Luchs Baron ist tot

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Traurige Nachricht von Projektteam Luchs Thüringen – Luchs BARON ist tot

Ein Zug wurde ihm zum Verhängnis: der vor einem Monat in die Freiheit (zurück) entlassene Luchs Baron wurde beim Überqueren der Bahngleise erfasst und starb kurz darauf an den Folgen. Darauf lassen die GPS-Daten des Senders vermuten. Uns trifft diese Nachricht sehr schwer, da der junge Waldgeist in unserer Obhut aufgepäppelt wurde. Stark geschwächt wurde er im Frühsommer im Kreis Eisfeld gefunden und in unsere Wildtierauffangstation zu Pflege gebracht. Hier kam er wieder zu Kräften, wurde fit für die freie Wildbahn. Die Rückkehr des Luchses in die Freiheit berührte zahlreiche Menschen.

Dr. Markus Port, Projektleitung BUND Thüringen: Der Verlust eines Luchses ist immer ein trauriger Moment. Im Falle BARONs ist er aber besonders tragisch. Durch seine besondere Geschichte war Baron vielen Menschen ans Herz gewachsen, und alle Beteiligten waren froh, dem jungen Luchs eine zweite Chance auf ein Leben in Freiheit geben zu können.

Trotz des tragischen Verlustes von BARON ist die Luchspopulation weiterhin ausreichend für einen Fortbestand.

Tierbegegnungen im Zoopark Erfurt

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Im Zoopark Erfurt hat ein neues Kapitel des Missbrauchs an Wildtieren begonnen: Tierbegegnungen. Gegen Bezahlung gibt es nicht nur Blicke hinter die Kulissen, sondern Begegnungen in den Gehegen mit u.a. Erdmännchen, Kattas, Nashörnern, Geparden oder Elefanten. Training, Futter, Streicheln - Dreister Weise wird dies als pädagogisches Happening beworben, das für den Artenschutz sensibilisieren soll. Doch genau das Gegenteil ist der Fall. Erst 2024 haben wir Tiere aus einem Kontaktzoo gerettet und wurden Zeuge, welch grauenvolles Leid durch diese Begegnungen entsteht. Es war ein Schrecken mitzuerleben, dass dies mitten in Deutschland in der heutigen Zeit geschieht. Jetzt, nur ein Jahr später, führt der Zoopark Erfurt diese lebensverachtende Praktik fort.

Handzahme Wildtiere, die trainiert werden, mit Futter konditioniert nur, damit sie Menschen in ihrer Nähe dulden, hat nichts mit Artenschutz zu tun, sondern ist blanker profitorientierter Missbrauch von Lebewesen. Allein die Tatsache, dass die Tiere in Preisklassen eingeteilt werden gibt vor, wie viel sie wert sind. Ein Treffen mit Bison oder Lama liegt mit 65,- Euro in Preiskategorie 2, bei einem Geparden bewegen wir uns bereits mit 80,- Euro in einer höheren Kategorie. Für eine Elefanten legen die Besucherinnen und Besucher 120,- Euro hin.

In der aktuellen Zeit ist aktiver Tier- und Artenschutz von wachsender Wichtigkeit. Während Tiere in Gefangenschaft leiden häufen sich aufgrund von grundlegendem Missverständnis gegenüber freilebenden Wildtieren die Konflikte zwischen Mensch und Tier. Wildtiere, exotische wie heimische, als Attraktion stundenweise buchen zu können, fördert weder Tier- noch Artenschutz sondern genau das Gegenteil: Ausbeutung und Missbrauch.

Rewilding our World – Über Braunbären und Renaturierung

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Am vergangenen Wochenende, 20.+21. September 2025, fand unter dem Motto -Global Perspectives, Local Actions- die internationale Konferenz REWILDING OUR WORLD statt. Und wenn es um die Renaturierung geht, spielen auch Wildtiere eine wichtige Rolle. Besonders der Braunbär als größter Beutegreifer unseres Kontinents trägt dazu einen elementaren Teil bei. Doch leider haben Menschen in vielen Teilen Europas verlernt mit den Braunbären zu leben. Dies ist der einstigen aktiven Ausrottung zu verschulden. So haben die Folgen jenes grauenhaften Verbrechens an der Natur nicht nur auf die Bären Auswirkung, sondern auf das gesamte Ökosystem, auch auf uns Menschen heute. Der Verantwortung gegenüber Wildbären gilt es gerecht zu werden.

Über die Erfahrungen im Umgang mit wilden Braunbären wie JURKA, ISA und nicht zuletzt LUNA, Renaturierung und den Konflikten zwischen Mensch und Bär referierte unser Geschäftsführer Bernd Nonnenmacher im Rahmen der Konferenz. Wir bedanken uns dafür, unsere Erkenntnisse und unser Wissen auf internationaler Ebene teilen zu dürfen. Nur gemeinsam, nicht als Deutschland, sondern als Europa, können wir der Natur den Respekt (wieder) geben, den sie verdient – schließlich ist sie Lebensraum für uns alle, Menschen wie Tiere.

POPEYEs Blog Episode 68 | Rinderleberwahn

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Ich weiß, der Blog ist aktuell voll mit Food-Content, aber sorry, not sorry das ist halt grade wichtig! Essen ist Leben und heute gab’s mal wieder was, das richtig gehittet hat. Musste ich natürlich direkt mit euch teilen. Wir hatten kleine Fleischsnacks am Start – so kräftig, herzhaft und einfach mega intensiv – ich war komplett mindblown.

Hab mir direkt zwei Stücke klären müssen, aber einfach war das nicht. Plan A: eins im Maul, eins mit der Tatze safen – klingt brillant, sah auch gut aus, nur leider hat das zweite Teil ständig ein Eigenleben entwickelt und ist mir weggerutscht 😤. Plan B: zwei im Maul – flop. Viel zu viel für mein Bärengesicht. Dann kurz Gehirn angeschaltet, Plan C: beide Stücke hinter mir hergezogen. War langsamer, sah bisschen lost aus, aber hey ich habe es geschafft.

Natürlich hatte das BÄRsonal wieder nix Besseres zu tun, als mir dabei zuzusehen. Und anstatt mich und meine klugen Taktiken zu bewundern, haben die einfach gelacht!? Die sollen sich nicht über mich lustig machen, sondern mehr von dem Zeugs ranschaffen. Wir haben dann tatsächlich auch endlich mal eine Extraportion bekommen, weil KATJA den ganzen Tag in ihrer Höhle gechillt hat und nicht rausgekommen ist. Ha! Pech gehabt, mehr für uns! 😎

ASUKA hat ihren Anteil direkt inhaliert. Sie ist echt eine 10/10 🔥, keine Frage, aber wenn sie Bock hat zu nerven – on God, dann geht sie auf volle Lautstärke. Kommt zu mir rüber, ich snack noch seelenruhig meine Bonusportion und sie schiebt die ganze Zeit Stress: „Ich hab so Hungeeer 😩“ Und das für MINUTEN. Ich so innerlich: „Bruh.“ Am Anfang dachte ich mir echt: „Keine Chance, das ist meins!“ Aber sie kann wirklich hartnäckig sein. Ende vom Lied: ich geb’s ihr. Bin halt ne Green Flag. Oder für die Boomer hier: „Liebe geht durch den Magen.“

Haut in die Tatzen
Euer POPEYE

 

  checkt mein Tierprofil aus!

 

BÄRsonal Übersetzer für POPEYEs Jugendsprache:

richtig gehittet – war sehr lecker ‚
komplett mindblown – hat mich vom Hocker gehauen
safen – ergattern
on God – ohne Witz
Green Flag – ein guter Fang
Boomer - Baby Boomer Nachkriegsgeneration

JURKA Kolumne 21.09.25

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Ein Wort auf allen Vieren 

Fette Natur

Wenn ihr dieser Wochen hin und wieder ein tiefes Brummen durchs Tal hören mögt, dann keine Panik, dass sind nur wir Bären. Denn wir rasen geradezu Richtung Winterruhe. Viel Zeit bleibt nicht mehr um ordentlich Speck aufzubauen, da heißt es diszipliniertes Training. Man sagt ja bei euch Zweibeinern, viel Essen und wenig Bewegung machen straffe Haut. Ein bisschen was Wahres ist da dran. Wer seinen Speiseplan nicht fettig und süß genug gestaltet und es wagt, sportlich unterwegs zu sein, kann den Traum eines herrlichen Speckmantels gleich vergessen. Aber ganz ohne Aktivitäten geht es natürlich nicht bei uns Bären. Schließlich muss die Bude für den Winter hergerichtet werden, und ihr wisst, der Winter im Schwarzwald macht keine halben Sachen. Daher bin ich momentan gerade dabei, passende Blätter in meine Höhle zu schaufeln. Schlaue Vierbeiner machen mir das nach, ISA oder ARTHOS zum Beispiel. Die habe ich auch schon fleißig beim Vorbereiten beobachten können.

Es ist schon eine heikle Phase für uns Bären. Ein bisschen Nervosität schwingt da immer mit. Wenn man mehrere Monate in einer Höhle verschwindet ist das schon eine biologische Herausforderung. Aber eine clevere Lösung der Natur, um bei Frost das geringe Nahrungsangebot zu umgehen. Da lernt man auch, auf eine gesunde Ernährung zu achten. Wildnis geht schließlich durch den Magen, wie wir Bären sagen.

In diesem Sinne haltet die Ohren steif und gehabt euch wohl!

 

Eure
JURKA 

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Moment der Woche | Ein Portrait von ISA

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Zu den schönsten Erlebnissen die es in unserem Tierschutzprojekt zu erleben gibt, zählt definitiv das Entdecken. Dazu braucht es hin und wieder Geduld, Geschick, Erfahrung oder einfach Glück. Und wenn all diese Dinge zusammen kommen dann entstehen solch bezaubernden Aufnahmen wie dieses Portrait von ISA, mitten im Dickicht, geschmückt von der Natur selbst.

Chapeau, liebe Sylvia Birner, für dieses bärenstarke Foto. Denn es zeigt einen ganz ruhigen, fast andächtigen Moment von der einstigen Wildbärin ISA, die sonst eher für ihr Temperament bekannt ist. Doch das ist eben nicht alles, Bären verfügen über sehr komplexe, individuelle Charakterzüge.

Deshalb gibt es auch nie DEN Bären, sondern immer nur das Individuum.

Stecken auch in euren Herzen sowohl Feuer als auch Eis? Dann wäre ISA doch die ideale Patenbärin für euch! Gebrauchen kann sie es, denn auch sie hat ein tragisches Schicksal hinter sich. Wenn ihr mehr über ISA und ihr Leben erfahren wollt, dann schaut doch mal in ihrem Tierprofil vorbei.

 

Mehr über ISA

Nach Tod von Bär Aiko – Droyßig plant Zukunft der Bärenhaltung

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Mit 24 Jahren starb am Montag, den 15. September 2025, einer beiden Braunbären, die am Schloss Droyßig, Sachsen-Anhalt, lebten. Wie geht es nun mit seinem Zwillingsbruder Toni weiter? So stellt sich die Frage nach der Zukunft der Bärenhaltung im Schloss Droyßig. Laut Bürgermeister Heiko Arnhold soll auch nach Toni daran festgehalten werden. Der Plan für eine Erweiterung der „Anlage“ bleibt bestehen. 1.500 Quadratmeter soll diese dann betragen.

Bereits im Juli wendeten wir uns an die Verantwortlichen. Gemeinsam mit zahlreichen Tierschutzorganisationen verfassten wir ein Schreiben mit dem dringlichen Hinweis, die Bärenhaltung im Schloss Droyßig zu beenden. Die Anlage dort ist viel zu klein, bietet kaum Struktur, ist grundlegend suboptimal. Mit einer minimalen Erweiterung lässt diese sich nicht tiergerecht gestalten. Wie haben daher die Empfehlung gegeben, keine Bären mehr auf dem Gelände zu halten sondern die Anlage pädagogisch aufzuarbeiten und für BesucherInnen zugänglich zu machen.

Diesen Appell gilt es verstärkt zu wiederholen. Droyßig hegt stolz den Bären im Stadtwappen. Mit einer Entscheidung, die dem Tier eine bärengerechte Zukunft bietet, naturnah und respektvoll, würde Droyßig eine wahre Verbundenheit mit ihrem Wappen zeigen.

POPEYEs Blog Episode 67 | fettes Bärenleben

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So langsam wird´s frischer im Bärenwald 🍂. Erste Blätter segeln runter und KATJA verschwindet schon wieder stundenlang in ihrer Höhle. Noch kommt sie zum snacken raus, aber es dauert bestimmt nicht mehr lang, dann ist sie komplett im Winterruhe Modus 😴. Es ist echt next level, die pennt einfach über ein halbes Jahr durch. Könnt ich nicht, wär mir zu krass 😳. Ich muss doch gucken und BÄRichten, was hier im Wald abgeht.

Trotzdem ich bin immer noch ein Bär, bereite mich fleißig auf den Winter vor. Mein Hintern? Sag ich euch, der ist schon richtig fett und flauschig – und da geht noch was! Bin auf ständiger Futtersuche damit ich noch massiger werde. Bei meiner ASUKA schimmert auch schon wieder ein kleiner Specknacken durch – einfach wunderschön! 💕

Und ja, ich check voll, dass ihr Menschen da neidisch seid. Hör ich immer wieder von BÄRsuchern, aber es ist auch halt einfach Luxus: Ich kann in mich reinfuttern, was ich will, so fett werden wie ich will und sag einfach „Selfcare, Babe“, denn im Winter verliere ich es dann eh easy im Schlaf wieder😌.

Die Pfauen hätten auch gern unser Bärenleben, glaube ich. Jedenfalls möchten sie ständig was zu essen haben. HELI stresst ein bisschen, klar – fünffache Mama, da musst du deine Kids halt durchbringen. Aber seit die wieder draußen sind, stalkt die ganze Pfauenfamilie das BÄRsonal, folgt ihnen überall hin und fordert Snacks, so: „Ich hab fünf Kinder, also los, her mit dem Futter!“ Sogar bei den Meerschweinchen und Schildkröten sind sie mit eingestiegen und haben rumgetrötet. Die Meerschweinchen waren komplett lost 🤯, als die kleinen Flauschbälle zwischen ihnen herumgehüpft sind.

Und was macht das BÄRsonal? Genau, gibt den Pfauen auch noch extra Futter 🙄 Top Idee! Als ob sie dann plötzlich Ruhe geben. Und überhaupt: warum kriegt eigentlich jeder hier Sonderportionen – nur ich nicht!?

 

Haut in die Tatzen
Euer POPEYE

 

  checkt mein Tierprofil aus!

 

BÄRsonal Übersetzer für POPEYEs Jugendsprache:

richtig gehittet – war sehr lecker ‚
komplett mindblown – hat mich vom Hocker gehauen
safen – ergattern
on God – ohne Witz
Green Flag – ein guter Fang
Boomer - Baby Boomer Nachkriegsgeneration

JURKA Kolumne 14.09.25

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Ein Wort auf allen Vieren 

Wolfsdrama

KITO ist tot. Ich muss gestehen, den jungen Wolf nie kennengelernt zu haben, aber ich habe viel von ihm gehört. Denn sein Leidens- und Artgenosse KOLJA ist sozusagen mein Mitbewohner. Seit über einem Jahr leben wir nun zusammen mit der Wölfin GAIA. Die beiden Graupelze sind schon ein drolliges Paar. Unter übermäßiger Intelligenz leiden sie nicht gerade, aber gute Seelen sind es. Erst fand ich es ja nervig, wenn sie so heiter fröhlich im Schmetterlingsstil durch die Gegend wuselten, heute freue ich mich für sie. Beneide sie schon fast dafür. Bedenkt man, wo KITO, KOLJA und die anderen herkommen, ist es ein wahres Wunder, dass sie so unbeschwert sein können.

In einem Filmtierpark haben sie gelebt, mit einem Kontaktzoo. Stellt euch das mal vor! Ein Wolf zum Anfassen… wie absurd. Was gibt es für ein scheues Wildtier schlimmeres als das? Könnt ihr euch vorstellen, was mit einem Wolf passieren muss, bis er das mitmacht? Ich als alte Bärin habe im Laufe meines Lebens einige Wölfe kennengelernt. Richtige Wölfe. Und die hätten das nie über sich ergehen lassen. Der arme KITO durfte nie wirklich Wolf sein, musste immer nur als Objekt der Begierde herhalten. Bis er von meinen Freunden in Grün hierhergebracht wurde. Wie überwältigend muss es für ihn gewesen sein, endlich mal Wolf sein zu dürfen. Doch seine Herkunft holte ihn schneller ein als fair gewesen wäre. Leider war er das Resultat einer schrecklichen Inzucht. Ein Tumor an der Milz streckte ihn mit nur 4 Jahren nieder. Je mehr ich darüber nachdenke, desto mehr bricht es mir das Herz. Wann wird der Mensch endlich aufhören Gott zu spielen, und wieder Teil von Lebewesen hier auf der Erde sein. Dann würde er auch fühlen, was für ein Leid er über uns alle bringt.

In diesem Sinne haltet die Ohren steif und macht den Unterschied. Für mich, für uns alle.

 

Eure
JURKA 

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Nachruf KITO – tragisches Schicksal eines Wolfs

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Was bleibt ist nur ein Echo: gestern Abend, Dienstag, den 9. September 2025, mussten wir schweren Herzens Abschied von unserem Wolf KITO nehmen. Nach dem er sich plötzlich sehr auffällig verhielt, veranlassten wir umgehend eine veterinärmedizinische Untersuchung. Das Resultat war ein Schock: nach sorgfältiger Absprache mit unserem Tierarzt blieb keine andere Wahl, als den charismatischen Vierbeiner zu erlösen. Er wurde nur vier Jahre alt. KITO starb an den Folgen inzestuöser Zucht.

Am 5. Mai 2021 kam der Wolf KITO auf die Welt, doch ein Leben als Wolf war für ihn nicht vorgesehen. Mit der Hand aufgezogen sollte er an den Kontakt mit Menschen gewöhnt werden, um gegen Bezahlung ein gefügiges Wildtier zum anfassen zu sein. So wuchs er auf, so wurde er jahrelang im Kontaktzoo des Filmtierparks Eschede ausgebeutet. Bis sein trauriges Schicksal 2024 eine glückliche Wendung nahm. Nachdem der dubiose Filmtierpark insolvent ging, eröffnete sich für KITO eine zweite Chance. Gemeinsam mit seinen Art- und Leidensgenossen KIRA, KLEO und KOLJA begann in unserem Tierschutzprojekt ein neues Leben für die traumatisierten Wölfe.

Endlich befreit von der erdrückenden, menschlichen Nähe durfte KITO herausfinden was es heißt ein Wolf zu sein. Von nun an hallte seine Stimme durch das malerische Wolftal im Schwarzwald. Nachdem er mit den anderen beiden weiblichen Wölfen KIRA und KLEO in unserem Wolfsrückzugsgebiet über ein Jahr verbrachte und sich an die naturnahen Freianlagen gewöhnte, wartete eine neue Anlage auf die Vierbeiner. Doch KITO sollte diese nicht mehr erleben. Nachdem ein Milztumor, Resultat der Inzucht, ruptierte, füllte sich sein Bauchraum mit Flüssigkeit. Trotz umgehender medizinischer Versorgung waren wir gezwungen, ihn zu erlösen.

Nur knapp anderthalb Jahre durfte KITO ein respektvolles, tiergerechtes Leben führen. Wir hoffen, dass sein Vermächtnis dazu beiträgt, endlich die rücksichtslose Zucht und Vermarktung von Wildtieren zu beenden. Das leidvolle Schicksal der Wölfe aus dem Filmtierpark Eschede zeigt auf tragische Weise, welche Ausbeutung und welcher Missbrauch von Wildtieren in Deutschland noch immer möglich ist, noch immer zum Alltag gehört.

KITO, viel zu kurz durften wir dich kennenlernen, doch umso mehr berührt uns deine traurige Geschichte. Wenn wir zukünftige Generationen von Wildtieren vor solchem Leid bewahren können, dann war deines nicht umsonst, sondern rettet Leben.

Helft uns dabei, in dem ihr anderen von KITO erzählt. Lasst uns gemeinsam die Stimme gegen den Missbrauch von Tieren erheben, damit das Echo von KITOs Heulen noch lange nachhallt.

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