Alle Jahre wieder findet der Bärin-MAIKA-Cup statt. Ein Turnier für junge Nachwuchskicker. In Gedenken an die Bärin MAIKA, deren Schicksal maßgeblich mitverantwortlich für die Gründung des Alternativen Bärenparks Worbis und somit der STIFTUNG für BÄREN war, trafen sich auch in diesem Jahr wieder zahlreiche Teams der Fußballjunioren im Zeichen des Tierschutzes.
Am 18. und 19. Januar 2020 spielten die jungen Sportler mit großer Freude um den begehrten MAIKA-Cup. Für die gesamte Mannschaft der Siegerteams winkte eine Führung gemeinsam mit uns durch unser Tierschutzprojekt. Für den besten Spieler und Torhüter winkte eine Familienkarte. Natürlich ließen auch wir es uns nicht nehmen, persönlich vor Ort zu sein. Unsere Pädagogin Mandy Köllmann half bei der Siegerehrung und überreichte den glücklichen Gewinnern ihre Preise.
Sie soll die Tierschutzprojekte der STIFTUNG zu Kompetenzzentren für Wildtiere ausbauen: Nancy Gothe
PRESSEMELDUNG 20.01.2020
STIFTUNG für BÄREN Thema I Neue Kompetenzmanagerin der STIFTUNG für BÄREN
LEINEFELDE-WORBIS / BAD RIPPOLDSAU-SCHAPBACH: Wölfe und Luchse leben bereits seit Längerem wieder in Deutschland, in den letzten beiden Jahrzehnten wurden sogar wieder Bären in den bayrischen Wäldern heimisch. Dies sind fantastische Nachrichten für die Natur, den Umwelt- und Artenschutz, bringt aber auch Verantwortung mit sich. Einrichtungen mit der Kernkompetenz zu Wildtieren, speziell Experten zum Thema große Beutegreifer, werden also von zunehmender Wichtigkeit sein. Daher intensiviert die STIFTUNG für BÄREN ihr bereits bestehendes Engagement dahingehend und baut aktuell ihre Tierschutzprojekte zu Wildtier-Kompetenzzentren aus. Nancy Gothe, neue Kompetenzmanagerin der STIFTUNG, soll diese Zielsetzungen umsetzen.
ZUR PERSON Die gebürtige Thüringerin Nancy Gothe studierte Forstwissenschaft an der Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst [HAWK] in Göttingen. Bereits nach ihrem Abschluss sammelte sie erste Erfahrungen in der Tierschutzarbeit der STIFTUNG für BÄREN, durch ehrenamtliches Engagement im Projekt WORBIS. Schon nach kurzer Zeit fügte sie sich so gut ins Team und die Thematik ein, dass sie zunächst auf Honorarbasis, schließlich ab 2010 hauptberuflich im Tierschutz arbeitete.
So entwickelte sie unabhängig vom Projekt WORBIS eine Luchsaustellung in Wenigerode, gemeinsam mit dem Luchskoordinator Ole Anders und absolvierte eine Schulung zur Wolfsbeauftragten. Im Alternativen Bärenpark Worbis selbst nahm die Pädagogik einen großen Teil ihres Tätigkeitsfelds ein. Dies beinhaltete die Erarbeitung von Programmen für Schüler, aber auch für Erwachsene. Dazu zählten auch Führungen von Gruppen zu verschiedensten Themen [Bär, Wolf, Luchs Bienen, Indianer] durch das Tierschutzprojekt in Worbis. Außerdem organisierte die ausgebildete Försterin Events wie die Nacht der Wölfe oder das MAIKA-Fest und leitete in enger Kooperation mit dem Gymnasium in Worbis Arbeitsgemeinschaften und Projekte. Auch auf öffentlichen Festen und Messen war sie präsent, informierte über nachhaltigen Tier-, Natur und Artenschutzschutz.
Die über 10 Jahre Erfahrung im Umgang mit großen Beutegreifern, die Leidenschaft für Tier-, Umwelt- und Artenschutz, sowie ihr Planungstalent machten sie zur idealen Besetzung als Kompetenzmanagerin, welche sie seit dem 1. Dezember 2019 inne hat.
Nancy Gothe, Kompetenzmanagerin der STIFTUNG für BÄREN: „Ich freue mich enorm, mit meiner neuen Stelle meine Berufung gefunden zu haben und zugleich eine wichtige Sache unterstützen und voranbringen zu können. Die Standorte im Schwarzwald und im Eichsfeld sind einzigartige und bedeutende Einrichtungen, deren Weiterentwicklung ich mich mit vollstem Elan widmen werde. Dabei ist mir die Arbeit mit den Menschen, sie für etwas zu begeistern, sie zusammen zu bringen, eine Herzensangelegenheit um somit die Stiftungsarbeit weiter auszubauen.“
Seit dem 29.11.2019 hat sie in unserem Tierschutzprojekt ein neues Zuhause gefunden. Sie betrat die Quarantänebox zunächst sehr zaghaft, dennoch interessiert und voller Neugier. Ihre anfänglich starken Verhaltensstörungen werden von Tag zu Tag schwächer und sie wirkt deutlich ruhiger und entspannter – Gott sei Dank! Wir gönnen es der Bärendame von Herzen und sind glücklich über diese bärenstarke Entwicklung.
Aus frischem Stroh baute sie sich ein komfortables Nest, in dem sie es sich seither gemütlich macht. FRANCA tüftelt regelmäßig an ihrem Nest weiter und hat es sich mittlerweile zu einem äußerst bequemen Winterquartier ausgebaut, in dem sie endlich zur Ruhe kommen kann.
Derzeit schlummert sie in ihrem Stroh-Bett und träumt vermutlich davon, im Frühjahr endlich unsere Freianlage erkunden zu können. Wir freuen uns schon sehr darauf, miterleben zu dürfen, wie sie ihre ersten Schritte auf Naturboden durch unsere Anlage macht und das Wildtier in sich entdeckt.
Wir bedanken uns bei den Paten, Spendern und Unterstützern, die es uns ermöglicht haben, FRANCA aufzunehmen und weiterhin dabei mithelfen, ihr ein tiergerechtes Leben zu ermöglichen.
Zurück im Revier: Zwischen Schutz, Angst und Verantwortung
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