Öffnungszeiten zum Jahresende

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Am 24. + 31. 12 jeweils bis 13:00 Uhr geöffnet

Noch ein kleiner Hinweis zu unseren Öffnungszeiten an Weihnachten und Silvester:
am 24. und 31. Dezember haben wir jeweils halbtags geöffnet, also bis 13:00 Uhr.
Und an allen anderen Tage? Ganz regulär von 10:00-16:00 Uhr!

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Rückblick 2021

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Wir blicken zurück auf das Tierschutzjahr 2021

Internationale Tierrettungen, Beratungen im Wildtiermanagement und europaweite Kooperationen – auch in Zeiten von Corona brauchen Tiere unsere Hilfe. Daher steht trotz der globalen Pandemie die Arbeit der STIFTUNG für BÄREN -Wildtier- und Artenschutz- nicht still. Wir blicken auf die Ereignisse des Jahres 2021 zurück.

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JURKA Kolumne 18.12.2021

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Jurka-Kolumne

Ciao und grüß Gott, liebe Leute! Bei diesem Wetter treibt mich ja eigentlich nur die Neugier noch vor die Tür. Wobei ich mir bei 4 von 5 Fällen denke – ach, JURKA, bleib doch heute in deiner Höhle. Aber es lohnt sich durchaus, auch im Winter mal einen Blick in die Anlagen zu werfen. Und aktuell bin ich gerade großer Fan von HERO, dem Luchs. Weil, wenn ich mich daran erinnere, wie er hier ankam und wie er sich entwickelt hat, bekomme ich schon ein wenig feuchte Augen. Denn stellt euch mal vor, dass er eigentlich hätte eingeschläfert werden sollen, wenn die Grünkutten ihn nicht geholt hätten.
Dabei ist er so ein beherzter Zeitgenosse, von dem man soviel in Sachen Lebensmut lernen kann. Nein, wirklich, HERO hat mich in der kurzen Zeit, die er hier lebt, schon zutiefst beeindruckt. Denn trotz seiner Behinderung lässt er sich nicht die Butter von der Brezel nehmen, im Gegenteil, erinnert euch daran, wie er Jagd auf den Marder gemacht hat, der in seine Anlage eindrang. Nein, ernsthaft, HERO ist für mich das kleine Weihnachtswunder in diesem Jahr. Denn es zeigt, dass die Verpackung nur wenig über den Inhalt aussagt. Letztlich sind es nicht die Zähne, Krallen oder das Fell, was ein Wildtier ausmacht, sondern sein Herz, denn da fängt die Wildheit an.

In diesem Sinne wünsch ich euch allen einen frohen vierten Advent und eine bärsinnliche Weihnachtszeit!

Eure
JURKA


 

Tierische Geschichten zum 3 Advent | DORO

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DORO beim Rosinen suchen im Laub

Nach ihren ersten 50 Metern in unseren Freianlagen musste sich die Braunbärdame DORO zunächst ein paar Stunden ausruhen. Mit knapp 30 Jahren tapste sie zum ersten Mal in einen Teich, rückwärts und sehr vorsichtig. Und auch ihre erste Höhle grub sie erst im hohen Alter. Fast ihr ganzes Leben lang wurde DORO in einer tristen Anlage ausgestellt, den Menschen hinter einem dicken Glasfenster präsentiert. Einzig dafür wurde sie in einem portugiesischem Zoo gezüchtet und an einen anderen Zoo in Spanien verkauft: um als Belustigung für die Zweibeiner zu dienen. Und der Dank dafür? Die Betreiber schlossen die Einrichtung und machten sich aus dem Staub, während sie die Tiere ohne Betreuung zum Sterben zurückließen.

Doch zum Glück konnten wir das verhindern und DORO sowie ihre Schwester DARIA [lebt jetzt im Projekt SCHWARZWALD] retten. Heute lebt DORO in unserem Bärenwald endlich als Bärin, sie hat Waldboden, Bäume, Höhlen, Artgenossen und ihre körperliche Verfassung ist nicht mehr mit dem bei ihrer Ankunft zu vergleichen. Wir sind unfassbar froh über ihre Entwicklung. Es zeigt zum einen, dass sich auch Bären im hohen Alter an neue Anlagen und Natürlichkeit gewöhnen können, aber es ist auch ein Beleg dafür, wie Wildtiere verkommen wenn sie nur als Ausstellungsstück gehalten werden, fernab natürlicher Lebensweise. Hoffentlich trägt DOROs Schicksal dazu bei, dass die kommerzielle Zucht und der Handel von Wildtieren endlich ein Ende findet, damit zukünftigen Generationen diese Ausbeutung erspart bleibt.

In diesem Sinne wünschen wir einen bärenstarken 3. Advent!

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Tierische Adventsgeschichte 3 | ARIAN, AGONIS, ARTHOS

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Als Welpen ausgebeutet: ARIAN und AGONIS

Wo ist denn nur AGONIS? Es war Anfang 2017 als wir den kleinen Welpen akribisch in den Anlagen suchten. Vom Zaun aus untersuchten wir jeden Busch, jeden Winkel mit den Augen, doch vergebens. Schließlich warf ein Tierpfleger einen Blick nach oben. Und tatsächlich. Hoch in den Spitzen einer Fichte saß der junge Bär und schaute auf uns herab, betrachtete das Schauspiel. Auch wenn der Anblick von AGONIS seit diesem Tag zur Routine wurde, werden wir diesen Morgen wohl nie vergessen. Aber auch seine Artgenossen sorgten für unzählige einprägsame Augenblicke. Wie ARTHOS, der Charmeur, es immer wieder schaffte, die stark traumatisierte Bärin FRANCA aus der Höhle zu locken oder wie liebevoll er mit Bärenopa BEN spielte, von dem er eine Menge lernte. Und auch ARIANs markante Stimme ist schon von Weitem zu hören, wenn es wieder einmal nicht nach seinem Willen geht, denn er ist ein Großmeister in Sachen Jammern.

Dabei hätte es alles ganz anders kommen sollen. Die drei Bären kamen Anfang 2016 in den Wäldern Albaniens zur Welt. Sie waren freie Wildbären, vor ihnen lag ein selbstbestimmtes Leben. Aber leider wurden sie im Alter von nur wenigen Wochen Opfer rücksichtsloser Wilderer. ARIAN und ARTHOS wurden in Ketten gelegt und über glühenden Sand gezerrt, damit Touristen Fotos mit ihnen machen konnten. Den sensiblen AGONIS verschleppte man in ein Restaurant, wo er angekettet auf einer Terrasse die Gäste bespaßen musste. Noch heute hat er stark mit den Nachwirkungen jener Zeit zu kämpfen.

Noch im selben Jahr wurden sie beschlagnahmt und kamen in unser Tierschutzprojekt. Im Laufe der Jahre sind aus den winzigen Welpen richtig große Bärenmänner geworden, die mit ihrem jugendlichen Tatendrang für jede Menge Chaos sorgen. Wir sind froh, ihnen ein halbwegs natürliches Leben bieten zu können und hoffen, dass ihr Schicksal nicht umsonst war, sondern dazu beiträgt, anderen wilden Vierbeinern ähnliches Leid zu ersparen. Denn es gibt nur einen Ort, wo Wildtiere hingehören – in die Wildnis.

In diesem Sinne wünschen wir einen bärenstarken 3. Advent!

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JURKA Kolumne 11.12.2021

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Jurka-Kolumne

Ciao und Grüß Gott, liebe Leute! Wisst ihr eigentlich, was der Unterschied zwischen einer alten Bärin und einem Rudel Wölfe ist? Neulich, bei dem Gewitter, das hier durch unser Tal zog, habe ich folgendes beobachtet: in den Anlagen duftete es nach frischem Fleisch. Ihr könnt euch also vorstellen, wie wir alle die Nasen spitzten. Doch dann fing es an zu blitzen und zu donnern. Und noch bevor der erste Donnerschlag aushallte, verkrochen sich die Wölfe geschlossen in einer Bärenhöhle. Ich dachte erst, ich bin in einem Trickfilm, so schnell wie die sich aus dem Staub gemacht haben. Tja, und wer ließ sich vom Gewitter seine Mahlzeit nicht verderben? Unsere alte DARIA. Bei Wind und Wetter wanderte sich durchs Dickicht und verleibte sich das Fleisch ein.

Tja, soviel zum Thema gefährliche Wölfe. Da hatte DARIA vielmehr Glück, dass sie nicht in ein Loch gefallen ist. Denn die Anlage sieht gerade aus wie ein Schweizer Käse. Die albanischen Jungbären ARIAN, ARTHOS und AGONIS haben gerade wohl Langeweile und stellen alles auf den Kopf. Wobei, wenn ich mir die Welt so allgemein im Moment anschaue, ist das wohl eine Art Trend.

In diesem Sinne haltet die Ohren steif und gehabt euch wohl!

Eure
JURKA


 

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