Bärenpark Worbis, Duderstädter Allee 49, 37339 Leinefelde-Worbis

Geist im Morgengrauen: MILAN

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Wer beobachtet wen?

Mittwochfrüh, kurz nach Dienstbeginn: eine unserer Tierpflegerinnen sieht einen grauen Geist durch die Anlage schweben, kurz darauf noch zwei spitze Ohren aus der Erde. Und das wird wohl auch das Letzte sein, was man heute vom alten MILAN sehen wird.

Auch wenn wir uns natürlich stets sehr darüber freuen, wenn wir den Grauwolf mal zu Gesicht bekommen, sind wir mehr als glücklich darüber, dass er die Rückzugsmöglichkeiten der Freianlagen ausgiebig nutzt. MLAN ist der Inbegriff des scheuen Wolfs. Doch so sehr er auch die Blicke der Menschen meidet, so neugierig ist er im Gegenzug. Aus seinem Versteck im Dickicht heraus beobachtet er nur zu gerne das Treiben auf der anderen Seite des Zauns.

Dabei war sein Leben eigentlich vom Gegenteil bestimmt: auf kargem Boden verbrachte er Jahre in einem Freizeitpark ohne die Möglichkeit sich zu verstecken. 2017 kam dann glücklicherweise die Wende. Er und sechs weitere Wölfe [leben heute im Schwarzwald] konnten gerettet werden. Bereits kurz nach seiner Ankunft in unserem Bärenwald nutze er die verwinkelte Anlage mit ihren vielen Verstecken nach Herzenslust. Und daran hat sich bis heute nichts geändert.

Es ist überragend mitzuerleben, wie der betagte Vierbeiner jetzt im hohen Alter den Wolf in sich entdeckt und es in vollen Zügen genießt. Im Namen der Tiere möchten wir uns ganz herzlich bei den Paten, Spendern und Unterstützern bedanken, die uns den Rückhalt geben um misshandelte Tiere wie MILAN zu retten und ihre Situation nachhaltig zu verbessern.

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POLDI: volle Kraft voraus!

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Braunbär POLDI

Sektion 2 ist die größte unserer Anlagen. Dort gibt es langgezogene, teilweise sehr steile Hänge, einen Bachlauf und viele weitere natürliche Elemente. POLDI gehört zu den Vierbeinern, die körperlich wohl am härtesten von ihrer schrecklichen Vergangenheit getroffen wurden. Die vielen Jahre in einer kleinen LKW Garage hatten verheerende Auswirkungen, besonders auf seine Hinterläufe. Als er im Jahr 2010 von uns gerettet wurde, konnte der stattliche Braunbär nicht mehr gehen und zog sich allein mit der Kraft seiner Vorderbeine auf dem Bauch durch die Anlage. Manch einer wäre daran verzweifelt, aber nicht unser POLDI! Schritt für Schritt lernte er das Gehen auf weichem Waldboden und trainierte seine Muskeln. Nun marschiert er beherzt hinter Artgenosse SCHAPI her, läuft durch die Anlagen über Stock und Stein.

Jeden Tag begeistert es uns wieder aufs Neue, wenn wir POLDI in Aktion bei seinen Wanderungen beobachten dürfen. Dabei mag er nicht der schnellste sein, aber gerade das ist so faszinierend an ihm – sein schier unerschöpflicher Lebenswille. Wie er sich trotz seiner sehr starken Einschränkung bewegt, sich nicht davon unterkriegen lässt und das Bärsein in unserem Schwarzwälder Tierschutzprojekt ausgiebig genießt. Durch seine unverwechselbare Art gibt er auch uns immer wieder Kraft und Inspiration für unsere Arbeit, besonders in schweren Zeiten.

Von ganzen Herzen und im Namen der Tiere sagen wir daher Danke für die Paten, Spender und Unterstützer, die es uns ermöglichen, misshandelten Bären wie POLDI ein tiergerechtes Leben zu bieten.

 

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JURKA Kolumne 13.04.2020

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Jurka-Kolumne

Ein Wort auf allen Vieren

Ciao und grüß Gott, liebe Leute! Ostern steht vor der Tür und gerade an solchen Feiertagen merkt man besonders, wer fehlt. Aber ich habe so ein Gefühl, dass genau das, was uns dieser Tage trennt, uns eigentlich enger zusammenbringt. Und auch wenn die Gesellschaft der Zweibeiner momentan nahezu stillgelegt ist, dreht sich die Welt weiter – und wir Vierbeiner mit. Denn es hat mich sehr gefreut zu sehen, wie unsere DARIA, die ja fast 30 Jahre im Zoo lebte und nie Winterruhe halten durfte, jetzt endlich nach 169 Tagen in ihrer Winterhöhle diese endlich verlassen hat und wieder fröhlich in den Freianlagen umhermarschiert. Bärenstark, wie sie gemächlich, nach und nach die anderen Bewohner kennenlernt. Letzte Woche zum Beispiel unsere gute alte KAJA.
Als sie in der Seniorenresidenz auf die einstige Zirkusbärin traf, ging mir wahrlich das Herz auf. Denn ihr kenn mich ja, eure energievolle, leidenschaftliche JURKA freut sich immer über dynamische Interaktionen. Und die beiden waren geradezu hinreißend.

Die eine stellte sich der anderen, dann wieder umgekehrt, dann ging es von vorne los. Ich bilde mir ein, etwas südländisches Temperament bei DARIA gesehen zu haben. Jedenfalls, die beiden alten Damen haben eindrucksvoll demonstriert, dass es nie zu spät ist, seine eigene Natur zu entdecken.

 

 Eure

JURKA

 

 

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