Bärenpark Worbis, Duderstädter Allee 49, 37339 Leinefelde-Worbis

RONJAs Report Folge 45 – Schlafmützen und Fehlstart

Weiterlesen ...

Die meisten Bären sind dieses Jahr wirklich konsequent in ihrer Winterruhe. Vor allem unsere jüngsten ASUKA und POPEYE haben sich noch kein einziges Mal blicken lassen – echte Schlafmützen wie sie im Buche stehen.

PEDRO dagegen hat in den letzten Tagen kurz überlegt, ob er nicht doch schon ins neue Jahr starten will. Er saß wieder öfter unten herum und hat den Wolfsdienern schmachtende Blicke zugeworfen. Und das ausgerechnet in dem Moment, als ein Reh für RAIK und mich rausgeholt wurde. Ein Reh. Etwas ganz Besonderes für uns, das bekommen wir schließlich nicht jeden Tag. Und dann sitzt da PEDRO, starrt auf unseren Leckerbissen und tut so, als hätte er auch nur den Hauch eines Anspruchs darauf. Wirklich nicht. Das ist unser Futter. Punkt. Er soll bitte einfach mal sein sabberndes Maul halten. Was für eine Frechheit. Sogar als das Reh schon in unserem Revier lag, ist er aufgestanden und durch den Tiefschnee gestapft, nur um nochmal einen letzten hoffnungsvollen Blick drauf zu werfen.

Aber der Winter hat das Ganze dann doch wieder schnell geregelt und auch PEDRO hat eingesehen, dass es noch nicht so weit ist, und sich wieder hingelegt. Nun wird weitergeschlafen. Tief und fest. So soll das sein.

Bleibt wachsam,
Eure RONJA

 RONJA kennenlernen

HERO Kolumne | KW 05

Weiterlesen ...

Ein Wort auf allen Vieren

Mein Frühling

Schaut euch diesen mutigen, jungen Baum an, denke ich mir noch, der freut sich so richtig auf seinen Frühling. Ein paar Bärenhiebe später war’s das dann allerdings, ARIAN, ARTHOS und AGONIS haben voller Freude den kleinen Baum herausgerissen und zu Kleinholz verarbeitet. Sollte also doch nicht sein Tag werden…

Tierische, wilde Gäste im Bärenwald haben dahingehend mehr Glück, sofern sie es auch wieder aus der Anlage raus schaffen. Raben und Elstern beispielsweise bedienen sich gerne einmal am Buffet der Wölfe. So hat die Fähe KLEO jede Menge zu tun. Erst muss sie Artgenossin KIRA vom Futter verjagen, dann die Raben, dann wieder KIRA, dann die Elster. Letztlich gibt sie ihre Fleischhappen gar nicht mehr aus dem Maul her. Auch die alte Wildbärin JURKA ist dieser Tage Opfer täglicher Diebstähle. Ein kleines Eichhörnchen hat sich in der Nähe ihrer Höhle häuslich eingerichtet und stibitzt mit Bravour das Futter von JURKA. Ein Glück, dass wir erst neulich eine dicke, fette Nussspende bekommen haben. Ganz herzlichen Dank dafür! Dennoch neigt sich unser Nussspeicher dem Ende entgegen und wenn wie ich die Bären kenne, starten die mit Kohldampf aus der Winterruhe ins neue Jahr. Wir freuen uns daher tierisch über jede weitere Futterspende! Einfach meinen zweibeinigen Freunden in Grün in die Pfoten drücken.

Habt tausend Dank!

Euer HERO

 

HERO

Unschuldiger Wolf zum Abschuss freigegeben

Weiterlesen ...

Statement zur Ausnahmegenehmigung des Umweltministerium Baden-Württemberg, um den im Nordschwarzwald ansässigen Rüden GW2672m durch ein spezialisiertes Jagd-Team entnehmen zu lassen (siehe Umweltministerium BW)

Wir als STIFTUNG für BÄREN - Wildtier- und Artenschutz sehen keine Rechtfertigung für den geplanten Abschuss.

Zum einen sind Hunde grundlegend Konkurrenz für den Wolf, wenn sie sich in seinem Revier befinden. Dass er nun gesteigertes Interesse an läufigen Hündinnen während der Ranzzeit zeigt ist ebenfalls kein auffälliges Verhalten, im Gegenteil, es zeigt, wie wichtig es wäre, wenn sich eine Fähe in der Region aufhalten würde. Es ist zudem kein Zwischenfall zu verzeichnen, der den Abschuss in irgendeiner Form sinnvoll erscheinen lässt, zumal er zu scheu war, um sich einfangen zu lassen. Auch sind misslungene Einfangversuche keine Bestätigung dafür, dass eine Vergrämung fehlschlug. Die Vergrämung eines Wolfs ist ein langer Prozess, der darauf basiert, das Tier, seine Gewohnheiten und allen voran den Ursprung der positiven Konditionierungen zu kennen und zu eliminieren. In der Begründung des Umweltministeriums Baden-Württemberg heißt es jedoch, es sei ein Wolfstourismus entstanden, es würde die Gefahr bestehen, wenn Menschen ihn anfüttern und Fotos mit ihm machen würden. Dies wäre der Ansatzpunkt, nicht die Entnahme des Wolfs. Doch statt dem Tier seinen natürlichen Lebensraum zu zugestehen, soll es für potentielles, menschliches Fehlverhalten bestraft werden. Aber dieses Verhalten der Menschen, welches Ursprung der positiven Konditionierung ist, ändert sich nicht durch die Entnahme des Wolfes, sondern durch eine Änderung des menschlichen Fehlverhaltens. Die Vergrämungsmaßnahmen wurden daher offensichtlich nicht im entferntesten in jenem Umfang versucht, der eine Entnahme gemäß Managementplans rechtfertigen würde. Diese Entscheidung hinterlässt einen besorgniserregenden Nachgeschmack.

Kantabrische Braunbären 

ONLINE

Fachvortrag von EuroNatur und PINSA! Stiftung als krönenden Abschluss der Online-Serie TIERLEID made in ÜBERALL. 28.01.27 - jetzt anmelden! 

mehr

Termine

  • 24.05.2026…
    Barfußführung | Auf Fußfühlung mit der Natur
  • 13.06.2026…
    Führung durch den Bärenpark | Langer Tag der Natur
  • 05.07.2026…
    kostenlose Führung für Familien | Ferienwoche 1

Partner

Folgen Sie uns auch auf: