Carsten und Miriam von Bike Ranch zusammen mit Bernd Nonnenmacher
Samstag, 15.Juli 2017 – Carsten und Miriam, Betreiber des Mountain und E-Bike Spezialgeschäfts Bike Ranch, veranstalten mit ihrem Team zum dritten Mal das Pow Wow in Schonach. Bei diesem Event können nicht nur die neusten Errungenschaften der Radszene bestaunt und getestet werden, es findet außerdem auch der allseits beliebte Bear Ride statt.
ist es bei Euch auch so nass? Ja, Ja, ich weiß. Vor kurzem hatte ich mich noch beschwert, dass mein zweitliebster Teich verschwunden war. Aber nun ist er wieder da, und mit ihm tausend kleine Bäche, Pfützen, Sümpfe und sogar Springbrunnen. Überall im und um den Park plätschert und rauscht es. Davor hat es tagelang geregnet. Das Wolfsvolk, das Regen gar nicht leiden kann, lief nur noch mit hängenden Ohren und hängender Rute umher. Auch das Bärsonal sah aus wie begossene Pudel – und roch auch so, ehrlich gesagt. Uns Bären macht so ein Wetter nichts aus. Allerdings ist es schon ein bisschen unangenehm, ständig im Matsch auszurutschen und nasse Tatzen zu kriegen. Nur Pedro findet das offenbar toll. Mit seinen großen Füßen watet er durch jede Pfütze und jeden Pfuhl. Vielleicht bessert sich dadurch je seine Laune, denn zurzeit ist er ein richtiger Stinkstiefel. Ständig stänkert er herum und sucht Streit. Auf die arme Emma hat er es besonders abgesehen. Sie versucht ihn zu meiden. Aber wenn er sie erwischt, hält die kleine Blondine ihm auch mal stand und meckert ordentlich zurück. Trotz ihres steifen Beines. „Respekt!“ muss ich sagen. Wahrscheinlich ist Pedro so sauer, weil sein Bauprojekt vereitelt wurde. Er hatte nämlich angefangen, einen Tunnel zu graben. Zielrichtung: Rinderweide hinter dem Bärenpark. Das Bärsonal hat es natürlich bemerkt und flugs einen Baustopp verhängt. Hätte ich ihm gleich sagen können, dass das nicht klappt. Aber der Junge denkt ja nur mit dem Magen. Huch, jetzt tropft es mir schon wieder auf die Nase. Ich komm mir vor wie im Regenwald. Dem Jimmy hat sogar schon eine Schnecke auf dem Rücken gesessen, habe ich von einem Zaunguckerkind erfahren. Na, wenn die schneller vorankommen wollte, hat sie sich aber den falschen Bären ausgesucht. So, ich will dann mal los, mein Magen knurrt.
Grüß Gott und Ciao! Ich habe einen Luchs gesehen! – so rief ein Junge neulich ganz erfreut einer Grünkutte zu. Wo denn? Fragte die Grünkutte. Na, hier im Fernseher im Blockhaus! war seine Antwort. Ja, wie ihr seht, meine Lieben, machen CATRINA und CHARLIE, die beiden Luchse, intensiven Gebrauch von den natürlichen Versteckmöglichkeiten in der Anlage. Die nachtaktiven Tiere genießen die Tiefen des Dickichts. Endlich können sie sich zurückziehen, wann immer ihnen danach ist. Aber ich muss schon gestehen, dass ich auch ein wenig neugierig bin, ihnen bärsönlich gegenüberzustehen, wenn sie sich erst einmal hier im Park eingelebt haben und zu uns Bären dürfen. Das Miteinanderleben ist letztlich das, worauf es ankommt, oder? Dass es dabei auch hin und wieder zu Streitigkeiten kommen kann, haben unsere alten Vierbeiner KAJA und ADI letzte Woche auf recht impulsive Weise gezeigt: Wenn sich Wolf und Bär in die Wolle kriegen, dann geht es meist um’s Fleisch. So auch am Mittwoch, als die Grünkutten ein Reh über den Zaun warfen. KAJA, die übrigens in letzter Zeit immer mehr über sich hinauswächst, inspizierte als erste das Frischfleisch. Was natürlich unserm ADI, der wie KAJA gerade seinen zweiten Frühling durchmacht, überhaupt nicht schmeckt. Und dann ging’s los: Wolf auf der einen, Bär auf der anderen Seite, Reh in der Mitte. Ein Kräftemessen, dass ein einzelner Wolf wohl kaum für sich entscheiden kann. Aber ADI ließ nicht locker. KAJA zerrte und zerrte das Reh samt Grauwolf den gesamten Hang der ehemaligen Seniorenresidenz herab, schüttelte ADI schließlich ab und verschwand siegreich mit ihrer Beute im Gebüsch. Was für ein unvergesslicher Anblick!
Neulich gab es hier im Park leider auch einen Anblick, denn ich sehr, sehr gerne vergessen würde: Ein Ara an der Leine! Umhergeführt wie ein Accessoire! Ist das zu fassen? Wie respektlos und dreist kann man nur sein? Eine Situation, die wir noch nie hier hatten und die wir auch nie wieder erleben möchten. Soll denn die Parkordnung schon wieder geändert werden?
In diesem Sinne, haltet die Ohren steif - und die Augen offen!
Zurück im Revier: Zwischen Schutz, Angst und Verantwortung
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