Wir freuen uns sehr über die zahlreichen kreativen Videos, die uns in den letzten Wochen von Kindergärten und Grundschulen erreicht haben. Alle Gruppen haben sich große Mühe gegeben und die Entscheidung ist uns nicht leichtgefallen, doch letzten Endes konnten wir folgende Gewinner küren: Die Dino Kinder des Katholischen Kindergartens St. Christophorus in Hüpstedt und die Klasse 1 der Grundschule an den Gleichen aus Gleichen Rittmarshausen. Herzlichen Glückwunsch!
Die Kinder dürfen sich über einen bärenstarken Erlebnistag in unserem Tierschutzprojekt freuen. Doch auch alle anderen teilnehmenden Gruppen gehen nicht leer aus. Mit der freundlichen Unterstützung von Cornelißen, Maisel Plüsch Großhandel, Wild Republic, dem LAMA Verlag, Nature Planet und Bullyland haben wir für sie ein Ü-BÄR-raschungspaket zusammengestellt.
Wir wünschen viel Spaß beim Schauen der Gewinnervideos!
Ein Wort zum Arbeitsumfeld: Der Alternative Bärenpark Worbis ist ein Wildtier- und Artenschutzprojekt der STIFTUNG für BÄREN und das erste Bärenrefugium in Deutschland [est. 1996]. Wir geben aber nicht nur misshandelten Bären ein tiergerechtes Leben in weitläufigen Freianlagen, sondern auch Wölfen und Luchsen. Diese Prädatoren gehören zu den heimischen großen Beutegreifern und neben der Rehabilitierung der traumatisierten Vierbeiner aus Zirkus, Zoo und Privathaltung bildet die pädagogische Aufarbeitung einen zentralen Aspekt unserer Arbeit – und vielleicht auch bald Deiner!
Für den Bereich der Tierpflege suchen wir schnellstmöglich Verstärkung für unser Team. Aufgrund der Haltung unseres Tierbestandes in großen naturnahen Freianlagen sind gute technische Fähigkeiten unabdingbar. Bereitschaft für einen flexiblen Einsatz im Bereich der Tierpflege, Technik, handwerklichen Parkgestaltung und der Öffentlichkeitsarbeit sind ein wichtiger Teil der Arbeit. Wenn Du Interesse an einem etwas anderen Arbeitsplatz mit der Ausrichtung auf Tierschutz hast, bist Du bei uns genau richtig.
Was Du mitbringen solltest:
- Eine erfolgreich abgeschlossene Ausbildung in der Tierpflege (oder ein vergleichbarer Abschluss, der zur Arbeit mit Tieren befähigt, § 11 TierSchG). - Freude an der Arbeit für Tiere - gute soziale Kompetenzen - hohe Belastbarkeit und Flexibilität - gelebte Teamfähigkeit - Dienst an Wochenenden, Feiertagen und Events - Führerschein Klasse B - Bewandert im Umgang mit technischen Hilfsmitteln Was bieten wir: - ein tolles, dynamischen Team - eine nachhaltige sinnstiftende Tätigkeit im Tierschutz - ein Arbeitsplatz im Grünen - abwechslungsreiche Arbeit in der Tierpflege
- vielfältige Weiterbildungsangebote - Einblicke in ein Internationales Kompetenzzentrum Eine Identifikation und ein starkes Interesse an unserem Tierschutzprojekt und den Zielen der Stiftung für Bären sind unabdingbar. Ein freundlicher und zuvorkommender Umgang mit unseren Besuchern muss gewährleistet sein. Interesse? Dann schick uns deine vollständige Bewerbung an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! Wir freuen uns auf Dich!
Endlich wieder Badezeit! Die temperamentvolle Isa nutzte die strahlende Sonne und das wärmere Wetter der vergangenen Woche zum Baden und Planschen. Die schlaue Vierbeinerin reibt sich auch mit dem Rücken an den Wänden ihres Beckens, um die dicke Schicht vom Winterfell zu entfernen, die noch von den kälteren Monaten übrigbleibt, während Catrina von oben aus sicherer Entfernung zuschaut... Habt ihr auch solchen spannenden Momenten aufnehmen können? Dann schickt sie uns einfach an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! und vielleicht wird euer Beitrag der Moment der Woche!
Am Dienstagmorgen, 29.3.2022 war es soweit: HERO betritt zum ersten Mal die große Freianlage.
Unter den wachsamen Augen der Grünkutten wurde heute zum ersten Mal der Schieber zwischen HEROs Rückzugsgebiet und der großen Anlage, in der Luchsdame ELA und Bärin FRANCA leben, geöffnet. Und was passierte? Erst mal nichts. HERO verschlief die Zeit in seinem Unterschlupf und ELA beäugte den geöffneten Schieber zwar neugierig, entschied sich dann aber erst einmal Vorsicht walten zu lassen. Als Luchs HERO den offenen Durchgang bemerkte, war hingegen seine Neugier geweckt – ein Schritt vor…zwei Schritte zurück…dann mal den Kopf durchstrecken…und schließlich war der ganze Luchs in der großen Freianlage! Gespannt hielten alle den Atem an…wie würde HERO auf die neugewonnene Freiheit reagieren? Und wie würden sich die beiden Luchse begegnen? Freundlich oder gar feinselig? HERO wackelte in gewohnter Manier los und erkundete die große Anlage. Ganz schön spannend, was es hier alles zu entdecken und zu beschnuppern gab. Und ELA? Ihren scharfen Augen entging nichts und sie beobachtete den jungen Kuder und schlich sich erst einmal unbemerkt von hinten an und folgte ihm in einigem Abstand auf seiner Erkundungstour. Letztendlich dreht HERO den Kopf und bemerkte die flinke Luchsdame…man umrundet sich mit gebührendem Abstand und läuft einander schnuppernd hinterher. Mal etwas näher, mal weiter voneinander entfernt liefen die beiden Samtpfoten so zusammen durch die Anlage, während FRANCA von diesen Annäherungen noch gar nichts mitbekam und sich ihrem morgendlichen Bad im Bach widmete. Durch die ungewohnte sportliche Betätigung und auch durch die ganze Aufregung, brauchte HERO inzwischen eine kleine Pause und legte sich ab. ELA folgte ihm und legte sich nur in geringem Abstand daneben. Als sie letztendlich noch ihr Hinterteil in seine Richtung streckte, war den Grünkutten klar – Frühlingsgefühle liegen in der Luft! Der Zeitpunkt für die Vergesellschaftung war perfekt gewählt, denn beide Tiere befinden sich in der sogenannten Ranzzeit und zeigen reges Interesse aneinander. Wir sind überglücklich über diese ersten Momente der beiden Luchse, sind gespannt auf HEROs weitere Entwicklung und werden weiter berichten!
Ciao und grüß Gott, liebe Leute! Sicherlich habt ihr auch schon mitbekommen, dass wir schweren Herzens Abschied von unserer KAJA nehmen mussten. Mit fast vierzig Jahren war sie die älteste Vierbeinerin hier in unserem Schwarzwälder Bärenwald. Ein beachtliches Alter, vor allem wenn man bedenkt, dass sie weit über 20 Jahre davon in einem Zirkus misshandelt wurde. Im Laufe ihrer Zeit hier bei uns hat sie eine bärenstarke Entwicklung hingelegt. Wenn ich mich an die zaghaften, vorsichtigen Tapser ihrer Anfangszeit erinnere und sie mit den selbstbewussten Wanderungen der letzten Zeit vergleiche, kommen mir vor Freude die Tränen. Denn so schwer auch der Abschied von meiner Artgenossin sein mag, so schön ist die Tatsache, dass sie ihren Lebensabend bärengerecht gestalten konnte.
Es scheint mir fast so, als würde auch die Natur hier trauern, denn das triste, trübe Wetter letzte Woche passte ganz gut zur Stimmung, zumal auch noch der Sahara Sandsturm seine Spuren hinterlassen hat.
Und als hätte sie es gespürt, hat sich Langschäferin DARIA blicken lassen. Nun ist auch sie aktiver in den Anlagen unterwegs, nascht genussvoll vom Pansen und Salat.
Tja, eine gesunde Ernährung ist eben das A und O!
In diesem Sinne haltet die Ohren steif und gehabt euch wohl!
Ihr lieben Zaungucker, erst habe ich mich ja nicht so getraut, aber jetzt schaue ich immer wieder mal an unserer Eingewöhnungsstation vorbei und beobachte, was da vorgeht. Die kleinen Neuankömmlinge konnte ich noch nicht sehen. Die sind noch in Quarantäne, wie das Bärsonal das nennt. Sehen kann ich aber, was da so alles hineingetragen wird. Spielzeug gibt es da und Futter. So viel gutes Futter. Was die alles bekommen! Nicht nur Obst und Gemüse, sondern auch Fleisch, Fisch und Eier. Eier esse ich für mein Leben gern. Wie ungerecht, dass die Eier bekommen und ich nicht. Und immer dieses „Ach wie niedlich“ vom Bärsonal. Pah! Dabei habe ich mindestens 150kg mehr Niedlichkeit zu bieten als die beiden Zwerge zusammen. Ob ich mal versuche, niedlich umher zu kullern ? Aber nein! Das wäre wirklich würdelos. Und wenn das einer meiner Artgenossen sieht, wie peinlich! Ich werde noch Eier bekommen, Ihr werdet schon sehen. Ich weiß genau, wie ich das anstellen muss. Bis bald , Eure Laura
Frühlingserwachen im Bärenwald – unser junger Charmeur ARTHOS wirft einen interessierten Blick in die Nachbaranlage, während ISAs Haltung sehr eindeutig zeigt, was sie davon hält.
Auch ihr habt einen bärenstarken Moment festhalten können? Dann immer her damit! Schickt uns eure besonderen Augenblick an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! und vielleicht ist euer Foto unser Moment der Woche!
Seit genau einer Woche sind die beiden aktiven Jungbären aus der Ukraine jetzt bei uns. Bei den Fütterungen zeigen sich bereits die individuellen Geschmäcker. Während POPEYE sich als erstes auf den Chicorée und den Fenchel stürzt, genießt ASUKA es den Hüttenkäse vom Baumstamm zu schlecken und die Birnen weg zu knabbern. Zwischen den Mahlzeiten wird ausgiebig miteinander gespielt. Wir wünschen guten Appetit! Wenn auch ihr uns bei der Versorgung der Bärenkinder unterstützen möchtet, sind wir für jede Spende sehr dankbar. Euer Team vom Projekt Worbis
Ciao und grüß Gott, liebe Leute! Die letzte Trägheit ist abgeschüttelt und so gehen wir Bären frischen Mutes und hochmotiviert in die warmen Jahreszeiten. Für mich bärsönlich stehen auf der Frühlings To-Do Liste folgende Dinge: frisches Obst, knackiges Gemüse und allen voran das erste Bad im kühlen Nass. Kaum was anderes belebt den Geist mehr als eine gediegene Runde im eigenen Pool um sich den Muff vom letzten Jahr aus dem Fell zu spülen. Dank der gütigen Schwarzwaldsonne konnte ich letzteres direkt abhaken.
Was das Futter angeht – nun, meine Nase hat mir zumindest verraten, dass die Grünkutten eine erste Ladung an saftiger Nahrung in diesem Jahr bekommen haben. Wenn mich nicht alles täuscht, dann handelt es sich hierbei um Äpfel, Karotten und Salat. Na ja, ich lasse mich überraschen und werde mal schauen, was sich nächste Woche so in den Anlagen finden lässt.
Apropos finden lassen, von der Sache her sind alle Bären jetzt zunehmend aktiver und wandern umher. Die Zeichner, die am Wochenende uns Bären studierten und künstlerisch zu Papier brachten, konnten uns also auch alle finden. Bis auf eine – unsere DARIA lässt sich mal wieder etwas länger Zeit. Aber letztlich muss eben eine die letzte sein.
In diesem Sinne haltet die Ohren steif und gehabt euch wohl!
Ihr lieben Zaungucker, kennt Ihr das? Da geniesst man gerade ganz entspannt den Tag und wird dann durch Ereignisse in seiner Ruhe gestört, die man sich so nicht hat vorstellen können. Letzten Mittwoch hatte ich gerade eine Riesenportion bestes Rindfleisch verdrückt, lag träge im Laub und ließ mir die Sonne auf meinen viel zu vollen Bauch scheinen. Plötzlich drang Stimmengewirr aus Richtung unserer Eingewöhnungsstation an mein Ohr. Dazu gesellten sich Motorgeräusche, metallisches Klappern und noch ein anderes seltsames Geräusch. Erst wollte ich das alles ignorieren, war viel zu faul um aufzustehen. Aber als die Geräusche immer seltsamer wurden, raffte ich mich auf und ging zur Station. Ich bin zwar nicht neugierig, aber man muss ja schließlich informiert sein. Ich lauschte auf die Gespräche des Bärsonals und konnte bald meinen schönen Plüschohren kaum trauen. Stellt Euch vor: in einem fernen Land kämpfen Menschen gegen Menschen. Sie werfen Bomben auf Städte und Häuser und schiessen auf Leute, die sie gar nicht kennen. Sie tun das, weil Ihnen jemand gesagt hat, dass sie das tun sollen. Ich konnte es nicht fassen. Nicht das wir Bären immer friedliche Engel wären. Auch wir Bären streiten uns, kämpfen miteinander und manchmal töten wir auch andere Bären. Aber dabei geht es um Futter, um Verteidigung unserer Jungen oder um unser eigenes Leben. Niemals würde ein Bär einen anderen Bären töten, weil er den Befehl dazu bekommt. Das wäre doch auch wirklich unglaublich dumm. Aus Angst vor den Bomben und den Kämpfen fliehen Menschen aus dem Land. Viele versuchen nicht nur sich selbst in Sicherheit zu bringen, sondern auch die Tiere, für die sie sich verantwortlich fühlen. Hunde, Katzen, Kaninchen werden von ihren Menschen bis über die Grenze getragen. Pferde, Kühe, Elefanten, Tiger, Affen und auch Bären lassen sich nicht so einfach unter den Arm klemmen und müssen zurückbleiben in der Gefahr. Bei ihnen bleiben einige Menschen, die ihre Tiere nicht verlassen wollen. Auch Menschen können treu sein. Um diesen Leuten und den Tieren zu helfen, hat das Bärsonal zwei Bärenkinder aus dem Land hierhergebracht. Die haben die seltsamen Geräusche gemacht, die ich gehört habe: ängstliche Bärenkinderstimmen. Obwohl ich sie nicht sehen konnte, habe ich gerochen, wie sehr die lange Reise sie geängstigt hat. Haben ganz schön gemuffelt, die Kleinen. Jetzt sollen sie erst einmal bei uns wohnen. Ich hoffe nur, sie benehmen sich auch. Auf Kindererziehung habe ich nämlich keine Lust. Bis bald, Eure Laura