Der Waldgeist ist zurück?
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- Kategorie: News - Bärenpark Worbis
- Veröffentlicht: Sonntag, 10. Februar 2013 13:22
... von wegen wir haben keine richtigen Winter mehr! Da kommt der Schnee in den letzten Tagen wie aus dem vollsten Federkissen von Frau Holle herab. Wir können gar nicht so schnell schaufeln, wie die Wege wieder verschneit sind. Und was gibt es zu sehen?
Diesen Hunger der Wölfe nutzen wir gleich für eine Entwurmungskur, indem wir Futterratten anbieten, die logischerweise das Entwurmungsmittel im Körper haben. Schwierig ist es natürlich, wenn man nur drei Tabletten verabreichen kann und demzufolge auch nur drei Ratten bestückt sind. Da heißt es: wer ist der Schnellste, wer der Cleverste und wer könnte eventuell leer ausgehen?
Diese spannende Frage konnten wir nicht beantworten, als wir los zogen, um die Kur der Wölfe vorzunehmen.
Tierpfleger Manuel Würz hatte die Ratten präpariert und unser BfDler Mark Rex hatte einen Sack Pellets zur Ablenkung möglicher Bäreninteressen bereitgehalten. Der kleine grüne "Gator" (unser Betriebsfa
Von einer anderen günstigen Stelle warfen wir die letzte Wurmkur in einem riesigen Bogen in die Anlage, in der Hoffnung, ADI erkennt dieses Angebot. Aber nein, aufgeregt durch unseren neuen Standort suchte er das Weite und war bemüht, bei JURKA kleine Futterpellets zu finden. Selbige fand die Idee von ihm aber gar nicht gut und signalisierte sehr schnell, das dies nicht sein Areal ist. Nun ist ADI leer ausgegangen, während wir beobachten konnten, wie scharfsinnig ANITA der Geruchspur der dritten Ratte folgt, sie fand und schleunigst verschlang. Fazit: ANITA ist doppelt entwurmt, während wir für ADI noch eine neue Variante entwickeln müssen. Das alles dauerte fast zwei Stunden. Nur mal nebenbei erwähnt, das auch der Winter unsere vollste Konzentration erfordert.
Also besuchen Sie uns gern auch mal in dieser Jahreszeit, es gibt es immer etwas Interessantes zu entdecken.
S
Nicht ganz so lustig haben es unsere "Grauen" gefunden. Eher pudelnass schlichen sie geduckt durch alle Bereiche der Freianlagen. Hier stehen 8,5 ha zur Verfügung, und außer in der Seniorenresidenz gibt es viel zu entdecken.
ANITA, die Späherin, geht schon immer mal voraus, während ADO ihr folgt und den Rücken deckt. Weniger mutig aber doch im gehörigen Abstand von meist 20 bis 30 m kommt ADI dann hinterher.
In allen Höhlen ist so ein heftiger und animierend strenger Geruch. Jeder der Bärenmänner hat sich eine eigene Höhle ausgewählt. Zu zweit wie BEA und BIGGI oder Kaja und Leoni? - weit gefehlt! Jeder dieser Bärenpaschas braucht seine eigene Höhle. Das Schnarchen ist manchmal sogar über weite Strecken zu hören und das reizt die "Grauen" um so mehr, immer wieder Patrouille zu laufen um zu sehen, ob es nicht doch ein Plätzchen in so einer Höhle gibt.
Immer wieder wird die Runde gedreht und nachgeschaut, doch jeder Regentropfen scheint die Bärenmänner noch mehr davon abzuhalten, auch nur einen cm der Höhle frei zu geben.
Vorsichtig schleicht sich das Geschwisterpaar ANITA und ADO zur Höhle von BODO. Es ist ruhig, keine Bewegung in der tiefen Finsternis, also vorsichtig und lang gestreckt wird der Eingang erreicht. Es ist immer noch ruhig und so verschwindet der halbe Körper von ANITA in der Röhe. Mit einem unsäglichen Schnaupen und echtem Bärengebrüll, hat sich BODO dann doch Respekt verschafft, so dass die Wölfin vor Schreck rücklings aus der Höhle stolperte und das Weite suchte. Ja, hätte sie nur mal die Ausflüge der Bärin BEA beobachtet, die ebenfalls diese Situation ebenfalls erlebte, dann wäre ihr einiges erspart geblieben. Seit seiner Kastration im Sommer ist BODO seiner Schwester gegenüber nicht mehr so liebevoll.
Trotz der geradezu milden Temperaturen sind die Bärenmänner nicht gewillt, aus ihren Höhle zu kommen. Eine kleine Stippvisite, etwas Stroh und Geäst zusammengezogen, dann aber schnell wieder ins Bett und Pfunde wegschlafen. Die Bärenfrauen dagegen sind schon mal auf einer Erkundungstour, spätestens in der Dämmerung sind sie aber wieder weg. Da im Wald kaum mit Problemen zu rechnen ist, werden sie wohl erst am nächsten Tag prüfen, ob die Welt noch in Ordnung ist...
Liebe Bären-, Luchs,- und Wolfsfreunde,
liebe Tierfreunde, liebe Teddybärenfreunde,
ein sehr turbulentes aber auch erfolgreiches Jahr geht zu Ende, das eines kleinen Rückblickes bedarf, bevor wir dem neuen Jahr unsere Aufmerksamkeit schenken und damit unsere Wünsche für die Zukunft verbinden.
Derzeit leben 17 Bären...