Bärenpark Worbis, Duderstädter Allee 49, 37339 Leinefelde-Worbis

Laura Kolumne

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Bärin Laura

Meine lieben Zaungucker,

ist es euch aufgefallen? Der Frühling ist da! Das erste zarte Grün zeigt sich schon im Bärenwald! Und die Luft riecht soo herrlich, ist frisch und mild. Die Weide blüht und wird vom kleinen Gesumm emsig besucht. Und so manches Mal verirrt sich eine Honigbiene in unseren Wald. Mit ihren putzig gelben Pollenhöschen sind diese kleinen Brummer eine schön bunte und duftende Abwechslung. Sie riechen so fein nach Frühblüher-Pollen!

Inzwischen ist es sogar schon taghell, wenn ich mich am Morgen zum ersten Mal auf die andere Seite drehe um gemütlich weiter zu schlummern. Die Tage werden von Mal zu Mal länger und die Sonne scheint hell und wärmt dabei angenehm meinen Pelz. Einfach herrlich! Auch wenn sich sich im Augenblick lieber hinter der dichten Wolkenschicht versteckt.

Wenn ich so in einem ruhigen Eckchen vor mir hin träume und mir das rege Treiben jenseits der Zäune anschaue, scheint die Luft mit Tausenden Vogelstimmen gefüllt. Da wird gezwitschert, gezirpt, gepfiffen, geträllert, gegurrt und noch einiges mehr. Es klingt beinahe so, als wetteifern die vielen Singstimmen miteinander. Das ist einfach wuuunderschön! Genau das habe ich mir an besonders kalten Wintertagen erträumt! Und was soll ich euch sagen, sogar die Kronenvögel scheinen in Frühlingsstimmung zu sein. Da ist ein ausgelassenes Rufen udn Krähen seit einigen Tagen! Die Vier sind nun auch wieder aus der Quarantäne-Station ausgezogen. Ich höre sie weit vom Bärenwald entfernt. Es dauert bestimmt nicht mehr lange, bis sie hier herunter spazieren, um mal nach uns Bären zu schauen. Ich bin wirklich gespannt, wie der Jüngste sich gemacht hat. Im letzten Jahr hatte er ja quasi noch Eierschalen hinter den Ohren.

Ganz anders als die alte Wölfin Shiara. Die ist inzwischen eine wahre Greisin geworden. Schläft viel und geht nur noch die nötigsten Wege. Und zwar sehr bedächtig. Ist ja auch kein Wunder. Wenn man mal bedenkt, dass sie im Mai ihren 14. Geburtstag feiert!

Und es sind während dieser warmen Sonnentage schon viele Zaungucker dagewesen und haben durch den Zaun geguckt. Das war auch fein. Nicht so, wie noch vor einigen Wochen. Als die Zaungucker mit rotgefrorenen Nasen und hochangezogenen Schultern, eingehüllt in dicke Mäntel und Mützen, bibbernd durch den Schnee im Wald stapften. Nein. Nun stehen sie wieder geduldig und staunend und freuen sich, wenn sie uns Bären entdecken. Da gibt es zurzeit auch witzige Momente zu erhaschen. Wenn zum Beispiel der hünenhafte Pedro dem Max auf Schritt und Tritt folgt und ihn immer wieder zu einem Spielchen ermuntern will. Neulich ließ sich Max auch überreden. Das war schon nett anzusehen, als sich die beiden Großen gegenseitig liebevoll zwickten und neckten. Diese Freundschaft der Bärenkumpels blüht also auch wieder auf. Wie passend zum Frühlingserwachen!

So etwas käme mir allerdings nicht in den Sinn. Ich kann Daggi nach wie vor nichts abgewinnen. Bis auf die wenigen Male, in denen ich ihr nachsetze und zeige, dass ich hier die Dienstälteste bin, gehen wir getrennte Wege.

Ach übrigens, das Dach über der Feuerstelle ist fertig! Ist schön geworden! Und ich freue mich schon drauf, wenn dort wieder die kleinen Zaungucker beeindruckt sitzen und sich ihr Futter über der Feuerglut backen. Wird ja nicht mehr lange dauern.

In diesem Sinne- kommt doch mal vorbei!

Bis bald,

Eure Laura

JURKA Kolumne 16.03.2017

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JURKA-Kolumne

Ein Wort auf allen Vieren.

Ciao und Grüß Gott, liebe Zweibeiner! Am Sonntag hatten wir mit Abstand den besten Augusttag, den es je im März gab! Nein, wirklich wahr, als ich oben von meiner Höhle aus runter zur Straße blickte und die zahlreichen Autos am Rand parken sah, dachte ich für einen Moment echt, dass wir mitten in den Sommerferien sind. Die Grünkutten mussten sogar eine Ablenkungsfütterung starten, aber nicht für uns Tiere, sondern für die Besucher. Klingt verrückt? Ist es auch, und das kam so: Unsere drei Halbstarken aus Albanien werden jetzt mit dem kommenden Frühjahr Stück für Stück an die große Freianlage und somit auch an uns große Bären gewöhnt. Die Wahl der Grünkutten fiel auf die Sektion, in der der gute, alte BODO seine Höhle hat. Gesagt, getan. Voller Enthusiasmus stürmten die Drei durch die Anlage, jeder Stein, jeder Strauch wurde auf seine Belastbarkeit geprüft. AGONIS, der Kletterkünstler unter den Bären, bestieg neugierig seine erste Birke.

Was meint ihr, wie unser BODO darauf reagierte? Gar nicht! Bei der heranstürmenden Jugendbrigade zog er es vor, die meiste Zeit in seiner Höhle zu bleiben. Nur ganz selten wagte er einen Blick nach draußen, bange darüber, wie sehr die kleinen Strolche seinen Vorgarten verwüsten würden. Spannend zu beobachten, genau, dem entsprechend sammelten sich Massen an Besuchern am Zaun und schauten zu. Aber wie ihr wisst, hat unser AGONIS noch sehr mit der menschlichen Nähe zu kämpfen. Immer wieder verfällt er in alte Gewohnheiten, saugt sich heftig an der Tatze, wenn Zweibeiner unweit entfernt sind. Ihr könnt euch sicherlich vorstellen, was los war, als am Wochenende knapp tausend Leute durch den Park liefen. Am Sonntag war es dann so schlimm, dass sich die Grünkutten folgendes einfallen ließen – sie fütterten einfach in einem anderen Teil der Anlage. Augenblicklich bekamen die Besucher davon Wind und machten sich auf, um der Fütterung beizuwohnen. Auch ich hatte den Fleischgeruch in der Nase, doch stellt euch vor – es gab Schaf! Ich lehnte daher dankend ab, überließ das Schaf den anderen. Aber die Rechnung ging auf: Die Zweibeiner folgten neugierig der Ablenkungs-Futter-Spur und die drei kleinen hatten ihre Ruhe wieder.

Alles in allen ein aufregendes, spannendes und intensives Wochenende. Jetzt bin ich mal gespannt darauf wie es wird, wenn tatsächlich die Sommerferien vor der Tür stehen…

In diesem Sinne haltet die Ohren steif!

Eure JURKA

„Braunbär BODO und die drei kleinen Strolche“

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Neugierige Energiebündel: ARTHOS und ARIAN

Die Winterruhe im Bärenpark neigt sich dem Ende zu. Zum ersten Mal begegnen sich nun alte und junge Bären. Die große Freianlage „Welpen-sicher“ zumachen ist keine leichte Aufgabe für die Bärenschützer aus dem Schwarzwald.

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