Bärenpark Worbis, Duderstädter Allee 49, 37339 Leinefelde-Worbis

LAURA Kolumne 22.08.2022

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Bärin LAURA

Ihr lieben Zaungucker,
huch, ich bin ja so aufgeregt! Am Hin und Her und eifrigen Geplapper des Bärsonals in den letzten Tagen, habe ich es deutlich gemerkt: es ist etwas im Busch! Unauffällig bin ich dem Bärsonal etwas näher gerückt, als sie sich unterhalten haben. Ich bin zwar von Natur aus nicht neugierig, muss aber schließlich informiert sein. Stellt Euch vor, was ich erfahren habe: ein Fest wird vorbereitet!vEin Fest, bei dem es um uns Tiere geht. Das Bärsonal nennt es „Tierschutzfestival“. Viele Stände soll es geben, Musik und natürlich leckeres Essen. Solch ein Fest hatten wir schon lange nicht mehr hier. Und falls ihr euch Sorgen macht, dass die Musik uns Bären stören könnte: keine Angst. Wenn sie uns nicht passt, können wir uns tief ins Gebüsch und hinter die Hügel verdrücken. Da hört man fast nichts mehr. Aber wisst ihr, was das Beste an solchen Festen ist? Dass auch an uns Bären immer gedacht wird. Bestimmt bekommen wir besonders leckeres Futter an diesen Tagen. In zwei Wochen ist es soweit. Ich freu mich schon drauf. Vielleicht kommt ihr auch?
Bis bald,
Eure Laura 

 

 

JURKA Kolumne 21.08.2022

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Jurka-Kolumne

Ciao und Grüß Gott, liebe Leute! Wenn ihr so aus dem Fenster schaut und der warme Hochsommerwind euch ins Gesicht peitscht, was denkt ihr dann? Richtig – der Winter steht vor der Tür! Zumindest bei uns Bären ist das der Fall, denn eine anständige Ladung Winterspeck frisst sich nun einmal nicht an einem Tag an. Glaubt mir, ich denke jeder Bär versucht das mindestens pro Jahr, aber es wird einfach nichts. Nein, die nachhaltige Extraportion Kilos auf den Hüften ist monatelange, harte Arbeit. Von den tiefsten Tiefen meiner Magengrube sende ich daher ein ganz herzliches Dankeschön an die großzügige Futterspende von Cbet FrischeSevice & Handel! Meine Artgenossen und ich genießen besonders die Mangos in vollen Zügen.

Auch der gute ARTHOS weiß einen Happen gutes Obst zu schätzen, daher schlemmt er mit uns anderen Bären nach Herzenslust. Und ich habe beobachtet, wie die schlaue Luchsdame ELA das in katzentypischer Manier ausnutzt. Könnt ihr euch noch daran erinnern, als ich euch berichtete, wie der junge Bärenmann es geschafft hatte, ins Luchsrückzugsgebiet zu gelangen? Nun, ELA rächt sich jetzt dafür, denn sie macht es sich in seiner eigenhändig gegrabenen Höhle gemütlich. Ihr Rückzugsgebiet ist nun bärensicher, auch wenn ELA sich noch an die neue Schleuse gewöhnen muss.

Ein kleiner Tipp von einer ehemaligen Wildbären noch in Sachen Katzen – ärgert die Samtpfoten besser nicht, denn sie beobachten gut, kennen eure Schwächen besser als ihr und wenn es ein Lebewesen gibt, dass diese gnadenlos ausnutzt – dann sind es Katzen.

In diesem Sinne haltet die Ohren steif und gehabt euch wohl!

In diesem Sinne haltet die Ohren steif!

Eure

JURKA


 

DAGGI | Schicksal eines Zirkusbären

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DAGGI im Projekt WORBIS

Braunbärin DAGGI sitzt entspannt an einen Baum gelehnt, ihr Blick schlendert durch die Stille des Bärenwalds. Besucher können sie hier nicht sehen, hinterm Hügel können sich die Vierbeiner fernab der Menschen zurückziehen, hier finden sie ihre Ruhe und hier ist auch DAGGI wann immer ihr danach ist. Eine lange Zeit in ihrem Leben war das nicht so. Rückzugsmöglichkeiten, Waldboden, Bär-Sein – all das bliebt ihr versagt. Stattdessen wurde sie für einen Auftritt in der Manege gedrillt. Die absurde Vorstellung ihrer Dompteurin bestand in einer Shownummer mit einem Tiger, Pferden und einen weiteren Bären. Doch DAGGI ließ sich nicht abrichten, sie verweigerte die Dressur. Die Folge: ihre Peinigerin sperrte sie jahrelang in einem kleinen Käfig weg.

Genau über diese Dompteurin ist in der Ausgabe Nr.33 des Magazins Stern ein großer Artikel erschienen. Doch von Kritik keine Spur, im Gegenteil, ihr jahrzehntelanger Missbrauch von Wildtieren für lebensverachtende Shows wird verherrlicht, die Ausbeutung der Tiere romantisiert, sie selbst beim Spaziergang mit einem Bären an der Leine und mit Maulkorb in Szene gesetzt. „Ich habe mich immer so gut um meine Tiere gekümmert“ wird sie zitiert. Fakt ist allerdings, dass DAGGI, nachdem sie in ihren Fängen war, starke Verhaltensstörungen und Aggressionen besonders gegenüber Menschen an den Tag legte.

Heute zeigt DAGGI keine Stereotypien mehr. Naturnahe Freianlagen mit Wald, Artgenossen und anderen Wildtieren sorgen für eine verhaltensgerechte Unterbringung. Aufgrund dessen kann sie heute Bär sein. Keine Sklavin die ausgebeutet wird, kein Haustier, kein Objekt. Denn kein Lebewesen hat diese lebensverachtende Erniedrigung verdient und kein Mensch das Recht, dies zu tun. Die intensive Arbeit mit Tieren, die auf diese Art misshandelt wurden, lehrt uns das Tag für Tag. Bis dieses Leid ein Ende findet, ist es noch ein langer Weg und bedarf jede Menge Aufklärungsarbeit, denn letztlich ist es nur die Gesellschaft, die dieses Leid beenden kann. Doch leider wird dieser Weg durch verblendende Darstellungen wie in dem Stern Artikel verlängert, wodurch Wildtiere wie einst DAGGI weiter leiden müssen.
Erschreckend und traurig, dass solch ein Beitrag im Jahr 2022 noch gedruckt wird.

 

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Wo Europas Braunbären leben 

Podcast-Folge ab 13.4. 

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Neuste Episode überall da, wo es gute Podcasts gibt. Komm mit auf eine Reise durch Europa - zu den letzten Populationen der Europäischen Braunbären.

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  • 09.04.2026…
    Ferienprogramm | Haustiere – Tierschutz hausgemacht
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  • 16.05.2026…
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