Während immer noch zahlreiche Ehrenamtliche bis zur letzten Minute an der Freianlage schuften, um das neue Heim für Jurka so schön wie möglich zu gestalten, ist jetzt das Team des Alternativen Wolf- und Bärenparks Schwarzwald auf dem Weg ins italienische Trento. Nach fünf langen Jahren der Vorbereitung muss es auf einmal ganz schnell gehen: Tagelang haben alle Beteiligten die nervenaufreibenden Verhandlungen verfolgt, bis die endgültige Genehmigung aus Italien eintrudelte. Dann hieß es: "Sofort Sachen packen, es geht los!" Mit speziellem Transporter, Begleitwagen und unserem qualifizierten Team geht es in diesen Stunden zu Jurkas momentanem Aufenthaltsort in Italien, wo sie ohne äußere Reize und Abwechslung seit 3 Jahren ein einsames Dasein fristet.
Der Reichtum einer großzügigen Freianlage für Tiere besteht in erster Linie im Wohlbefinden und Glücklichsein der dort lebenden Vierbeinern. Doch auch das Auge der Besucher möchte verwöhnt werden und sich an der gestalteten Umgebung freuen. Naturbelassenheit verbunden mit der Gartenkunst des unauffälligen Arrangierens soll in unserem Park in den kommenden Jahren gepflegt werden. Bunte Farbtupfen haben schon den Weg zu uns gefunden über die beiden Bärenfreunde Elisabeth und Josef Schmid aus Schapbach. Ihr Beitrag für unser Projekt sind großzügige Pflanzengeschenke aus ihrem Garten, von Freunden und Gärtnereien. Kräftige Stauden wie Astillben und Hortensien, Sommeranemonen und Hibiscus, aber auch Steingartenpolster und Buschrosen haben sich ein kleines Plätzchen zum Überwintern erobert, um dann im kommenden Frühjahr am passenden Ort endgültig ausgepflanzt zu werden. Wir danken ganz herzlich für diese herrliche und unerwartete Spende. Mit den Gedanken ganz in die umfassenden Bauarbeiten vertieft hat sich noch niemand um die Gestaltung der Außenanlage kümmern können. Um so schöner, daß Bärenfreunde uns auch in diesem Bereich unterstützen.
Auch wenn das heiße Wetter vorerst durch eine Vielzahl von Schauern abgelöst wurde - unsere Helfer lassen uns nicht im Regen stehen und arbeiten, dass Einem schon vom Zuschauen schwindelig werden kann. Und die Erfolge lassen sich sehen: Der Zaunteil der Anlage, welcher sich direkt an das Eingewöhnungsgehege anschließt, als auch der größte Abschnitt 2 ist fertig gestellt. In der Anlage 2 ist sogar schon Strom angeschlossen, der kleinere Teil geht in den nächsten Tagen ans Netz.
Zurück im Revier: Zwischen Schutz, Angst und Verantwortung
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