Feiertagslaune im Bärenpark
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- Kategorie: News - Bärenpark Worbis
- Veröffentlicht: Donnerstag, 31. Mai 2012 16:54

Blauer Himmel, strahlender Sonnenschein, ein plätschender Bach, tiefe Wälder, Bären und Wölfe, so macht ein Pfingstausflug Spaß.
Zum richtigen Zeitpunkt war im Park noch viel mehr zu erleben.
Am Sonntag, pünktlich um 11.30 Uhr konnte man von Ferne ein Knattern und Brummen vernehmen, daß ganz langsam näher kam. Gespannt fragten sich die Besucher was das zu bedeuten habe. Dann erklomm das erste Gefährt die steile Anfahrt zum Parkgelände. Ihm folgten über 40 weitere. Der Kenner sah sofort, daß es sich um eine endlos scheinende Karavane von Mulags handelte. Mulags oder Dreibeiner waren einmal robuste, preiswerte und sehr kurios aussehende Kleinlastwagen für Waldbauern. Zum Teil sehr liebevoll und aufwendig restauriert, oder im charmanten Originalzustand reihten sich die Fahrzeuge auf dem Platz vor dem Verwaltungsgebäude des Bärenparks auf. Für eine Stunde gab es nun, neben den Bären und Wölfen, eine weitere Attraktion zu bestaunen. Dann zog die knatternde Horde der Dreibeiner, eingehüllt in eine blaue Dunstwolke, weiter.
Jetzt drehte sich wieder Alles um die Bären im Park, die allesamt von der Stiftung für Bären aus zum Teil übelsten Haltungsbedingungen heraus gerettet wurden. Wie an Sonn- und Feiertagen üblich wurden kostenlose Führungen angeboten, bei denen viel von über die Einzelschicksale und die Biologie der Tiere zu erfahren ist.

Nach einer kurzen Rückfrage beim Parkleiter war klar: Ziegen, die sich für Hunde halten, haben selbstverständlich Zutritt zum Park, wenn für sie die entsprechende Eintrittskarte gelöst wurde!
Jetzt galt es noch zu klären, ob die Ziege die Bären und Wölfe anbellen wird, bzw. die Bären und Wölfe die Ziege im Hundepelz als solche erkennen werden. Da weder das Eine noch das Andere deutlich zu erkennen war stellt sich die Frage ob die Bären und Wölfe die Ziege vielleicht für den Pfingstochsen hielten?
Die Frage wird sich nicht so einfach klären lassen.
Reges Interesse fanden auch die eigens für die „Neuen“ aufgehängten Dispenser mit den neuen Patenschaftsanträgen.
Sicher aber hat sich für rund 2.000 Besucher ein Ausflug in den Alternativen Wolf- und Bärenpark an diesem langen Pfingstwochende mehr als gelohnt.
29.05.12, SV

Das ehemalige Wolfrückzugsgebiet von ca. 1,5 ha wird zur Senioren- und Behindertenresidenz.
Nachdem sich die Wölfe in der Sektion 2 mit mehr als 6,5 ha aufhalten, um sich dort Höhlen zu graben und in der Nähe der Wilddickung zu bleiben, haben wir das ehemalige Rückzugsgebiet als Baustelle erklärt. Dort steht den Bären das Fegersbächle zur Verfügung und es sollen zwei attraktive Winterhöhlen für Behinderte und Senioren eingerichtet werden.
Aber nicht nur das, wieder sind es unsere Ehrenamtliche Helfer Ü70 und FABS –Mitglieder, die gemeinsam helfen und organisieren, diesen neuen Platz für die Bären attraktiv zu gestalten.
Mit einem Riesenkran der Fa. Muz wurden die Röhren für die zukünftigen Winterhöhlen in die Anlage über den Zaun gehievt. Zuvor hatte Otto Zimmermann mit einem Kleinbagger die Fundamente ausgegraben. Das alles erfolgte an einem Tag. Und genau zwischen den Baustellen entdeckten wir eine Wildente, die ein Nest eingerichtet hatte und mit 12 Eiern hoffentlich bald die Jungen zum Schlupf bringen kann.
Diese Naturnähe und die Anpassung der Tiere ist immer wieder verblüffend.
Wir hoffen, das Mitte Juni 2012 die Senioren- und Behindertenresidenz schon von Poldi und Schapi bezogen werden kann, denn wir wollen diese beiden nicht denn futterneidischen Grauwolf Attacken aussetzen. Für den blinden Schapi hoffentlich eine Genugtuung, denn er badet für sein Leben gern und so wird er immer genügend fließend Wasser haben.
Gern können Sie bei der Einrichtung dieser Residenz mithelfen, in dem Sie durch eine Spende oder Patenschaft für die Bären, die Futterversorgung mit gewährleisten und die baulichen Maßnahmen vollendet werden.


Sowohl Poldi, als auch Schapi, sollen vor Ihrem Einzug in die Residenz eine veterinärmedizinische Behandlung erhalten. Auch hier kann Ihre Patenschaft oder Spende sehr hilfreich sein.