Bärenpark Worbis, Duderstädter Allee 49, 37339 Leinefelde-Worbis

JURKA Kolumne 14.09.25

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Ein Wort auf allen Vieren 

Wolfsdrama

KITO ist tot. Ich muss gestehen, den jungen Wolf nie kennengelernt zu haben, aber ich habe viel von ihm gehört. Denn sein Leidens- und Artgenosse KOLJA ist sozusagen mein Mitbewohner. Seit über einem Jahr leben wir nun zusammen mit der Wölfin GAIA. Die beiden Graupelze sind schon ein drolliges Paar. Unter übermäßiger Intelligenz leiden sie nicht gerade, aber gute Seelen sind es. Erst fand ich es ja nervig, wenn sie so heiter fröhlich im Schmetterlingsstil durch die Gegend wuselten, heute freue ich mich für sie. Beneide sie schon fast dafür. Bedenkt man, wo KITO, KOLJA und die anderen herkommen, ist es ein wahres Wunder, dass sie so unbeschwert sein können.

In einem Filmtierpark haben sie gelebt, mit einem Kontaktzoo. Stellt euch das mal vor! Ein Wolf zum Anfassen… wie absurd. Was gibt es für ein scheues Wildtier schlimmeres als das? Könnt ihr euch vorstellen, was mit einem Wolf passieren muss, bis er das mitmacht? Ich als alte Bärin habe im Laufe meines Lebens einige Wölfe kennengelernt. Richtige Wölfe. Und die hätten das nie über sich ergehen lassen. Der arme KITO durfte nie wirklich Wolf sein, musste immer nur als Objekt der Begierde herhalten. Bis er von meinen Freunden in Grün hierhergebracht wurde. Wie überwältigend muss es für ihn gewesen sein, endlich mal Wolf sein zu dürfen. Doch seine Herkunft holte ihn schneller ein als fair gewesen wäre. Leider war er das Resultat einer schrecklichen Inzucht. Ein Tumor an der Milz streckte ihn mit nur 4 Jahren nieder. Je mehr ich darüber nachdenke, desto mehr bricht es mir das Herz. Wann wird der Mensch endlich aufhören Gott zu spielen, und wieder Teil von Lebewesen hier auf der Erde sein. Dann würde er auch fühlen, was für ein Leid er über uns alle bringt.

In diesem Sinne haltet die Ohren steif und macht den Unterschied. Für mich, für uns alle.

 

Eure
JURKA 

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Nachruf KITO – tragisches Schicksal eines Wolfs

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Was bleibt ist nur ein Echo: gestern Abend, Dienstag, den 9. September 2025, mussten wir schweren Herzens Abschied von unserem Wolf KITO nehmen. Nach dem er sich plötzlich sehr auffällig verhielt, veranlassten wir umgehend eine veterinärmedizinische Untersuchung. Das Resultat war ein Schock: nach sorgfältiger Absprache mit unserem Tierarzt blieb keine andere Wahl, als den charismatischen Vierbeiner zu erlösen. Er wurde nur vier Jahre alt. KITO starb an den Folgen inzestuöser Zucht.

Am 5. Mai 2021 kam der Wolf KITO auf die Welt, doch ein Leben als Wolf war für ihn nicht vorgesehen. Mit der Hand aufgezogen sollte er an den Kontakt mit Menschen gewöhnt werden, um gegen Bezahlung ein gefügiges Wildtier zum anfassen zu sein. So wuchs er auf, so wurde er jahrelang im Kontaktzoo des Filmtierparks Eschede ausgebeutet. Bis sein trauriges Schicksal 2024 eine glückliche Wendung nahm. Nachdem der dubiose Filmtierpark insolvent ging, eröffnete sich für KITO eine zweite Chance. Gemeinsam mit seinen Art- und Leidensgenossen KIRA, KLEO und KOLJA begann in unserem Tierschutzprojekt ein neues Leben für die traumatisierten Wölfe.

Endlich befreit von der erdrückenden, menschlichen Nähe durfte KITO herausfinden was es heißt ein Wolf zu sein. Von nun an hallte seine Stimme durch das malerische Wolftal im Schwarzwald. Nachdem er mit den anderen beiden weiblichen Wölfen KIRA und KLEO in unserem Wolfsrückzugsgebiet über ein Jahr verbrachte und sich an die naturnahen Freianlagen gewöhnte, wartete eine neue Anlage auf die Vierbeiner. Doch KITO sollte diese nicht mehr erleben. Nachdem ein Milztumor, Resultat der Inzucht, ruptierte, füllte sich sein Bauchraum mit Flüssigkeit. Trotz umgehender medizinischer Versorgung waren wir gezwungen, ihn zu erlösen.

Nur knapp anderthalb Jahre durfte KITO ein respektvolles, tiergerechtes Leben führen. Wir hoffen, dass sein Vermächtnis dazu beiträgt, endlich die rücksichtslose Zucht und Vermarktung von Wildtieren zu beenden. Das leidvolle Schicksal der Wölfe aus dem Filmtierpark Eschede zeigt auf tragische Weise, welche Ausbeutung und welcher Missbrauch von Wildtieren in Deutschland noch immer möglich ist, noch immer zum Alltag gehört.

KITO, viel zu kurz durften wir dich kennenlernen, doch umso mehr berührt uns deine traurige Geschichte. Wenn wir zukünftige Generationen von Wildtieren vor solchem Leid bewahren können, dann war deines nicht umsonst, sondern rettet Leben.

Helft uns dabei, in dem ihr anderen von KITO erzählt. Lasst uns gemeinsam die Stimme gegen den Missbrauch von Tieren erheben, damit das Echo von KITOs Heulen noch lange nachhallt.

POPEYEs Blog Episode 66 | Eigensinnige Katzen

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Wenn es eine im Bärenwald gibt, die das BÄRsonal gut im Griff hat, dann ist es ELBA. Deadass, die Kleine ist ´ne echte Diva .

Als sie und ihr Vater PRIMUS vor etwa 3 Jahren hier ankamen, kannten die nur Hühnchen – ein bisschen lame und ungesund für Luchse. Also dachte sich das BÄRsonal: „Yo, wir zeigen denen mal, was echtes Futter ist.“ Reh, Hirsch, Zicklein, Kaninchen…nur Premium Futter, Leute. PRIMUS hat schnell gecheckt, wie lecker das ist. Ich hätte ehrlich auch gern was abbekommen .

Aber ELBA? Die hebt nur angewidert die Nase und geht demonstrativ weg „Nope, widerlich“. Schickt dem BÄRsonal Blicke, als wollten sie sie vergiften und hungert lieber als irgendwas zu essen, dass nicht ihr heiß geliebtes Hühnchen ist. Respekt, das muss man erstmal durchziehen! Am Ende musste das BÄRsonal einsehen: Katzen haben einfach ihren eigenen Kopf – und ELBA will halt nur ihr Hühnchen.

Die Diva hat durchgesetzt, dass es mittlerweile nichts anderes mehr gibt. Aber das BÄRsonal hat nicht nur bei uns Bären Spaß daran, das Futter suchen zu lassen. Diese Woche haben sie sich auch was für ELBA ausgedacht: Werfen das Hühnchen einfach oben in einen Strauch. ELBA stand da erstmal voll lost. Sie riecht das Huhn, sieht es aber nicht. Also ich finde Futter problemlos auch ohne Augen – meine Nase regelt. Aber bei ELBA hat’s echt gedauert. Hin und her getapert, links, rechts geguckt, wieder umgedreht… bis sie gecheckt hat, wo das Teil steckt. Und dann musste die feine Dame auch noch in den Strauch klettern, um es zu holen. Sie wirkte echt not amused, aber hey… am Ende hat sie’s gepackt. Und ich schwöre, da war sogar ein kleiner „Yay, ich hab’s geschafft“-Vibe dabei. So schmeckt das Hühnchen gleich viel besser .

Haut in die Tatzen
Euer POPEYE

 

  checkt mein Tierprofil aus!

 

BÄRsonal Übersetzer für POPEYEs Jugendsprache:

Deadass – Ehrlich
lame – langweilig
lost – verloren
not amused – nicht begeistert

ab jetzt: 2. Staffel

Zurück im Revier: Zwischen Schutz, Angst und Verantwortung 

gratis

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  • 16.05.2026…
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