Bärenpark Worbis, Duderstädter Allee 49, 37339 Leinefelde-Worbis

JURKA Kolumne 12.12.2019

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Jurka-Kolumne

Ein Wort auf allen Vieren

Ciao und Grüß Gott, liebe Leute! Endlich ist es wieder so weit, die Bärenweihnacht steht vor der Tür! Meistens bin ich ja zu dieser Jahreszeit schon mitten in meiner Winterruhe und überlasse die Berichterstattung einen meiner vierbeinigen Kollegen hier im Bärenpark, aber dieses Mal darf ich euch dieses bärenstarke Adventwochenende ankündigen. Bei dem, was die Grünkutten hier alles vorbereiten, wird mir ganz weihnachtlich ums Herz. Die liebevoll hergerichteten Hütten, der Christbaum, der Duft aus dem Blockhaus und so vieles mehr bringt mich glatt zum Träumen. Apropos träumen: unser Neuzugang FRANCA scheint schon fast im Traumland zu sein, wie man so hört. Sie hat wohl ihr Winterquartier in der Quarantänestation bereits hergerichtet, sich das Stroh zurechtgelegt und es sich bequem gemacht. Nach all dem, was die arme Bärendame Zeit ihres Lebens durchmachen musste bevor sie zu uns kam, hat sie sich das auch redlich verdient. Ich freu mich schon darauf mitzuerleben, wie sie im Frühjahr durch die Freianlagen wandert und das Wildtier in sich entdeckt.

Übrigens, bei wem sich das innere Wildtier ausgezeichnet entwickelt hat, sind die Wölfe. BERIX, BRANCO, BASCO, BRIX und BRAX wachsen gerade als bärenstarkes Rudel zusammen. Sie agieren zunehmend besser im Team. Es ist eine wahre Freude zu beobachten, wie sie als Familie gemeinsam in Aktion treten, sich gegenseitig ergänzen und eine Einheit bilden. Und wenn ich euch Menschen richtig verstanden habe, dann geht es doch an Weihnachten genau darum, oder?

In diesem Sinne haltet die Ohren steif und bleibt mir gesund, denn ich freue mich tierisch darauf, euch an diesem Wochenende zu unserer Bärenweihnacht begrüßen zu können!

 

Eure
JURKA

 

Von einer Tierschutzidee zum internationalen Player!

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Rüdiger Schmiedel übergibt den Staffelstab an Bernd Nonnenmacher.

„Einfallsreichtum und die Courage, Ideen auch umzusetzen, waren stets Markenzeichen der STIFTUNG für BÄREN. Wichtig dabei ist eine effektive und praktikable Arbeit. Denn Tierschutz funktioniert nicht dadurch, die Welt neu zu erfinden, sondern sie nachhaltig positiv mitzugestalten. Zukünftig werden sich die Projekte in Thüringen und in Baden-Württemberg zu Kompetenzzentren fortentwickeln."
Rüdiger Schmiedel, Geschäftsführer STIFTUNG für BÄREN

In welchem Umfang Rüdiger Schmiedel mit seinem Lebenswerk den Tier-, Natur- und Artenschutz vorangebracht hat, lässt sich wohl kaum in Worte fassen. 33 Bären, 36 Wölfe und 3 Luchse – dies sind die Tiere, die Rüdiger Schmiedel mit seinem Team in Thüringen und im Schwarzwald in ihren naturnahen Freianlagen unterbringen konnte. Doch die Anzahl der insgesamt von ihm geretteten Tiere ist weit höher. Der gelernte Zootechniker mit Abitur ertrug das Leiden in der Massentierhaltung, in Tierversuchen und Zirkusdarbietungen nur schweren Herzens. Innerhalb von 30 Jahren konnten dank seiner Hilfe 162 Bären, 18 Wölfe, 28 Raubkatzen, 39 Primaten, 88 Seehunde, 994 Hunde gut vermittelt oder aus schlechten Haltungen alternativ untergebracht werden.

Begonnen hat alles Anfang der 90iger Jahre mit der Rettung von Tanzbären in der Türkei. 1995 begann eine der erfolgreichsten Bärenkampagnen Deutschlands, deren Ideengeber Schmiedel war. Bis zum heutigen Tag besteht die Einzigartigkeit in der Gemeinschaftshaltung von verschiedenen Wildtierarten, wie Bären mit Wölfe sowie Bären mit Luchsen. So war eine Resozialisierung und Aktivierung der Wildinstinkte für kranke und verhaltensgestörte Tiere möglich.

Nach kurzer Zeit wurde die STIFTUNG für BÄREN gegründet, deren ehrenamtlicher Geschäftsführer er seit dem Eintrag im Thüringer Stiftungsregister ist. Um die beiden Tierschutzprojekte wirtschaftlich zu führen, wurde von der Stiftung eine gemeinnützige GmbH gegründet, deren Geschäftsführer Schmiedel bis zum 30. November 2019 war. Auch in Zukunft wird sein Wissen, seine Erfahrung von unschätzbarem Wert für die Projekte im Schwarzwald und in Worbis sein. Seine ehrenamtliche Unterstützung und Beratung hat er dem neuen Geschäftsführer bereits zugesichert. Ohne Tierschutz kann er sich einen Ruhestand nicht vorstellen. Nach über 30 erfolgreichen Dienstjahren übergibt er den Staffelstab jetzt an Bernd Nonnenmacher.

„Tierleid ist eine länderübergreifende Problematik, der wir nur durch gegenseitigen Rückhalt und enge Zusammenarbeit optimal entgegenwirken können. Im Alleingang kann man im nachhaltigen Tierschutz nicht viel bewirken, nur wenn mehrere Organisationen Hand in Hand agieren, kann etwas bewegt werden. Es gilt daher nicht deutsch, französisch oder albanisch zu denken, sondern europäisch“
Bernd Nonnenmacher, Geschäftsführer ALTERNATIVE BÄRENPARK WORBIS gGmbH

Vor seiner Karriere im Tierschutz studierte Nonnenmacher Jura in Tübingen und Göttingen, war als Unternehmensberater international tätig. Sein Sohn machte den naturverbundenen Schwaben bei einem Besuch im Schwarzwald auf seine Berufung aufmerksam. So übernahm Bernd Nonnenmacher die Leitung im Alternativen Wolf- und Bärenpark Schwarzwald. Durch seine berufliche Erfahrung konnte er Arbeitsabläufe optimieren, strukturieren und durch die gewonnene Effizienz das Projekt der STIFTUNG noch weiter voranbringen.

Schmiedel und Nonnenmacher wurden ein Team das seinesgleichen sucht. Beide verfolgen engagiert die Stiftungsziele und haben in zahlreichen und spektakulären Rettungsaktionen und internationalen Einsätzen gelernt, blind einander zu vertrauen. In seiner kurzen Zeit als Parkleiter war Nonnenmacher aktiv an der Rettung und Unterbringung von 8 Bären, 7 Wölfen und 3 Luchsen beteiligt. Mit seinem Talent für Organisation und seinem Teamgeist bringt er ideale Voraussetzungen für den Posten als Geschäftsführer der Alternativen Bärenpark Worbis gGmbH mit.

 

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Das war unser erster Bärenwinter!

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Fackelwanderung durch den nächtlichen Bärenwald

Puppentheater, Fackelwanderung, Märchenstunde und Einblicke in die faszinierende (Winter) Welt der Bären und Wölfe: dies alles bildete den Rahmen unseres ersten Bärenwinters.

2. Advent 2019: das Team erledigt die letzten Handgriffe für den ersten Bärenwinter in unserem Tierschutz-Projekt. Wir haben liebevoll geplant und vorbereitet, unser Bistro „Bärenblick“ weihnachtlich dekoriert. Gespannt fiebern wir dem ersten Programmpunkt entgegen. Zahlreiche altbekannte TierfreudInnen aber auch etliche neue Gesichter sammeln sich am Treffpunkt vor unserem Service- und Informationszentrum (SIZ). Die meisten bleiben den ganzen Tag bei uns, lauschen dem Märchen, den Geschichten unserer Schützlinge, Essen und Trinken beim einzigartigen Blick in die Freianlagen.

Nach der abschließenden Fackelwanderung durch den Bärenwald endete ein ganz besonderer Adventstag im Zeichen der Bären und Wölfe.

Wir danken allen großen und kleinen Gästen für unseren ersten Bärenwinter!

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ab jetzt: 2. Staffel

Zurück im Revier: Zwischen Schutz, Angst und Verantwortung 

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Termine

  • 09.04.2026…
    Ferienprogramm | Haustiere – Tierschutz hausgemacht
  • 16.04.2026…
    Ferienprogramm | Bienen – Wilde Wunder
  • 16.05.2026…
    Fotoworkshop | mit Bärenparkfotografin Vera Faupel

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