Buddeln für die Bären
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- Kategorie: News - Bärenpark Schwarzwald
- Veröffentlicht: Mittwoch, 17. September 2014 13:12





Kurz nach 15 Uhr trafen die Maiers im Bärenpark ein und wurden von Rüdiger Schmiedel in Empfang genommen. Für die Familie hatte der Geschäftsführer des Bärenparks freien Eintritt und Geschenke vorgesehen. Tochter Jasmin überreichte er einen großen Bären – aus Stoff! Für die Eltern gab’s eine Urkunde, Bärentassen und den Bärenkalender für 2015.
"Wir sind sehr überrascht über diese tolle Ehrung", sagte der Familienvater. "Wir waren noch nie im Bärenpark, obwohl wir nicht weit weg wohnen. Aber heute ist es umso schöner." Bürgermeister Bernhard Waidele schloss sich der Gratulation an.
Nach der Ehrung ließ sich Familie Maier gerne zu einer kostenlosen Führung im Bärenmobil einladen. Das kam so gut an, dass sich Michael Maier anschließend spontan bereit erklärte, künftig ehrenamtlich im Bärenpark tätig zu sein.
Dass der Bärenpark bis zum Sommer 2014 bereits über 200.000 Besucher zählt, ist nicht selbstverständlich. „Die Besucherzahlen im Bärenpark übertreffen in diesem Jahr alle Erwartungen“, sagt Rüdiger Schmiedel. Erst im September 2010 wurde der Alternative Wolf- und Bärenpark eröffnet. In den ersten vier Jahren rechnete man mit rund 120.000 Besuchern. Nun sind es bereits 222.222 Besucher, damit hat der Park sein selbst gesteckte Ziel bereits um 100.000 Besucher übertroffen. Entsprechend zeigt sich Schmiedel mit den Besucherzahlen mehr als zufrieden.
Der Monat August sei ein "Supermonat für den Bärenpark", so Schmiedel. Seit Ferienbeginn in Baden-Württemberg boome es. Allein am vergangenen Sonntag seien mehr als 1000 Besucher im Bärenpark gewesen. Am Donnerstag kamen bei bestem Wetter mehr als 600 Gäste. "Wir haben unter der Woche sowieso meist zwischen 400 und 500 Besucher", erklärte Schmiedel. Auch kommen immer mehr internationale Gäste. Mittlerweile kann man Besucher aus Amerika, Australien, Japan, den Niederlanden und aus der Schweiz begrüßen. "Wir entwickeln den Park tagtäglich weiter, machen stets neue Angebote und perfektionieren das Bestehende", so Rüdiger Schmiedel.
Positiv äußert sich Schmiedel auch über den jüngsten Nationalpark Deutschlands in unmittelbarer Nähe. Für Besucher, die den Nationalpark besuchen wollen, sei es eine Option, bei ihrer Reise auch im Bärenpark in Bad Rippoldsau-Schapbach vorbei zu schauen.

Ein Kalender von Fans für Fans der Projekte!
Wir wünschen Ihnen viel Freude mit den Kalendern, als Geschenk oder für die eigenen vier Wände und bedanken uns nochmals bei allen Fotografen, die die Bilder eingesandt haben und im voraus für Ihre Unterstützung durch die Bestellung.

Unser Ben: Von den Bärenpark-Mitarbeitern wird er liebevoll „Der Teddy“ genannt. Bereits am Tag vor dem Eingriff wird der stets gutmütige Bär mit dem sanften Lächeln in die Eingewöhnungsstation gelockt. Am Morgen gegen acht Uhr treffen Vertreter der Presse ein. Leute tummeln sich, es wird gerufen, Filmlicht installiert. Ben scheint der Rummel nicht zu interessieren.
Um Halbneun trifft der Vertragstierarzt des Bärenparks Meinhard Sieder aus Wolfach ein. In wenigen Minuten hat er den Narkose-Pfeil fertig und in sein Blasrohr eingeschoben. Tierpfleger Michael Würz lockt Ben mit einer Karotte an die passende Stelle. Dann kann der Tierarzt sein Blasrohr durch das Gitter der Eingewöhnungsstation schieben. Aus nur einem Meter platziert er den Pfeil im Nacken des Bären. Ben nimmt sogar den Einstich ganz gelassen hin. Es wird noch ein zweiter Narkosepfeil benötigt, aber dann schläft Ben friedlich ein. Dr. Sieder prüft noch einmal mit dem Stil eines Besens: „Jetzt schläft er.“
Was der Unterschied zu einem Kaninchen sei, wird Dr. Sieder gefragt. „Na, die Bären sind halt größer, und sonst bin ich eher Einzelkämpfer“, spielt der Tierarzt auf den Mitarbeiter- und Presserummel an. Acht Helfer braucht es nun, um den Bären auf die Transportplane zu hieven und anschließend auf den OP-Tisch. Es folgt eine Reihe von Untersuchungen. Zunächst nimmt Dr. Sieder eine Kotprobe. Bei der Untersuchung der Augen wird ein Katarakt, also eine Trübung der Augenlinse, im linken Auge festgestellt. Die Ohren sind o.k., allerdings pult Dr. Sieder mit dem behandschuhten Zeigefinger deratige Mengen von dunklem Ohrenschmalz hervor, dass einige der Umstehenden wohl eine üble Abnormität vermuten. Zumindest ist man geneigt, das aus den Gesichtsausdrücken mancher Beteiligter zu schließen.
Einige Zahnspitzen sind abgebrochen. Dr. Sieder trägt Zahnlack auf, um Bens Beißerchen wieder zu versiegeln. Die inneren Organe werden abgetastet: kein Befund. Die Krallen sind soweit o.k. Vorn links außen wird ein bisschen gestutzt. Dann packt Dr. Sieder die Beine einzeln, streckt und beugt sie jeweils. Hinten rechts im Knie vermutet er Arthrose, was dann auch Bens entenartigen Gang mit weit ausgetellten Gang erklären würde. Für eine genauere Analyse fertigt er Röntgenbilder an.
Hinten links überm Schienbein stellt Dr. Sieder dann noch ein kirschgroßes Papillom fest – oder was er dafür hält. Ob es sich tatsächlich um einen gutartigen Tumor handelt soll eine Laboruntersuchung ergeben. Dr. Sieder rasiert das Fell rund um die Wucherung, schneidet die Wucherung selbst heraus und näht die Wunde dann mit drei Stichen. Zum Schluss noch ein letzter Stich: Dann ist Ben auch gegen Tollwut und Leptospirose geimpft.
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Die Bären sind los. Kein Wunder, 2014 ist ein phantastisches Beerenjahr. Unsere Bären sind deshalb viel auf den Beinen, um Him- und Brombeeren zu ernten. Für Besucher bietet sich die Möglichkeit, besonders bärentypische Momente zu erleben — und das unter verbesserten Bedingungen.
Bärin Kaja muss wohl glücklich sein. Schon seit einer halben Stunde stöbert sie durchs Brombeergebüsch. Immer wieder schaut der Kopf oben raus, stülpen sich die Lippen nach vorn, und Beere um Beere wandert in ihr Schleckermaul. Man sieht, dass es ihr schmeckt.
Für die ehemalige Zirkusbärin ist das leider keine Selbstverständlichkeit. Viele Jahre unter unwürdigen Bedingungen haben zu Verhaltensstörungen geführt. Wenn nichts ihre Aufmerksamkeit wecken kann, verbringt sie Stunden damit, auf kurzen Strecken hin- und herzumarschieren. Obwohl Kaja nun schon drei Jahre im Park verbringt, hat sie diese Störungen noch immer nicht ganz überwunden. Trotzdem ist Rüdiger Schmiedel stolz darauf, dass sie so weit ist, wie sie ist: „Wenn wir Kaja nicht diese naturnahe Umgebung bieten könnten, sehe es viel schlechter für sie aus. Die natürlichen Bedingungen, die Kaja hier vorfindet, helfen ihr, ihr Trauma zu überwinden.“


Simone Dorra hat richtig überzeugt. Sie schreibt nicht nur in einer schönen Sprache und kann mitreißend erzählen, sie versteht es auch fundiert zu recherchieren. Gerade bei einem Fantasy-Roman erscheint uns das wichtig. Natürlich steht im Mittelpunkt die Unterhaltung, aber mit der Rahmenhandlung kann man bei Dorra auch lernen – etwa über das Leben in einem Schwarzwalddorf oder die Biologie des Hundes. Simone Dorra hat ihre Schauplätze alle besucht, hat fotografiert und mit Leuten vor Ort gesprochen. Herausgekommen ist eine runde Geschichte mit vielen Facetten, die überzeugt. Das Bärenpark-Team ist stolz auf diese Art und Weise gewürdigt worden zu sein. Besucher des Bärenparks können den Roman im Shop bei der Kasse und im Buchhandel erstehen.
Und darum geht es
Die geliebte Großmutter der Fantasybuch-Illustratorin Miriam Trautwein ist gestorben. Miriam erbt das abgelegene Haus im Schwarzwald, in dem sie glückliche Kindheitstage verbracht hat. Spontan entscheidet sie sich, ins Wolftal überzusiedeln. Miriam findet alte Bekannte wieder, lernt aber auch neue kennen. Der Kunstschreiner Ralf Markward, der sehr zurückgezogen lebt, fasziniert sie besonders. Seine Familie scheint von mysteriösen Geschichten umgeben zu sein, aber Miriams Freundschaft mit dem rätselhaften Mann vertieft sich immer mehr.
Als Miriam im Schmuckkästchen ihrer Großmutter eine Kette mit einer merkwürdigen Silberscheibe findet, überschlagen sich die Ereignisse. Und als sie endlich begreift, dass manche Legenden tatsächlich wahr sind, gerät sie in einen Strudel uralter düsterer Geheimnisse.
Düstere Geheimnisse aus dem Wolftal: Im Alternativen Wolf- und Bärenpark findet am Sonntag, den 3. August 2014, um 15 Uhr eine Buchpremiere statt. Die Journalistin Simone Dorra stellt ihren Erstlingsroman „Fluchmond“ vor, der im Wolftal spielt.
Autorin Simone Dorra kennt das Wolftal von Familienausflügen; sie lebt in Welzheim bei Schwäbisch Gmünd. Als sie sich entschloss, ihr erstes Buch „Fluchmond“ im Wolftal spielen zu lassen, wollte sie eigentlich ein für die Handlung wichtiges Wolfsgehege neu erfinden – nur um festzustellen, dass das gar nicht mehr nötig war. Also wurde der Alternative Wolf- und Bärenpark zu einem wichtigen Schauplatz des Romans. Auch Orte wie Hausach, Wolfach, Schapbachs Kirche St. Cyriak, der Glaswaldsee und Freudenstadt spielen in der fantasievollen und spannenden Geschichte eine Rolle.
Und darum geht es: Die geliebte Großmutter der Fantasybuch-Illustratorin Miriam Trautwein ist gestorben. Miriam erbt das abgelegene Haus im Schwarzwald, in dem sie glückliche Kindheitstage verbracht hat. Spontan entscheidet sie sich, ins Wolftal überzusiedeln. Miriam findet alte Bekannte wieder, lernt aber auch neue kennen. Der Kunstschreiner Ralf Markward, der sehr zurückgezogen lebt, fasziniert sie besonders. Seine Familie scheint von mysteriösen Geschichten umgeben zu sein, aber Miriams Freundschaft mit dem rätselhaften Mann vertieft sich immer mehr.
Als Miriam im Schmuckkästchen ihrer Großmutter eine Kette mit einer merkwürdigen Silberscheibe findet, überschlagen sich die Ereignisse. Und als sie endlich begreift, dass manche Legenden tatsächlich wahr sind, gerät sie in einen Strudel uralter düsterer Geheimnisse.
Das Bärenpark-Team lädt alle Interessierten zur öffentlichen Lesung mit Simone Dorra herzlich ein. Die Veranstaltung findet im Seminarraum des Bärenparks ab 15 Uhr bis ca. 16.30 Uhr statt. Interessierte können „Fluchmond“ vor Ort erwerben, und natürlich signiert die Autorin auf Wunsch jedes Buch. Für eine kleine Bewirtung ist gesorgt.