Bärenpark Worbis, Duderstädter Allee 49, 37339 Leinefelde-Worbis

Bens OP im Film

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Ben-OP 600
Wir hatten Bens OP-Film für Dienstag angekündigt. Leider hat der SWR kurzfristig sein Programm geändert. Der Beitrag über Bens Vorsorgeuntersuchung und die Operation ist jetzt in der Mediathek zu sehen.

Unser Ben: Von den Bärenpark-Mitarbeitern wird er liebevoll „Der Teddy“ genannt. Bereits am Tag vor dem Eingriff wird der stets gutmütige Bär mit dem sanften Lächeln in die Eingewöhnungsstation gelockt. Am Morgen gegen acht Uhr treffen Vertreter der Presse ein. Leute tummeln sich, es wird gerufen, Filmlicht installiert. Ben scheint der Rummel nicht zu interessieren.

Um Halbneun trifft der Vertragstierarzt des Bärenparks Meinhard Sieder aus Wolfach ein. In wenigen Minuten hat er den Narkose-Pfeil fertig und in sein Blasrohr eingeschoben. Tierpfleger Michael Würz lockt Ben mit einer Karotte an die passende Stelle. Dann kann der Tierarzt sein Blasrohr durch das Gitter der Eingewöhnungsstation schieben. Aus nur einem Meter platziert er den Pfeil im Nacken des Bären. Ben nimmt sogar den Einstich ganz gelassen hin. Es wird noch ein zweiter Narkosepfeil benötigt, aber dann schläft Ben friedlich ein. Dr. Sieder prüft noch einmal mit dem Stil eines Besens: „Jetzt schläft er.“

Was der Unterschied zu einem Kaninchen sei, wird Dr. Sieder gefragt. „Na, die Bären sind halt größer, und sonst bin ich eher Einzelkämpfer“, spielt der Tierarzt auf den Mitarbeiter- und Presserummel an. Acht Helfer braucht es nun, um den Bären auf die Transportplane zu hieven und anschließend auf den OP-Tisch. Es folgt eine Reihe von Untersuchungen. Zunächst nimmt Dr. Sieder eine Kotprobe. Bei der Untersuchung der Augen wird ein Katarakt, also eine Trübung der Augenlinse, im linken Auge festgestellt. Die Ohren sind o.k., allerdings pult Dr. Sieder mit dem behandschuhten Zeigefinger deratige Mengen von dunklem Ohrenschmalz hervor, dass einige der Umstehenden wohl eine üble Abnormität vermuten. Zumindest ist man geneigt, das aus den Gesichtsausdrücken mancher Beteiligter zu schließen.

Einige Zahnspitzen sind abgebrochen. Dr. Sieder trägt Zahnlack auf, um Bens Beißerchen wieder zu versiegeln. Die inneren Organe werden abgetastet: kein Befund. Die Krallen sind soweit o.k. Vorn links außen wird ein bisschen gestutzt. Dann packt Dr. Sieder die Beine einzeln, streckt und beugt sie jeweils. Hinten rechts im Knie vermutet er Arthrose, was dann auch Bens entenartigen Gang mit weit ausgetellten Gang erklären würde. Für eine genauere Analyse fertigt er Röntgenbilder an.

Hinten links überm Schienbein stellt Dr. Sieder dann noch ein kirschgroßes Papillom fest – oder was er dafür hält. Ob es sich tatsächlich um einen gutartigen Tumor handelt soll eine Laboruntersuchung ergeben. Dr. Sieder rasiert das Fell rund um die Wucherung, schneidet die Wucherung selbst heraus und näht die Wunde dann mit drei Stichen. Zum Schluss noch ein letzter Stich: Dann ist Ben auch gegen Tollwut und Leptospirose geimpft.

Der Beitrag ist hier zu sehen: 

http://www.swr.de/landesschau-aktuell/bw/suedbaden/baer-operation-rippoldsau/-/id=1552/nid=1552/did=13987350/swlq1q/index.html

Beerenzeit ist Bärenzeit

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Beerenzeit 600

Die Bären sind los. Kein Wunder, 2014 ist ein phantastisches Beerenjahr. Unsere Bären sind deshalb viel auf den Beinen, um Him- und Brombeeren zu ernten. Für Besucher bietet sich die Möglichkeit, besonders bärentypische Momente zu erleben — und das unter verbesserten Bedingungen.

Bärin Kaja muss wohl glücklich sein. Schon seit einer halben Stunde stöbert sie durchs Brombeergebüsch. Immer wieder schaut der Kopf oben raus, stülpen sich die Lippen nach vorn, und Beere um Beere wandert in ihr Schleckermaul. Man sieht, dass es ihr schmeckt.

Für die ehemalige Zirkusbärin ist das leider keine Selbstverständlichkeit. Viele Jahre unter unwürdigen Bedingungen haben zu Verhaltensstörungen geführt. Wenn nichts ihre Aufmerksamkeit wecken kann, verbringt sie Stunden damit, auf kurzen Strecken hin- und herzumarschieren. Obwohl Kaja nun schon drei Jahre im Park verbringt, hat sie diese Störungen noch immer nicht ganz überwunden. Trotzdem ist Rüdiger Schmiedel stolz darauf, dass sie so weit ist, wie sie ist: „Wenn wir Kaja nicht diese naturnahe Umgebung bieten könnten, sehe es viel schlechter für sie aus. Die natürlichen Bedingungen, die Kaja hier vorfindet, helfen ihr, ihr Trauma zu überwinden.“


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Fotofenster 600
Besucher, die Kaja und ihre Kollegen bei der Bärenernte beobachten möchten, finden mittlerweile verbesserte Bedingungen vor. Bärenpark-Mitarbeiter haben Fotofenster im Zaun der Anlage angebracht und mit roten Schildchen gekennzeichnet. Hier können Fotografen nun ihre Objektive auflegen und so bequem Fotos machen. An Motiven fehlt es derzeit bestimmt nicht.

Der Bärenpark im Roman

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Dorra-Lesung 2014-08-03 q600
Autorin Simone Dorra hat ihren Roman „Fluchmond“ im Bärenpark vorgestellt. Die Handlung spielt im Wolftal und sogar im Alternativen Wolf- und Bärenpark Schwarzwald. Die Zuhörer fanden viele gute Gründe, warum sie das Buch unbedingt haben wollten.

Simone Dorra hat richtig überzeugt. Sie schreibt nicht nur in einer schönen Sprache und kann mitreißend erzählen, sie versteht es auch fundiert zu recherchieren. Gerade bei einem Fantasy-Roman erscheint uns das wichtig. Natürlich steht im Mittelpunkt die Unterhaltung, aber mit der Rahmenhandlung kann man bei Dorra auch lernen – etwa über das Leben in einem Schwarzwalddorf oder die Biologie des Hundes. Simone Dorra hat ihre Schauplätze alle besucht, hat fotografiert und mit Leuten vor Ort gesprochen. Herausgekommen ist eine runde Geschichte mit vielen Facetten, die überzeugt. Das Bärenpark-Team ist stolz auf diese Art und Weise gewürdigt worden zu sein. Besucher des Bärenparks können den Roman im Shop bei der Kasse und im Buchhandel erstehen. 

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dorra fluchmond frei

Und darum geht es

Die geliebte Großmutter der Fantasybuch-Illustratorin Miriam Trautwein ist gestorben. Miriam erbt das abgelegene Haus im Schwarzwald, in dem sie glückliche Kindheitstage verbracht hat. Spontan entscheidet sie sich, ins Wolftal überzusiedeln. Miriam findet alte Bekannte wieder, lernt aber auch neue kennen. Der Kunstschreiner Ralf Markward, der sehr zurückgezogen lebt, fasziniert sie besonders. Seine Familie scheint von mysteriösen Geschichten umgeben zu sein, aber Miriams Freundschaft mit dem rätselhaften Mann vertieft sich immer mehr.

Als Miriam im Schmuckkästchen ihrer Großmutter eine Kette mit einer merkwürdigen Silberscheibe findet, überschlagen sich die Ereignisse. Und als sie endlich begreift, dass manche Legenden tatsächlich wahr sind, gerät sie in einen Strudel uralter düsterer Geheimnisse.

 

 

 

 

 

 

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