Bärenpark Worbis, Duderstädter Allee 49, 37339 Leinefelde-Worbis

Auffangstation: LUCHS - für aktives Wildtiermanagement

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Frühjahr 2025, Thüringen: ein Luchs streift durch die Wohngegend einer kleinen Gemeinde, ist abgemagert, wirkt kränklich. Sein auffälliges Verhalten steht unter Beobachtung, schließlich folgt die Entnahme. Es ist die Nacht vom 3. auf den 4. Juni 2025, als er im Alternativen Bärenpark Worbis ankommt. Er ist jung, kommt aus der freien Wildbahn und braucht einen Ort, um wieder zu Kräften zu kommen. Genau für diesen Fall haben wir uns vorbereitet, der Luchs wird in unsere Wildtierauffangstation gebracht, wo er gesund gepflegt wird. Und ein paar Monate später, am 29.08.2025, wird er zurück in die Natur entlassen.

Dies ist eine gemeinsame Aktion mit dem Umweltministerium Thüringen, dem Projektteam Luchs Thüringen, dem BUND und der STIFTUNG für BÄREN -Wildtier- und Artenschutz. Dies zeigt zum einen, dass die Bemühungen, der Art Luchs einen Lebensraum in ihrem einstigen Zuhause in Deutschland zu ermöglichen, erste Erfolge zeigen. Es zeigt aber auch, dass mit der Rückkehr der Tiere die Verantwortung und die Notwendigkeit wächst, das Wildtiermanagement dem Luchs anzupassen. Und es ist ein Beispiel dafür, dass Behörden und Organisationen Hand in Hand arbeiten müssen, um einen professionellen, effektiven und nachhaltigen Umgang mit Wildtieren, in dem Fall speziell Beutegreifern, umzusetzen.

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JURKA Kolumne 10.05.2026

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Ein Wort auf allen Vieren 

ARTHOS auf neuen Wegen

Letzte Wochen waren wieder mal so ziemlich alle meine grünen Freunde auf einer Stelle versammelt. Aus Erfahrung wusste ich: die führen was im Schilde. Doch was genau sollte es sein? Sie haben hier was gewerkelt, dort Litzen gezogen, da was gereinigt. Schließlich war es soweit, am Donnerstagmorgen wurde unser ARTHOS narkotisiert und untersucht. Fazit: aus dem kleinen Welpen von einst ist ein richtiger Brocken geworden! Ich habe den ein oder anderen meiner grünen Freunde mächtig stöhnen hören, als sie ihn so von A nach B trugen. Aber an sich ist er in einem top Zustand. Im besten Bärenalter, sozusagen.

Thema A nach B: Interessant wurde es dann, als ich beobachtete, wo sie den guten hinschleppten. Denn eine der gewohnten Anlagen war es mit Sicherheit nicht! Also schaute ich ganz genau, wo er dann hin gebracht wurde. Tatsächlich buxierten sie ihn oberhalb meiner Anlage, also Richtung neue REHA. Somit ist der Gute nun der erste Bär, der die brandneue Anlage oberhalb des Besucherwegs begehen darf. Und wisst ihr, wer da in der Nachbarschaft ist? Genau, die Wölfe! Ob ARTHOS wohl zu ihnen soll?
Wir werden sehen. Ich halte euch auf jeden Fall auf den Laufenden. Und wenn ich es mal vergessen sollte: kommt doch mal wieder bei uns vorbei und schaut selbst nach.

 

In diesem Sinne haltet die Ohren steif und passt auf euch auf!

Eure
JURKA 

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POPEYEs Blog Episode 82 | ewiger Respekt

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ASUKA und ich durften Anfang der Woche mal wieder in die Quarantänestation. Ist immer spannend da drin. Man weiß nie, ob es Snacks gibt oder irgendetwas anderes Interessantes passiert. Diesmal gab’s ein paar Leckereien zum Abstauben. Also erstmal stabil 😌

Dann ging hinter uns das Tor zu. Aber kein Stress, passiert öfter. Immer wenn das BÄRsonal in unserem Wald arbeitet, dürfen wir da nicht rein. Verstehe ich zwar nicht ganz, weil ich auch einfach mithelfen kann — ich bin schließlich kräftig, intelligent und generell eine Bereicherung für jedes Bauprojekt 💪 — aber naja. Die wollen wohl keine Konkurrenz.
Kurz darauf habe ich dann PARDO und DAGGI in unserem Waldstück entdeckt. Da war klar: Nebenan wird irgendwas repariert oder umgebaut. Soweit alles normal.

Und dann wurde es plötzlich weird 👀 Auf einmal ging die Tür der Station auf und eine komplette Horde BÄRsonal wuselte hinein. Mittendrin: eine große Kiste. Natürlich dachte ich sofort: Oha. Neuer Bär? VIP-Gast? Vielleicht jemand, der schon von meinen legendären Fähigkeiten gehört hat? ✨

Aber nope. Es war DORO. Und ich sag’s wie es ist: DORO - respekteinflößend. Bei der Aura geht man automatisch ein bisschen auf Abstand 🐻 ASUKA sieht das übrigens genauso. Zur Sicherheit haben wir also erstmal aus der Dunkelbox heraus beobachtet. Man muss ja nicht direkt mitten im Geschehen stehen, wenn DORO auftaucht 👀
Sie wirkte müde. Irgendwie erschöpft. Und sie roch auch anders als sonst. So, als würde irgendwas nicht stimmen. Seitdem wurde sie in der Station ordentlich verwöhnt: Extra Leckereien, ständig Besuch und ganz viel Aufmerksamkeit. Man konnte sehen, dass das BÄRsonal sich ziemliche Sorgen gemacht hat. Zunächst dachte ich: DORO ist zwar schon etwas älter, aber man sollte sie niemals unterschätzen. Wer jahrzehntelang auf Beton gelebt hat und trotzdem so einen eisernen Willen behalten konnte, ist einfach next Level 🔥 Genau deshalb habe ich mich nie mit ihr angelegt. Aber gestern wurde es dann ganz ruhig um sie. Ihre Bewegungen wurden langsamer, ihr Blick wurde immer erschöpfter. Ich habe gemerkt, sie konnte einfach nicht mehr. Ich glaube wenn man so alt geworden ist und so viel erlebt und gelitten hat, dann darf man auch gehen. Das hat sie sich verdient. Ich drücke ihr alle Tatzen, dass es ihr nun besser geht. Wo immer sie auch sein mag - meinen Respekt hat sie auf Ewig 🖤

Haut in die Tatzen
Euer POPEYE

 

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BÄRsonal Übersetzer für POPEYEs Jugendsprache:
weird – merkwürdig
next Level – nächstes Level, hier: hart im Nehmen sein

Kantabrische Braunbären 

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