Bärenpark Worbis, Duderstädter Allee 49, 37339 Leinefelde-Worbis

POPEYEs Blog Episode 67 | fettes Bärenleben

Weiterlesen ...

So langsam wird´s frischer im Bärenwald 🍂. Erste Blätter segeln runter und KATJA verschwindet schon wieder stundenlang in ihrer Höhle. Noch kommt sie zum snacken raus, aber es dauert bestimmt nicht mehr lang, dann ist sie komplett im Winterruhe Modus 😴. Es ist echt next level, die pennt einfach über ein halbes Jahr durch. Könnt ich nicht, wär mir zu krass 😳. Ich muss doch gucken und BÄRichten, was hier im Wald abgeht.

Trotzdem ich bin immer noch ein Bär, bereite mich fleißig auf den Winter vor. Mein Hintern? Sag ich euch, der ist schon richtig fett und flauschig – und da geht noch was! Bin auf ständiger Futtersuche damit ich noch massiger werde. Bei meiner ASUKA schimmert auch schon wieder ein kleiner Specknacken durch – einfach wunderschön! 💕

Und ja, ich check voll, dass ihr Menschen da neidisch seid. Hör ich immer wieder von BÄRsuchern, aber es ist auch halt einfach Luxus: Ich kann in mich reinfuttern, was ich will, so fett werden wie ich will und sag einfach „Selfcare, Babe“, denn im Winter verliere ich es dann eh easy im Schlaf wieder😌.

Die Pfauen hätten auch gern unser Bärenleben, glaube ich. Jedenfalls möchten sie ständig was zu essen haben. HELI stresst ein bisschen, klar – fünffache Mama, da musst du deine Kids halt durchbringen. Aber seit die wieder draußen sind, stalkt die ganze Pfauenfamilie das BÄRsonal, folgt ihnen überall hin und fordert Snacks, so: „Ich hab fünf Kinder, also los, her mit dem Futter!“ Sogar bei den Meerschweinchen und Schildkröten sind sie mit eingestiegen und haben rumgetrötet. Die Meerschweinchen waren komplett lost 🤯, als die kleinen Flauschbälle zwischen ihnen herumgehüpft sind.

Und was macht das BÄRsonal? Genau, gibt den Pfauen auch noch extra Futter 🙄 Top Idee! Als ob sie dann plötzlich Ruhe geben. Und überhaupt: warum kriegt eigentlich jeder hier Sonderportionen – nur ich nicht!?

 

Haut in die Tatzen
Euer POPEYE

 

  checkt mein Tierprofil aus!

 

BÄRsonal Übersetzer für POPEYEs Jugendsprache:

richtig gehittet – war sehr lecker ‚
komplett mindblown – hat mich vom Hocker gehauen
safen – ergattern
on God – ohne Witz
Green Flag – ein guter Fang
Boomer - Baby Boomer Nachkriegsgeneration

JURKA Kolumne 14.09.25

Weiterlesen ...

Ein Wort auf allen Vieren 

Wolfsdrama

KITO ist tot. Ich muss gestehen, den jungen Wolf nie kennengelernt zu haben, aber ich habe viel von ihm gehört. Denn sein Leidens- und Artgenosse KOLJA ist sozusagen mein Mitbewohner. Seit über einem Jahr leben wir nun zusammen mit der Wölfin GAIA. Die beiden Graupelze sind schon ein drolliges Paar. Unter übermäßiger Intelligenz leiden sie nicht gerade, aber gute Seelen sind es. Erst fand ich es ja nervig, wenn sie so heiter fröhlich im Schmetterlingsstil durch die Gegend wuselten, heute freue ich mich für sie. Beneide sie schon fast dafür. Bedenkt man, wo KITO, KOLJA und die anderen herkommen, ist es ein wahres Wunder, dass sie so unbeschwert sein können.

In einem Filmtierpark haben sie gelebt, mit einem Kontaktzoo. Stellt euch das mal vor! Ein Wolf zum Anfassen… wie absurd. Was gibt es für ein scheues Wildtier schlimmeres als das? Könnt ihr euch vorstellen, was mit einem Wolf passieren muss, bis er das mitmacht? Ich als alte Bärin habe im Laufe meines Lebens einige Wölfe kennengelernt. Richtige Wölfe. Und die hätten das nie über sich ergehen lassen. Der arme KITO durfte nie wirklich Wolf sein, musste immer nur als Objekt der Begierde herhalten. Bis er von meinen Freunden in Grün hierhergebracht wurde. Wie überwältigend muss es für ihn gewesen sein, endlich mal Wolf sein zu dürfen. Doch seine Herkunft holte ihn schneller ein als fair gewesen wäre. Leider war er das Resultat einer schrecklichen Inzucht. Ein Tumor an der Milz streckte ihn mit nur 4 Jahren nieder. Je mehr ich darüber nachdenke, desto mehr bricht es mir das Herz. Wann wird der Mensch endlich aufhören Gott zu spielen, und wieder Teil von Lebewesen hier auf der Erde sein. Dann würde er auch fühlen, was für ein Leid er über uns alle bringt.

In diesem Sinne haltet die Ohren steif und macht den Unterschied. Für mich, für uns alle.

 

Eure
JURKA 

Mehr über JURKA

Nachruf KITO – tragisches Schicksal eines Wolfs

Weiterlesen ...

Was bleibt ist nur ein Echo: gestern Abend, Dienstag, den 9. September 2025, mussten wir schweren Herzens Abschied von unserem Wolf KITO nehmen. Nach dem er sich plötzlich sehr auffällig verhielt, veranlassten wir umgehend eine veterinärmedizinische Untersuchung. Das Resultat war ein Schock: nach sorgfältiger Absprache mit unserem Tierarzt blieb keine andere Wahl, als den charismatischen Vierbeiner zu erlösen. Er wurde nur vier Jahre alt. KITO starb an den Folgen inzestuöser Zucht.

Am 5. Mai 2021 kam der Wolf KITO auf die Welt, doch ein Leben als Wolf war für ihn nicht vorgesehen. Mit der Hand aufgezogen sollte er an den Kontakt mit Menschen gewöhnt werden, um gegen Bezahlung ein gefügiges Wildtier zum anfassen zu sein. So wuchs er auf, so wurde er jahrelang im Kontaktzoo des Filmtierparks Eschede ausgebeutet. Bis sein trauriges Schicksal 2024 eine glückliche Wendung nahm. Nachdem der dubiose Filmtierpark insolvent ging, eröffnete sich für KITO eine zweite Chance. Gemeinsam mit seinen Art- und Leidensgenossen KIRA, KLEO und KOLJA begann in unserem Tierschutzprojekt ein neues Leben für die traumatisierten Wölfe.

Endlich befreit von der erdrückenden, menschlichen Nähe durfte KITO herausfinden was es heißt ein Wolf zu sein. Von nun an hallte seine Stimme durch das malerische Wolftal im Schwarzwald. Nachdem er mit den anderen beiden weiblichen Wölfen KIRA und KLEO in unserem Wolfsrückzugsgebiet über ein Jahr verbrachte und sich an die naturnahen Freianlagen gewöhnte, wartete eine neue Anlage auf die Vierbeiner. Doch KITO sollte diese nicht mehr erleben. Nachdem ein Milztumor, Resultat der Inzucht, ruptierte, füllte sich sein Bauchraum mit Flüssigkeit. Trotz umgehender medizinischer Versorgung waren wir gezwungen, ihn zu erlösen.

Nur knapp anderthalb Jahre durfte KITO ein respektvolles, tiergerechtes Leben führen. Wir hoffen, dass sein Vermächtnis dazu beiträgt, endlich die rücksichtslose Zucht und Vermarktung von Wildtieren zu beenden. Das leidvolle Schicksal der Wölfe aus dem Filmtierpark Eschede zeigt auf tragische Weise, welche Ausbeutung und welcher Missbrauch von Wildtieren in Deutschland noch immer möglich ist, noch immer zum Alltag gehört.

KITO, viel zu kurz durften wir dich kennenlernen, doch umso mehr berührt uns deine traurige Geschichte. Wenn wir zukünftige Generationen von Wildtieren vor solchem Leid bewahren können, dann war deines nicht umsonst, sondern rettet Leben.

Helft uns dabei, in dem ihr anderen von KITO erzählt. Lasst uns gemeinsam die Stimme gegen den Missbrauch von Tieren erheben, damit das Echo von KITOs Heulen noch lange nachhallt.

ab jetzt: 2. Staffel

Zurück im Revier: Zwischen Schutz, Angst und Verantwortung 

gratis

Ab jetzt im Online-Shop und überall wo es gute Podcasts gibt: 2. Staffel WissBärGier! Dein Podcast zu den Großbären der Welt. Jetzt reinhören mit Aha-Effekt

mehr

Termine

  • 09.04.2026…
    Ferienprogramm | Haustiere – Tierschutz hausgemacht
  • 16.04.2026…
    Ferienprogramm | Bienen – Wilde Wunder
  • 16.05.2026…
    Fotoworkshop | mit Bärenparkfotografin Vera Faupel

Partner

Folgen Sie uns auch auf: