Bärenpark Worbis, Duderstädter Allee 49, 37339 Leinefelde-Worbis

Patenreport: JURKA

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JURKA - träumt von der Ferne

Sie blickt von den höchsten Fichten über den Schwarzwald und träumt einfach von der Ferne. Die großen Freianlagen, die für SCHAPI, BEN und Co das Schönste bedeuten, was ihnen im Leben widerfahren ist, markieren für diese Bärin die letzte Station eines tragischen Leidensweges. Als Welpe kam sie in den Wäldern ihrer slowenischen Heimat auf die Welt, in dem Tal, nachdem sie später benannt werden sollte – JURKA. In jungen Jahren wurde sie eingefangen und im Rahmen des Life Ursus Projekts zur Stärkung der Braunbärenpopulation in Norditalien wieder freigelassen. Doch nur wenige Jahre sollten ihr in Freiheit vergönnt bleiben. Durch sensationsgesteuerte Menschen angelockt, verlor sie die natürliche Scheu vor den Zweibeiner, wurde daraufhin als Problembär deklariert, wie ihr Sohn auch. Der gerade Mal zweieinhalb Jahre alte Jungbär erlangte traurige Berühmtheit als BRUNO, der 2006 in Bayern erschossen wurde. JURKA hingegen kam in Gefangenschaft, musste unter anderem in einem Bärengraben eines Klosters leben, bevor sie zu uns in den Schwarzwald kam.

Mit ihrer Ankunft im August 2010 begann ein neues Kapitel des nachhaltigen Tierschutzes, denn sie war der erste Bär im ALTERNATIVEN WOLF- und BÄRENPARK SCHWARZWALD. Seitdem sind einige Vierbeiner hinzugekommen. Momentan lebt sie zusammen mit dem Klottener Wolfsrudel in der großen Freianlage, so wie mit SCHAPI und den zwei Halbstarken AGONIS, ARIAN und ARTHOS.  Besonders letzterer wird in der vergangenen Zeit des Öfteren in ihrer Nähe beobachtet. Fast Schnauze an Schnauze fressen sie gemeinsam den nahenden Winter entgegen.  Mit ihrer wilden, temperamentvollen Art hält sie sowohl unser Team als auch die anderen Tiere auf Trab. Wenn sie nicht gerade den Stromzaun mit Stöcken manipuliert, buddelt, klettert oder Weidezäune aushebelt, scheucht die Wölfe durchs Dickicht und zeigt den stürmischen Jungbären wo es langgeht. Und nicht selten holt sie andere Bären aus stereotypen Verhalten raus. Sie zu sehen ist eine Freude, aber zugleich von Trauer begleitet. Denn ein Wildtier wie sie ist nicht auf menschliche Führsorge angewiesen. Sie ist der lebende Beweis, dass Bären nicht hinter Gitter gehören.

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Konferenz der weltweit führenden Bärenexperten in Slowenien

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LIFE WITH BEARS – 26th INTERNATIONAL CONFERENCE ON BEAR REASEARCH AND MANAGEMENT

Ein Wildtiermanagement zulassen, das auch umsetzbar und praktikabel ist
Über 250 Bärenexperten trafen sich eine Woche lang in Ljubljana. Aktuelle Forschungsberichte und technische Fortschritte wurden präsentiert. Ergebnisse liefern praxisorientierte Ansätze auch im Umgang mit Wolf und Luchs.

LEINEFELDE-WORBIS/BAD RIPPOLDSAU-SCHAPBACH. Die STIFTUNG für BÄREN war Teilnehmer einer internationalen Konferenz in Ljubljana, Slowenien, ausgerichtet von der  International Association for Bear Research and Management (IBA). Weit mehr als 250 der führenden Wissenschftler_Innen und Manager_Innen im Bereich Bär-Mensch-Interaktionen kamen zusammen. Die vorgestellten Ergebnisse mit dem Schwerpunkt Zusammenleben von Mensch und Bär in von Menschen dominierten und politisch fragmentierten Landschaften zeigten wichtige praktische Hinweise für das Bärenerwartungsland Deutschland. Doch zahlreiche Fallstudien geben ebenso wichtige Aufschlüsse im Umgang mit Wolf und Luchs, also den bereits heimischen Beutegreifern.

Bernd Nonnenmacher, Parkleiter im ALTERNATIVEN WOLF- und BÄRENPARK SCHWARZWALD:
„Bei genauerer Auswertung der Risse durch Prädatoren stellt sich heraus, dass das Errichten von Elektrozäunen allein nicht für ausreichend Schutz sorgt. Zum einen bilden Herdenschutzhunde einen wichtigen Faktor zum Schutz der Nutztiere, zum anderen ist es elementar mit den Betroffenen direkt zusammen zu arbeiten. Intelligente Wildtiere wie der Wolf sind nicht mit geeichten Richtlinien zu überlisten, sondern es gilt, jeden Fall individuell zu betreuen.“

WIE SOLL DAS GEHEN? Die STIFTUNG für BÄREN organisiert selbst eine Internationale Wildtierkonferenz im Oktober dieses Jahres, unter der Schirmherrschaft vom Thüringer Umweltministerium. Ziel dabei ist, Wege zu finden, um Nutztiere ausreichenden schützen zu können und gleichzeitig dem Artenschutz tolerant gegenüberzustehen. Dazu ist auch eine praktische Zusammenarbeit auf internationaler Ebene unumgänglich.

Rüdiger Schmiedel, Geschäftsführer der STIFTUNG für BÄREN:
„Im Gegensatz zu Kontinenten wie Asien beispielsweise, hat Europa keine geographischen Grenzen, sondern gesellschaftliche. Heimisch bedeutet für Wolf, Luchs und Bär nicht Deutschland oder Schweiz, sondern Europa. Und auf dieser Ebene muss auch agiert werden. Ein wirkungsvolles Wildtiermanagement kann nur mit internationalen Praktikern und einheitlichen Managementplänen umgesetzt werden.“

Nach dem tragischen Zwischenfall 2006 in Bayern, als der Braunbär Bruno abgeschossen wurde, war es Anliegen der STIFTUNG, ein internationales Netzwerk nicht nur aufzubauen, sondern auch einsatzfähig zu machen. Die Wildtierkonferenz im Oktober 2018 soll an dieses Vorhaben nicht nur anknüpfen, sondern auch gleichzeitig den Beginn einer Weiterentwicklung der Projekte der STIFTUNG einleiten. Fokus liegt dabei auf dem Ausbau von Kompetenzzentren und Einsatzteams.

HINTERGRÜNDE

IBA: Die International Association for Bear Research and Management ist eine gemeinnützige Organisation für Biologen, Wildtiermanager und andere, die zum Schutz der verschiedenen Bärenarten in der ganzen Welt arbeiten. Die Organisation hat über 550 Mitglieder aus über 50 Ländern, die STIFTUNG für BÄREN ist Mitglied dieser Organisation.

LIFE WITH BEARS – 26th INTERNATIONAL CONFERENCE ON BEAR REASEARCH AND MANAGEMENT
Im Rahmen des LIFE DINALP BEAR Projekts fand eine internationale Bärenkonferenz in Ljubljana Ende September statt. Organisiert wurde die Veranstaltung von der Universität Ljubljana, der slowenischen Forstverwaltung und der IBA.

Man vermutet eine aktuelle Population der großen Beutegreifer in Europa von: Wolf – 17.000, Luchs – 9.000, Bär – 16.000.

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Die Bärenkalender 2019 sind da!

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Bärenkalender 2019 - mit vielen Bär- und Wolf-Motiven

Wir danken für Ihr Verständnis, dass er in diesem Jahr etwas verspätet veröffentlicht wurde. Doch die Geduld hat sich ausgezahlt. Auch 2019 werden Sie einzigartige Bilder unserer beliebten Vierbeiner durch die Monate begleiten.

Ganz großes Lob und vielen herzlichen Dank an die leidenschaftlichen Tierfreundinnen und Tierfreunde, die uns ihre Fotos kostenlos zur Verfügung gestellt haben.

Leider hat es die Witterung dieses Jahr unseren Fotografen nicht gerade leichtgemacht, daher gab es im Vergleich relativ wenige Fotoeinsendungen. Umso mehr freuen wir uns schon auf die tollen Aufnahmen für die nächste Saison!

Hier geht’s zu dem Kalender 2019!

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ab jetzt: 2. Staffel

Zurück im Revier: Zwischen Schutz, Angst und Verantwortung 

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