JURKA Kolumne 07.11.2021

Weiterlesen ...
Jurka-Kolumne

 Ciao und grüß Gott, liebe Leute! Die bunten Blätter fallen, es wird frisch draußen und kaum hat man es aus dem Bett geschafft, sind die Tage auch schon wieder vorbei. Der Winter steht also schon vor der Tür. Die Zeit der großen Schläfrigkeit beginnt. Also nutzt noch mal die Gelegenheit in den Herbstferien und werft nochmal einen Blick auf uns Bären, bevor wir uns in den Höhlen verkriechen.

Schon Wahnsinn, wie schnell so ein Jahr an einem vorbeizieht. Na ja, ihr könnt euch sicherlich vorstellen, wer es wohl kaum erwarten kann, dass wir das Feld räumen und in Winterruhe gehen - die Wölfe! Dann beginnt nämlich ihre Jahreszeit, die Saison der Graupelze.

Also, schaut nochmal vorbei und genießt die malerische Herbstidylle. Ich freu mich auf euch!
In diesem Sinne haltet die Ohren steif und gehabt euch wohl!

Eure JURKA


 

Trauer um Schwarzbär JIMMY

Weiterlesen ...
Schwarzbär JIMMY [1989-2021]

Gestern Abend mussten wir schweren Herzens Abschied von unserem Schwarzbären JIMMY nehmen. Nachdem es ihm in den letzten Tagen noch einmal besser ging, ist er am Donnerstag, den 04. November 2021, von uns gegangen. Er war ein gutmütiger Vierbeiner, der seinen Lebensabend in unserer Seniorenresidenz mit einzigartiger Gemütlichkeit genossen hat.

Geboren wurde er 1989 zusammen mit seinem Bruder GONZO im Babyzoo Wingst. Zunächst als niedliche Besucherattraktion ausgestellt, hatten sie mit nur 5 Monaten bereits ausgedient. Sie mussten das Feld für neuen Tiernachwuchs räumen und sollten eingeschläfert werden. Doch stattdessen kamen sie in die Obhut zweier Zirkusdompteure. Etliche unnatürliche und anstrengende Jahre in der Manege folgten, bis 2002 einer der Dompteure verstarb. Sein letzter Wunsch war es, dass die beiden Schwarzbären-Brüder einen würdevollen, tiergerechten Lebensabend fernab vom Zirkus verbringen dürfen. Und so kamen JIMMY und GONZO zu uns in den Worbiser Bärenwald.

Die beiden lebten sich hervorragend ein, zeigten keine Scheu gegenüber ihren braunen Mitbewohnern. Leider litt GONZO an einer Herzmuskelschwäche und wachte nach der Winterruhe Anfang 2010 nicht mehr auf. In den folgenden Jahren ging JIMMY seinen Weg ganz gelassen durch die Freianlagen. Und egal, wie voll sein Magen war, für einen kleinen Happs Futter war noch immer Platz. Wenn er mit seinem Kopf nicht über den Boden der Anlagen nach einer Zwischenmahlzeit durchstöberte, saß er mit Vorliebe an seinem Lieblingsplatz in der Seniorenresidenz und beobachtete die Besucher auf der anderen Seite vom Zaun. Doch stetes, wenn er einen Ausflug in eine andere Anlage unternahm, erkundete er jeden Stock und Stein mit fast kindlicher Neugier. Dabei frönte er auch bei jeder Gelegenheit seine Leidenschaft fürs Baden. Unvergessen bleibt seine Entrüstung, als Bärendame DORO eines Tages plötzlich vor ihm im kühlen Nass zugange war. Jedes Mal, wenn nun der Winter vor der Tür steht, werden wir wohl daran denken, mit welcher Hingabe er seine Höhle für die kalte Jahreszeit präparierte. Obwohl er es viele Jahre lang nie durfte, lernte und liebte er in unseren naturnahen Freianlagen sehr schnell, ausgiebig in die Winterruhe zu gehen.

JIMMY, du warst ein charakterstarker Bär, der uns jeden Tag aufs Neue mit seiner Lebensfreude begeisterte und uns gleichzeitig lehrte, was Seelenruhe bedeutet. Du wirst auf ewig einen ganz besonderen Platz in unserer Erinnerung haben. Du hast zahlreichen Menschen die Herzen geöffnet und so dazu beigetragen, den Tierschutzgedanken zu verbreiten. Wir werden deine Geschichte erzählen und am Leben erhalten. Nun bist du wieder mit deinem Bruder vereint und wir hoffen, dass du immer mal wieder einen Blick auf uns wirfst. Danke, dass wir dich kennenlernen durften.

Dein Team vom
Projekt WORBIS

Weiterlesen ...

Winterruhe | Wer ist noch wach?

Weiterlesen ...
Bär CONNY

Es ist mal wieder soweit, die kalte Jahreszeit rückt in spürbare Nähe und da stellt sich natürlich die Frage – sind die Bären schon in der Winterruhe?

Einige der pelzigen Vierbeiner habe sich tatsächlich bereits in ihr Quartier für den Winter verkrochen. Beispielsweise der einstige Zirkusbär PARDO. Unser gutmütiger Spanier hat es sich [höchstwahrscheinlich] wieder in seiner großen Luxussuite auf dem Berg gegenüber der Seniorenresidenz gemütlich gemacht. Ebenso sind LAURA und DAGGI schon im Wintermodus, ähnlich wie KATJA, die seit Ende letzter Woche in ihrer Höhle ist.

Auch Schwergewicht PEDRO ist schon in der Winterhöhle, doch er ist bekannt dafür, dass er immer mal wieder während der Ruhe rauskommt. DORO ist zwar bereits etwas gemütlicher unterwegs, buddelt, bastelt und baut allerdings noch an ihrer Höhle herum. Sie scheint es zu genießen, die Anlage mal für ein paar Tage [fast] ganz für sich allein zu haben. Nur RAIK und RONJA machen ihr hin und wieder noch das Futter streitig.

Leider werden allen Anschein nach CONNY und MAX in dieser Saison wieder nicht in die Winterruhe gehen, wie in den vergangenen Jahren auch.

Kleiner Tipp: die Witterung, die trägen Bären und das malerische Herbstlaub bieten zur Zeit die Möglichkeit für bezaubernde Herbstbilder.

Weiterlesen ...

JURKA Kolumne 31.10.2021

Weiterlesen ...
Jurka-Kolumne

Ciao und Grüß Gott, liebe Leute! Was für eine spannende Woche liegt hinter uns – und es wird auch weiterhin höchst interessant bleiben, denn wir haben einen neuen Mitbewohner! HERO ist sein Name und er ist ein Luchs. Angekommen ist er in dieser stürmischen Nacht, letzten Mittwoch auf Donnerstag. Trotz der tornadoähnlichen Umstände habe ich den Katzengeruch schon vernommen, als die Grünkutten mit ihm im Gepäck auf den Hof fuhren. Die haben nämlich einen durchaus markanten Duft… jedenfalls, gleich zum Morgengrauen kam er dann in seine Freianlage.

Ursprünglich kommt HERO aus Osteuropa, Litauen um genau zu sein. Mann-o-Mann, was haben die dem nur angetan, dachte ich mir am Anfang, als ich ihn zum ersten Mal hab hinten in der Hüfte einknicken sehen. Doch dann habe ich mich mal ein bisschen schlau gemacht über ihn und so erfahren, dass er eigentlich ausgewildert werden sollte. Er wurde zwar in Gefangenschaft geboren, sollte aber draußen in freier Wildbahn leben. Leider hatte er wohl bereits als Katzenwelpen diese Einschränkung in der Hüfte. So hätte er draußen in den Wäldern wohl nicht überleben können. Also kam er traurigerweise in einen Zoo. Als dort kein Platz mehr für ihn war und er eingeschläfert hätte werden sollen, haben die gutherzigen Grünkutten ihn zu uns in den Schwarzwald geholt. Von den ersten Eindrücken her kann ich euch schonmal sagen – der Junge hat Feuer! Daher bin ich schon sehr gespannt, wie er sich in den kommenden Wochen bei uns einleben wird.

Apropos Feuer im Herzen, am Wochenende waren zahlreiche Helferinnen und Helfer, die für den Tierschutz brennen, zum Arbeitseinsatz in unserem Refugium. Bärenstarke Sache! Die fleißigen Bienen haben unfassbar viel geschafft, Zaunpfosten für die Bären-REHA, Grünpflege, Teichpflege, Wegeausbesserung und vieles, vieles mehr!

Ein ganz herzliches Dankeschön für eueren selbstlosen Einsatz!

Eure JURKA


 

Luchs HERO | eine Woche nach der Rettung

Weiterlesen ...
Genießt das Dickicht: Luchs HERO

Vor einer Woche tapste Luchs HERO zum ersten Mal durch die Freianlage. Hänge, Gras, Dickicht, Waldboden – all das war neu für den litauischen Vierbeiner. Wie hat er sich bis dato eingelebt?

Mit großer Neugier erkundete er von Beginn an sein neues Zuhause. Seine Behinderung in den Hüften zwang ihn zwar immer mal wieder in die Knie, doch davon ließ und lässt sich der leidenschaftliche Vierbeiner nicht abhalten. Im Gegenteil, jedes Mal, wenn ihn sein Körper für einen Augenblick im Stich zulassen scheint, steht er hochmotiviert wieder auf und geht erhobenen Hauptes seinen Weg weiter. Das anspruchsvolle Terrain tut ihm ganz offensichtlich sehr gut.

Seine Artgenossin ELA hat ihn bereits durch den Zaun, von der Nachbaranlage her, begrüßt. In gewohnter Katzenmanier, recht abgeklärt, beobachtete sie HERO, der die Blicke ähnlich gelassen erwiderte. Den Blicken der Besucher_Innen hingegen entzieht er sich lieber. Nach den letzten Jahren im Zoo genießt er nun die Möglichkeit, sich auch einmal zurückziehen zu können. Was für einen Luchs jedoch durchaus ein natürliches Verhalten ist. Wer ihn beobachten mag, braucht also etwas Geduld und vor allem Ruhe.

Da Natürlichkeit auch durch den Magen geht, legen wir großen Wert auf naturnahe Nahrung und dies scheint HERO sehr gut zu schmecken. So eine Wanderung durch die Freianlagen kann durchaus hungrig machen.

Wir sind sehr glücklich, dass wir HERO nicht nur vor dem Tod bewahren konnten, sondern auch in der Lage sind, ihm eine naturnahe, verhaltensgerechte Anlage bieten zu können. Dies wäre ohne Patenschaften und Spenden für unsere Vierbeiner nicht möglich. Dafür möchten wir uns von ganzen Herzen und im Namen der Tiere bedanken!

Weiterlesen ...

Bärenstarker Herbst-Arbeitseinsatz

Weiterlesen ...
Anpacken für den Tierschutz

Am Wochenende vom 23. und 24.10. versammelten sich wieder viele freiwilliger Helfer früh am Morgen noch vor der regulären Öffnungszeit im Bärenpark. Der Grund: Gemeinsam Anpacken für den Tierschutz!

Und es war wie immer Wahnsinn, was unsere stets gut gelaunten und arbeitswütigen Helfer alles geschafft haben!
So wurden alleine an der Parkerweiterung wieder rund 70! Zaunpfosten betoniert. Aber auch der Rest lässt sich sehen: Vom Parkplatz bis in die hinterste Parkecke wurden Brombeerhecken gebändigt, Äste geschnitten, Wassergräben gehackt, Rinnen geputzt, Unkraut gejätet, Bänke umgestellt und eingemottet, Schlaglöcher verfüllt, der Teich von Algen befreit, Laub gerecht und Schilder gesäubert!
Ein bärenstarkes Dankeschön, an alle die mitgeholfen haben! Ihr seid super!

Weiterlesen ...

Neues von Schwarzbär JIMMY

Weiterlesen ...
Schwarzbär JIMMY

Dem gutmütige Vierbeiner JIMMY geht es von Tag zu Tag ein wenig besser. Aktuell befindet er sich noch auf der Krankenstation. Nun gilt es abzuwarten, wie sich der Zustand des alten Tieres in nächster Zeit entwickelt.

Anfang August fiel uns bei Schwarzbär JIMMY eine eitrige Wunde am Kinn auf. Um diese besser behandeln zu können und die Gefahr zu minimieren, dass sich Fliegen in die Wunde setzen, wurde er in die Krankenstation verlegt. Leider heilte die Wunde nicht ab, zudem traten weitere medizinische Probleme auf. Wir waren daher gezwungen, den betagten Vierbeiner in Narkose zu legen, um ihn genauer untersuchen zu können. Dies ist bei alten Tieren stets eine recht heikle Angelegenheit.

Bei der Untersuchung konnte entzündete Zähne festgestellt werden. Dies wurde medizinisch behandelt. Zu unserer großen Freude hat JIMMY die Narkose sehr gut überstanden. Er wachte ohne Probleme auf. Es geht ihm den Umständen entsprechend jeden Tag ein klein bisschen besser. Er ist aktiv und hat guten Appetit. Jetzt heißt es weiter beobachten.

Wir danken uns bei allen Paten und Spendern, die es uns ermöglichen, alte Bären wie JIMMY zu versorgen. Denn die Behandlungen sind sehr kostenintensiv und werden noch eine Weile andauern.

Weiterlesen ...

Folgen Sie uns auch auf: