Bärenpark Worbis, Duderstädter Allee 49, 37339 Leinefelde-Worbis

POPEYEs Blog Episode 101 | Mutige MitBÄRwohner

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Ich bin ja generell kein ängstlicher Bär. Ganz im Gegenteil: Ich bin bekannt für meinen Mut, meine Coolness und meinen ausgeprägten Draufgänger-Vibe ✨ Dass ich neulich bei einem Falken kurz etwas… aufmerksamer geworden bin, hatte deshalb absolut nichts mit Angst zu tun. Ganz im Gegenteil. Das war nämlich so: Das Federvieh kam einfach im Tiefflug angerauscht, als würde ihm der ganze Wald gehören. Komplett respektlos 😤 Also habe ich einen spontanen Satz in die Luft gemacht – nicht aus Erschrecken. Niemals! Das war eine spontane Machtdemonstration! 😌 Ein Bär muss schließlich zeigen, dass er jederzeit reagieren kann. Zack, kurz abgehoben, Haltung bewahrt und dem Vogel damit unmissverständlich klargemacht: Bis hierhin und nicht weiter. Der Falke hat danach natürlich direkt das Weite gesucht. Zufall? Ich denke nicht😌

Aber nicht nur das Federvieh ist aktuell komplett frech geworden. Auch die Eichhörnchen sind beim Thema Futterklau wieder ganz vorne mit dabei. Erst gestern habe ich doch tatsächlich beobachtet, wie sich so ein kleiner Nager ganz entspannt eine Nuss direkt vor PARDOs Nase geschnappt hat und anschließend maximal selbstzufrieden davongetrippelt ist. Diese Dreistigkeit! Sogar bei den allerkleinsten Mitbewohnern sinkt das Respektniveau. Letzte Woche hat sich doch tatsächlich eine Wespe mitten auf meine Melone gesetzt. Ich habe das kleine Biest natürlich überhaupt nicht bemerkt und dann: ZACK. Stich im Mund. Ich sage mal so: Das hat schon ein bisschen gezwiebelt 😑

Und was macht man mit einer Wespe, die einen einfach so attackiert? Richtig. Man isst sie auf. Zur Strafe. Eigentlich hätte ich dafür natürlich mindestens ein Eis als Wiedergutmachung verdient. Nicht, weil ich mit so einem winzigen Stich nicht klarkommen würde – sondern einfach aus Prinzip. Nach so einem hinterhältigen Angriff darf man vom BÄRsonal schon mal etwas Sonderbehandlung erwarten. Aber nein. Vom BÄRsonal kommt wieder mal NICHTS. Mega unfair 😤 Also musste der Trost-Snack eben selbst her – und da trifft es sich perfekt, dass gerade wieder Bucheckern-Zeit ist. Die Dinger sind aktuell überall im Wald verfügbar und einfach ein absoluter Premium-Snack. Klein, crunchy, lecker. Läuft bei uns 💪

Generell wird natürlich weiterhin ordentlich gefuttert, aber der ganz große Dauerhunger der letzten Wochen lässt langsam nach. Dafür sitzen die Fettpolster inzwischen ziemlich solide. Die Winter-Bär-Edition nimmt Gestalt an und meine ASUKA bekommt langsam ihren süßen Specknacken zurück. So gehört sich das für eine stabile Bärendame ❤️

Doch bevor es in die Winterruhe geht heißt es erstmal Höhlenbau weiter optimieren, noch ein bisschen extra Speck aufbauen und sich nicht von irgendwelchen frechen Eichhörnchen, Wespen oder Tiefflug-Falken die Laune verderben lassen. Ich bin schließlich ein entspannter Bär. Finde lediglich, dass gewisse Waldmitbewohner dringend mal ihre Manieren überdenken sollten😌

Haut in die Tatzen!
Euer POPEYE

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BÄRsonal Übersetzer für POPEYEs Jugendsprache:
 crunchy - knusprig

POPEYEs Blog Episode 100 | Jubiläumsgefühle

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Leute. EPISODE 100. Hundert. Einfach dreistellig. Ich weiß auch nicht, wo die Zeit geblieben ist, aber apparently bin ich jetzt offiziell erwachsen. Also zumindest behaupten das die BÄRsucher ständig.
„Boah, bist du groß geworden!“ Ja, danke? Ich weiß 😌

Neben der Höhe wächst bei mir aktuell übrigens auch die Breite ganz stabil mit. Man muss ja in allen Dimensionen abliefern. Und damit bin ich hier definitiv nicht allein. Die Bären sind gerade komplett im Winterspeck-Arc. Alle futtern, alle wachsen, alle sind happy 🍎

Obwohl… MYKHAILO war diese Woche besonders hangry, vielleicht hat PEDRO ihn angesteckt. Ich habe zumindest genau gehört, wie er das BÄRsonal beim Futtern angegrummelt hat. Eher ungewöhnlich für ihn, aber vielleicht hat der Bro einfach nie gelernt, wie man mit einem hungrigen Magen umgeht. Denn bevor er hierherkam, wusste er nicht mal, was Winterruhe überhaupt bedeutet.

Jahrelang saß er in einem kleinen Gitterkäfig, ohne fließendes Wasser und mit viel zu wenig Futter. Am Ende bekam er nur noch ein Stück Fleisch pro Woche – in Plastikfolie. Er war auf weniger als die Hälfte seines jetzigen Gewichts abgemagert. Ganz ehrlich: Warum macht ihr Menschen sowas? 😤 Ihr wollt Tiere sehen, Erinnerungen sammeln, Fotos machen und anderen davon erzählen. Und die wollen dann natürlich auch kommen. Und immer so weiter. Ein kompletter Teufelskreis. Stellt euch mal vor, wir Tiere könnten einfach dort leben, wo wir hingehören. Durch Wälder streifen, raufen, Futter suchen, Fische jagen. Einfach unser bestes Leben leben 🌲

MYKHAILO ist aus diesem Teufelskreis rausgekommen. Ich auch. Aber trotzdem sehe ich jeden Tag den Zaun. Manchmal frage ich mich, wie es draußen wäre. Könnte ich genug Futter finden? Würde ich klarkommen? Keine Ahnung. Ich bin schließlich nicht delulu und wenn ich ehrlich bin, brauche ich das BÄRsonal schon ziemlich 😅 Trotzdem bleibt dieser Gedanke. Vielleicht hätten MYKHAILO, die anderen Bären und ich ein anderes Leben gehabt, wenn Menschen früher anders gehandelt hätten. Eines ohne Zäune. Ohne Kameras. Ohne Menschen. Nur wir und die Wildnis. Und vielleicht ist Freiheit genau das: die Möglichkeit zu haben, selbst zu entscheiden, wo man hingehört.

Haut in die Tatzen!
Euer POPEYE

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BÄRsonal Übersetzer für POPEYEs Jugendsprache:
apparently - offenbar
Arc – Phase
happy – glücklich
hangry – Mischung aus hungry und angry – hungrig und wütend
delulu – verrückt

Wir erinnern uns - 30 Jahre Worbis

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30 Jahre Worbis - ehemaliger Parkleiter im Real Talk

15 Jahre lang war Uwe Lagemann Leiter des Alternativen Bärenparks Worbis. Er hat 1996 das Projekt mit aufgebaut. Seine Anekdoten von damals hören sich an wie aus einer anderen Zeit - und das sind sie auch. Denn vor 30 Jahren gab es noch keinen Alternativen Bärenpark in Deutschland. Das Konzept, die in einem Bärenwald leben zu lassen und sie nicht, wie ihr es aus Zoos oder Tierparks kennt, nachts einzusperren, war neu. Wenn Uwe Lagemann erzählt, dass ihm eine Grundschülerin fragte, warum unsere Bären keinen Roller fahren, dann zeigt dies sehr eindrucksvoll, was seiner Zeit, Mitte der 1990er, als normal angesehen wurde.

Seit dem hat sich eine Menge geändert und das gibt uns größte Motivation. Denn wenn wir sagen, dass unser Projekt in weiteren 30 Jahren hoffentlich nicht mehr gebraucht werden wird, dann werden wir oft belächelt. Menschen ändern sich angeblich nicht. Aber das stimmt nicht. Menschen ändern sich, die Kultur ändert sich. Was wir in den letzten drei Jahrzehnten erreicht haben, innerhalb einer Generation, zeichnet einen positiven Ausblick.

Und auch ihr, liebe Bärenfreundinnen und Bärenfreunde, habt einen wichtigen Anteil daran. Eure Unterstützung, finanziell, bei ehrenamtlichen Einsätzen, eure mentale Hilfe und wenn ihr, wo immer ihr seid, eure Stimme den Tiere gebt, trägt dazu bei, den Tierschutzgedanken in unserer Gesellschaft zu verwurzeln.

Vielen Dank für den gemeinsamen Weg!

 

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Wild vor der Tür - Koexistenz in Stadt und Land 

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