Bärenpark Worbis, Duderstädter Allee 49, 37339 Leinefelde-Worbis

Welttierschutztag – Identität statt Image

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Zurschaustellung, Ausbeutung, Missbrauch – im Jahr 2025 scheint Tierschutz wichtiger denn je. Die Zahl der Tiere in Gefangenschaft, von Meerschweinchen bis Elefant, hat Dimensionen erreicht, in denen die Tötung gesunder Tiere aufgrund von Platzmangel zum Alltag gehört. Trotzdem wird ohne Sinn und Verstand weiter gezüchtet. Die Konflikte mit den Wildtieren in der freien Wildbahn wachsen derweil. Doch statt Lösungen zu suchen und umzusetzen wird den Tieren die Schuld gegeben. Dass der Mensch sich in irgendeiner Form an der Natur orientieren sollte, sich selbst ein Stück zurück nimmt und der Umwelt Raum zum leben gibt, scheint ein absolutes Tabu.

Kastrationsprogramme für Katzen und Waschbären, Positivliste für die Haltung von Wildtieren, Überfüllte Tierschutzeinrichtungen, Massenproduktion in Zoos… allein in Deutschland gibt es so viele Baustellen in Sachen Tierschutz, wo soll man da anfangen?

Bei einem Wildtierverbot in Zirkussen. Die Bundesrepublik Deutschland ist der einzige Mitgliedstaat der EU, in dem es dies nicht gibt. Praktisch tritt z.B. kein Bär mehr in deutschen Manegen auf, theoretisch ist es aber nicht verboten. Die STIFTUNG für BÄREN -Wildtier- und Artenschutz hat jahrzehntelang dafür gekämpft, Bären aus der Manege zu holen. Denn es ist absolute Quälerei, die Tiere leiden extrem darunter und erholen sich, wenn überhaupt, nur schwer von diesem Missbrauch. Körperliche und seelische Narben bleiben bis zum Ende ihres Lebens. DAGGI, PARDO, KATJA… aktuell befinden sich noch einige ehemalige Zirkusbären in unserer Obhut und die Tatsache, dass dies auch nach all den Jahren, all dem Leid, was wir erlebt haben, noch immer erlaubt ist, schürt Besorgnis für die Zukunft.

Deshalb appellieren wir heute zum internationalen Tag des Tierschutzes dafür, endlich ein Wildtierverbot in Zirkussen durchzusetzen. Damit wir endlich dieses düstere Kapitel hinter uns lassen können, damit wir all die anderen Missstände angehen können. Denn es gibt noch eine Menge zu tun. Tierschutz brauch kein Image, sondern Identität.

Danke für den Tierschutzpreis 2025!

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BÄRENSTARK – Nur alle zwei Jahre wird der Tierschutzpreis Baden-Württemberg verliehen, daher sind wir mehr als stolz, in diesem Jahr zu den Preisträgern zu gehören. Unsere Einrichtung war eine der insgesamt 6 Trägern der begehrten Auszeichnung. Verliehen wird der Tierschutzpreis seit 1997 für herausragende Leistungen und Engagement für Tierschutz in Baden-Württemberg.

In der Laudatio hieß es u.a.: Es gibt im (Alternativen Wolf- und Bären)Park (Schwarzwald) eine zukunftsorientierte Freianlage für in Not geratene Tiere, die eine zweite Chance bekommen können.

Überreicht wurde der Tierschutzpreis an Raoul Schwarze (Leitung Projekt SCHWARZWALD) und Bernd Nonnenmacher (Geschäftsführer der STIFTUNG für BÄREN -Wildtier- und Artenschutz) von Dr. Julia Stubenbord (Landestierschutzbeauftragte) und Isabel Kling (Ministerialdirektorin MLR).

Wir bedanken uns an dieser Stelle für alle Unterstützerinnen und Unterstützer, die unser Engagement ermöglichen, sodass wir seit nunmehr 15 Jahren das Leben von traumatisierten Bären, Wölfen und Luchsen retten können.

Peter Hauk, Minister für Ernährung, ländlichen Raum und Verbraucherschutz, formulierte es treffend:

Tiere sind unsere Mitgeschöpfe und es ist unsere Verantwortung, ihren Schutz und einen artgerechten Umgang zu gewährleisten. Daher ist die Landesregierung bestrebt, die Lebensbedingungen aller Tiere im Land weiter zu verbessern.

9 Jahre ARIAN & ARTHOS

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01|10|2016 Alternativer Wolf- und Bärenpark Schwarzwald gegen 3.00 Uhr früh: die Bärentransportbox steht dicht am Schieber, jeden Augenblick öffnet sich die Tür. Das Team ist gespannt. Eine Aktion dieser Art gab es noch nicht. Monatelang wurde geplant, intensiv vorbereitet. Die Anlage musste eigens für die Neuankömmlinge umgebaut werden, denn solche Bären hatten wir bis dato nicht in unserer Obhut, weder im Schwarzwald noch in Worbis. Dann ist es soweit, der erste Vierbeiner setzt eine Tatze in die Quarantänebox…

Und dann sind sie da – die zwei Bärenwelpen ARIAN und ARTHOS! So klein und zart, dass sie vom Gewicht ins Handgepäck passen würden. Sie in Sicherheit zu sehen, wie sie ausgelassen toben, voller Energie und Lebensfreude, bringt uns den Tränen nahe. Nur wenige Monate ist es her, dass wir die schrecklichen Aufnahmen der Kleinen sahen, angekettet, mit ihren kindlichen, sanften Tatzen brutal über den glühenden Sand gezerrt. Alles nur, damit Touristen am Strand niedliche Urlaubsfotos für die Sozialen Medien machen können. Bis zu 50,- Euro kostet ein Foto, doch den wahren Preis zahlen die hilflosen Welpen: Mutter gewildert, sie selbst der Natur entrissen, nachts sich selbst überlassen in einem alten Wohnwagen. Wenn die Angst sie packt, wenn sie nach Mama rufen, die nicht kommt, die nie wiederkommen wird, saugen sie sich gegenseitig an den Ohren. Einer von ihnen hat nur noch ein halbes Ohr, als sie gerettet werden können.

01|10|2026 ARIAN und ARTHOS sind mittlerweile stattliche Bärenmänner und haben im Laufe der letzten Jahre die komplette Anlage bei uns im Schwarzwald einmal nach links und wieder zurück gedreht. Aber genau das sollen sie auch: lebhaft leben.

Wir danken allen Unterstützern und Paten von ARIAN und ARTHOS, die uns in all den Jahren den Rückhalt gaben, die verwaisten Bärenwelpen aufwachsen zu lassen. Wir hoffen sehr, dass wir mit der Aufarbeitung und Verbreitung ihres tragischen Schicksals ein solches Drama anderen Bären ersparen können. Denn stellt euch mal vor, wie wunderbar wild ARIAN und ARTHOS erst wären, wenn sie frei durch die Natur toben könnten!

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Zurück im Revier: Zwischen Schutz, Angst und Verantwortung 

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Termine

  • 09.04.2026…
    Ferienprogramm | Haustiere – Tierschutz hausgemacht
  • 16.04.2026…
    Ferienprogramm | Bienen – Wilde Wunder
  • 16.05.2026…
    Fotoworkshop | mit Bärenparkfotografin Vera Faupel

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