Alternativer Bärenpark Worbis, täglich geöffnet
Alternativer Bärenpark Worbis
Duderstädter Allee 49, 37339 Leinefelde-Worbis

Pardo ist gerettet!


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Der Regen hatte sich verabschiedet und die schwarzen Wolken zogen weiter, als wir den Bärenpark betraten. Dank der fast schon frühlingshaften Temperaturen zeigten sich schon die ersten Knospen an den Bäumen, und so mancher Vogel stimmte bereits sein Lied an.

Bär Max döste in ?Jimmy?s Wald? vor sich hin, sobald sich aber etwas bewegte, hob er den...

Der Regen hatte sich verabschiedet und die schwarzen Wolken zogen weiter, als wir den Bärenpark betraten. Dank der fast schon frühlingshaften Temperaturen zeigten sich schon die ersten Knospen an den Bäumen, und so mancher Vogel stimmte bereits sein Lied an.

Bär Max döste in ?Jimmy?s Wald? vor sich hin, sobald sich aber etwas bewegte, hob er den Kopf und betrachtete aufmerksam das Geschehen. Was auch höchst angebracht war, denn schließlich nahte freundlicher Damenbesuch in Bärson von Emma. Seine Freundin hatte ihre Höhle verlassen und schaute bei ihm vorbei, die beiden begrüßten sich, drehten ein paar gemeinsame Runden, bis die hübsche Blondine wieder in ihrem Domizil verschwand ? nicht jedoch, ohne dort vorher noch diverse Lagen Laub als Bettauffrischung eingefüllt zu haben. Zur Fütterung war Emma wieder zur Stelle. Diverse uncharmante Bemerkungen von Seiten der Besucher (?meine Güte, eine Kugel auf vier Beinen?) überhörte sie geflissentlich und griff, zusammen mit Max, bei den angebotenen Leckereien gerne zu. Natürlich in der ihr eigenen feinen Art: Da wurde der Apfel zuerst auf die Tatze gelegt, um ihn dann formvollendet zu verspeisen. Wer glaubte, Bären könnten sich bei Tisch nicht ordentlich benehmen, wurde hier gründlich eines Besseren belehrt.
Dass diverses Obst und auch Walnüsse nicht auf dem Waldboden, sondern im Teich gelandet waren, entging der cleveren Bärin keinesfalls. Zuerst steckte sie die eine, dann die andere Tatze ins kühle Nass, fischte rechts und links Fressbares heraus und nahm danach ein Vollbad. Sie tauchte ab, so dass zeitweise nur noch die Ohren aus dem Wasser heraus schauten, gab genüsslich blubbernde Geräusche von sich und schaute zu Max hinüber, der ein Stück entfernt an einem Baumstamm lehnte und dem Treiben zusah mit einem Gesicht der Sorte ?oh, oh, wie kann man nur?.? Als die Lady dann pitschnass ? und gar nicht mehr so pummelig ? aus den Fluten stieg, wurde sie genau von ihm beobachtet. ?Ob sie sich jetzt wohl ihren nassen Pelz bei mir trocknen und die kalten Füße bei mir wärmen will??, schien er zu fragen. Weder noch, wie sich herausstellte, triefend zog sie von dannen.
Bärin Mischka genoss die Sonnenstrahlen, mit den ihr eigenen großen Schritten war sie unterwegs, legte hier mal einen Snack, dort mal ein Päuschen ein und hatte auch ihre Schlafstätte für die Nacht schon gebucht: Die Station stand für die ältere Dame offen mit frisch gerichteter Polsterung samt leckerem Betthupferl.
Mario lief die Strecke zwischen Infocenter und Teich regelmäßig auf und ab und reckte den Hals nach dem seiner Meinung nach längst überfälligen Service. Und was musste er sehen? Das Futtermobil fuhr mehrmals an ihm vorbei, doch es hielt nicht an. Sollte es tatsächlich so sein, dass andere Tiere bedacht wurden und er nicht??? Sein Blick war zum Steine erweichen, kurzzeitig hielt er einen Zweig mit verwelktem Laub hoch, so, als wolle er voller Vorwurf fragen ?soll das etwa mein Essen sein??, bis der Service nach gefühlten Ewigkeiten endlich auch den Weg zu ihm fand und die begehrten Äpfel, Birnen, Nüsse und Pellets geflogen kamen. Wurde aber auch allerhöchste Zeit!
Laura haben wir nur kurz gesehen, sie hatte ihre Zelte unten in der Nähe der Eingewöhnungsstation aufgeschlagen und wollte wohl nur mal eben Luft schnappen. Sie ging ein paar Schritte hin und her und war so schnell wieder verschwunden, wie sie aufgetaucht war.
Auch Katja kam kurzzeitig aus ihrem Winterquartier hervor. Anders als Emma, die das Laub zur Innenpolsterung mit beiden Tatzen in ihr Appartement geradezu hineinschaufelte, zog Katja vorsichtig Blatt für Blatt in ihre Höhle und ließ sich auch von Familie Wolf keineswegs aus ihrem Laubsammeltakt heraus bringen.
Die Herren Jimmy und Pedro hatten mit Alledem nichts am Hut, sie ruhten weiterhin und träumten dabei vielleicht vom Frühling im Bärenpark: Von einem ruhigen, gemütlichen Plätzchen mit Picknick am Badeteich (Jimmy) sowie schönen Bärenmädels und vielen Freunden (Pedro). Vielleicht gehen ihre Wünsche ja in Erfüllung.

Herzlichen Dank an unsere Bärenparkfreunde Eva Steinbeck-Jakobs und Hermann Jakobs für diese bärenstarke Berichterstattung und das tolle Foto.

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Auszeichnung

Auszeichnung Land der Ideen, Ausgewählter Ort 2010

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