Bärenpark Worbis, Duderstädter Allee 49, 37339 Leinefelde-Worbis

Nachruf Ralf Wettengel

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Ralf Wettengel

Fröhlich, freundlich, hilfsbereit – so kennen wir ihn und so wird er in unserer Erinnerung bleiben. Ralf Wettengel, ehemaliger Parkleiter vom Projekt WORBIS, ist nach schwerer Krankheit viel zu früh von uns gegangen.

Mit Leib uns Seele widmete er sich unserem Tierschutzprojekt. Unter seiner Verantwortung konnte zahlreichen Vierbeinern ein neuer, tiergerechter Lebensabschnitt geschenkt werden. Im Namen der Tiere und von ganzen Herzen sagen wir Danke für deine Leistung, danke, dass du dein Leben dafür eingesetzt hast, Leid zu lindern und Hoffnung zu schenken.

In stiller Trauer nehmen wir Abschied,

dein Team der STIFTUNG für BÄREN

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GAIA erobert die große Freianlage

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GAIA - Auge in Auge mit JURKA

Nach monatelangem Schiebertraining war es gestern endlich so weit: Wölfin GAIA machte die ersten Schritte in der großen Freianlage.
GAIAs Geschichte ist traurig. Als Welpe wurde sie in den Wäldern von Litauen gefunden. Mit der Hand aufgezogen wurde sie wie ein Haushund gehalten. Doch schnell war klar: es handelt sich um eine Wölfin. Schließlich landete sie in einer Auffangstation für Hunde, wo sie starke Verhaltensstörungen an den Tag legte, bis sie gerettet werden konnte

Bisher lebte die scheue Wölfin seit ihrer Rettung im Juni 2020 in einem Rückzugsgebiet von ca. 150m² zur Eingewöhnung. Nun stehen dort schon seit Monaten die Schieber zum angrenzenden großen Waldareal offen, aber bisher traute sich GAIA noch nicht hindurchzugehen. Nach intensivem Training unterstützt durch Leckerbissen war es heute endlich so weit: GAIA machte ihre ersten Schritte im neuen Areal. Nach dem ersten Erstaunen begann sie gleich mutig ihr neues Zuhause zu erkunden. Bärin JURKA, ihre neue Mitbewohnerin, schaut sich dies aus einigem Abstand an bis GAIA direkt an ihr vorbeispazierte. Bärin und Wölfin ließen sich gewähren und duldeten gelassen die Anwesenheit des jeweils anderen. Erst nachdem GAIA versuchte sich in 2m Entfernung direkt vor JURKA zu wälzen, startete die erfahrene Bärin einen Scheinangriff, um der jungen Wölfin zu zeigen, dass Bären auch anders können. GAIA setzte daraufhin ihre Erkundungstour in gebührendem Abstand fort. Neugierig erkundete sie jeden Winkel der Anlage, beschnupperte alles, plünderte hier und da JURKAs Futterverstecke und setzte auch einige Markierungen in ihrem neuen Revier. JURKA ließ die Wölfin gewähren, beobachtete aber jede Bewegung der „Neuen“ ganz genau. Und wenn die Wölfin ihr zu nahe kam, wurde sie mit ein paar Sprüngen wieder erfolgreich in ihre Schranken gewiesen - „Bis hierhin und nicht weiter!“

Bei der Fütterung wurde GAIA dann mutig und hat JURKA einiges an Fleisch abgeluchst. Da hat die alte Braunbärin doch gestaunt, wie flink und frech die neue Mitbewohnerin sein kann.
Für das BÄRsonal ein glücklicher Moment in Zeiten der Sorge.
„Der Lockdown lässt uns alle bangen, aber solche Momente bauen ungemein auf und zeigen uns immer wieder wie wertvoll und wichtig unsere Arbeit ist!“ so Projektleiterin Sabrina Reimann.
GAIA kann ihre neugewonnene Freiheit nun in vollen Zügen genießen und endlich mit anderen Tieren interagieren.

Wir danken allen Paten und Spendern, die uns geholfen haben, GAIA dieses Leben zu ermöglichen! Bitte unterstützt uns auch weiterhin um ihre Versorgung und Betreuung sicherzustellen!

 

 

Wir werden Euch über ihre weitere Entwicklung auf dem Laufenden halten.

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LAURA Kolumne 21.02.2021

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Bärin LAURA

Ihr lieben Zaungucker,
potzblitz, ich platze fast vor Wut! Da gebe ich mir alle Mühe, mir eine schöne neue Höhle zu graben, in der ich den Rest des Winters verbringen kann, und was passiert? Eine Viertelstunde, höchstens eine halbe Stunde war ich weg. Habe nur eine Kleinigkeit gegessen. Als ich wiederkam, schaufelte Pedro wie ein Berserker an meiner Höhle herum. An meiner Höhle! Wer PEDRO kennt, der weiß: den kann man nicht so einfach den Hügel herunterschubsen. Viel zu schwer, selbst nach der Winterruhe. Und dazu auch noch stur. Dabei buddelt er zwar mit viel Elan, aber leider immer völlig planlos. Wenn ihr den Hügel in der Anlage C aus der Nähe sehen könntet! Unmengen von Erdreich hat PEDRO hier bewegt und alles vollkommen ohne Konzept und Sinn. Man sagt ja: aus Schaden wird man klug. Aber ich glaube, PEDRO kann noch so oft die Höhlendecke über dem Kopf hinwegbröckeln, er wird weiter mit voller Wucht und ohne Feingefühl buddeln. Ich war ganz schön frustriert. Vielleicht zum Trost hat mir das Personal ein totes Kalb spendiert. Hab ich mich gefreut. Aber was soll ich euch sagen: kaum hatte ich mir mein Kalb Schnauzen gerecht hingelegt, kam PEDRO angetapst. Flugs habe ich das Kalb geschnappt und wollte damit davonrennen. Nur: so flugs ging das einfach nicht im Tiefschnee. Der reichte mir nämlich bis zum Bauch und ich konnte meine Beine nur mit Mühe herausziehen. Und dazu war das Kalb unglaublich unhandlich. Kurz und gut: nach ein paar Runden um einen Weißdornbusch hatte PEDRO mir das Kalb abgeluchst. Zum Glück gibt es das Bärsonal. Die hatten wohl alles beobachtet, so dass ich kurze Zeit später „zufällig“ ein zweites Kalb fand. So hatten wir beide etwas zu futtern.

Bis bald,
Eure Laura

 

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