzwald, zurück! Als eindrucksvolles Präparat unterstützt sie zukünftig die Wildtierpädagogik des Tierschutzprojektes.

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Vermarktung der Berliner Pandas erreicht absurde Dimensionen

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Streng limitierte Gedenkmünze der Berliner Pandabären ist nun erhältlich. Sie soll an die Eröffnung der neuen Gehege erinnern. Der Begriff Fehlprägung erlangt eine ganz neue Bedeutung. Kommerzielle Ausschlachtung der Tiere kennt keine Grenzen. Beleg einer beängstigenden, kulturellen Entwicklung.

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