Nachruf für Wölfchen – der Katze unter Wölfen

Weiterlesen ...

Schweren Herzens mussten wir uns am Donnerstag, den 24.10.2025, von unserer Katze Wölfchen verabschieden. Viele Jahre lang war sie ein zwar heimlicher, doch fester Bestandteil des Bärenparks. Oft war sie die erste, die unsere Besucher auf ihre unverwechselbare Art mit ihren markanten, leuchtend grünen Augen begrüßte.

Wie alt sie genau war, wo sie herkam, das wissen wir nicht genau. Ihre Geschichte bei uns beginnt wie in einem Märchen. Es war ein verschneiter Tag im Januar 2011. Das Team bereitete sich auf eine Wolfsnacht vor, als wir plötzlich eine Katze im Baum bemerkten. An sich nicht ungewöhnlich, bis auf die Tatsache, dass sich jener Baum mitten in der Wolfsanlage befand. Und unser damaliges Rudel versammelte sich darunter, sich einem – nennen wir es heißblütig leidenschaftlichem Interesse an dem eigenwilligen Wesen hingebend.

Weiterlesen ...

JURKA Kolumne 19.10.25

Weiterlesen ...

Ein Wort auf allen Vieren 

Zwischen Buddeln und Dösen

Es liegt etwas in der Luft. Dieser besondere Duft, der den Wechsel der Jahreszeit ankündigt. Die Tage werden kürzer, die Nächte kühler und auch wir Bären werden ruhiger. Jeder auf seine Weise.

LUNA jedoch scheint noch weniger ruhig als wir anderen Bären. Sie wandert umher, schnuppert, prüft jede Ecke. Verständlich – der Winter ist keine Zeit für Experimente. Wer ruht, muss sich sicher fühlen.

DARIA hat ihren Platz schon gefunden: unter der Brücke. Sie liegt dort meist schon in sanftem Schlummer, nur ein-, zweimal am Tag sieht man sie kurz draußen. ISAs Vorbereitungen sind dagegen unübersehbar. Sie buddelt mit Eifer, als wolle sie den ganzen Hang umgraben. Und ich? Ich laufe kaum noch. Fressen, liegen, dösen. Das reicht. JULIJA ist noch etwas aktiver, aber sie hat sich ein gutes Polster angefuttert. FRANCA braucht wohl noch ein bisschen, bis die Ruhe sie erreicht.

Die Jungs dagegen sind noch mitten im Übergang. ARTHOS hat sich zwar in seiner Röhre eingerichtet, die ist aber ungeeignet für den Winter: Von beiden Seiten offen, das wird ziehen! AGONIS buddelt eifrig, auch wenn die Höhlen wohl noch die besseren Lehrer sind. Am Ende landen die Jungs bestimmt wieder alle zusammen in einer der vorhandenen Naturhöhlen in ihrer Anlage.

Bei den Wölfen ist die Stimmung friedlich. KLEO lässt KIRA endlich in Ruhe fressen, GAIA und KOLJA sind viel unterwegs, die kalte Jahreszeit ist eben Wolfszeit. Während wir Bären langsamer werden, werden sie aktiver. So verschieben sich die Verhältnisse im Park, ganz still, ganz natürlich.
Der Winter kommt. Und mit ihm: Ruhe.

 

In diesem Sinne
Haltet die Ohren steif und gehabt euch wohl!

 

Eure
JURKA 

Mehr über JURKA

JURKA Kolumne 26.10.25

Weiterlesen ...

Ein Wort auf allen Vieren 

JURKA Test

Die Tage werden von Tag zu Tag kürzer, viel Zeit zum Fertigstellen der Winterhöhlen bleibt nun nicht mehr. Ich bärsönlich bewege mich gerade in der Testphase, verbringe einige Zeit im Quartier und bewerte meine Höhle nach dem von mir entwickelten JURKA Test. Verschieden Faktoren spielen dabei eine Rolle. Besonders wichtig sind dahingehend Dinge wie Statik, Wasserdichtheit, Luftzirkulation und der nie zu vernachlässigende Flauschigkeitsfaktor, man will es schließlich richtig gemütlich haben, wenn es darum geht, mehrere Monate Untertage zu verbringen. Wenn ich also derzeit mal ein paar Tage nicht zu sehen sein sollte, dann arbeite ich hart an den Analysen, um ein Maximum an Gemütlichkeit rauszuholen. Meine Artgenossin JULIJA macht das ähnlich, auch sie ist gerade dabei und befolgt die Punkte meines patentierten JURKA Tests.

Auch meine Tochter LUNA, die wie ihr sicherlich wisst ihren ersten Winter bei uns im Schwarzwald verbringen wird, stellt sich auf die kalte Jahreszeit ein. Nur ihr fällt es besonders schwer, hat sie doch so viele Jahre lang in Freiheit gelebt. Es ist schon eine sehr heftige Umstellung, kann mich noch genau daran erinnern, wie es damals bei mir war, als akzeptieren musste, nie wieder in der freien Wildbahn leben zu dürfen. Ehrlich gesagt hab ich das auch nach all den Jahren immer noch nicht ganz. Freiheit ist eben das einig wahre. Und so bin ich ganz froh, dass LUNA zumindest schon mal einen Freund gefunden hat. Ein Eichelhäher wohnt bei ihr in der Nähe. Der hält Ausschau und warnt sie immer, wenn sich Zweibeiner der Anlage nähern. Aber grundlegend ist sie ja eh nachtaktiv, wie damals in den italienischen Wäldern auch. Also ist für euch besondere Obacht geboten, wenn ihr nächste Woche zu Halloween in den Bärenpark kommt. Bin schon sehr gespannt, gibt wohl auch eine Fackelwanderung, Lagerfeuer und Mythen über Werwölfe und ähnliches. Bin schon total gespannt, ist ja das erste Mal, dass es sowas bei uns gibt.

Haltet die Ohren steif!

Eure JURKA

 

In diesem Sinne
Haltet die Ohren steif und gehabt euch wohl!

 

Eure
JURKA 

Mehr über JURKA

POPEYEs Blog Episode 72 | DAGGI-Detox

Weiterlesen ...

Yo Leute, ich weiß, ist schon 'ne Ewigkeit her, dass ich was über DAGGI, PARDO und DORO gepostet hab. Lag aber nicht dran, dass ich es nicht versucht hätte – im Gegenteil 😅. Doch jedes Mal, wenn ich so ganz entspannt rüberschaue, steht DAGGI plötzlich direkt da und ist mega sauer. Wie kann man bitte so schnell getriggert sein?! Ich mein, chill doch mal – ich gucke doch nur. Okay, vielleicht reiz ich’s manchmal bisschen aus und leg mich extra breit vor‘n Schieber 😏, aber nur weil sie immer so leicht zu provozieren ist. Sie könnte es halt auch einfach lassen.

Und ey, die ist nicht nur bei mir so drauf. Letztens kommt DORO ihr minimal zu nah und DAGGI brüllt sie direkt an und verpasst ihr eine. Geht gar nicht. DORO ist halt schon älter und hat wahrscheinlich nicht mal gecheckt, dass sie in die Comfort Zone von Miss Überempfindlich gelatscht ist. Ich lass DORO einfach machen. Aus Respekt, klar. (Und, naja… sicher ist sicher 😅).

Aber honestly – vielleicht ist jetzt eh erstmal Ruhe mit DAGGI. Hab sie seit Tagen kaum noch gesehen. Scheint sich hinten im Wald bei ELBA ‘ne Höhle gebaut zu haben. DORO genießt die Zeit ohne DAGGI und PARDO immer so richtig. Kein Stress, kein Rumgepöbel, einfach chillen und in Ruhe essen. Fühl ich - bei der Mitbewohnerin würde ich mich auch freuen, wenn die ´ne Weile lang mal nicht nervt. In den letzten Jahren war DORO immer noch wach, wenn ich schon längst in meiner Höhle war. Keine Ahnung, wann sie jetzt schlafen geht. Aber ich hab gesehen, sie hat schon Blickkontakt zum BÄRsonal aufgebaut 👀. Die sollen ihr wohl Zugang zur künstlichen Höhle klarmachen. Selber buddeln ist in dem Alter nicht mehr drin. Vielleicht will sie da einfach schon mal Probe liegen 💤

Haut in die Tatzen
Euer POPEYE

 

  checkt mein Tierprofil aus!

 

BÄRsonal Übersetzer für POPEYEs Jugendsprache:

Detox - entgiften
Getriggert - emotional aufgeladen (genervt, beleidigt, aufgebracht)
Comfort Zone - (persönliche) Komfortzone
honestly - ehrlich

Moment der Woche | ISA ist albern

Weiterlesen ...

Meist erleben wir sie eher mit einem muffigen Ausdruck im Gesicht: Bärin ISA ist bekannt für ihre ebenso leidenschaftliche wie energische Art. Doch Bären pflegen komplexe Wesenszüge und verfügen über eine bunte Vielfältigkeit an Mimik und Gestik. Dieses abwechslungsreiche Verhalten trägt zur Faszination der Tiere bei.

ISAs blickt leider auf ein tragisches Schicksal zurück, wurde eingefangen und muss nun in Gefangenschaft leben. Kein Wunder, dass ihre Laune oft nicht die Beste ist. Daher freuen wir uns umso mehr über solche Momente wie diesen, in denen ISA sich ein wenig Lebensfreude gönnt.

Wenn auch ihr eher mit einer etwas raueren Schale ausgestattet seid oder jemanden kennt, auf den diese Beschreibung ganz gut passt, dann wäre ISA doch das perfekte Patentier.

Infos, wie ihr ISA und unseren Wildtier- und Artenschutz unterstützen könnt, findet ihr in ihrem Tierprofil.

 

Mehr über ISA

Moment der Woche | MYKHAILO und der Stock

Weiterlesen ...

Lebensfreude pur beim sanften Riesen: MYKHAILO erfreut sich ausgelassen am Spiel mit den natürlichen Elementen, die er in unserer Freianalage findet. Genau das ist die Idee hinter unserem Konzept der natürlichen Beschäftigung. Was den traumatisierten Wildtieren in der Regel fehlt, ist Natur. Diese können wir ihnen zwar nicht einfach so geben, aber wir können ihnen Raum und Zeit lassen, diese auf eigenen Wegen zu entdecken.

Und bei MYKHAILO ist dies ein besonders rührender Prozess. Denn viele Jahre lang lebte er in einem engen, rostigen Käfig auf Stahlbaumatten, war bei seiner Rettung fast verhungert. Kein Witz: ein Schmetterling schlug ihn in die Flucht, als er die ersten Tage in unserem Bärenwald verbrachte.

Heute hegt er noch immer einen gesunden Respekt vor Schmetterlingen, hat sich aber in die naturnahen Freianlagen eingelebt und nutzt diese nach Herzenslust. Einer dieser bewegenden Momente wurde von Vera Faupel meisterhaft eingefangen. Vielen Dank dafür!

Seid ihr auch im Team sanfte Riesen oder passt das zu jemanden aus eurem Bekanntenkreis? Dann wäre MYKHAILO doch das perfekte Patentier für euch:

 

  MYKHAILO kennenlernen

Euer Team vom
Projekt WORBIS

JURKA Kolumne 12.10.25

Weiterlesen ...

Ein Wort auf allen Vieren 

In der Gemütlichkeit liegt die Kraft

Es fällt mir immer schwerer zu schreiben, die Gemütlichkeit umflauscht mich Tag zu Tag mehr. Geld, Zeit, ich hab das Gefühl, ihr Menschen hetzt immer einer Zeit hinterher, die ihr nicht greifen könnt und habt nur Geld vor Augen, das es nur in eurer Fantasie gibt. Die Kunst in der Natur zu überleben besteht darin, genau das nicht zu tun. Verschwendet keine Energie mit Dingen, die euch nicht glücklich machen oder nützlich sind, sonst verfällt manch einer schnell in stereotypes Verhalten. Ein gesunder Energiehaushalt ist das A und O im Leben, glaubt einer alten Wildbärin. Meine Bärenkollegin JANA z.B. hat sich eine wunderschöne Höhle für den Winter gebuddelt. Ob sie hält oder nicht, werden wir sehen, aber sie hat Spaß dabei. Viele Jahre lange durfte sie solch bärentypischen Dinge schließlich nicht machen, warum also nicht jetzt einfach mal machen?

Bei ARIAN, ARTHOS und AGONIS gabs neulich fett Fleisch. Und ich meine richtig viel, eine ganze Hirschkuh wurde ihnen kredenzt. Da ist das Fresskoma inklusive. Am Sonntag fegte übrigens das beste Wetter über den Schwarzwald, das beste Wetter, um zuhause zu bleiben. Starkregen, orkanartiger Wind, ich für meinen Teil bleib da lieber in der Höhle. Schade nur, dass ausgerechnet an diesem Tag das Wilde Wochenende stattfand. Aber so geht es uns Wildtieren eben, da stürmt es auch mal.

Wie heißt es so schön, auf Regen folgt Matsch, also lasst uns nicht übers Wetter reden.

In diesem Sinne
Haltet die Ohren steif und gehabt euch wohl!

 

Eure
JURKA 

Mehr über JURKA

POPEYEs Blog Episode 71 | stämmige Emotionen

Weiterlesen ...

Bro… MYKHAILOs Eskalations-Mission ging diese Woche komplett weiter. Dieser absolute Koloss von einem Bären nimmt sich einfach nen fetten Baumstamm, stellt sich auf die Hinterbeine und wirft das Teil ohne Probleme hoch in die Luft. Ich schwör, ich habe BÄRsucher mit höchst verstörten Blicken von seiner Anlage flüchten sehen.

So stark er aussieht – MYKHAILO schleppt auch selbst sehr viel Unsicherheit mit sich rum. In einem Moment ist er absolut GOAT und im nächsten sieht er einen Waschbären nebenan durch das Gebüsch huschen und zack Schockstarre, Gehirn aus, ab in die Station. Und ehrlich? Kein Wunder. Seine Backstory ist echt heavy – kleiner Käfig, ständig gestresst, kein richtiges Futter, null Ruhe. Trauma vorprogrammiert. Ich hatte damals wenigstens ASUKA an meiner Seite – sie war mein save space und ist es heute noch, um genau zu sein. MYKHAILO? Er hatte nur sich selbst.

Aber nicht nur MYKHAILO ist aktuell voller Energie. LAURA hat mittlerweile schon zwei Projekte gleichzeitig am Start, Abrissbirne PEDRO natürlich wieder überall mittendrin – ich hoffe, dass wenigstens eine Baustelle von seinen „Hilfsaktionen“ verschont bleibt. Ich selbst bin auch am Bauen – mache son bisschen Höhlen-Upgrade, aber ASUKA? Hat angefangen eine eigene Höhle oben am Hang zu graben. Hat zwar Potenzial, aber weiß nicht so recht, was ich davon halten soll. Möchte sie lieber da chillen, statt bei mir? Ich mein winter is coming ❄und ich würde mich doch so gerne wieder an sie rankuscheln.

Haut in die Tatzen
Euer POPEYE

 

  checkt mein Tierprofil aus!

 

BÄRsonal Übersetzer für POPEYEs Jugendsprache:

next level – besonders gut
Architekten Riz / Bau-Game ✨– ein großes Talent zum Höhlenbau
Moves – Attitüde
NPC – non playable character = ein nicht spielbarer Charakter / Nebencharakter aus Computerspielen
Queen – Königin (Ausdruck großer Bewunderung für Frauen)

Moment der Woche | DAGGI genießt den Augenblick

Weiterlesen ...

Durchatmen nicht vergessen! Ein gewisses Maß an Hektik und Stress können durchaus förderlich sein, irgendwie gilt es auch in den hochmodernen, schnelllebigen Zeiten am Ball zu bleiben. Daher ist es aber vielleicht sogar wichtiger denn je, Körper und Geist mal einen Moment des friedlichen Nichtstuns zu gönnen.

Genau jetzt ist solch ein Augenblick. Genießt ihn, er ist für euch.

Mit besten Grüßen von DAGGI 

  DAGGI kennenlernen

Euer Team vom
Projekt WORBIS

Realitätscheck zur Rückkehr des Wolfs nach Deutschland

Weiterlesen ...

Hüter des Waldes oder Schrecken der Vororte? Seit nunmehr einem Vierteljahrhundert leben wieder Wölfe in den Wäldern der Bundesrepublik. Doch der scheue Vierbeiner scheint die Deutschen zu spalten, während er auf der einen Seite Lobeshymnen für den Artenschutz hervorruft, sorgt er bei vielen für Mahnfeuer. Kindergärten rufen den Notstand aus, von einer wölfischen Invasion ist die Rede, denn Deutschland als Kulturlandschaft sei viel zu dicht besiedelt für solch einen Prädator.

Doch was ist dran? Ist der Wolf die Waldpolizei auf vier Beinen oder eher ein Räuber?

Weder noch. Der Wolf ist weder gut noch böse, er ist ein Wildtier, das intelligent und anpassungsfähig ist – und das schon seit tausenden von Jahren. Und DEN Wolf gibt es nicht, denn Wölfe sind so unterschiedlich wie wir Menschen auch. Was es damit auf sich hat, welche Rolle der Canis Lupus in der deutschen Kulturlandschaft spielt und was hinter den gängigen Mythen steckt klären wir in unserem Realitätscheck zum Thema Rückkehr der Wölfe.

Lies jetzt unseren neuen Wissensbeitrag zur Rückkehr des Wolfs

Zum Realitätscheck

Folgen Sie uns auch auf: