Bärenpark Worbis, Duderstädter Allee 49, 37339 Leinefelde-Worbis

POPEYEs Blog Episode 56 | Abkühlung gefällig?

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Bro, es ist hot!🔥Und dabei meine ich nicht ASUKAs wunderschönes Fell, LAURAs süße Plüschohren oder KATJAs iconic Booty 🍑 Ich mein einfach nur: Es ist heiß! Also ab in den Teich 💦 Das dachte sich das BÄRsonal auch und hat sich voll in KATJAs Teich geworfen. Aber statt bisschen mit Knochen oder Stöckern zu planschen oder wie üblich Baumstämme zu schmeißen, waren die mit Eimern unterwegs, schleppten schlammige Erde umher und trugen Outfits, die voll peinlich aussahen. Einfach null Abkühlung, nur NPC-Behaviour at it´s peak.

Wenn ich nicht grade im Wasser alle mit meinen Moves beeindrucke oder versuch ASUKA ein bisschen zu rizzen 👀, habe ich so Hunger. Wer viel aktiv ist, muss auch essen. Und das Futter? Lässt auf sich warten. ASUKA denkt das auch und brüllt lautstark, wenn es ihr zu lange dauert. Und wenn ich sag lautstark, dann mein ich: Schallmauer gebrochen, RIP meine Ohren 🪦

Aber real talk: Es ist nicht der Hunger, der sie zum Brüllen bringt. Sie hat in unserer Vergangenheit als kleiner Welpe einfach gelernt, wenn ich laut bin, bekomme ich Aufmerksamkeit. War halt ihr Coping-Mechanismus mit der Langweile in den kleinen Käfigen umzugehen. Jetzt sind wir nicht mehr im Käfig, aber sie brüllt immer noch und das nur weil sie es von euch Menschen so gelernt hat. Weil wir eure süßen Insta-Mascots waren. Weil wir gedrückt, gestreichelt und ausgestellt wurden – für euren Content. Weil ihr entschieden habt, was mit uns passiert. Woher kommt diese gottkomplexige Arroganz? Warum denkt ihr Menschen, ihr könnt einfach über Leben bestimmen, die nicht eure sind? Geht euch mal Abkühlen.

Haut in die Tatzen
Euer POPEYE

  checkt mein Tierprofil aus!

 

BÄRsonal Übersetzer für POPEYEs Jugendsprache:

iconic Booty = ikonischer Hintern
NPC-Behaviour at it´s peak = super langweiliges Verhalten
Moves = besondere Posen und Bewegungen
Rizzen = verführen
RIP – Rest in Peace = Ruhe in Frieden
real talk = ehrlich jetzt

Bärengedenktag 2025

Am 26. Juni ist Bärengedenktag. 2025 ist es nun fast 20 Jahre her, dass Braunbär BRUNO in Bayern erschossen wurde. Im Laufe der Jahre ereilte fast seiner gesamten Familie ein ähnliches Schicksal – oder schlimmer. Denn in Gefangenschaft zu leben ist für ein Wildtier schrecklicher als der Tod. Doch was war das Problem mit dem s.g. Problembären? Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass sich dieses Drama wiederholt und wie schaut es mit der Zukunft von freilebenden Bären in Deutschland aus?

Jedes Jahr lassen wir die traurige Geschichte von JJ1, besser bekannt als BRUNO, wieder aufleben. Jahr für Jahr erzählen wir seine Geschichte an diesem Tag von neuem. Und Jahr für Jahr wird es wichtiger, darüber zu reden, denn das Vermächtnis von BRUNO scheint zu verblassen. Wenn wir beispielsweise vor 10 Jahren in den Führungen durch unsere Tierschutzprojekte, sowohl in Worbis als auch im Schwarzwald, noch mit den BesucherInnen in direkten Dialog über das Thema BRUNO gehen konnten, wird es aktuell zunehmend schwieriger. Kaum jemand, unabhängig vom Alter, weiß von den Umständen des bayrischen Bärendramas von 2006. Dabei könnte das sich darin verbergende Konfliktpotential nicht aktueller sein. Denn die Wildbärenpopulation seit damals ist gestiegen. Immer häufiger kommt es zu Zwischenfällen mit Braunbären. Und auch Deutschland ist nach wie vor Erwartungsland für Bären, mehr denn je. Eine nachhaltige Aufarbeitung der Geschehnisse, der Hintergründe die dazu führten, dass die Landesregierung Bayern einen 2 Jahre alten Bären erschießen ließ, könnte von großer Wichtigkeit sein und den zukünftigen Umgang mit Wildbären maßgeblich unterstützen.

Auf ein Neues: der Bär JJ1 alias BRUNO, wurde 2004 in den Wäldern des Trentino, Italien, geboren. Sowohl seine Mutter, JURKA (daher das erste J), als auch sein Vater JOSÉ (zweites J), wurden im Rahmen des Artenschutzprojekts Life Ursus in Slowenien eingefangen und ins Trentino umgesiedelt. BRUNO gehörte zum ersten Nachwuchs (daher die 1), der in der neuen Heimat zu Welt kam. Vermutlich wurde die junge Mutter mit ihren Welpen für touristische Zwecke angefüttert. Darauf hin minderte sich die natürliche Scheu der Bären vor den Menschen und das Interesse, in menschlicher Nähe nach Futter zu suchen wurde gestärkt. BRUNO wanderte mit zwei Jahren ab und plünderte mehrere Bienenstöcke und Ställe. Schließlich wurde er als vermeintlicher Problembär bezeichnet und letzten Endes am 26.06.2006 erschossen.

Damit starb der Bär, doch das Problem nicht. Denn es sind nicht die Bären, die Probleme bereiten, sondern der Mensch. Genau das macht eine Aufarbeitung der eigenen Verantwortung so wichtig. Und bis dies nicht geschehen ist, wird es immer wieder zu Konflikten kommen. Aus diesem Grund ist der Bärengedenktag so wichtig.

 

Moment der Woche | MYKHAILO ausgelassen im Wasser

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Die Geschichte von MYKHAILO ist geprägt von emotionalen Momenten. Dies begann direkt damit, als wir vor einigen Jahren die ersten Aufnahmen von ihn sahen, wie er in jenem klaustrophobischen, verrosteten Käfig litt. Dann kam die Freude darüber, dass wir ihn retten konnten, gefolgt von der tiefen Enttäuschung, dass die Rettung verhindert wurde. Schließlich, nach vielen Jahren des gemeinsamen Kampfes mit anderen Tierschutzorganisationen die Freude, als er zunächst bei unseren Kooperationspartnern von Bärenwald Domazhyr ankam und versorgt wurde. Letztlich bekamen wir Gänsehaut, als er nach seiner Quarantäne mit Herzenslust den Badeteich genoss, darin plantsche, spielte und einfach nur Bär sein durfte.

Und diese Freude am Wasser hat er sich bis heute erhalten. Ganz klar unser Moment der Woche: MYKHAILO spielt im Wasser!

Auch ihr habt viel durchmachen müssen oder kennt jemanden, dem das Schicksal mehr als einmal die kalte Schulter zeigte? Dann könnte MYKHAILO das ideale Patentier für euch sein. Schaut doch mal in sein Tierprofil. Denn Patenschaften bilden die Grundlage dafür, dass wir Bären wie MYKHAILO retten und ihnen ein Leben bieten können, das lebenswert ist.

 

 

  Patenschaft für MYKHAILO übernehmen

Euer Team vom
Projekt WORBIS

ab jetzt: 2. Staffel

Zurück im Revier: Zwischen Schutz, Angst und Verantwortung 

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  • 09.04.2026…
    Ferienprogramm | Haustiere – Tierschutz hausgemacht
  • 16.04.2026…
    Ferienprogramm | Bienen – Wilde Wunder
  • 16.05.2026…
    Fotoworkshop | mit Bärenparkfotografin Vera Faupel

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