Bärenpark Worbis, Duderstädter Allee 49, 37339 Leinefelde-Worbis

RONJAs Report Folge 42 – Tiefschnee mit Überraschungsgästen

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Jetzt ist hier wirklich alles tief im Schnee versunken. Still, weiß, gedämpft – und absolut bärenleer. Die Bären sind komplett verschwunden, keiner lässt sich blicken, nicht mal eine müde Nase. So muss Winterruhe aussehen.

Dafür haben sich andere Kandidaten blicken lassen und die standen eigentlich nicht auf dem Plan: unsere Waschbären. Die sind in den letzten Tagen tatsächlich öfter unterwegs gewesen und hatten ganz eindeutig Hunger. Die Wolfsdiener haben nicht schlecht geguckt, denn eigentlich halten auch Waschbären Winterruhe und sollten bei diesen Temperaturen lieber zusammengerollt in ihrem Bau schlafen. Aber offenbar hatten die Kollegen da eine andere Meinung.

Ganz wohl war ihnen draußen dann aber doch nicht. Durch den Tiefschnee stapfen? Keine Chance. Also haben sie es schlau gemacht: alle schön hintereinander her, exakt auf einem einzigen Trampelpfad. Einer vor, der Rest hinterher – wie an der Schnur gezogen. Ob sie sich das bei uns Wölfen abgeguckt haben? So sind sie schließlich bei den Wolfsdienern angekommen, die erst sehr überrascht waren und dann doch nicht lange gezögert haben. Hunger ist Hunger. Also gab’s Futter – sehr zur Erleichterung der ungeplanten Wintergäste.

Bleibt wachsam,
Eure RONJA

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Moment der Woche | ELBA im Schnee

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ELBA genießt den Schnee

Wildtier Wildtier sein lassen - genau darum geht es in unseren Freianlagen. ELBA hat ihr ganzes Leben lang darauf gewartet, endlich die Fähigkeiten, mit denen sie von Natur aus ausgestattet ist, ausleben zu können und zum wahren Wildgeist zu werden. Genau dies genießt sie nun und zeigt, wofür sie solche dicht behaarten, breiten Pfoten hat: diese fungieren wie eine Art Schneeschuh, mit denen sie auf dem Schnee laufen kann, ohne zu versinken. Doch das ist nicht alles, dank ihres tarnfarbenen Fells verschmilzt sie regelrecht mit ihrer Umwelt. Unser erster Moment der Woche im Jahr 2026 zeigt auf wundervolle Weise, wie hervorragend Luchse an die Wintermonate angepasst sind.

Seid auch ihr Team Winter?

Dann wäre ELBA doch das perfekte Patentier für euch! Mehr über den charmanten Waldgeist erfahrt ihr in ihrem Tierprofil.

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Euer Team vom
Projekt WORBIS

Zoo, rück in die Zukunft

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Der Zoo - Begegnungsstätte zwischen Mensch & Natur oder Symbol für Kontrollzwang? Seit über 40 Jahren wächst die Kritik an der Institution Zoo. Seitdem wurden viele Neuerungen etabliert, besonders die großen zoologischen Gärten lassen sich Imagepflege in Millionenhöhe kosten. In der Werbung heißt es, Zoos sind Orte der Erholung, der Bildung, der Forschung und nicht zuletzt des Artenschutzes. Schließlich schützt man das, so heißt es, was man kennt. 

Dies versprechen moderne Zoos, doch was ist dran? Werfen wir einen Blick in das Gesetz über Naturschutz und Landschaftspflege (Bundesnaturschutzgesetz - BNatSchG):

§ 42 Zoos: Zoos sind dauerhafte Einrichtungen, in denen lebende Tiere wild lebender Arten zwecks Zurschaustellung während eines Zeitraumes von mindestens sieben Tagen im Jahr gehalten werden.

Und genau so ist es. Dieser Text beschreibt die Institution Zoo perfekt. Die Idee eines Zoos war und ist immer, Tiere aus der Wildnis auszustellen, um sie in Gefangenschaft anzusehen, ohne in die Natur gehen zu müssen. Punkt. Nun wuchs aber in den 80ern durch Philosophen wie Peter Singer die Kritik an der Haltung von Wildtieren, weil den Tieren zunehmende Fähigkeiten zugestanden wurden, Gefühle wie Angst, Trauer, Zuneigung, familiäre Bindung. In diesem Zusammenhang klinkt sich die Moral ein und wirft die Frage auf, wo fängt Tierleid an? Welche Rechte dürfen wir Menschen den Tieren zugestehen?

Mit wachsender Empathie gegenüber Tieren auf der einen und dem Washingtoner Artenschutzabkommen auf der anderen Seite kam die Institution Zoo in Handlungszwang. Das Image wurde poliert, die Wichtigkeit als kulturelle Begegnungsstätte gefestigt.

Doch die Kritik verstummt nicht. Im Gegenteil. Die Fakten, die nahelegen, das System Zoo grundlegend zu modernisieren oder auslaufen zu lassen überwiegen der Rechtfertigung, daran festzuhalten. Aber genau hier liegt der entscheidende Faktor: Zoos sind keine wissenschaftlichen Forschungseinrichtungen, sondern Wirtschaftsbetriebe, die mit einer sehr beliebten Ware handeln: Tieren. Die Debatte über das Modell Zoo kann nicht auf faktischer Ebene geführt werden, sondern auf einer soziokulturellen. Und um die Zukunft von Zoos und Tierparks zu retten, müssen die Einrichtungen im Grunde genau das werden, was sie eigentlich schon immer von sich behaupten: eine Begegnungsstätte zwischen Mensch und Natur.

Wie das gehen kann, warum das aktuell nicht der Fall ist und wie aus Alternativen zum Zoo Visionen für die Zukunft werden können, darum geht es in diesem Beitrag: 

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Kantabrische Braunbären 

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