BRUNOs Mutter JURKA: mit ihrem Schicksal ist sie Botschafterin für ein besseres Wildtiermanagement in Deutschland!
In naher Zukunft ist mit der Rückkehr von Braunbären zu rechnen. Aus der Tragödie von BRUNO vor 12 Jahren muss gelernt werden. Internationale Zusammenarbeit im Bereich Wildtiermanagement ist erstrebenswert.
„Einen wölfischen Vierbeiner einzufangen ist also nicht einfach mal so zu handhaben. An den gescheiterten Einfangversuchen in Thüringen wird dies deutlich. Wichtig für das Wildtiermanagement ist jetzt, einen praxisorientierten Maßnahmeplan für den Umgang mit wildlebenden Wölfen für Baden-Württemberg aufzustellen.“
Rüdiger Schmiedel, Geschäftsführer der STIFTUNG für BÄREN
BAD RIPPOLDSAU-SCHAPBACH. In einem Artikel des „Schwarzwälder Boten“ [09.05.2018 Wolfsriss: Herdenschutz mit Fragezeichen] bekundete der Landwirt Gernot Fröschle, dass er den Wolf, der seine Schafe riss, am liebsten in dem ALTERNATIVEN WOLF- und BÄRENPARK sehen würde. Seiner Meinung nach sollte das Tier eingefangen oder anderweitig der Natur entnommen werden. Die STIFTUNG für BÄREN, Betreiber des Tierschutzprojektes in Bad Rippoldsau-Schapbach, lehnt diese Argumentation allerdings entschieden ab. Das Verhalten des Wolfs ist weder auffällig, noch ist er verletzt. Daher besteht überhaupt kein Grund dafür, ein gesundes Wildtier einzufangen und einzusperren. Den Jagdtrieb des Wildtieres auf Nutztiere zu unterbinden, können wirksame Herdenschutzhunde ermöglichen. Dieser Tatsache müssen sich auch die Schäfer im Ländle stellen. Zudem ist es unverständlich, wie unbedarft die Tierhalter an die mangelnde Sicherung in Richtung des Flusslaufes Enz vorgegangen sind. Ein Fluss ist kein Hindernis für einen Wolf, Luchs, nicht mal für einen Fuchs.
Im Thüringer Tierschutzprojekt der Stiftung, dem ALTERNATIVEN BÄRENPARK WORBIS, entsteht derzeit eine Anlage, in der Wolfshybriden aufgenommen werden könnten. Wolfshybriden werden bis in die 5. Generation wie Wölfe behandelt. Eine Entnahme aus der Natur ist gemäß dem Bundesnaturschutzgesetz notwendig, um die genetische Reinheit der Art zu bewahren. Das Einfangen der Mischlinge gestaltete sich jedoch schwierig. In den letzten Monaten ist in Thüringen kein Fangerfolg möglich gewesen.
Die Anlage in Worbis wird nach ihrer Fertigstellung als Auffangstation für verletzte Wildtiere [Wolf, Luchs] dienen, die wieder in die Natur entlassen werden sollen. Die Gegebenheiten für eine entsprechende Auffangstation im Schwarzwald sind derzeit nicht vorhanden.
Die Ankunft der zwei Kragenbären im ALTERNATIVEN WOLF- und BÄRENPARK SCHWARZWALD steht fest.Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren. Das Einsatzteam startet nächste Woche.
BAD RIPPOLDSAU-SCHAPBACH: CHANDAK und CHADNA werden die beiden Kragenbären heißen, die in der elften Kalenderwoche 2018 im ALTERNATIVEN WOLF-und BÄRENPARK SCHWARZWALD ankommen sollen. Die Namen wurden von den Tierschützern neu vergeben, symbolisch für den neuen Lebensabschnitt. Die beiden Tiere kommen aus den Tierparks Bad Pyrmont und Brüggen. Einrichtungen, in denen sie unter suboptimalen Bedingungen leben mussten. Dort werden die Vierbeiner derzeit an die Transportboxen gewöhnt, um ihnen die stressige Narkose zu ersparen.
Auch die Vorbereitungen im Tierschutzprojekt der STIFTUNG laufen auf Hochtouren. Sowohl die Freianlagen, als auch die Quarantänestation müssen umgebaut beziehungsweise hergerichtet werden. Denn dem männlichen Ursus thibetanus steht noch eine Kastration bevor, um Nachwuchs in Gefangenschaft zu vermeiden. Bittere Kälte und hartnäckiger Frost erschwerten die Arbeiten im Außenbereich jedoch ungemein. Doch das Team im Schwarzwald gibt sich zuversichtlich, dass der Einsatz wie geplant am Montag, den 12. März 2018 stattfinden kann.
Zurück im Revier: Zwischen Schutz, Angst und Verantwortung
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